Ausgabe 
8.5.1918
 
Einzelbild herunterladen

Wiederum drei Monate Jpött, am t§, nicht minder feierlich, in der Thronrede

Reichstags:

Der Terrorismus, durch den Arbeitswillige a» der Fort­setzung oder Annahme von Arbeit gehindert werden, hat einen gemeinschädlichen Umfang angenommen Das den Arbeitern gewährleistete Koalitionsrecht, welches unangetastet bleiben soll, darf nicht dazu mißbraucht werden» das höhere Recht: zu arbeiten und von der Arbeit zu leben, durch Einschüchterung oder Drohung zu vergewaltigen. Hier die persönliche Frei­heit und Selbstbestimmung nachdriicklichst zu schützen, ist nach Meiner und Meiner Verbündeten Ueberzeugung die unab­weisbare Pflicht der Staatsgewalt. Hierzu reichen aber die bestehenden Strafvorschriften nicht aus: sie bedürfen deshalb der Erweiterung und Ergänzung. Diesem Zweck entspricht ein Gesetzentwurf zum Schutze des gewerblichen Arbeitsver­hältnisses, welchem Sie, wie Ich zuversichtlich erwarte, Ihre Zustimmung nicht versagen werden."

Ein kaiserliches Versprechen, einefeierliche" Wieder­holung dieses Versprechens, eine erneute feierliche Ankündigung unter Mitwirkung aller konstitutionell berufenen Faktoren. Er­folg: am 19., 20 und 21. Juni 1899 k'rmmt der Gesetzentwurf zur Sprache (nicht etwa zur Beratung). Fürst Hohenlohe. Graf Posadowsky und Dr. Nieberding, der Staatssekretär des Reichs­justizamtes legen sich ins Zeug. Der Zentrumsführer Ernst Lieber, der Nationalliberale Ernst Vasiermann, der Fortschritt­ler Lenzmann lehnen die Vorlage, die feierliche Einlösung des Königswortes, glatt ab, und der Obergenosse Bebel erklärt am 20. Juni:Meine Herren, wir wisien es alle, wo die Anregung zu diesem Gesetzentwurf gegeben wurde. Es war vor ungefähr zwei Jahren in einer Privatunterhaltung in der Waschküche zu Bethel bei Bielefeld." Keine Kommistionsberatung, keine De- misfionsdrohung von seiten der Regierung, nichts, ttotz tiefsten Friedens, nichts von Auflösung des Parlaments. Und nichts, weder von seiten den Zentrums, noch von seiten der National­liberalen. noch gar von den Fortschrittlern, über die Heiligkeit des Königswortes, das eingelöst werden muß. Keine Beratung im Plenum, keine zweite Lesung, nicht einmal, was jedem Agi- lattonsantrag und jeder Petition befchteden ist, Kommissions- beratung. Begräbnis dritter Klasse. Totengräber: die Tar- liiffs von heut.

Heute dagegen: Heute bäumt stch dieser selben royalisttsches Empfinden auf gegen die Nichtachtung eines felbstkonstruierten löniglichen Versprechens, die in der Wahrung der eigenen Ueber- zeugung und des Verantwort»ngsbewutztseins besteht. Bäumt kich auf in demselben Augenblick, wo den oben zitierten könig­lichen Versprechen ein nachttäglicher Spott angetan wird in der Aufhebung des 8 153 der Gewerbeordnung.

Sieht man jetzt im Lande draußen, wieviel Ehrlichkeit in dem Phrosenwall steckt, dessen wir fett Monaten genießen, und welcher Art die Leute find, die über Nächtlich selbst zu Wäch­tern von Königsworlen bestellten? ' ^

Vom Felde Ehre.

Ockstadt. Der Unteroffizier Hch. Neumann, z. Zt. bei einem Garde-Landsturm-Bataillon im Westen, wurde zum Ser­geant befördert.

Aus der Heimat.

Dad-Nauheim. Vor einiger Zeit erregen die be­deutenden Unterschlagungen eines jungen Mann.?? bei der .hiesigen Kur- und Badeverwaltung großes Aufsehen. Es kommen etwa 20 000 Mark in Betracht, die dem Schwindler auf selbstausgestellte Rechnungen in kaum glaublicher Ver­trauensseligkeit von Amtskassen ausgehändigt wurden. Es wird uns nun glaubhaft versichert, bc r \ Vertreter des zarten Geschlechtes von hier dem Betrüger nn.f ihre Kosten einen Rechtsanwalt gestellt haben! (Vielleicht erhält der Herr Dcoritz auch noch eine lobende Anerkennung. D. Red.)

