Deutschland und Rußland ^
Eine englische Falschmeldung.
dernn, 13. Mai. (WTB.) Reuter meldet angeblich ans Moskau, der deutsche Gesandte Graf Mirbach habe dem Volks* Kommissariat ein Ultimatum der deutschen Regierung mit einer Reihe von Forderungen überreicht, deren Annahme Rußland zu einem deutschen Schutzgebiet machen würde. Wir sind zu der Feststellung ermächtigt, daß diese Nachricht jeder Begründung «entbehrt. Die mit dem Volkskommissariat geführten Verhand- Lungen sichen durchaus auf dem Boden des Vrester Friedensver- träges und betreffen lediglich die technische Durchführung der darin aufgeführtcn Vereinbarungen. Sie werden in absolut versöhnlichem Tone geführt und sind ihrer ganzen Natur nach nicht dazu angetan, auch nur den Anschein eines Ultimatums zu erwecken. Reuter beabsichtigt offenbar, durch derartige Lügen den schlechten Eindruck zu verwischen, den die Drohungen der Entente bezüglich Sibiriens bei der russischen Negierung heroor- gerufen haben und diese sogar zur Forderung der Abberufung des französischen Gesandten und einiger Entente-Konsuln veranlaßt haben.
Ae rnlM-nkrainijitieil Fr'k^nMrhandllinm
Kiew, 13. Mai. (WTB.) Die ukrainische Regierung ist mit der russischen Regierung dahin übereingekommen, das; die Friedensverhandlungen zwischen den beiden Negierungen nicht in Kursk, sondern in Kiew stattfinden sollen. Die beiderseitigen Delegationen werden schon in allernächster Zeit in Kiew zu- fammtreten.
polauö Nikolajkivitjch in dtlllichtt Hm.
Berlin, 13. Mai. Die Kaiserin-Witwe von Rußland und die Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch, Peter Nikolajewitsch und Alexander Nikolajewitsch find auf dem Gute Djulbar, südlich ^von Jalta in der Krim, in unsere Hand gefallen. Sie wurden bisher von 25 Matrosen hemafit und waren völlig von der Welt ubgeschnttten.
Japan und Sibirien.
Kenf, 13. Mai. Der ..Herold" meldet aus Tokio, das Parlament habe mit großer Mehrheit die auswärtige Politik Ja- pLvs gebilligt. Der neue Minister des Auswärtigen erklärte, daß Japan nicht in der Lage sei, seine Sicherungsmaßnahmen in Wladiwostok aufzugeben. Er kündigte wettere japanische Trup. pensendungen nach dem Festland an.
AtnllWndliche Anglihreitniigen in Amerika.
Amsterdam, 13. Mai. Nach einem Telegramm des „Alge- ween Handelsblad" aus New York vom 11. Mat ist es im Staate Illinois zu Ausschreitungen gegen die Deutschen gekommen, wo. bei ein Deutscher in Collinsville ermordet wurde. Die Regierung hat im Zusammenhänge damit 12 Personen verhaften lassen und gegen 4 Polizeiagenten die Anklage wegen Pflichtverletzung schoben.
Die Nachkommen der Mohikaner.
Zürich, 11. Mai. Die „Neuen Zürcher Nachrichten" melden: Die Pariser Zeitung „Eclair" berichtet aus Washington: Der Kommissar für Indianer-Angelegenheiten teilte mit, daß sich 5000 Indianer, echte Rothäute, in die amerikanische Armee anwerben ließen und daß diese bald nach dem westlichen Kriegsschauplatz abgehen werden. Dos Pariser Blatt bemerkt hierzu: Es werden also nunmehr auch die Nachkommen der Mohikaner den Kriegspfad betteten, damit die Bleichgesichter nicht erdrückt werden von den Barbaren. Das Wunderbare aber ist, so meint das Blatt, daß die Söhne des Falkenauges in ihren Prärien die Gefahr gewittert haben, in welche die Zivilisaiion geraten und welche sie zuerst so heftig verachtet haben.
