Der KailkrM -es kckgsjopalWchtv SyKms.
Uns wird gefchriebe«:
Je schneller das Wirtschaftsjahr fich dem Ende zuaetgk m» die kritischen Monate unmittelbar vor der neuem Ernte herannahen, um so weitere Kreise erfaßt auch die lebhafte Sorge, daß man bei uns allen Ernstes beabsichtigen könnte, mit dem unsinnigen, an allen Ellen und Enden Kusammengebrochenen System des „Krivgsfozialismrls" die Reihe mißglückter Versuche etwa auch noch weiterhin fortzufetzen. Das Experimentieren nach den Methoden der sozialistischen Wirtschafts-„Wisfinschaft", deren blutigen Dilettantismus doch nicht erst der Krieg zu erweisen brauchte, mag gewissen Leuten und Parteien Vergnügen bereiten und'das politische Kokettieren mit ihnen erleichtern, — der nationalen Wirtschaft, und dieser nicht allein, Hai es unberechenbaren Schaden gebracht; einen Schaden, der um so schmerzlicher und um so deprimierender wirkt, als wir. wie gesagt, immer noch keine Sicherheiten haben, ob und wann dieser sozialistische „Segen" von uns genommen wird, um vernünftigen Grundsätzen der öffentlichen Wirtschaft Platz zu machen. Es ist deshalb notwendig und unaufschiebbar, daß von den berufenen Faktoren auf die unserm Volk hier drohenden Gefahren mit wesentlich verstärktem Nachdruck verwiesen wird: eine Aufgabe, der sich soeben die Vereinigung der niedcrrheinisch-wesffälrschen und südwestfälifchen Handelskammern in einer bemerkenswert scharfen Entschließung unterzogen hat, die hoffentlich auch zu den Ohren derjenigen dringt, die es am meisten angeht.
Die geradezu verheerenden Wirkungen des kriegs-sozialffti- schen Treibens sind hier derart erschöpfend zus ammenge faßt, daß ein Zusatz sich erübrigt. „Das System des Kriegssozialismus, so sagen die Handelskammern, übt auf weiten Lebensgebieten keinen mildernden, sondern einen verschärfenden Einfluß auf die volkswirtschaftlichen Schaden aus, die der Krieg mit fich bringt. Dies gilt zunächst von dem Gebiets der Lebensmittelbewirtschaftung, aber auch weit darüber hinaus, mch zwar in Zeigendem Maße. Das kriLgssoziLlifttsche System verringert '£ ch seine ungünstigen Rückwirkungen auf die Erzeugung und CchrltLng der Güter die Summe der verfügbaren Lebensmittel uuO beeinträchtigt damit die Ernährung der breiten Masse der Bevölkerung. Es vergeudet Arb^tskräfte und Intelligenzen. Es beraubt den Handel seiner hergebrachten Arbeit und Der- dienftmöglichkert und stellt die Behörden vor unlösbare Aufgaben. deren natuirgenmß mangelhafte Erfüllung ihr Ansehen und das Ansehen des Staates bei der Bevölkerung herabsstzt. Es legt der ohnchin durch deu Krieg beeinträchtigten Erzeugung nachgerade unerträgliche Fesseln auf. Die bäuerliche Wirtschaft leidet darunter ebenso wie Handwerk und Industrie. Dagegen werden alle diejenigen Elemente des Volkes dadurch in den Vordergrund geschoben, und in ihrem Treiben begünstigt, die » der rücksichts- und skrupellosen Umgehung und Zerreißung der Maschen dieses unmöglichen Systems ihren Verdienst suchen. Die Unehrlichkeit nimmt auf allen Eebieken des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens in erschreckender Weise zu »nd es entsteht die Gefahr der Vernichtung eines der größten Güter unseres Volkes, seiner Integrität.^
„Das war doch nicht die Absicht?!“, mochte man mit Björu, fen denen zurufen, die selbst heute »roch dem triegssozialistischen System der Systemlosigkeit anhängen. Oder wollte man die Kriegsschäden verschärfe». die Enrähr»mg verteuern. Arbeitskräfte und Intelligenzen vergeuden, unlösbare Aufgaben stellen, den Schleichhändlern und Kriegsgewinnlern goldene Zeiten bereiten und der deutschen Ehrlichkeit das Grab graben? Wo nicht, so wird die schleunige RüÄehr aus dem sozialistischen Lande Utopien auf den Boden der Vernunft geradezu Cewis- senspflicht. Die Entschließung der Handelskammern zeigt den Weg: „Die öffentliche BnvirtfchLftuug sollte vorläufig auf die Hauptwaren: Getreide, Fleisch und Fett beschränkt werden. Auch für sie wird zu erwägen sein, ob nicht das wohlbewahrte mildere System des GeneralgoLDerueurs für Belgien vorzu- ^i?hen ist, nach dem zur Deckung von Mirrdsstrationen nur ein Teil der ländlichen Erzeugnisse beschlagnahmt, der Nest aber unter Abstandnahme vou Höchstpreisen völlig fiel gegeben wird. Das würde neben anderen wohltätigen Folgen den Handel wieder ehrlich machen und das Volk zur Wiederkehr einer gesunden Friedenswirtschaft erziehen, ohne die es seine wirtfchgftliche Stellung in der Welt nicht wi-edererlangen kann. Was die Kartoffeln angeht, fs wird die Art ihrer Bewirtschaftung von den Ernteaussichten abhängig sein müssen. Alle übrigen Erzeugnisse der ländlichen Wirtschaft, wie Obst, Genrüse, Eier, Geflügel, Wild usw. sollten umgehend fretgegeben und von der praktisch überall gescheiterten Festsetzung von Höchstpreisen befreit werden!-
Frühere und jetzige K-ziMinMaiit in der
ÜJ M fewt wird etm jShrttch» g&cacri o ff wo* iß W# » MM»- de» Mark e m fo nfetln ce n fein, der eine Eiirkonrrnenbesteuerung von 80 bis 60 v. H. entsprechen würde. Eine Vermögensbeschlag. nähme würde, auch nur teilweise durchgeführt, dem Wirtschaftsleben das unbedingt notwendige Betriebskapital entziehen und so gerade der Arbeiterschaft um der Chimäre einer Völkerverbrüderung willen bei einem Verzicht auf Ersatz der Kriegsschäden durch die mutwilligen Kriegsverlängerer die Existenzbedingungen untergraben. Der Verzicht auf Ersatz der Kriegsschäden stelle dem Feind einen Freibrief für die frivole Verlängerung des Krieges aus und würde den deutschen Arbeiter zu jahrzehntelangem Leiden um einer schwächlichen Nachgiebigkeit willen verurteilen. — Es ist aufrichtig zu wünschen, daß die deutsche Vaterlandspartei solche Anhänger in immer größerer Zahl erwürbe, um so immer mehr zu dem zu werden, wozu sie längst auf dem Wege ist: zu einer Vereinigung der Patrioten aus allen Parteilagern.
Man schreibt uns: Die deutsche Vaterlandspartei ist von der soMldemokrLtijchen und demrckratischen Presse so oft als eine »reaktionäre" oder „konservativ - schwerindustrielle" Interessenvertretung verleumdet worden, daß man meinen sollte, es gäbe in jenen Parieilagern niemanden mehr, der nicht auch ernstlich daran glaubt. Alex wie schon lange in der Fortschrittspartei, so zeigen sich jetzt immer häufiger auch in der Sozialdemokratie Leute, die sich über die Vaterlandspariei ihr eigenes Urteil gebildet und dabei offenbar entdeck haben, daß sie mit innerer Politik überhaupt nichts zu tun hat. Infolgedessen fühlen sie fich auch nicht behindert, sogar als Redner in der Vaterlandspartei aufzutretea. Wie a»n 3. Mai der frühere Sozialdemokrat Maureubrecher rm Landesverein Groß-Berlin der Vaterlands- partei die berüchtigte Friedensrefolution des Reichstages in die richtige Beleuchtung setzte, so ist jetzt auch in der Ortsgruppe Frankfurt der Vat-crLsndspartei der sozialdemokratische Stadtverordnete Krumm (Gießen) für eine Kriegsentschädigung eingetreten. Er betonte, die neuen Steuervorlagen dürften auch denen, die auf eine Kriegsentschädigung verzichten wollen, die Augen darüber öffnen, was des deutschen Volkes bei einem solch«» Verzichte warte. Zur Anleiheverzinsüng, Tilgung und den mannigsachen Ausaabeu de» Reiches, der Einzelstaaten und Ge»
Ehrung für die gchlienen gherheitziKen Krieger-
In der ordentlichen Sitzung des Provinzialtags der Provinz Oberhessen vom 11. Mar 1918 kam u. a. auch der Antrag auf Errichtung eines Denkmals für die oberhessischen Gefallenen zur Verhandlung. Die Begründung zu dem Antrag führt folgendes aus:
Aus Dankbarkeit soll den rm Weltkrieg gefallenen Oberhessen ein Erinnerungszeichen gefitzt werden, für das der Wartberg bei Schotten ausersehen ist. lieber die Ausgestaltung des Denkmals und feiner Umgebung liegen bestimmte Pläne noch nicht vor; sie sind noch in der Ausarbeitung.
