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M 1 1 « UU HO*W‘ erfrischend. Es steckt bei all seiner übermütiger, Kraft ein
Non.'lin von Courths-Mahler
Nachdruck verboten.
M — da fällt mir ein — Graf Steinau läßt sich Dir zu Füßen legen, Maina. Ich besuchte ihn vorige Woche in Berlin, gleich nach meiner Ankunft dort. Er ist noch immer der Alte. Ich hege eine große Verehrung und Hochachtung für ihn."
„Die er auch verdient, Hans Ullrich. Ich kenne keinen Menschen, dem ich eine so große Hochachtung entgegenbringe als ihm."
„Das beruht auf Gegenseitigkeit, Mama. Graf Steinau spricht mit großer Verehrung auch von Dir. Und mit Papa rnuß rhu ein wahrhaft ideales Frermdschrftsverhältnis verbunden haben."
„Allerdings. Graf Steinau, Heinz von Birkenheim und Dein Vater haben ein wirkliches Freundschaftsverhältnis geschlossen, das vielen Stürmen getrotzt hat. Und die beiden Herren sind mir nach Deines Vaters Tode ehrliche Freunde geworden. Hat Graf Steinau nicht davon gesprochen, ob er bald wieder einmal zu uns kommen will?"
„Ja, Maina, im Hochsommer will er sich auf einige Wochen frei mache,:, um sich, wie er sagte, die Großstadtlungen wieder einmal gesund zu baden. Er hofft dann auch, Herrn von Birkenheim wieder ein wenig aufzuheitern.
„Das soll den beiden recht gut tun."
„Sicher. Graf Steinau scheint wieder enorm gearbeitet zu haben. Aber dabei ist er von einer Frische, die bei einem so alten Herrn bewundernswert ist."
Frau von Frankenau lächelte.
„Ja, er ist ein ewig Junger. Seine Leistungsfähigkeit ist staunenswert. Er sagte mir einmal, da ihm das Schicksal Kinder versagt habe, müsse er selbst so viel als möglich für d:e Unsterblichkeit tun. Seine Ehe ist, wie Du weißt, zu fernem großen Schmerz kinderlos geblieben. Durch einen Sturz^ mit dem Pferd hatte seine Gattin, die eine kühne Reiterin war, sich ein Leiden zugezogen. Trotzdem war ihre Ehe eine der glücklichsten, die ich jemals kennen gelernt habe und als die Gräfin starb, vor einigen Jahren, da war er tief unglücklich Zum Glück ist er seinem Neffen, Graf Joachim, sehr zugetan, und dieser ersetzt ihm einigermaßen einen Sohn."
„Graf Joachim ist auch ein prächtiger, liebenswürdiger Mensch"
„Das ist er, wenn er auch gelegentlich noch ein wenig uberschäumt, wie gärender Most. Ursula hat ihn ja „Junker Uebermut" getauft, und wenn unser Wildfang das sagt gilt es doppelt." '
Hans Ullrich lachte.
prachtvoller Kern in ihm."
„Zweifellos. Hast Du ihn in Berlin gesprochen?"
„>za. Er wird seinen Oheim begleiten, wenn dieser nach Birkenheim kommt, vorausgesetzt natürlich daß er Urlaub erhält."
„Nun, dann kann es ja recht lebhaft werden," sagte Frau von Frankenau lachend.
„Uebrigens bin ich auf meinen Reisen zweimal mit Graf Steinau zusammengetroffen," sagte Hans Ullrich
„Das wundert mich gar nicht. Reisen ist seine Passion, und außerdem muß er ja auch oft in diplomaftschen Geschäften an fremde Höfe reisen. Wo bist Du ihm begegnet?"
„Vorletzte Weihnacht haben wir zusarnmen in Aegypten verlebt; ich begegnete ihm auf den eleganten Hotelterrassen rn Heluan, und vor Jahresfrist etwa traf ich in Schweden mit ihm zusammen."
Die alte Dame lachte.
„Ja, ja — überall ist er zu finden — und immer frisch und aufnahmefähig, wie ein Junger."