(Nach der Schändung aller Ehr- und Kulturbegrisfe durch die Ententegenossen braucht man sich über die Berwendung von Indianern nicht weiter anfzuhalten. aber für die abgrundttefe moralische und kulturelle Verkommenhett der Franzosen, der „ersten Kulturnation der Welt", ist es doch immerhin bezeichnend. daß sie über diese neue Untat geradezu in Verzückung geraten. Das aber sind die Leute, mit denen wir uns über die Zukunft Deutschlands „verständigen" sollen. D. '
sag MglenmMoMkn mit Rmiimen.
Das Petroleumabkommen der Mittelmächte mit Rumänien wird nunmehr veröfferiilicht. Es besagt in seinem ersten Abschnitt im wesentlichen, daß die rumänische Regierung für die Dauer von 30 Jahren der Oellcmdereien-Pachtgesellschas! m. b. H. das ausschließliche Recht erteilt, die gesamten rumänischen Staatsländereien zur Aufsuchung, Gewinnung und Verarbeitung von Erdöl. Erdgas. Erdwachs. Asphalt und allen anderen Vitu. mina auszunutzen. Der rumänische Staat, der verpflichtet ist, Holz Mm Friedenspreis zur Verfügung zu stellen und auch sonst rede Förderung zu leisten, erhält acht vom Hundert des rumäni- schen Marktwertes des gewonnenen Rohöls, außerdem einen Anteil von dem darüber hinausgehenden Gewinn. Die Gesellschaft darf keinen höheren Abgaben, Lasten oder schärferen Vorschriften unterworfen werden als alle sonst in Rumänien arbeitenden Erdolunternchmungen. Auch hat ihr Zollfreiheit für die Einfuhr von Materialien. Maschinen usw. zugestanden zu werden. Gehr eingehend wird über die Anteile dieser Gesellschaft bestimmt. Ferner ist oorgeschen. daß der Vertrag um weitere 80 verlängert wird, falls die Gesellschaft es nach 23 Jahren beantragt und um nochmals 30 Jahre, falls es nach 55 Jahren DctJaiigt roirb. Für diese zwei wetteren Perioden erhält die rumänische Reaieruva erhöhten Gewinnanteil. ftfir Streittgkei-
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v-lehen.
In einem weiteren Abschnitt wird bestimmt, daß der tunnfi. Nische Staat ein Handelsmonopol fiir Erdöle begründet und die Ausübung dieser Rechte einer Handelsmonopolgesellschaft über- ttägt, die von deutschen und österreichisch-ungarischen Finanz- gruppen gegründet wird.
Feindliche Men über dentjche Verluste.
Gegenüber den Behauptungen unserer Feinde, daß unsere großen Erfolge im Westen nur mit den schwersten Verlusten er- kauft seien, ist es von Interesse zu erfahren, welches Urteil sich ein neutraler Offizier aus eigener Anschauung gebildet hat. Der bekannte Kriegsberichterstatter der „Basler Nachrichten", Oberst Egli, schreibt nach einer Reise an die Westfront in Nr. 200 des Blattes vom 30. 4. 18 folgendes darüber:
„Wenn man den Berichten aus London und Paris Glauben schenken will, so haben die Deutschen bei ihrer Offensive gewaltige bluttge Verluste erlitten. Wenn dem fo ist, so verstehen sie es meisterhaft, solche zu verbergen, denn ich habe auf meiner Reise nirgends die Spuren deutscher Massenverkuste gesehen. Größere Abgänge an Toten sind doch sicher an frischen Massengräbern erkennbar; aber selbst an Stellen, wo es zu heftigen Zusammenstößen gekommen war. blieben die an den Gräbern erkennbaren Verluste immer noch mäßig und auf jeden Fall waren sie geringer, als ich erwartet hatte. Heute las ich in einer Pariser Depesche: „Flandern ist von deutschen Verwundeten, die von der Westfront kommen, überflutet. In Blankenbergs allein seien 20 000 Verletzte. Ueberall kommen Stürme von Verwundeten an. Die Spitäler sind überfüllt." Auch davon habe ich nichts bemerkt. Ein Spital, das ich nahe der Kampftont in Rordftankreich besuchte, hatte noch leere Räume und in den flandrischen Ortschaften, durch die ich kam, war nirgends eine auffällige Ansammlung von Verwundeten erkennbar. Daß die Deutschen eine größere Zahl von Verwun» beten nach Blankenbergs, also in den Bereich der englischen Schiffsgejchütze bringen, ist ganz undenkbar.