Der Provinzialausschuß schlägt dem Provinzialtag einstweilen vor, sich mit der Errichtung eines Erinnerungszeichens für die gefallenen Oberhessen grundsätzlich einverstanden zu erklären und zu genehmigen, daß die Provinz sich mit einem Aufwand bis zu 100 000 Mark daran beteiligt.
Herr Geheime Oberbaurat Professor Hofmann aus Darinstadt, der als Vertreter der Beratungsstelle für hessische Kriegerehrungen einen vorläufigen Entwurf für ein Denkmal auf- gestellt hatte, gab an Hand der vorgelegten Skizzen die erforderlichen Erläuterungen. Als Ort «der Aufstellung ist der einen unvergleichlichen Rundblick gewährende Wartberg bei Schotten auserseheu, der, selbst ein Naturdenkmal, als Basis für die gedachte Kriegerehrung wie geschaffen ist. Der Entwckrf sieht von einer mehrstöckigen turmartigen Anlage ab, und stiebt eine mehr gelagerte Baumasse mit einem durch offene Hallen umschlossenen Ehrenhof an. Der unbedachte Ehrenhof ist 21 Meter breit und tief. Die nach dem Ehrenhof geöffnete, nach außen geschlossene Hallenanlage hat 6 Meter Tiefe und 4,5 Meter Höhe; sie soll mit einer »vagerechten Balkenlage aus Eichenholz nach Art der mittelalterlichen Kreuzgänge abgeschlossen und mit Satteldächern überdeckt werden. Diefi laufen am Mauerwerk der Eckaufbauten tot. Die runden Eckbauten vergrößern die inneren Wandflächen, erhalten hochgestelltes Seitenlicht, vermeiden die harten rechtwinkeligen Gebäudeecken und geben der Bcruanlage einen mehr burgartigen Charakter mit bewegter Umrißlinie. Um die Aussicht genießen zu können, läuft um das ganze Gebäude eine etwa 1,5 Meter breite Plattform mit steinerner Brüstung, wodurch eine vorteilhafte Ueberleitung der Wartber^uppe mit den ausgehenden geschlossenen, senkrechten Wandungen des Aufbaues durch eine Staffelung erreicht wird. Das Denkmal soll die höchste Stelle des Wartbergs ein- nchmen. Durch eine Freitteppe gelangt man in den höher gelegenen Ehrenhof, gegen den die Hallenfußböden wiederum ca.
75 Zentimeter erhöht erscheinen. An der romantischen Form des Wartbergs selbst soll nichts geändert werden. Nur eine Umwehrung der oberen Plattform durch eine Futtermauer zum Schutz der Anlage ist beabsichtigt. Auf diefir Futtermauer soll am anderen Ende der Bergkuppe nach Schotten zu ein bescheidenes Pförtnerhaus in Verbindung mit dem Eingangstor errichtet werden. Don hieraus soll eine Allee in gebrochener Form bis zum Denkmal fuhren. — Als geeigneter Baustoff für die Pfeiler und Bögen des Ehrenhofs ist Werkstein aus oberhessifcher Dafaltlava in Aussicht genommen und für die Außenwände, ein schlichtes Bruchfteingemüuer aus demselben Stoff mit steinsich- tigem Kellenbesttch. Für die Bedachung kommen Ziegel oder Schiefer in Betracht. Die Hauptaufgabe auf künstlerischem Gebiet soll der inneren Ausstattung gewidmet sein. Die Namen aller gefallenen Krieger sollen hier nach Gemeinden oder Kirchspielen getrennt, auf verzierten Epitaphien verewigt werden. Als Baustoff für die Ehrentafeln kommt ein dichter Kalkstein oder auch Metall (Gußeisen) in Betracht. Gegenüber dem Eingang soll ein lebensgroßes Standbild eines Kriegers in voller Ausrüstung und Sturnrhelm, in Basaltlava ausgeführl, Aufstellung finde«. — Die Kosten des Bauwerks ohne die Ehrentafeln und ohne das figürliche Chattendenkmal sowie ausschließlich aller Umgebungsarbetten können »rach oberflächlicher Berechnung mit etwa 250 000 Mark angenommen werden.