Dortelweil. Nächsten Sonntag, den 12. Mai, 3 Uhr nach­mittags, findet imDeutschen Hof" dahier der erste diesjährige Vezirkskriegertag statt. Auf der Tagesordnung stehen: Begrü­ßungen: Feststellung der Anwesenheitsliste: Protokollverlesung: Vortrag des Rechenschaftsberichts: Vorttag der Rechnung:

Kriegerheimstätten: Unterstützungs. und Dortragswesen; Ka- lenderbestellung: Kriegsanleihe: Ablieferung der Sammel­büchseng eldsr und Sammelgegenstände: Wahl eines Vertteters zum Verbandstag der Hassia; Verschiedenes. Zum Schlüsse Vor­trag. Die Eesangsabteilung des Kriegeroereins Vilbel wird sich auch an dem Bezirkstage beteiligen. Wir hoffen auf eine zahlreiche Beteiligung.

Aus Hessev-Rassau.

«r. Fechenheim. 6. Mai. Als sich eines Tages mehrere junge Burschen von Fechenheim während der Frühstückspause auf iihrer Arbeitsstätte gegenseitig ihr Leid klagten, daß die Güte und Größe des Frühstücks gar nicht mehr im richtigen Verhält­nis zu ihrem Appetit stände, meinte der 16 Jahre alte Former­lehrling Wilhelm Lotz,Mehl, das nichts kostet, könnt ihr krie­gen, ab-er's Maul müßt ihr halten". Er erzählte den Aufhor­chenden dann, daß er acht Jahre lang bei dem Bruder eines Bäckermeisters in Leidhecken in der Wetterau in Pflöge gewesen sei und daher die Wohn- und Geschäftsräume des Letzteren so genau kenne, daß ein Diebesbesuch sich bei ihm als recht ren­tabel erweisen dürfte. Im Nu war die Diebessahrt nach Leid- Hecken beschlossen, und da diese ein Ergebnis von 130 Pfund Mehl brachte, wurden die Mehl- und Brotvorräte des Bäckers noch zweimal während der Nachtzeit um 29 Brote und 1 Sack Mehl erleichtert. Um die Diebesbeute fortzuschaffen, ließ man such gleich einen Stoßkarren mitgehen. Nach einer dieser nächt­lichen Diebesvisiten wurde die Diebesgesellschaft aber aus dem Bahnhofsabort heraus verhaftet, in dem sie sich bis zum Abgang de» ersten Frühzuges verborgen gehalten hatte. Wie dieses Mehl und auch die Brote in der Hauptsache in Frankfurt Lu

d« Formerlehrling Fritz Geis von Fechenheim gemeinsam mtt zwei mittlerweile zum HeeresdieM ecngezogenen Barschen de« dortigen Bäckermeister Türk gestohlen hatte. I« drei Säcke« schlecken hier die Diebe ihre Beute in den Wald «rd bewahr­ten sie dort bis zum Abruf auf. Als die Sache ruchbariKurde, versuchte Geis nach der Schweiz durchzubrennen, er wurde aber in Konstanz festgenommen und mußte sich heute vor der Hanauer Strafkammer verantworten. Das Urteil gegen den aus der Un­tersuchungshaft vorgeführten Burschen, der auch an den Dieb- stählen in Leidhecken beteiligt war, lautete unter Einbeziehung einer im Oktober v. I. von der Hanauer Straflamm er gegen ihn erkannten zweimonatigen Eefängnissttafe auf 7 Monate Gefängnis. Lotz und die Formerlehrlinge Johann Rausch und Ferdinand Kollmann erhielten wegen der Diebstähle in Leid- hecken (ebenfalls unter Einbeziehung einer zweimonatigen Ge­fängnisstrafe) je 6 Monate Gefängnis und der noch nicht vor. besttafte Hilfsarbeiter Friedrich Eck wegen desselben Delikts einen Monat Gefängnis.

