Dummer 112
11. Jahrgang.
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Ersolßkkllhkl fotflof in die englischen Wen nördlich der Zmme.
Heftige Gegenangriffe des Feindes gelcheitert. — 22500 Tonnen versenkt.
Das gleiche Wahlrecht für Preußen in dritter Kejnug akgelehnt.
Der deutsche GeneraMak ===== meldet: ■—-
W. T. Ä. Trotzes gauptqnartiev» de» 14 . Mai. Amtlich.
Westlicher Kriegsl-Haup»«tz.
An den Kampffronten ließ sie in den frühen Morgenstunden gesteigerte Feuertätig^it im Lauf des Vormittags nach. Am Abend lebte sie vielfach wieder auf. Nach heftiger Feuerwir- , kung nördlich vom La Bassee-Kanal versuchten die Engländer am Abend starke Teilangriffe gegen unsere Stellungen nördlich und südlich von Eivenchy Sie wurden verlustreich zucück- oeschlagen.
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Die Erkundungstätigkeit blieb rege.
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Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Generalqsartiermeister: Ludendorff.
Abendbericht.
Berlin, 14. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) Erfolgreicher örtlicher Vorstoß in die englischen Linien auf dem Nordufer der Somme an der Straße Braye—Corbie. Heftige^ Gegenangriffe des Feindes scheiterten. Sonst nichts Neues.
Der österrcichi- c Geusralstab — _— meldet: —=====
Wien, 14. Mai. (MTB.) Amtlich wird verlautbart: Die Gefechtstätigkeit an der italienischen Front gleicht der der letzten Tage.
Der Chef des Eeneralstabes.
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Der bulgarische Generalstab
meldet: =====5
Sofia, 12. Mai. (WTB.) Generalstabsberichte.
Mazedonische Frönt: Bei Bitolia, im Cernabogen und öst- tich von Dobropolje war die Feuertätigkeit auf beiden Seiten zeitweilig heftiger. In der Gegend der Moglena zerstreuten wir stärkere serbische Patrouillen. Westlich des Wardar und bei Doiran verstärkte sich das feindliche Artilleriefeuer. Im Vorgelände östlich des Doiranfees und südwestlich von Serres zerstreuten wir englische und griechische Erkundungsabteilungen.
Mazedonische Front: An mehreren Stellen im Cernabogen und auf dem Dobropolje war das feindliche Artilleriefeuer lebhafter. In der Moglenagegend wurden serbische Sturmabteilungen, die gegen unsere Stellungen nach Artillerievorbereitung vorgingen, durch Feuer verjagt. Bei Huna und südlich von Gewgheli war das beiderseitige Artilleriefeuer zeitweilig lebhafter. Zwischen Wardar und Doiran-See erhöhte sich die Kampftätigkeit. Nach heftiger Artillerievorbereitung versuchten mehrere englische Kompagnien sich zweimal unseren Gräben südlich von Doiran zu nähern, wurden jedoch beide Male durch Feuer zurückgeschlagen, bevor sie unsere Hindernis: erreichten. Eie erlitten schwere Verluste. Nördlich vom Tah.ossee zerstreuten wir durch Feuer feindliche Infanterie und Kavallerieabteilungen. Im Wardar. und Strumatale lebhafte Flieger- tätigkeit auf Feindesseite.
Das türkische Hauptquartier — . = meldet: -
Konstantinopel, 11. Mai. (WTB.) Tagesbericht. Palästinafront: Beiderseitige geringe Gesechtstätigkeit.
Eine auf dem östlichen Iordanufer vorfühlende feindliche Eskadron wurde vckn uns vertrieben. Sonst nichts von Belang.
22 500 Tonnen in 100 Stunkn Mlenkt.
Heldenstück eines U-Vootcs.
Berlin, 13. Mai. (WTB. Amtlich.) Eines unserer in Flandern stationierten U-Voote unter dem Kommando des Oberleutnants zur See Lohs versenkte neuerdings während einer IlMmtdige» Unternehmung im östlichen Teil des Aermel-
kanals bei schärfster feindlicher Gegenwirkung sieben bewaffnete Dampfer mit zusammen 22 500 Brutto-Registertonnen, darunter zwei wertvolle, mit mehreren Geschützen bewaffnete 5000 Br.- Registertonnen große Schiffe. Die Dampfer waren mit einer Ausnahme tief beladen und zwar, wie aus dem Ort der 'Versenkungen mit Sicherheit geschlossen werden kann, vorwiegend mit Kriegsmaterial für den Feind. Die Unternehmung des bewährten Kommandanten stellt eins hervorragende Leistung dar.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
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Bern, 13. Mai. (MTV.) „Corriere della Sera" bestätigt die Versenkung des italienischen Begleitschiffes „Sterope", das Ende März von einem nordamerikanischen Hafen nach Gibraltar ausgelaufen ist. „Sterope" wurde am Morgen des 7. April durch ein großes U-Boot angegriffen und unterlag nach tapferer dreistündiger Gegenwehr. Es verlor im Kampfe zahlreiche Mannschaften. 51. Ueberlebende wurden am 12. April 85 Meilen von Lissabon durch einen dänischen Segler, sieben andere Schiffbrüchige am 15. April durch den Dampfer „Lanto" ausgenommen.
