Ausgabe 
8.5.1918
 
Einzelbild herunterladen

7)

Mm nie dmch litte fciü v

Nomau von Co urthS-Mahler.

<t Nachdruck verboten.

"Lch würde mir die Augen auZ dem Kopf weinen wenn Du sie heiraten würdest. Uebrigens kann sie mich nicht ausstehen, weit ich sie schon bei vielen Schwindeleien ertappt habe. Aber sie tut dabei immer, als möchte sie mich vor Lrebe umbringen. Na ja - umbringen möchte sie mich Wohl manchmal, aber nicht vor Liebe."

Hans Ullrich schiittelte den Kopf.

^Zlber Urselchen wie kannst Du nur so etwas sagend

Sie druckte ihr blondes Köpfchen an seine Schulter.

#Du sollst eine liebe, schöne und wahrhafte Frau heiraten, Hans Ullnch, nicht so eine Heuchlerin, wie Karla lst. Du bist ^a viel zu schade für sie."

Er drückte sie an sich.

Kleines Urselchen, hast Du denn eine so gute Meinung Von ini r?

Sie nickte lebhaft.

f .,,,,"®' 6 Qncr M te ' die man von einem Menschen haben

Er lächelte gerührt.

^.^bdoch auch meine Fehler - fefr viele sogar." mt. /^^Eurlich! Ein Mensch ohne Fehler ist gar kein Mensch Aber für mich sind selbst Deine Fehler liebenswert. Du bist immer so, wie Du sein mußt. Vor allem bist Du gottlob ein ehrlicher, offener Charakter, wie alle Frankenaus Klar und wahr ist ja unsere Devise. Und mit einer fal- scheu, herzlosen Frau wie Karla müßtest Du todunglücklich werden. Laß Dich von Mamuschka um Himmelswillen nicht in diese Ehe hineintreiben. Mamuschka würde selbst am unglücklichsten, wenn ihr später die Augen aufgehen würden über Karlas wahres Wesen. Sie meint es natürlich, wie rinmer, gut mit Dir, aber sie kennt Karla eben nicht."

gesagt?"^ ^ U henn ^ QmÖ ü6cr Deine Beobachtungen

cm 7. ^ mQ Ö nicht die Angeberin spielen.

Mamuschka wurde auch glauben, ich bilde mir das alles nur ein. Ich hätte auch Dir nichts gesagt, wenn ich nicht so große Angst um Dich hätte. Bevor Du ihr gegenüber- trittst, wollte ich Dich warnen vor ihr. Denn sie wird schien- mgft versuchen. Dich mit ihrer heuchlerischen Sanftmut und Xriebenswiirdigkeit zu umgarnen."

Weißt Du das so genau?"'

Ursula nickte.

Ganz genau."

't Du allwissend?" neckte er.

^ein, Hans Ullrich. Aber ich habe Km'a und ihre ige Woche belauscht. Ich will Dir ganz ehrlich ; ich mit Absicht gelauscht habe, als ich Deinen .men hörte. Die beiden Damen saßen im Park- Du weißt, der ist von Büschen umgeben. Ich wollte sie besuchen und der Diener sagte mir, die Damen seien ^ im Pavillon. Als ich nahe herbeigekommen war, horte ,ch Deinen Namen, und da blieb ich hinter den Büschen stehen-und lauschte. Ja ich weiß schon, es war häßlich von mir, aber ich bereue es nicht. Die Baronin Haßbach G a & - ihrer Tochter Verhaltungsmaßregeln, wie sie es an-

gest^..

Namen

Pavillon.

fangen sollte. Dich zu fesseln. Na greulich war das an- zuhören, und die Baronin kann ich nun so wenig leiden wre Karla. Sie sagte. Du seiest weit und breit die beste Partie, se^ ein präsentabler. hübscher Mann und bei Hofe gut ungeschrieben. Der Herzog sei Dir befreundet, und wenn sie wollte und Dich klug beeinflusse, wenn sie erst Deine g*au sei, dann könne sie bei Hof eine glänzende Rolle melen. Karla stimmte lebhaft bei, und sie meinte. Du Wiest zwar von den Frauen etwas verwöhnt, aber sie hoffe

^ T ? r * ro ^ CJM nid &* schwer fallen, Dich zu fesseln.'

L)u kamst ia letzt aus immer nach Hause, Deine Mutter habe sie bereits in der Tasche, -ja, diesen Ausdruck ge­brauchte sie, und Du würdest auch zu fesseln sein. Jeder STuW ,? 1 ^ner Eitelkeit zu fassen. Ist das. wahr,

Ia ^ e auf bei dieser bänglichen Frage seiner Schwester. Aber dann wurde er gleich wieder ernst.