Auf jeden Fall irren sich jene, welche die Hoffnung hegen, daß die Verluste der Deutschen so groß gewesen seien, daß sie ihre Angriffe einstellen müßten."
Der Bericht zeigt, daß unsere Feinde nur aus agitatorischen Gründen von unseren angeblich großen Verlusten berichten. Sie tun das einerseits, um den Mut und die seelische Kraft des eigenen Volkes immer noch aufrecht zu erhalten und es über die eigenen schweren und blutigen Verluste möglichst hinwegzutäu- schen. Andererseits hoffen sie aber auch immer noch im Stillen, daß solche Berichte auch bei Kleinmütigen in unseren eigenen Reihen ihre Wirkung nicht verfehlen werden. Darauf rechnet die Entente ja bei ihrem ganzen Pressefeldzug, aber hoffentlich auch hierin vergebene.
Preußisches Abgeordnetenhaus.
Berlin, 13. Mai. Auf der Tagesordnung steht die dritte Beratung der Wahlrechtsvorlage.
Abg. P or sch (Ztt.): Wir werden erst klar in der Wahl- rcchtsftage sehen können, wenn über die Vorlage im Herrenhause Beschluß gefaßt worden ist. Wir verlangen, daß unsere Stellungnahme in der vorliegenden Frage als aus gewissenhafter Ueberzeugung hervorgegangen betrachtet wird. Bei den früheren Verhandlungen über das Wahlrecht haben wir uns^einmütig auf den Bvden des direkten und geheimen Wahlrechts gestellt und waren bemüht, das plutottattsche Wahlrecht zu beseitigen. Auf diesem Standpunkt stehen wir auch heute noch. Dieser Standpunkt kam in der Osterbotschaft zum Ausdruck. Wir waren bereit, auf dem Boden des gleichen Wahlrechts zu einer Verständigung zu gelangen und werden auch in Zukunft zu einer Verständigung bereit sein. Eine Auslösung des Hauses in der Kriegszeit wäre ein Unglück für unser Vaterland. Im Sinne meiner Ausführungen werden wir unsere Abstimmung vornehmen. (Beifall im Zentrum.)
Abg. v. Heydebrandt (Kons.): Wir halten an unserer Abstimmung in der Zweiten Lesung fest und sind bereit, aus der Grundlage des Mehrstimmenrechts zu einer Verständigung zu gelangen. Dem Antrag Lohmann können wir nicht zufttmmen.
Abg. Dr. Lud ewig (Rail.): Wir werden für die Sicherungsanträge des Zentrums fttmmen und verlangen, daß mich die Rechte der evangelischen Kirche gewahrt werden. Dem An- trag Lohmann können auch wir keine Folge geben. Wir erwarten nun selbstverständlich, daß das Zenttum für das gleiche Wahlrecht stimmen wird.
Abg. Lüdicke (Freikonf.): Unsere Stellung ist gegenüber der Zweiten Lesung unverändert geblieben. Ueber die Sicherungsanträge behalten wtt uns unsere Stellungnahme vor. bis eine Einigung über § 3 erfolgt fft. Nicht die Sicherungen sind entscheidend, sondern das Wahlrecht selbst. Der Anttag Lohmann kann eine Brücke zur- Verständigung zwischen der Regierung und uns bilden. Wenn die Regierung bereit ist, auf dieser Grundlage zu verhandeln, so sind meine Freunde gern bereit. in eine nähere Prüfung des Anttages einzulreten. Wir wollen gern etwas Positives schaffen. Wenn bei unseren Verhandlungen nichts herauskommt, so wissen wir uns von jeder Schuld frei.
