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Mm nie dmch litte fciü v
Nomau von Co urthS-Mahler.
<t Nachdruck verboten.
"Lch würde mir die Augen auZ dem Kopf weinen wenn Du sie heiraten würdest. Uebrigens kann sie mich nicht ausstehen, weit ich sie schon bei vielen Schwindeleien ertappt habe. Aber sie tut dabei immer, als möchte sie mich vor Lrebe umbringen. Na ja - umbringen möchte sie mich Wohl manchmal, aber nicht vor Liebe."
Hans Ullrich schiittelte den Kopf.
^Zlber Urselchen — wie kannst Du nur so etwas sagend
Sie druckte ihr blondes Köpfchen an seine Schulter.
# „Du sollst eine liebe, schöne und wahrhafte Frau heiraten, Hans Ullnch, nicht so eine Heuchlerin, wie Karla lst. Du bist ^a viel zu schade für sie."
Er drückte sie an sich.
„Kleines Urselchen, hast Du denn eine so gute Meinung Von ini r?
Sie nickte lebhaft.
f .,,,,"®' 6 Qncr M te ' die man von einem Menschen haben
Er lächelte gerührt.
^.^bdoch auch meine Fehler - fefr viele sogar." mt. /^^Eurlich! Ein Mensch ohne Fehler ist gar kein Mensch Aber für mich sind selbst Deine Fehler liebenswert. Du bist immer so, wie Du sein mußt. Vor allem bist Du gottlob ein ehrlicher, offener Charakter, wie alle Frankenaus „Klar und wahr ist ja unsere Devise. Und mit einer fal- scheu, herzlosen Frau wie Karla müßtest Du todunglücklich werden. Laß Dich von Mamuschka um Himmelswillen nicht in diese Ehe hineintreiben. Mamuschka würde selbst am unglücklichsten, wenn ihr später die Augen aufgehen würden über Karlas wahres Wesen. Sie meint es natürlich, wie rinmer, gut mit Dir, aber sie kennt Karla eben nicht."
gesagt?"^ ^ U henn ^ QmÖ ü6cr Deine Beobachtungen
cm 7. ^ mQ Ö nicht die Angeberin spielen.
Mamuschka wurde auch glauben, ich bilde mir das alles nur ein. Ich hätte auch Dir nichts gesagt, wenn ich nicht so große Angst um Dich hätte. Bevor Du ihr gegenüber- trittst, wollte ich Dich warnen vor ihr. Denn sie wird schien- mgft versuchen. Dich mit ihrer heuchlerischen Sanftmut und Xriebenswiirdigkeit zu umgarnen."
„Weißt Du das so genau?"'
Ursula nickte.
„Ganz genau."
't Du allwissend?" neckte er.
^ein, Hans Ullrich. Aber ich habe Km'a und ihre ige Woche belauscht. Ich will Dir ganz ehrlich ; ich mit Absicht gelauscht habe, als ich Deinen .men hörte. Die beiden Damen saßen im Park- Du weißt, der ist von Büschen umgeben. Ich wollte sie besuchen und der Diener sagte mir, die Damen seien ^ im Pavillon. Als ich nahe herbeigekommen war, horte ,ch Deinen Namen, und da blieb ich hinter den Büschen stehen-und lauschte. Ja — ich weiß schon, es war häßlich von mir, aber ich bereue es nicht. Die Baronin Haßbach G a & - ihrer Tochter Verhaltungsmaßregeln, wie sie es an-
gest^..
Namen
Pavillon.
fangen sollte. Dich zu fesseln. Na — greulich war das an- zuhören, und die Baronin kann ich nun so wenig leiden wre Karla. Sie sagte. Du seiest weit und breit die beste Partie, se^ ein präsentabler. hübscher Mann und bei Hofe gut ungeschrieben. Der Herzog sei Dir befreundet, und wenn sie wollte und Dich klug beeinflusse, wenn sie erst Deine g*au sei, dann könne sie bei Hof eine glänzende Rolle melen. Karla stimmte lebhaft bei, und sie meinte. Du Wiest zwar von den Frauen etwas verwöhnt, aber sie hoffe
^ T ? r * ro ^ CJM nid &* schwer fallen, Dich zu fesseln.'
L)u kamst ia letzt aus immer nach Hause, Deine Mutter habe sie bereits in der Tasche, -ja, diesen Ausdruck gebrauchte sie —, und Du würdest auch zu fesseln sein. Jeder STuW ,? 1 ^ner Eitelkeit zu fassen. Ist das. wahr,
Ia ^ e auf bei dieser bänglichen Frage seiner Schwester. Aber dann wurde er gleich wieder ernst.