Karalongs.
Berlin, 13. Mai. (WTB.) Zu dem am 21. März gemeldeten Verlust zweier Vorpostenboote westlich Ostende berichtet ein soeben aus Frankreich zurückgekehrter Auslauschgefangener, daß die Boote torpediert worden waren. Die Engländer haben ruhig zugesehen, wie die Mannschaft der versenkten Vorposten- boote zum großen Teil allmählich ertrank. Nur ein kleiner fianzöfischer Kreuzer habe im ganzen acht Mann ausgenommen.
Das Gebühren der Engländer verdient umsomehr unsere Verabscheuung, als mit den Fahrzeugen selbst nur ganz wenige Mann untergegangen sind, die Besatzung vielmehr Kopf an Kopf im Wasser geschwommen hat und die äußeren Umstände eine Rettung ohne Mühe gestattet hätten.
Die Schlacht im Westen.
In Angst vor dem Kommenden.
Genf, 14. Mai. Eine Havasnote meldet: Aus dem Schlachtfelde um Ppern ist eine zunehmende Heftigkeit der Kämpfe wahrzunehmen, ebenso auf dem Schlachtfelde beiderseits der Somme. Man schließt aus dieser Fortdauer des deutschen Druckes auf der ganzen Front von Ppern bis zur Oise, daß der nächste deutsche Angriff abermals und mit verstärkten Kräften an den bisherigen Angriffsstellen stattfinden wird. Das „Se- colo" meldet von der Westfront: Bei den ftanzösischen Offizieren besteht kein Zweifel mehr darüber, daß der feindliche Angriff jeden Tag wieder losbricht. Wir sind, heißt es da, dieses Mal besser vorbereitet, und der Feind wird nach der Versicherung aller ftanzösischen mid englischen Offiziere keinen Fußbreit Boden mehr ohne unsere Einwilligung erringen.
Der Militärkritiker des „Echo de Paris" schreibt: Die Aufgabe des Verbandes ist heute nach dem Verrate Rußlands nicht mehr der Uebergang über Mosel und Rhein. Die militärische Lage kann sich nicht mehr zu unseren Ungunsten ändern, so lange wir in der Verteidigung standhalten und damit den Sieg an unsere Fahnen heften. Damit soll nicht gesagt sein, daß Frank, reich nicht doch noch zum großen Angriff übergeht, wenn die Voraussetzungen günstiger werden, als sie jetzt sind.
Wirkungsvolles Feuer.
Verliir, 14. Mal. (WTB.) Die Schachtanlagen und Stahlwerke um Vethune wurden von den Deutschen mit schwerem Kaliber wirkungsvoll beschossen. In das Kesselhaus des Stahl Werkes von Vully-Erenay yrurde ein Volltreffer erzielt. Ein weiterer Volltreffer in das Kesselhaus des Schachtes 3 von Noeux rief eine Explosion unter starker Feuer- und Rauchentwicklung hervor.
An der Avre und der Oise.
Berlin, 13. Mai. (WTB.) An dem Avre-Oise-Abschnitt ließ die rege Artillerie- und Pcrtrouillentätigkeit der Franzosen am 13. Mai nach. Mehr als Regen und schlechte Sicht hinderte sie, das deutsche Zerstörungsfeuer, das mit großer Stärke auf den französischen Lagern, Anmarschwegen und Versammlungsräumen lag. Patrouillen, die die Franzosen in Gegend Montdidier und im Oise-Abschnitt Vortrieben, wurden leicht abgewie- sen. Ein deutsches Stoßtruppunternehmen hatte in Gegend Su- zoy trotz starker Gegenwehr der Franzosen vollen Erfolg. Unter geringen eigenen Verlusten wurden zahlreiche Gefangene und ein Maschinengewehr aus den französischen Stellungen geholt.