Abg. Dr. P a ch n i ck e (Vpt.): Auch in unserer Haltung hat sich seit der Zweiten Lesung nichts geändert. Wir lehnen die Sicherungsanträge ab und treten ein ftir das von der Krone versprochene gleiche Wahlrecht. Wir scheuen auch einen Wahlkampf nicht, der unser Ansehen dem Auslande gegenüber erhöhen würde. Der Wahlkampf würde zeigen, daß wir so stark sind, daß wir >dem Austrag eines inneren Streites auch während des Krieges nicht aus dem Wege gehen.
Abg. Loh mann (Ratl.) begründet seinen Anirag und führt aus: Die königliche Botschaft versprach keineswegs das gleiche Wahlrecht, sie stellte eine Vorlage in Aussicht, die auf der Grundlage des gleichen Wahlrechts ausgebaut ist. Mein An- tcaa verfolgt das Ziel, einen Streitpunkt auf dem Wege des Be»
tzleÄhi» aus der Welt zu schaffen. Wir werden geschlossen für den Anttag Lohmann fttmmen und die Ausschußbeschlüsse der zweiten Lesung zu § 3 ablehnen. (Bewegung.)
Stellvertretender Vorsitzender des Staatsminffterlums Dr. Friedberg: Ich darf mich zunächst eines Auftrages des Herrn Erstmtmsters entledigen. Er bedauert, hier nicht anwesend sein zu können, da er durch anderweitige Dienstgeschäfte behindert ist. Er wäre sonst in Ihrer Mitte erschienen, um nochmals den Standpunkt der Regierung dmzulegen. Sowohl vom Abg. Dr. Porfch als auch jetzt vom Abg. Dr. Lohmann ist die Frage der Verständigung aufgeworfen wovden. Die Negierung hat schon bei der ersten Lesung mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß sie einem Entgegenkommen auf der Grundlage des gleichen Wahl- rechts und in seinem Rahmen sehr wohlgeneigt sei, sie hat ihr Versprechen auch dadurch eingelöst, daß sie sich in bezug auf die Sicherungsanträge einer großen Partei dieses Hauses zustimmend verhalten hat. Die anderen Ausschußvorschläge müssen natürlich nach der gleichen Richtung hin geprüft werden, ob sie der Regierung tragbar erscheinen oder nicht. Ungerecht und undankbar wäre es von mir, wenn ich nicht anerkennen wollte, daß der Abg. Lohmann und feine Freunde den ernsten Willen zu einer BerstäiMguug gezeigt haben, und zwar in einer Weife, die ihnen aus vaterländischen Gründen Opfer auferlegt. Wenn ich in die Prüfung seines Anttages eintrete, so scheint er mir doch nicht den Zweck zu erfüllen, den die Anttagfteller wollten. Ueber die Altersstimme ließe sich vielleicht reden. Hier haben wir ein etwas, das in der Hauptsache mit der Grundlage des allgemei. nen, gleichen Wahlrechtes Lbereinstimmt, aber bei den übrigen Punkten muß ich sofort ernsteste Zweifel hegen. Namentlich erscheint die Bedingung der zehnjährigen Ansässigkeit ganz be- sonders anfechtbar. Denken Sie denn, daß das Mehrstimmenwahlrecht auch nur eine Sitzungszeit überleben wird? Dann haben Sie eine solche Zusammensetzung des Hauses, daß Sie dann sicher sein können, daß das gleiche Wahlrecht kommt, wenn die Regierung eine neue Vorlage macht. Der Gesichtspuntt lst ja schon hervorgehoben worden, daß die Sicherungen auch dann notwendig erscheinen, wenn selbst ein Mehrstimmenwahlrecht eingeführt werden sollte. Ich bin mit den bisherigen Rednern vollkommen darin einig, daß neue Gesichtspunkte nicht aufzubringen sind. Ich beschränke mich deshalb jetzt auf wenige Worte: Ich möchte nur noch sagen: Es fft heute der Tag, wo jeder mit seinem Gewissen zu Rate gehen muß (sehr richtig!), wo er sich veranlaßt sehen muß. nach ttgendeiner Richtung seinem Gewissen etwas abzuringen, wenn er die Folgen bedenkt, die die Ablehnung der Regierungsvorlage hatte. Es - fft ein Irrtum, wenn man denkt, daß mit der Ablehnung der Regierungsvorlage die Sache zu Ende sei. das fft, um sich dramatisch auszudrücken, nur der Aufbau, das eigentliche Drama folgt erst nach. (Sehr richttg!) Das fft das, was wir im Augenblick zu erklären haben.