Mutter und Sohn plauderten noch von Allerlei Dingen, die sie gemeinsam interessierten. Und dann war die von Ursula großmütig gewährte Stunde um.
Die junge Dame wirbelte ins Zimmer.
„So, da bin ich. Genau eine Stunde habe ich Dir Mamuschka überlassen, Hans Ullrich, nun will ich sehr viel gelrebkost werden und Teil an Euch beiden haben," sagte sie, sich zwischen Mutter und Bruder drängend und beide um-' schlingend.
Sie sahen lachend zu ihr auf. Hans Ullrich zog sie zu sich meder, und sie kuschelte sich zwischen Mutter und Bruder.
„So, Hans Ullrich, nun sitze ich prachtvoll. Nun erzähle. Du mußt ja schrecklich viel interessante Dinge erlebt haben auf Deinen Reisen." — Und Hans Ullrich erfüllte lächelnd ihren Wunsch . und erzählte, in seine Reiseerinnerungen untertauchend, dies und jenes Erlebnis. Dann ließ er einen Koffer bringen, dem er Geschenke für Mutter und Schwester entnahm.
Kekarmimachung
Die am 4. Mai im Södeler Gemeindewald abgehaltene Holzversteigerung
ist genehmigt.
Södel, den 15. Mai 1918. Erozh. Bürgermeisterei. 2. B. : 5> e n j e I.
. Inzwischen war die schöne Reisegefährtin Hans Ullrichs wirklich in Birkenheim angelangt.
Das Birkenheimer Herrenhaus war dem Frankenauer ziemlich ähnlich. Es lag auch, wie dieses, inmitten eines herrschen alten Parkes, den aber zum'großen Teil eine Sternmauer einzäunte. Vielleicht hatte das Birkenheimer Herrenhaus eine etwas kleinere Basis, aber dafür war ein Stockwerk mehr ausgebaut. Die Fassade war malerischer als dre rn engeren Linien gehaltene des Frankenauer Herrenhauses. Hrer gab es viel Erker und Türmchen und ernen vorsprrngenden Altan über dem Hauptportal.
Betr.: Die Fleischveriorgung für
die Stadt Friedberg.
Kelranutmachnng
Hierdurch bringe ich zur öffent- lichen Kenntnis, daß der Verkauf von Rind- und Kalbfleisch sowie Wurst für diele Woche am Frei. teg, den 17. Mai 1918, nachmit- taqs von 1-6 Uhr in den sämtlichen hiesigen Metzgerläden statt- frndet.
Schweinefleisch gelangt nicht zur Ausgabe.
Die Verkaufszeit ist genau ein- zuhalten.
Friedberg, den 15. Mai 1918.
Der Bürgermeister.
2. V.: Damm.
PlliclUenmelir
und des Stadtteils Fanerbach
Die für Donnerstag, den 16. ds. Mts., abends Ü Uhr festge. setzte Nachübung
fällt aus.
Friedberg, den 15. Mai 1918 Der Bürgermeister.
2. V.: Damm.
oh, 2? 1 ' ‘L em Same suhr durH
ein offenstchendes, schmiede-,eri,es Tor in der Parkmauer.
mt Entzücken betrachtete sie den malerischen Ban Sie richtete sich empor und ließ ihre Augen mit großem Interesse
a J ten H^rensih gleiten, als nötigte er ihr ein Ge- fühl besonderer Ehrfurcht ab.
.. Als der Wagen vor dem Portal hielt, trat ein Diener m der grauen Brrkenheimer Livree an den Wagen und of,nete den Wagenschlag. Seine Augen sahen ein wenig erstaunt auf die schöne junge Dame, die sofort ausstieg und nun in ihrer schlanken stolzen Höhe vor ihm stand.
„Fräulein Hellmut?" fragte er ein wenig unsicher, als müsse er sich erst überzeugen, daß die Angekommene wirklich dre erwartete Person sei.
Die junge Dame neigte ruhig das Haupt.
f 6m sollen Sie mich, bitte zu den Herr» schäften fuhren."