In der sich anschließenden Diskussion wurde von dem Pro- vinzialtagsmitglied Grafen Wilhelm zu Solms-Laubach Erlaucht vorgeschlagen, dem ProviuzialauSschuß, der zunächst zur weiteren Sachbehandlung berufen erscheine, durch Zuwahl her- vorragender Persönlichkeiten aus der Provinz zu einem De-nk- malausschutz zu erweitern.
Unter Berücksichtigung dieses Vorschlages wurde die Errichtung eines Denkmals für die gefallenen Oberhessen vom Proviilzialtag grundsätzlich und unter Vorbehalt aller weitere»», die endgültige Gestaltung des Werks betreffenden Entschließungen gutgeheißen und der angeforderte Betrag von 25 000 Mark als erste Rate einstimmig bewilligt.
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Aus der Heimat.
Gießen. Gelungene Kerle find unsere Sozialdemokrat«!«. Entweder sind sie selbst dumm oder sie halten die anderen dafür. Fortgesetzt räfonnreren sie in ihrer Zeitung über die Schlechtigkeit der Bürgerlichen, jede Verletzung der abertaufend Zwangs- veroüdmrngen bauschen sie auf und trittsteren sie. Engel strrd ^ nur die Sozialdemokraten. Wenn ma» aber genauer zusteht» '
etwas hinter de« Vorhang schaut, habe» diese Genossen genau dieselben menschlichen Schwächen wie andere Leute, im einzelne« wie im ganzen. Die Genossen schelten auf die Bauern, well diefi ihren Rübölbedarf selbst ziehen und decken. Die Genossen kaufen den Samen, Hamstern thn und lassen ihn zentnerweise heimlich schlagen. Die Genossen schimpfen Über ore wohlgenahr- len Gäule der Bürgerlichen. Die Pferde aller sozialdemokra. tischen Konsumvereine sind so dick wie Bäckersäue. Wenn eir bürgerlicher Dettieb wegen Unregelmäßigkeit geschlossen wird, ist das für die Eerwssen ein Fressen. Aus Angst vor den Sozialdemokraten hat man in Westfalen einer großen sozialdemo. kratischen Seifenfabrik den Weiterbetrieb erlaubt. Die Genoß sen wucherten mit der Ware, schlugen ganz gegen die sozial, demokratische Lehre Profit und Riesengewinne heraus und di- Behörde mußte die Fabrll zumachen. An der Elbe bewirtfchaf ten die Genossen ein Bauerngut sozialdemokratisch. Bor dem Krieg war die Herrlichkeit bald am Ende. Der Krieg bracht« Wandel. Man erzeugt Milch, Butter, Eier und sogar ganz, Stücke Vieh, sorgte für sich in erster Linie, verdiente auch dabe» viel Geld. Sind diese Keile, wie wir sie oben nannten, nicht Prachtkerle wie die andern? In Gießen ist die sozialdemokratische Zigarrenfabrik zwangsweise geschlossen worden. Weshalb soll uns wetter nichts angehen. Sie Habens aber sicher gerade so gemacht, wie viele andere Sterbliche, und die Leiter der Fabrik liegen sich nun in den Haaren. So lassen sich noch hunderte der handgreiflichsten Beispiele dafür anführen, daß die Ge»rossen, die doch die Welt reformieren und besser machen wollen, genau so gut u»rd so schlecht sind wie die übrigen Stände und deshalb gut daran taten, zunächst bei sich anzufangen und sich befleißigten, endlich eirrmal den Bürgerlichen mit gutem Beispiel voranzugehen.