Abg. Braun (Soz.): Die Ablehnung des gleichen Wahlrechts durch die Rechte enffpringt nur der Aengstlichkeit vor der Ueberflutung des Abgeordnetenhauses durch die Sozialdemo, traten. Sie wollen die Arbeiterklassen entrechten. Wir fordern das gleiche Wahlrecht und lehnen alle Sicherungsanttäge ab.
Abg. Korfanty (Pole): Wir stehen auf dem Boden des gleichen Wahlrechtes und lehnen das Mehrftinrmenwahlrecht ab Die Anttägs des Zenttums, die die Rechte der Kirche sichern sollen, sind für uns unannchmbar. Wenn es zur Auflösung kommt, dann schaffen wtt zwanzig von Ihnen (nach rechts) aus dem Hause hinaus.
Die allgemeine Besprechung schließt. Es folgt die Einzel, beratung über das Verfassungsgesetz. Die Anträge des Zentrums betr. die Sicherung der Rechte der Kirche werden abae- lehnt. *
Artikel 1 beruft der König den Landtag und schließt seine Sitzungen. Er kann das Abgeordnetenhaus auflösen Der Artikel wird angenommen. Die Weiteiberatung des Gesetzentwurfes wird zurückgestellt.
Der Gesetzentwurf über die Zusammensetzung des Herrenhauses wird ohne Erörterung im ganzen angenehmen. Die Weiterberattng wird auf Dienstag 11 Uhr vertagt. Schluß %6 Uhr.
Nrichstageerlahm *h! in Znnchnn.
Zwickau, 13. Mai. (WB.) Bei der heutigen Reichstags» ersahwahl im Zwickaner Wahlkreise wurden nach dem bisher vorliegenden Ergebnis abgegeben für: Klug (Natl.) 6096 Stimmen, Meier (Soz.) 12 433 Stimmen, Kez- k e r t (Unabh. Soz.) 8036 Stimmen, Braun (mittl. Stände) 102 Stiarmen. Die Wahl Meiers dürfte ohne Stichwahl gesichert sein, da nur noch einige kleinere Orte schien. Der Wahlkreis war bis jetzt bekanntlich im Besitz der Unabhängigen.
Erhöhung der ReichstagsdMen.
Berlin, 11 . Mai. (WTB.) Zur Aenderung des Gesetzes vom 21. Mai 1906 über die Gewährung einer Entschädigung cm die Mitglieder des Reichstages infolge der durch die Kriegsve» hältnisse geschaffenen Teuerung ist die bisher den Reichstagsab» geordneten gesetzlich gewährte Aufwandsenffchädigung unzureichend geworden. Die am 10. Mai 1918 vom Bundesrat beschloß' sc-ne Aenderung des Diätengchtzes hat deshalb anstelle der bisher gewährten 3000 Mark die Entschädigung auf 5000 Mark e» höht. Da die für die Erhöhung der Bezüge der Neichstagsab- geordneten sprechenden Gründe schon längere Zett bestehen, fft i« Aussicht genommen, den neuen Bestttnmungen rückwirkende Kraft vom 1. Dezember 1917 cm zu verleihen.
Grzkerger gegen Hertttng.
Das Echo i« der Zentrumsprest«.
Die oibenstehende Kopfmarke. mit zwei Ausrustmtzs-oiche« veHehen. gibt die „Kölnffche Bo-llszettung" einer ausführliche« Würvtauuv des Verhältnisse» einmal Erzbergers uuld »um twj


