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Roman von C o u r 1 h s. M a h l 11. = -A ^

0^ Nachdruck verboten.

Ganz gewiß nicht, KanS Ullrich. Ich habe Dir ja euch nur die Wege ebnen und Dich auf die junge Dame aufmerksam marf cu wollen. Du sollst natürlich erst selbst naher mit ihr bekannt werden. Ihr seid euch ja'srüher rnrmer slnchtrg begegnet. Du mußt sie Dir mit anderen Augen ansehen."

« rr'Z-°'l ^ Eun, Mama. Un§ wenn mir Baroneß sympathisch ist, dann will ich gern Deinen Wunsch erfüllen. <zch werde in nächster Zeit so oft als möglich Ge° legönheit nehmen, ihr zu begegnen."

Dabei dachte Hans Ullrich aber sehr intensiv an eine andere junge Dame, der er bei dieser Gelegenheit zu be­gegnen hoffte.

Es soll mich freuen, Hans Ullrich, und ich hoffe. Du findest Gefallen an ihr."

Hans Ullrich küßte seiner Mutter die Hand und sah sie bittend an.

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5eun nicht vor Karlas Mutter stkxbk. so baß diese ihren SGetfetcrff beerbt. Aber dann ist eben Karl« die Erbin ihrer Mutter."

Uber nicht wahr, Mama, wenn mein Empfinden sich energisch wehrt gegen eine Verbindung mit der jungen Dame dann drangst Du mich nicht. Ich verspreche Dir

w 9<W 1 ^E'ch, daß ich ganz ernsthaft an die Ver- irkllchnng Deiner Wünsche denken werde und mich so bald als möglich verheiraten will. Bist Du damit zufrieden?"

S<J doch, Hans Ullrich. Nur vergiß eins nicht in Er- wagung zu ziehen^ bas Baroneß Karla die Erbin von Biikenheim sein wird, und daß sie schon deshalb vorzüglich zur Herrin von Frankenau passen würde."

Ich will es nicht vergessen, Mama. Glaubst Du denn

! e f* Laß Baroneß Haßbach die Erbin von

L ? TJ em >mb l miht Du- °b ihr Oheim zu ihren Gunsten testieren wird?"

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Könnte aber .fierr vön Birkenheim nW einen an- deren Erben einsehen?"

Frau von Frankenau schüttelte den Kopf.

Nein, nein, er denkt nicht daran. Andere Erben kommen nicht in Betracht."

Es existiert aber doch noch eine andere Kusine von ihm." . ^ r ,

Die alte Dame sah sinnend vor sich hin.

Allerdings er besaß noch eine Kusine. AVer nüt dieser ist er völlig entzweit. Wer weiß auch, ob sie noch am Leben rst. Sie hat nie wieder von sich hören lassen, seit ße damals das ist ja länger als zwanzig Jahre her nach dem Auslände ging. Maria von Birkenheim war ja sogar mrt ihrem Vetter verlobt das dauerte freilich nur wenige Wochen."

Hans Ullrich sah sinnend vor sich hin.

. ,'Ja, ja das war ja eine etwas romantische Ge­schichte. Erzähle mir doch einmal, wie das alles kam.^

Das will ich gern tun, soviel ich selbst darum weiß Also damals führte Herrn von Birkenheims Tante, Frau Anna von Schratt, seinen Haushalt. Sie war Witwe und war eine Schwester von Marias Mutter. Und sie hatte Maria von Birkenheim eingeladen. Zu gleicher Zeit weilte übrigens auch Helene von Birkenheim so hieß damals die Baronrn Haßbach mit ihrer Mutter in Birkenheim zu Besuch. Man hatte eigentlich angenommen, daß Heinz von Birkenheim seine Kusine Helene heiraten würde, weil diese sehr oft mit ihrer Mutter in Birkenheim weilte. Aber dann kam es doch ganz anders. Heinz von Birkenheim )atte . tn Wahrheit nie daran gedacht, Helene zu heiraten. Ab er in Maria h at er sich dann wohl heftig verliebt. Er

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ife-Und warum nicht, Man,»?"

xE das ist eine etwas räiselhasje Geschichte - mft EselH°ft »schiene,,. In jener Zert hatten w,r hier u, Franke,nm einen Gast - einen

| re / r;en ' n von -Plate». Er war als Gesandtslgaftsaitache m Petersburg gewesen nnd sollte nun einen Posten, bcr der dcufick)en Botschaft in Stockholm er* Wlfen. Für einige Monate war er beurla«, nnd eine,. Teil dieses Urlaubs brachte er bei uns in Frankenau zu

weubwrA" ^hr lieber, sfiller lind ernster Mensch, der eine sreudlose äugend hinter sich hatte. Er lernte hier bei uns Mana von Birkenheim kennen lind verliebte sich, bei,» ersten Sehen schon, intensiv in das schöne nnd liebenswürdig, '"E° '"eine Bcobachtnngen >ind glaubte bc-

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. aber erst später. Jedenfalls sah ich an

ernciu Festabend, daß er draußett auf der Terrasse mit offet , n war und ernsthaft mit ihr redete. Nachher erschken mrr Maria bedrückt, und auch Herr von Platen machte eine unglücklichen, melancholischen Eindruck. Das wurde uochschlrmmer, als einige Tage später die Verlobung zwischen Mana und Heinz von Birkenheim proklamiert wurde. Diese Verlobung hat entschieden Frau von Schratt . * öntc des Brautpaares, zustande gebracht. Ich habe mrr damals gedacht, daß Maria Wohl nur Heinz von Birken- yeims Braut wurde, weil ihr die Tante sehr zugeredet hatte.

- lese mochte Helene nicht leiden und wollte wohl ver­hüten, daß diese Herrin von Birkenheim wurde. Deshalb begnnsttgte sie Heinz von Virkenheims Werbung um Maria.

Fortsetzung folgt.

Todes-Arizeige.

Heute entschlief sanft meine herzensgute Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Erotzmulter

8 Iussn

Fran

Am schvtisAtkg

nach langem schweren Leiden zu Hofheim i. T. Friedberg, 13. Mai 191L

Die tiestrsiittniikil Kiilterblikbeiltli:

Heinrich Schweinsberg (Bahnhofswitt)

nebst Kinder und Enkel.

Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 3 Uhr von der Friedhofskapelle Friedberg aus statt.

Kondolenzbesuche dankend verbeten.

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und bei der Uebung am 5. Mai .3 5 - nicht anwesend gewesenen Pflichtigen, haben sich am Don* nerstag. den 1k. ds. Mts., abends 9 Uhr zwecks Vornahme einer Nachubung am Gerätebaus in Friedberg einzufinden.

Wiederholtes Fernbleiben von der Uebung zieht Bestrafung nach sich.

Friedberg. den 13. Mai 1918. Der Bürgermeister.

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