FO. Wiesbaden, 13. Mat. (52. Kommunallandiag.) In der heutigen dritten öffentlichen Sitzung befaßte sich das Haus u. a. mit der Vorlage »vegen Erweiterung der Nassauifchen Lebensverficherungsanftalt zu einer Hessen-Rassauischen Lebens- Versicherungsanstalt (Berichterstatter Abg. Wedel-Frankfurt) Danach soll die Lebensversicherungsanstalt zu einer gemein, famen Anstalt der borden Regierungsbezirke Wiesbaden und Cassel, sowie des Fürstentums Walbeck event. auch des Groß. Herzogtums Hessen mit dem Sitz in Wiesbaden ausgebaul werden. Die neue Anstalt soll zunächst mit einem Stammkapital von einer Million Mk. ausgerüstet sein. Die zum Stammkapital gehörenden nominell 300 000 Mark betragenden 3^proz Schuldverschreibungen der Nassauischen Landesbank sollen in 300 000 Mark in bar umgewandelt werden. Nach längerer Aus. spräche, hervorgerufen durch die Krttik, die von dem Abg. Geiger-Frankfurt an der Vorlage rm allgemeinen und an dem Satzungsenbwurf im besonderen geübt wurden, wird dieselbe mit den von dem Finanzausschuß vorgeschlagenen Aenderungen im Satzungsentwurf angenommen. Der Antrag Geiger, der dem Kommunallanbtag weitergeherwe satzungsgemäße Rechte als Aufsichtsbehörde der Versicherungsanstalt einräumt, wird mit knapper Mehrheit ebenfalls angenommen. — Die Errichtung einer gemeinnützigen Nassauifchen Siedelungsgesellschaft E. m. b. H. besonders für Kriegsbeschädigte, die bereits den 50. und 51. Kommun allandtag beschäftigte, ist in ihrer Bearbeitung durch den Landesausschuß so wett gediehen, daß dem diesjährigen Landtag der Entwurf der Satzungen vorgelegt werden konnte. Das Haus hat nach dem Bericht des Finanzausschusses (Berichterstatter Abg. Schütz-Oberlahnftein) dicken Satzungsentwurf gutzuheißen, ferner die finanzielle Beteiligung des Bezirksver- bcmdes mtt einer Stammeinlage von 250 000 Mark zu genehmigen sowie den Landesausschuß mit den weiteren Derhandlun- gen wegen der endgültigen Errichttrng dieser Siedelungsgesellschaft zu beauftragen und ihn zu etwaiger selbständiger Satzungsänderung zu ermächtigen, falls solche von der Staatsregierung noch verlangt werden sollte. Dem Antrag wurde zu- geflimmt — Abgeordneter Lübke-Bad-Homburg v. d. H. berichtet über die Vorlage die Kriegsbeschadigten-Fürsorge betreffend. Ter Kommunallandtag beschließt entsprechend der Vorlage, sich mit der Beibehaltung der Kriegsbeschädigten-Fürsorge durch den Bezirksverband einverstanden zu erklären, die erweitert» Ileö er nähme-von Kosten der Kriegsbeschadigten-Fürsorge auf de« Landesausschuß für Kriegsbeschadigten-Fürsorge rückwirkend zu genehmigen und den Voranschlag für 1918, der mit 271820 Mk. in Einnahme und Ausgabe aufgestellt ist, und einen Bei rag der Bezirksverwaltung von 60 663 Mark vorsieht, zu bewilligen« Nächste Sitzung Dienstag, 14. Mai.
FO. Wiesbaden, 13. Mai. Gelegentlich einer im November 1916 vorgenornmenen Revision der Mühle des Wilhelm Efaias in Kloppenheim verheimlichte die anwesende Frau des Müllers dem Revisor 7 Zentner Getreide, das sich in verschiedenen Verstecken befand. Die Vorgefundenen Mahlbücher stinrmten auch nicht mtt dem Vorrat, der in der Mühle vorgefunden wurde, überein. Der Müller und fiine Ehefrau hatten sich heute wegen dieser Verfehlungen gegen die Kriegsgesetze vor den Schöffen z« verantworten. Urteil: Er 30 Mark, sie 50 Mark.
FO. Aus Nassau, 13. Mai. Unter dem harten Winter 1916/17 haben die Vaumpflanzungen an den Bezttksfttaßen stark zu leiden gehabt. Insbesondere haben die dlhornbaume, die vor Einttitt der letzten Frostperiode schon im Safte standen, stark Frostplatten erhalte»». Ob sie diese Frostschäden überwinde» werden, konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden, es ist aber zu befürchten, daß Tausende von Ahornbäumen an denselben eingehen werden.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg: für den Anzeigenteil: R. Heyn er. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A. G.. Friedberg l H.
Zentrale für Kriegsfürsorge.
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Zentrale für Kriegsfürsorge.?