Das klang sehr bestimmt und sicher. Der Diener machte nun er sicher wußte, wen er vor sich hatte, ein unbeschreib- lrck-es Gesicht. Er hatte fast etwas Herablassendes, als er sagte:
„Ich habe Auftrag, Sie in Ihr Zimmer zu flihren. Die Herrschaften wünschen augenblicklich nicht gestört zu werdend Der gnadrge Herr hält Mittagsruhe, und Frau Baronin und Baroneß sind beschäftigt. Sie sollen sich in einer Stunde bereit halten."
Fräulein Hellmuts Lippen zuckten ein wenig. Ihre stolzen Augen richteten sich kühl und scharf auf das Gefickt des Dieners, so daß dieser unwillkürlich eine etwas weniger nachlässige Haltung annahm.
„Also tun Sie, was man Ihnen'besohlen hat." sagte sie ruhig und bestimmt. Es lag in ihrem Wesen, diele vornehme Sicherheit der großen Dame. Der Diener ärgerte sich, daß er sich davon imponieren ließ.
„Wie die sich aufspielt!" dachte er. „Und sie ist doch nichts, als eine Angestellte. Das will wohl hier die große Dame spielen? Na, die Frau Baronin wird ihr da wohl bald den Standpunkt klar machen."
Die Dienerschaft in Birkenheim hatte vor der Baronin Haßbach einen größeren Respekt, als vor dem Herrn des Hauses, wenn dieser auch mehr von Furcht als von Ehrerbietung diktiert war. Die Baronin führte ein strenges und nicht immer gerechtes Regiment. Da es aber vom Hausherrn zugelassen wurde, gab es dagegen kein Auflehnen.
Es ging auch freilich alles am Schnürchen in dem großen Haushalt. Aber weder die Baronin noch ihre Tochter waren beliebt; sie ließen durchaus keine Milde walten, trotzdem sie. in ihrem Wesen immer Milde und Sanftmut betonten. So wenig Herr von Birkenheim sein Herrenrecht geltend machte, so sehr betonten es die Damen. Und doch waren sie beide nur von der Gnade des Hausherrn abhängig. Das schienen sie aber völlig vergessen zu haben. (Fortsetzung folgt.-
Eber-Verkauf.
Die Gemeinde Bruchenbrücken beabsichtigt Drenstaa, den 21. d. Mts., mittags 12Uhr in derWirt- schast von Zoh. Hch. Michel einen zur Zucht zu schwer gewordenen Eber zu verkaufen.
Bruchenbrücken, 15. Mai 1918. Groß!,. Kurgermeifierü ßrllchcnbrllckell ._ I. V.^Best.
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Butter-Verteilung.
Für diesen Monat ist uns an Stelle von Margarine
Wurttemberger-Butter
überwiesen worden, die nächsten Freitag zur Ausgabe gelangt. Für lede auf der Lebensmittelkarte verzeichnete Person werden
75 Gramm zu 50 Psg. verabfolgt.
Die Abgabe findet in nachstehender Reihenfolge statt:
Bezirk I
Nummer 1-200 von 97 a —10% Zimmer Nr. 7 201-400 „ 91/2-107, .. „ 8
„ 401 auf®. IO1/2—12 „ H 7
Bezirk III
von 101/2—12 Uhr Zimmer Nr. 8
Bezirk II
Nummer 1—250 von 2—3 Uhr nachmittags Zimmer Nr. 7 „ 251—500 _ 2—3 ..
501-750 „ 3—4 . !
„ 751-1000
„ . 1001-1250 "
„ 1251 aufwärts
3— 4
4— 5 4-5
Außer der Reihenfolge wird nichts verabfolgt.
Zur glatten Abwicklung des Verkehrs wird ausdrücklich, hierauf hingewresen und dringend ersucht, das Geld abgezählt berett zu halten.
Friedberg, den 15. Mai 1913.
Der stelloertr. Bürgermeister
(städt. Lebensmittel-Ausschuß)
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