Es tut mir leid, Ursula, daß Du solche häßliche Dinge angehort hast Laß Drr dadurch nicht den Sinn verwirren. Natürlich gibt es eitle Männer, so gut, wie eitle Frauen und ganz ohne Eitelkeit ist sicher kein Mensch. Aber be­ruhige Dich. Wenn Baroneß Karla glaubt, mich bei einer wichen Schwache zu fassen, darm dürfte sie sich verrechnet haben. Mache Dir jedenfalls keine Sorgen. Ich werde auf der Hut sein, zumal da Du mich gewarnt hast. Ich aauke Dir dafür, denn ich weiß, daß nur die Sorge um mich Dich dazu trieb. Aber jedenfalls will ich mir doch auch ein eigenes Urteil bilden über die junge Dame. Heiraten muß ich ja über kurz oder lang, und die Auswahl ist für uns mckt groß. Aber schließlich muß es nicht unbedingt die Baronesse Haßbach sein. Wenn ich auch Mamas Wunsch gern berück'icktigen möchte und mir sage, daß es vorteilhaft wäre, Frankenau und Birkenheim zu einem Be­sitz zu vereinigen, so werde ich mir dock die Freiheit meines Willens bewahren und jedenfalls nur eine Frau heim- -uhren, die mir zum mindesten sympathisch ist. Also sei ganz ruhig, mein llrselchen. Ich werde Baroneß Karla mit sehr kritischen Augen prüfen, ehe ick zu dieser Angelegen­heit Stellung nehme und nicht vergessen, daß ich mich, wenn ick mich vermählte, auf Lebenszeit binden muß. Ich werde mit "Ueberlegung wählen."

Ursula schüttelte den Kopf und sagte: '

Ach nein. Hans Ullrich, nicht mit Ueberlegung, son­dern mit dem Herzen mußt Du wählen."

Wenn aber nun mein Herz eine Frau wählte, die aus irgend einem Grund unerreichbar für mich wäre?"

Sie sah ihn erschrocken an.

Hast Tu etwa eine unglückliche Liebe, Hans Ullrich?"

Er lachte.

Nein, gottlob nicht. Aber Du weißt doch, daß ich vor- llchtlg in der Wahl einer Lebensgefährtin sein muß wegen der Maioratsbedingung?-

Ja doch, das weiß ich."

Nun siebst Tu meinem Herzen darf ich eben nicht freie Wahl lassen.- -

Ursula seufzte.

Ach diese dummen Maioratsbestimmungen. die hat der liebe Gott auch nur in seinem Zorn zulassen können.

I

Schöpfer, daß ich nicht Majoratsherr von Frankenau brn, denn ich heirate ganz bestimmt einmal n,,r nach meinem Herzen. Aber ich gebe auch die Loffnn,^ <1

Sm »Ä tlSÄ te SZ SJ?

Mamuschka will ja im Winter wieder einige Wochen ^nit mw m die Residenz gehen, damit ich in 4Kff ß e£

Siatt Harten.

Bingenheim

Lina Fischer Otto Wenzel

Verlobte

Mai 1918.

Gettenau

J

Bekanntmachung.

«4 ^ Freitag, den 10. ds. Mts., nachmittags von 3 Uhr ab

der^'iesirtTlä 1 ° Iten ^ 0|t * Nummer» 501 aufwärts

russische Sardellen.

Es werden abg geben:

Uir -Ü!ü!r Cn ° 0n o 1 un v 2 Prionen 50 Gramm zu 32 Pfennig fttf Lilien von 3 und mehr Personen 100 Gramm zu 64 Pfg.

, Dw Lebensmitlelkorten sind als Ausweis vorzulegen. Das Geld ist abgezahlt bereit zu halten. U

Friedber-, den 7. Mat 1916.

Der stellv. Bürgermeister

sstädt. Lebensmittel- .usschuß)

.__ 2. A.: L a ngsdors.

Weichst cu die Wäsch mitBurnus ein, Wird sie geschont, griffig und rein.

Burnus wäscht Wäsche wunderbar,

^part Arbeit, Heizung, Geld sogar.

n U eberall zu haben. Sonst durch die

U?em. Fahr. Rohm & Kaas, Darmsladt.

m

. \erden durch meint

Vaginal- und Bullensiäbi

blll 'Z.>*n««® cuid sicher ge hei

d'jrchTlerSrzle' probte orath '

Qr.Flafe. Brügge iw.