„Es tut mir leid, Ursula, daß Du solche häßliche Dinge angehort hast Laß Drr dadurch nicht den Sinn verwirren. Natürlich gibt es eitle Männer, so gut, wie eitle Frauen und ganz ohne Eitelkeit ist sicher kein Mensch. Aber beruhige Dich. Wenn Baroneß Karla glaubt, mich bei einer wichen Schwache zu fassen, darm dürfte sie sich verrechnet haben. Mache Dir jedenfalls keine Sorgen. Ich werde auf der Hut sein, zumal da Du mich gewarnt hast. Ich aauke Dir dafür, denn ich weiß, daß nur die Sorge um mich Dich dazu trieb. Aber jedenfalls will ich mir doch auch ein eigenes Urteil bilden über die junge Dame. Heiraten muß ich ja über kurz oder lang, und die Auswahl ist für uns mckt groß. Aber schließlich muß es nicht unbedingt die Baronesse Haßbach sein. Wenn ich auch Mamas Wunsch gern berück'icktigen möchte und mir sage, daß es vorteilhaft wäre, Frankenau und Birkenheim zu einem Besitz zu vereinigen, so werde ich mir dock die Freiheit meines Willens bewahren und jedenfalls nur eine Frau heim- -uhren, die mir zum mindesten sympathisch ist. Also sei ganz ruhig, mein llrselchen. Ich werde Baroneß Karla mit sehr kritischen Augen prüfen, ehe ick zu dieser Angelegenheit Stellung nehme und nicht vergessen, daß ich mich, wenn ick mich vermählte, auf Lebenszeit binden muß. Ich werde mit "Ueberlegung wählen."
Ursula schüttelte den Kopf und sagte: '
„Ach nein. Hans Ullrich, nicht mit Ueberlegung, sondern mit dem Herzen mußt Du wählen."
„Wenn aber nun mein Herz eine Frau wählte, die aus irgend einem Grund unerreichbar für mich wäre?"
Sie sah ihn erschrocken an.
„Hast Tu etwa eine unglückliche Liebe, Hans Ullrich?"
Er lachte.
„Nein, gottlob nicht. Aber Du weißt doch, daß ich vor- llchtlg in der Wahl einer Lebensgefährtin sein muß wegen der Maioratsbedingung?-
„Ja doch, das weiß ich."
„Nun siebst Tu — meinem Herzen darf ich eben nicht freie Wahl lassen.- -
Ursula seufzte.
„Ach diese dummen Maioratsbestimmungen. die hat der liebe Gott auch nur in seinem Zorn zulassen können.
I
Schöpfer, daß ich nicht Majoratsherr von Frankenau brn, denn ich heirate ganz bestimmt einmal n,,r nach meinem Herzen. Aber ich gebe auch die Loffnn,^ <1
Sm »Ä tlSÄ te S”Z SJ?
Mamuschka will ja im Winter wieder einige Wochen ^nit mw m die Residenz gehen, damit ich in 4„Kff ß e£
Siatt Harten.
Bingenheim
Lina Fischer Otto Wenzel
Verlobte
Mai 1918.
Gettenau
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Bekanntmachung.
«4 ^ Freitag, den 10. ds. Mts., nachmittags von 3 Uhr ab
der^'iesirtTlä 1 ° Iten ^ 0|t fÖ * Nummer» 501 aufwärts
russische Sardellen.
Es werden abg geben:
Uir -Ü!ü!r Cn ° 0n o 1 un v 2 Prionen 50 Gramm zu 32 Pfennig fttf Lilien von 3 und mehr Personen 100 Gramm zu 64 Pfg.
, Dw Lebensmitlelkorten sind als Ausweis vorzulegen. Das Geld ist abgezahlt bereit zu halten. U
Friedber-, den 7. Mat 1916.
Der stellv. Bürgermeister
sstädt. Lebensmittel- .usschuß)
.__ 2. A.: L a ngsdors.
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7 uchen It. Kl., o Birken I. und II. KI., 1 Eilen 3 flich- ten:D,stritt: Jmsenhau, Wetterauerberg 2 , Ziegenberg 1 -a: Scheiter rm: 24 Buchen II. KI., 1 Ahorm Prügel
BuchenKl.. »Lichen „.Kl.. 0,'s KirsZbaum
8 Fichten 0.9 Lärchen: Distritt Kreuzseenerberg 5 , 3 und
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Weichholz II. Kl.: 2 Abt Kohlreiser aus Kirchberg 4 a und freien eener Thomasbiegel. Blau unterstrichene Nummern werden nicht verileigert. — Aus Revier Eonterskii-dn'n
Vrübl" Forstwiese, Weingärtnerskopsi
Feldchen: Scheiter rm: 3 Buchen 4 ®^! I PJ H- KI. ; Stammrerfer rm: 36 Buchen (schichten); Distrikt Eiehern, Seekopf, Hölzchen D^irn- berg: Scheiter rm: 1 Buchen II. Kl., Prügel'rm: 10 Vud^en ll. Kl., 1 Eicke: Stöcke rm: 3 Buchen. Rot unter- if
Er zog sie an sich.
sagle"»lLn?^ arf ° Du hilfst mir suchen.'
sah ihn unsicher an.
