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Dummer 110

Montag, de» 13. Mai 1018

11.. Iahrg» ..

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eitern feindlicher

Am Kemmei bh Engländer und an der Somme die Franzosen mit -chmersten Verlusten uvgewie'eu. Die Diederlage der Engländer am Jordan. Die Befreiung Finnlands. 41500 Tonnen nerjrnkt.

Der deutsche Generalstad ^ ° ^ meldet:

W. T. K. Großes Hairp1-;«<,rtter, de» 11. Moi. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Im Kemmelgebiet war die ArtillerietätigkeiL zeitweilig leb­haft. Wir führten kleinere Unternehmungen mit Erfolg durch. Französische Teilangviffe nördlich vom Kemmel und Lei Loker wurden abgewiesen.

Auf dem Schlachtfeld an der Somme entwickelten sich mehr­fach Infanteriekämpfe. Englische Regimenter griffen nach mehr­stündiger .Feuerwirkung unsere Linien im Walde von Aveluy vergeblich an. Ihre Angriffswelleir erlitten in unserem Feuer schwerste Verluste. Ebenso scheiterten nächtliche Angriffe des Feindes gegen Hangarid. Auf dem Westufer der Avre faßte der Franzose im Parke von Erivesm. Fuß. Im übrigen brach auch hier sein Angriff blutig zusammen.

Erkundungsgefechte am Oise-Msne-Kanal, in der Cham­pagne und nordöstlich von Pont-n-Morffon im Walde von Apre- mont wiesen wir den Vorstoß eines durch Pioniere und Flammen­werfer verstärkten französischen Bataillons ab.

Mit starkem Minenbeschuß fügten wir den Amerikanern südwestlich von Apremont und nördlich von Parroy schwere Ver­luste zu.

Mazedonische Front

Nordwestlich von Makotwo drangen deutsche Stoßtrupps in französische Gräben ein und machten Gefangene.

Der Erste Generalquartiermeister: LudenbsrVf.

Abrrtdirsricht.

Berlin. 11. Mal, abends. (WTB. Amtlich.)' Oertliche In- fanterleqefechte am Südufer der Lys und auf dem Westufer der Avre. Sonst nichts von Bedeut«^

W. T. S. Großes ga«prq»arrter, den . War. AinMch.

Westlicher Kriegsschauplatz.

An den Schlachtfronten blieb die Gesechtstätigkeit auf ört­liche Kampfhandlungen beschrankt.

Nördlich vom Kemmel und am Südufer der Lys griff der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung an: an mehreren

Stellen stieß er zu starken Erkundungen vor. Nördlich vom Kem­mel brachten wir im Nahkampf den feindlichen Angriff in unse­ren Linien zum Scheitern; im übrigen brachen seine Cturm- truppen schon in unserem Feuer zusammen. Auf dem Westrffer der Avre entwickelten sich aus einem eigenen Vorstoß südwestlich von Mailly heftige Kämpfe, in denen wir mehr als 30 Gefan­gene machten. Zwischen Avre und Oise mehrfache Erkundungs- gefechte.

An der übrigen Front nichts von Bedeutung.

*

Im Luftkampf wurden in den beiden letzten Tagen 19 feind­liche Flugzeuge abgesihoffen. 12 von ihnen brachte das bisher von Rittmeister Freiherrn v. R i ch t h o f e n geffihrte Jagdgeschwader zvm Absturz. Leutnant Loewenhardt errang seinen 20. und *1. Luftsieg.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

ALendberkcht.

Berlin, 12. Mai, abends (MTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

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|| Der österreichische Genrralstab I fc== meldet: ==J

Wien, 11. Mai. (WTV.) Amtlich wird tzcrlautbart;

An der italienischen Front war gestern beiderseits die Er- tundungs- und Fliegertätigkeit wieder sehr rege.

Der Chef de» Generalstabes.

*

Wien, 12. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlautbart;

Im Pasnbiogebiet griff der Feind vorgestern unsere Siche­rungstruppen an, wobei es ihm gelungen ist, in unsere Vorstel­lungen aus dem Monte Corno einzudringen. Unser gestern an- gesehter Gegenstoß warf die Italiener wieder hinaus.

In anderen Abschnitten der Eebirgsfront wurden italienische Erkundungsabteilungen abgewiesen.

Feldpilot Oberleutnant Linke-Crawford schoß am 11. Mai zwei englische Flugzeuge ab und errang damit seinen 22. und 23. Luft sieg.

In Albanien stellenweise lebhaftere Kampftätigkeit.