Ein bezeichnendes Schlaglicht auf die Stimmung der amerikanischen Truppen werfen die Aussagen eines amerikanischen Offiziers, der bei einem Patrouillenvorstoß gegen unsere Linien mit zwei anderen amerikanischen Soldaten gefangen wurde. Seine Aeußerungen, die die „absolute Kriegsmüdigkeit" in den Kreisen seiner Kameraden bestätigen, gipfeln in dem Satz: „Ich bin überzeugt, daß im ganzen Regiment niemand ist, der den Krieg fortsetzen möchte".
Ein Tagesbefehl Haigs.
Reuter meldet: Marschall Haig hat an die Offiziere und Mannschaften einen Tagesbefehl erlassen, in dem er ihnen für ihr tapferes Aushalten in der Somme- und Lysfchlacht dankt und sie auffordert, auch bei dem neu bevorstehenden Angriff der Deutschen ihre alte Tapferkeit zu beweisen.
Die italienischen Verluste.
Wien. 14. Mai. (Meldung des Wiener K. K. Telegraphen Korrespondenzbureaus.) Den Blättern zufolge haben nach einer vorsichtigen Schätzung der maßgebenden Stellen die italienische« Armeen in elf Ifonzofchlachten 270 000 Tote, 230 000 invalid« Gewordene und 134 000 Gefangene verloren, das sind insgesamt 634 000 Mann Dauerverluste. Dazu kommen noch 1 200 000 Verwundete, die wieder in die Front einrücken konnten. Während unserer Herbstoffenstve 1917 hatten die Italiener 800 Offiziere und 36 000 Mann Tote, 3200 Offiziere und 120 000 Mann Der. wundete, 10 000 Offiziere und 285 000 Gefangene. Die Gesanck einbuße des Feindes feit Beginn des Krieges beträgt rund 2 250 000 Menschen. An italienischem Kriegsgerät wurden bir Ende März von uns 2000 Geschütze geborgen, davon die Hälft« von über 10,2 Kaliber, 3000 Maschinengewehre, 150 000 Infanteriegewehre mit 52 Millionen Patronen, 40 Minenwerfer, ein* Million Handgranaten und 1 % Millionen Artilleriegeschosse Das Gesamtgewicht der sonstigen Beute beträgt 4531 Waggon, ladungen zu je 10 000 Kilogramm. Einen großen Teil davor; bilden Automobile, Train-, Telegraphen-, Telephon- und so« stiges technisches Material. Monturen, Ausrüstungsstücke- sowie Flugzeuge. Durch unsere Herbstoffenstve wurde bei Beginn des Krieges von uns freiwillig aufgegebenes Gelände im Ausmaße von 2240 Quadratkilometer, wozu in den 27 Kampfmonalen im ganzen nur noch 335 Quadratkilometer kamen, nicht nur fast vollständig wiedergewonnen, sondern dazu noch rund 12 000 Quadratkilometer italienisches Gebiet erobert.
Die foifft?nlammrnHuntt im Groszen Haiiptqnariitt. *
Lösung der polnischen Frage?
Wien, 14. Mai. Wie im Abgeordnetenhaus verlautet, haß die deutsche Regierung bei den Besprechungen im Hauptquar- tier der österreichisch-polnischen Lösung der Polenfrage unter der Bedingung zugestimmt, daß Oesterreich-Ungarn mit Deutschland eine Konvention für 15 Jahre abschließt. Die Errichtung der Personal-Union zwischen Oesterreich-Ungarn und Polen ist nunmehr bald zu erwarten.
Bon unterrichteter Seite wird über die Besprechungen im deutschen Hauptquartier noch mitgeteilt, daß das Bündnis zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn vor dem Weltkrieg al« ein rein defensives Bündnis für den Fall eines russischen Ueber- falles errichtet wurde. Es wurde jetzt nach dem Zusammenbruch Rußlands und den Lehren des Weltkrieges entsprechend umgestaltet. Der Charakter des neuen Bündnisses fit derart» daß es sich mit der Idee des nach dem Kriege zu gründende« Völkerbündnisses harmonisch vereinbaren läht.
Reist Kaijer Karls tiadj Sofia nnd Konßanlinopel.
Wien. 14. Mai. (WTB.) Die Blätter melden blc bevorstehende Reise des Kaisers Karl nach Sofia und Konstantinopel.
Franstfilcher Haß gegen England. ,
Der Schweizer Pressedienst schreibt, aus dem Briefe eine« Franzosen an seine Verwandten in Genf gehe hervor, daß da» Verhältnis zwischen den Franzosen und Engländern in Bethun« sehr schlecht sei. Die Erbitterung der Bevölkerung gegen dl« Engländer sei so groß, daß in letzter Zeit mehrere Engländer ermordet worden seien.