Ia. Qualität

agenjett

garantiert rein, empfiehlt

Herz Aaron,

Friedberg i H.

Holzo erfteigerungen

der Gräflichen Oberförsterei Laubach.

I. Montag, »cn >3. Mal, vormittags 10 Uhr. unvor. oezcigt auf der Cchremersmühle, aus Revier Oberseei, Dnttilt Wialerberg 2 und 4, Mushau 1 , 2 und Kendcl- ram. Bug,en rm: ls Scheit II. KI., 8 Prügel II Kl., 17 Sjocfe, 3 Reilerp'ugsl- Distrikt Peterswaid, I, 2 , 3 und v: Buchen rm: 8 Scheit li. Kl., 12 Prügel kl KI 49 Sletfetaribel; Prügel rm: 37 Eichen (meift adlig.,' 4 Erlen labst!), 32 Nichten, 3 Kiefern: Distrikt Schorn- berq 1. 2 undi 3: Fichte» rm: 1 Scheit, bS Prügel. 22 ^rncke: aus Revier isrelenseen, Distrikt: Weidenau 3 und 4, Herrnnpfen, Altenhau, Tränkbach und Sieindieocl' S-i'-" rm: Ia Buchen il. KI.. 2 Birken: Prügel rm: 5

7 uchen It. Kl., o Birken I. und II. KI., 1 Eilen 3 flich- ten:D,stritt: Jmsenhau, Wetterauerberg 2 , Ziegenberg 1 -a: Scheiter rm: 24 Buchen II. KI., 1 Ahorm Prügel

BuchenKl.. »Lichen.Kl.. 0,'s KirsZbaum

8 Fichten 0.9 Lärchen: Distritt Kreuzseenerberg 5 , 3 und

^.?uchen II. RI.; Prügel rm: 3 Buchen, 0,4 Eichen 19 Fichten. Rot unterstrichene Nummern fliichenwesie^t Ausgebot. Kohtreiser und Leseholz

Dienstag, den 14. Mai, vormittags 10 Uhr, auf d-!» Z°»°rl,aus unvorgezeig« aus Revier Jägerhaus: Distritt Kilchberg 4a: SKeiter rm: 3 (rd.) Kirichbaum' J? *« 119 buchen, Kirschbaum, Radel und Nf'chholtl U- Kl.: Stammrciscrprügel rm: 178Buchen' !!..?°l>emin kchmilthain, Bvchholz und Strickberg! Scheiter rm: 3 Buchen und Eichen II. Kl : Prügel rin: 0 buchen Radel und Weichholz II. KI.: Distrikt Lingcl- n bchifs-nberg und Roth 2 : Scheiter rm: 2 Buchen m- 5!i. : 38 Buchen, Eschen, Radel und

Weichholz II. Kl.: 2 Abt Kohlreiser aus Kirchberg 4 a und freien eener Thomasbiegel. Blau unterstrichene Nummern werden nicht verileigert. Aus Revier Eonterskii-dn'n

Vrübl" Forstwiese, Weingärtnerskopsi

Feldchen: Scheiter rm: 3 Buchen 4 ®^! I PJ H- KI. ; Stammrerfer rm: 36 Buchen (schichten); Distrikt Eiehern, Seekopf, Hölzchen D^irn- berg: Scheiter rm: 1 Buchen II. Kl., Prügel'rm: 10 Vud^en ll. Kl., 1 Eicke: Stöcke rm: 3 Buchen. Rot unter- if

Er zog sie an sich.

sagle"»lLn?^ arf ° Du hilfst mir suchen.'

sah ihn unsicher an.

17 r "8etzt machst Tu Dich wohl lustig über mlck?" fraate Ursula mit einem prüfenden Seitenblick Er küßte ihre Wange.

, . nicht,' lachte Hang Ullrich.Ganz rüh'

rend finde ich Deine Sq'ge um mein Glück. Nun sei aber wieder vergnügt und mache Dir keine Kopfschmerzen '

Sie atmete auf.

."Wenn Du nur Karla nicht heiratest, dann bin ich schon zufrieden. Kannst Du mir das versprechen?"

Er lächelte.

selbst'^ii? Urteil bildm.^^ "*** ^ Utnen mh Sie seufzte.

^b"n sie Dich dann behext, wie sie es mit Mamuschka getan hat? Die ist ja ganz vernarrt in Karla."

« gewarnt, Urselchen. und werde die Auaen

offen halten. Se, unbesorgt. Und nun laß uns von anderen Dingen reden.'