Der Chef des Eeneralstabes.

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I Der bulgarische Generalstab meidet:

Sofia, 9. Mai. (WTV.) Eeneralstabsbericht.

Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See zer­streuten wir eine französische Infanterieabteilung, die nach Ar-, tillerievorbereitung sich unseren Gräben zu nähern versuchte. Jnr selben Abschnitt drang eine unserer Abteilung in die feindlichen Stellungen auf dem Mali Sat und kehrte mit Gefangenen zurück. Im Norden von Monastir, östlich der Tscherna bei dem Dorfe Stravina, auf dem Dobropolje und südlich Huma war die Feuer­tätigkeit beiderseits zeitweise heftiger. Unsere Posten bei dem Dorfe Skorsko und östlich des Wardar verjagten durch ihr Feuer angreifende serbische und englische Abteilungen.

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Das türkische Hauptquartier |l » = i.. meldet: -4 1

Ksnstantinopel» 10. Mai. (WTB.) Tagesbericht.

Stellenweise gesteigerte Artillerietätigkeit. Oestlich der Straße JerusalemNablus wurde eine feindliche Aufklärungs­abteilung von uns vertrieben. Im Küstenabfchnitt schaffen un­sere Flieger zwei feindliche Fesselballone ab, die brennend zu Boden stürzten.

Auf den übrigen Kriegsschauplätzen ist die Lage unverändert.

41500 Tonne» versenkt.

Berlin, 10. Mai. (WTB. Amtlich.) Neue A°Vooterfolze im Mittelmeer: Sechs Dampfer und zwei Segler von zusammen über 25 000 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der portugiesische bewaffnete DampferAverro" (2209 Bruttoregistertonnen) mit einer Ladung Material und Vferden, sowie der englische TransportdampferMelbeck Hall" f5634 Bruttoregistertonnen), der anscheinend Munition geladen hatte und unmittelbar nach dem Torpedotreffer unter gewaltigen Detonationen sank.'

*

Berlin, 11. Mai. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden durch unsere U-Boote neuerdings versenkt 16 500 Bruttoregistertonnen feindlichen Handelsschiffsraumes.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Die Schlacht im Westen.

Berlin, 12. Mar (WB.)' Auch am 11. Mar setzte der Feind die Wiedereroberungsversuche im Kemmelgebiet fort, in den Morgenstunden griff er nach starker Feuervorbe­reitung in twa einem Kilometer Breite nördlich des Dorfes Kemmel an. Sein Angriff brach auch an diesern Tage wie bisher unter schweren Feindverlusten zusammen. Im An- fchlnsse an diese Kämpfe blieb das Artilleriefeuer besonders gegen das Kemmelgebiet tagsüber äußerst lebhaft. Westlich des Clarence-Flusses erfolgte ebenfalls in den Morgen­stunden nach starker Feuervorbereitung ein feindlicher Teil­angriff, der restlos abgeschlagen wurde. Das Stahlwerk Morbecque sowie die Schächte von Noeux und Bethune wur­den von uns mit schwerem Kaliber belegt. Das Stahlwerk von Jsbergues liegt still. Gute Wirkung unseres Minen­überfalles auf die Amerikaner und an der lothringischen Front bestätigte sich weiterhin. Auch am nächsten Tage, dem 11. Mai, wurden noch weitere Abtransporte Toter und Ver­wundeter aus dem Walde von Apremont nach dem Kirchhof von Stagnent beobachtet.

Erfolglose französische Angriffe an der Avre.

Berlin, 12. Mai. (WB.) Zwischen Lucebach und Oise entfalten die Franzosen eine außerordentlich rege Tätigkeit Nachdem verzweifelte uird opferreiche Versuche in der Gegend von Hangard. die deutsche Front von Amiens rurrück-