17 r "8etzt machst Tu Dich wohl lustig über mlck?" fraate Ursula mit einem prüfenden Seitenblick Er küßte ihre Wange.
, . nicht,' lachte Hang Ullrich. „Ganz rüh'
rend finde ich Deine Sq'ge um mein Glück. Nun sei aber wieder vergnügt und mache Dir keine Kopfschmerzen '
Sie atmete auf.
."Wenn Du nur Karla nicht heiratest, dann bin ich schon zufrieden. Kannst Du mir das versprechen?"
Er lächelte.
selbst'^ii? Urteil bildm.^^ "*** ^ Utnen mh Sie seufzte.
^b"n sie Dich dann behext, wie sie es mit Mamuschka getan hat? Die ist ja ganz vernarrt in Karla."
« gewarnt, Urselchen. und werde die Auaen
offen halten. Se, unbesorgt. Und nun laß uns von anderen Dingen reden.'
Damit brachte Hans Ullrich ein anderes Thema auf.
. Aber nachdenklich war er doch geworden durch die Worte seiner Schwester Zwar hatte seine Mutter keinen Namen genannt, als sie ihm mitteilte, daß sie eine passende Frau für ihn im Auge habe in der nächsten Nachbarschaft. Aber er hatte doch gleich heransgefühlt. daß sie Baroneß Haßbach meinte Wenn er auch gerade nicht begeistert gewesen war be, diesen Gedanken, so hatte er sich doch gesagt: Wenn ich ""El heiraten ^ muß — warum denn nicht Baroneß Hatzbach so gut wie eine andere?
Jetzt aber, nachdem ihm seine junge Schwester eine so eigenartige Schilderung von der Person der Baronesse gemacht hatte, fühlte er doch eine ziemlich heftige Abneigung gegen den Gedanken, sich mit dieser jungen Dame zn verheiraten. Eme lügnerische, herzlose und berechnende Frau — nern — die mochte er nicht an seine Seite stellen. Wenn er sich auch über seine künftige Ehe durchaus, keinen rosigen Illusionen hingab und dieselbe durck)aus von der vernünftigen Seite betrachtete, so verlangte er doch mindestens von seiner künftigen Frau, daß er sie hochachten und ihr vertrauen konnte, denn er mußte ihr ja seinen Namen geben und mit Ehre, Gut und Blut für sie einstchem
__ Fortsetzung folgt.
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Lorenz Müller I V., Langenhain,
Post Ostheim bei Butzbach.
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II.
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Karl Strauch. Metzgerei, _Eroß-Karben.
Betr.: Die Fleifchveriorgung fiir die Stadt Friedberg.
Kekanntmachnng
Hierdurch bringe ich zur öffentlichen Kenntnis, daß der Verkauf von Rind- und Kalbfleisch sowie Wurst für diese Woche am Freitag. den 10. Mai 1918, nachmit. tags von 1—6 Uhr in den sämtlichen hiesigen Metzgerläden tatt- sindel.
A Schweinefleisch gelangt nicht zu^
Die Verkaufszeit ist genau einzuhalten.
Snedberg. den 7. Mai 1919. Der Bürgermeister.
I. V.: Damm.
_sirichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot.
miiüie ««v. fmunhM 11
Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 41 . ' (Kronprmzenbau.) — Fernruf Uourer
Dienstag, Donnerstag, Freitag, nachmittags sT in diesem Raum nur für
^igUeder; dieselben sind kostenlos, jedoch muß bei Ausgabe der Anzeiae auf die Mitgliedschaft hinaewiesen werden.
Ickkr darf ra-fahren
mit meinem erlaubnisfreien Original-Spiralfederreifen?,75, Holzrei- fen 6,25, la. Hanf- Taureifen 14,75, Elfenring 11 ,—, elastischer Feder- Holzreifen 13 Mk., alle per Sick. Kann jeder auf jede Felge auflegen. Umtausch gestattet, also kein Risiko. Tausende gelie ett. Wiederverkäufer Rabatt.
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