Damit brachte Hans Ullrich ein anderes Thema auf.

. Aber nachdenklich war er doch geworden durch die Worte seiner Schwester Zwar hatte seine Mutter keinen Namen genannt, als sie ihm mitteilte, daß sie eine passende Frau für ihn im Auge habe in der nächsten Nachbarschaft. Aber er hatte doch gleich heransgefühlt. daß sie Baroneß Haßbach meinte Wenn er auch gerade nicht begeistert gewesen war be, diesen Gedanken, so hatte er sich doch gesagt: Wenn ich ""El heiraten ^ muß warum denn nicht Baroneß Hatzbach so gut wie eine andere?

Jetzt aber, nachdem ihm seine junge Schwester eine so eigenartige Schilderung von der Person der Baronesse ge­macht hatte, fühlte er doch eine ziemlich heftige Abneigung gegen den Gedanken, sich mit dieser jungen Dame zn ver­heiraten. Eme lügnerische, herzlose und berechnende Frau nern die mochte er nicht an seine Seite stellen. Wenn er sich auch über seine künftige Ehe durchaus, keinen rosigen Illusionen hingab und dieselbe durck)aus von der vernünftigen Seite betrachtete, so verlangte er doch min­destens von seiner künftigen Frau, daß er sie hochachten und ihr vertrauen konnte, denn er mußte ihr ja seinen Namen geben und mit Ehre, Gut und Blut für sie einstchem

__ Fortsetzung folgt.

4 jährige, braune

rsr

treu und zugfest, zu verkaufen bei

Lorenz Müller I V., Langenhain,

Post Ostheim bei Butzbach.

Suche kleines

Häuschen

mit Earlen und Stallung auf dem Lande zu mieieu.

Offerten unter W. UI. an die Geschäftsstelle derReuen Tages­zeitung."

II.

Guterhaltenes

Break

preiswert zu verkaufen bei

Karl Strauch. Metzgerei, _Eroß-Karben.

Betr.: Die Fleifchveriorgung fiir die Stadt Friedberg.

Kekanntmachnng

Hierdurch bringe ich zur öffent­lichen Kenntnis, daß der Verkauf von Rind- und Kalbfleisch sowie Wurst für diese Woche am Frei­tag. den 10. Mai 1918, nachmit. tags von 16 Uhr in den sämt­lichen hiesigen Metzgerläden tatt- sindel.

A Schweinefleisch gelangt nicht zu^

Die Verkaufszeit ist genau ein­zuhalten.

Snedberg. den 7. Mai 1919. Der Bürgermeister.

I. V.: Damm.

_sirichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot.

miiüie ««v. fmunhM 11

Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 41 . ' (Kronprmzenbau.) Fernruf Uourer

Dienstag, Donnerstag, Freitag, nachmittags sT in diesem Raum nur für

^igUeder; dieselben sind kostenlos, jedoch muß bei Aus­gabe der Anzeiae auf die Mitgliedschaft hinaewiesen werden.

Ickkr darf ra-fahren

mit meinem erlaubnisfreien Ori­ginal-Spiralfeder­reifen?,75, Holzrei- fen 6,25, la. Hanf- Taureifen 14,75, Elfenring 11 ,, elastischer Feder- Holzreifen 13 Mk., alle per Sick. Kann jeder auf jede Fel­ge auflegen. Um­tausch gestattet, al­so kein Risiko. Tausende gelie ett. Wiederverkäufer Rabatt.

«Uni»,, »SS,Ti. 4.

Einige tausend gespitzte und ungesprtzte lange

zu haben bei

G. Vranbukger Nchs.,

Nieder-Wölllladt. Telefon Rr. L.

HoljMlittgMU

in Ziegenberg.

Nächsten Montag, den 13. Mal 1918, vormittags 9% Uhr werden versteigert:

Buchen: 700 rm Scheit «.Knüppel 8500 Wellen 12 rm Stock.

Zusammenkunft auf der Kreis­straße unterhalb Ziegenberg am Gogeltal.

v. Pajsavaufllche Forfloemalinn-.

Nothnagel.

Suche? 1 . Juni oder früher iüchltgeS

Frau Adolf Schmidt. ,

Friedberg i. H., Kaise rstraße 7.

Braver Junge

für leichte Arbeit gesucht.

Wo? sagt die Geschäftsstelle, derNeuen Tageszeitung".

Lisiteilkartell

Ile« Soakireit,« ünubrrei n. Sril.A

liefert schnell ^ und billig >

M