zudrücken, unter schweren Verlusten sämtlich scheiterten, zeigen die Franzosen neuerdings Angriffsabsichten in größerem Umfang gegen den für sie so außerordentlich störenden und bedrohlichen deutschen Brückenkopf auf dem westlichen Avreufer. Wie sich mehr und mehr herausstellt, war der französische Vorstoß bei Grivesnes als ein großer Angriff gedacht und mit starken Kräften durchgesührt wor­den. Der außerordentlich zähe Widerstand, den die deutsche Besatzung im Park von Grivesnes in den bis gegen Mitter­nacht währenden Nahkämpfen entgegensetzte, sowie die Ge­schicklichkeit der Anschlußkompagnien, die ihre Gräben ab- riegelten, beschränkten den französischen Einbruch auf das bisher von den Deutschen gehaltene Stück des Parkes von Grivesnes. Alle Versuche der Franzosen, ihren geringen Anfangserfolg zu erweitern rmd über die ftache und deckungslose Hochebene von Malpart vorzudringen, scheiter­ten im deutschen Artillerie- und Maschinengewehrfeuer. Der Park von Grivesnes, der bisher wegen der Schwierigkeit, in dem dichten Holze die eigenen und ftemden Linien zu erkennen, von beiden Gegnern nicht beschossen wurde, liegt nunmehr unter schwerstem deutschen Vernichtungsfeuer. Weiter nördlich in der Gegend von Auberviller brach am 11. früh zwischen 5 und 6 Uhr ein französischer Angriff im deutschen Abwehrfeuer zusammen. Im Augustawalde störte ein deutscher Vorstoß französische Angriffsabsichten. Nach starker Artillerievorbereitung stießen wir in den Wald vor und machten mehr als 30 Gefangene. Auch östlich der Avre bis an die Oise fühlten die Franzosen an zahlreichen Stellen mit Patrouillen gegen die deutschen Stellungen vor. Alle diese Tastversuche wurden unter erheblichen Feindverlusten bereits bei den vordersten Sicherungen abgewiesen. Nörd­lich von Manncomp versuchten die Franzosen in der Nacht auf den 11. mit starken Patrouillen die Oise zu überschreite Ein Uebergangsversuch wurde durch Maschinengewehr- und Minenwerferfeuer vereitelt, ohne daß der französische Angriff bis jetzt irgendwo zu größerer Wirkung kam. Es kostet die bloße Absicht, die deutschen Stellungen an der Avre und Oise zurückzudrücken, den Franzosen erhebliche Verluste, da in den massierten Bereitstellungen das deutsche Vernichtungsfeuer empfindliche Lücken reißt.

Die MttlW der Engländer in PEstum.

DerBasler Anzeiger" meldet: Die Niederlage der Englän­der an der Palästinaftont ist noch größer und vollständiger, als es anfänglich schien. Türkische Kavallerie ist nach neuen Be­richten südlich der Straße Iericho-Telnimrin iiber den Jordan gesetzt. Sie ist damit in den Rücken der nach Norden gerichteten englischen Haupffront gelangt. Falls die Operatton größere Be­deutung annimmt, besteht die Gefahr, daß die Engländer auch Jerusalem wieder verlieren werden.

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Berlin. 12. Mai. (WTB.) Während auf dem westliche« Kriegsschauplatz die feindlichen Armee unter den deutschen An« griffen schwerste Verluste erlitten, brachten auch unsere Bundes- gcnoffen, die Türken, im Verein mit Teilen der dort kampfenden dentschen Truppen den Engländern in Palästina zwei erhebliche Niederlagen bei. Am 22. März überschritten die Engländer öst­lich Jericho den Jordan und gingen über Es Salt gegen die Hedschasbahn beim Bahnhof Amman vor. Der Zweck des eng­lischen Angriffes war die Zerstörung der Hedschasbahn und da­mit die Unterbrechung der im Süden stehenden türkischen Trup­pen, und die Aufnahme der Verbindung mit den im Ost-Iordan- tal und östlich des Toten Meeres wohnenden Araberstämmen, die schon wiederholt Unzufriedenheit gezeigt hatten. Die schwa­chen türkischen Postternngen wurden überrannt und die kleine Besatzung von Amman hatte schwere Angriffe der Engländer auszuhalten, doch gelang es noch rechtzeitig Ersatz herbeizuschaf­fen. Auch von Norden waren inzwischen rechtzeitig Verstärkun. gen herangeführt worden, die den Engländern durch ihr Vor­gehen über Es Salt den Rückzug zu verlegen drohten. Es kam am Oschaberge nördlich von Es Salt zu blrttigen Kämpfen, in dcrren die Engländer gezwungen waren, das eroberte Gebiet zu räumen. Dm 7. April waren sie wieder bis in ihre Ausgangsstellung am Jordan zurückgettieben. Sie ließen erhebliche Beute an Ma­terial und einige Gefangene in den Händen der Sieger. Am 3(1 April versuchten sie das gleiche Unternehmen. Unter gleichzei­tigem Angriff gegen die Teil Ninrin-Stcllung brach starke eng« lische Kavallerie zwischen dieser Stellung und dem Jordan durch und versuchte über Es Salt irach Osteu einschwenkend in den Rücken der zäh verteidigten türkischen Stellring zu gelangen.