FC. Wiesbaden, 6. Mai. Heute Nachmittag 6 Uhr wurde der nach Wiesbaden «nberufene 62. Kommunal- landtag im Sitzungssaale des Landhauses von dem stell- verttetenden Königlichen Landtags-Kommissar, Regierungs­präsident Dr. von Meister, eröffnet. Der Regierungs­präsident begrüßte die Abgeordneten im Zeichen der Zuver­sicht auf ein gutes Kriegsende und in der Hoffnung, daß das ungeheure Ringen uns einen Frieden zeittgen wird, der des Deutfchen Reiches Grenzen vor zukünftigen Ueber- fällen volle Sicherheit, unseren Kindern und Kindeskindern aber freie Bewegung unter den Völkern der Erde gewähr- leistet, sodann fuhr er fort: Von den Vorlagen des Landes­ausschusses sind mehrere dem Wiederaufbau unserer wirt­schaftlicher Verhältnisse nach dem Kriege gewidmet. Von diesen glaube ich die von Ihnen erbetene Beteiligung, an einer gemeinnützigen nassauischen Siedelungsgesellsckaft hervorheben zu dürfen, deren dem Kommunallandtag schon voriges Jahr bekannt gewordene Ziele und Zwecke im Ein­klang stehen mit der großen Bewegung, die zur Bekämpfung der Wohnungsnot allenthalben im Fluße ist. Die Vorlage wegen des Beittitts zur Ostmärkischen Kolonisation he- onspruckck gleichfalls ihr besonderes Interesse. Stimmen Sie ihr zu, so wird der Regierungsbezirk Wiesbaden auf diesem Gebiete im Westen des Staates die Führung über­nommen haben. Auch die übrigen zum Teil recht bedeut­samen Vorlagen ich mache besonders aufmerksam auf die Anträge wegen der Kriegsbefchädigten-Fürsorge und zu­gunsten der Naussauischen Möbelvertriebsgesellschaft werden Sie mit gewohnter Gründlichkeit weitblickend ?u erledigen wissen. Der diesjährige Haushaltsplan zeigr trotz der durch die Kriegssteuerung verursachten Vermehr ng der Ausgaben wieder ein günstiges Bild. Der alte Steuer­satz von 1V-2 vom Hundert hat beibehalten werden können. Gerne werden Sie des weiteren aus dem Berichte des Landesausschusses entnommen haben, wie ihre Verwaltung neuerdings dazu übergegangew ist, den Ernährungs­schwierigkeiten in den Bezirksanstalten auf dem Wege der Eröffnung eigner landwirtschaftlicher Betriebe zu begegnen. Der ganz außerordentlich große Zufluß der Spareinlagen bei der Naffauischen Sparkasse mußte gegen 1917 eine erheb­liche Verminderung der im Hauptetat aus dieser Anstalt eingesetzten Einnahmen zugunsten ihres Reservefmrds zur Folge haben. Daß der Versicherungsbestand in der Volks- Versicherung fick infolge Aufnahme der Kriegsanleihever­sicherung im Vergleich zum Bestände von Ende 1916 ver­dreifachen konnte, bedeutet ein beachtenswertes Fort­schreiten in der Entwicklung der jungen, dem Gemeinwohl dienenden Anstalt, während die offenbar noch nicht ge­nügend bekannt gewordene Nassauischen Kriegshilfskasse den erwarteten Zuspruch wc.hl erst allmählich finden wird. Meine Herren! Ueber den Beginn Ihrer Tagung hat sich infolge des gestern früh unerwartet erfolgten* sanften Hin- scheiden Ihres langjährigen hochverehrten Vorsitzenden des Herrn Geheimen Justitzrates Dr. Humser tiefe Trauer ge­senkt. Zeit seines Lebens großzügiger Altfrankfurter hat er dem ganzen Regierungsbezirk stets Liebe und volles In­teresse geschenkt. Seine unerschütterliche Sachlichkeit, sein praktischer Sinn, sein erfolgreiches Wirken für die All­gemeinheit und nicht zuletzt sein goldener Humor werden unvergeßlich bleiben. Ehre seinem Andenken! Mit dem Wunsche, daß Ihre Arbeiten und Beratungen dem Bezirke zum Segen gereichen möchten, erkläre ich kraft des mir erteilten Allerhöchsten Auftrages den 52. Kommunallandtag für eröffnet. Der Alterspräsident Geheimer Kommerzienrat Hummel- Hochheim überncchm sodann den Vorsitz und leitete die Verhandlungen mit einer Begrüßung der Abge­ordneten und einem Kaiserhoch ein. Nach Feststellung der Anwesenheitsliste, die die Anwesenheit von 6.1 Abgeordneten ergab, erfolgte die Wahl des Vorstandes. Auf Vorschlag des Abgeordneten Dr. Geiger- Frankfurt wurde zum Vorsitzenden anstelle des verstorbenen Abgeordneten Dr. Humser- Frankfurt der bisherige stellverttetende Vor­sitzende .Geheimer Justttzrat Dr. A l b e r t i - Wiesbaden, als stellvertretender Vorsitzender Oberbürgermeister Voigt- Frankfurt, als Schriftführer die Abgeordneten Vogt-Biebrich Dr. Hengstberger-Frankfurt und Oberbürgermeister Lübke- Bad-Homburg gewählt. Geheimer Justtzrat Dr. Albertt übernahm sodann den Vorsitz und widmete zunächst dem ver­storbenen bisherigen Vorsitzenden einen herzlich gehaltenen Nachruf, in dem er den Entschlafenen als einen Charakter im besten Sinne des Wortes und als das Urbild eines deut­schen Bürgers kennzeichnete. Die Versamnilung erhob sich zum Andenken an den Verstorbenen von den Sitzen. Es erfolgte hierauf die Ueberweisung der dein Landtage vor­liegenden 29 Anträge des Landesausschusses an die einzelnen Kommissionen und die Zusammensetzung dieser Kor»^

VrWmm» fcti nach dem Vorschlag des Abgeordneten DL G^jgwHmnkftrrl widerspruchslos angenommen wßrrß>enj. Hierauf vertagte sich das Haus auf Freitag den 10. Mai, vormittags 9% Uhr.

FO. Biebrich am Rhein, 5. Mai. Seit zwei Monaten wur­den am Bahnhof Biebrich-Ost fortgesetzt Eisenbahnwaggons er­brochen und bestohlen. Nunmehr wurden zwei Bahnarbeiter als Haupttäter ermittelt, außerdem waren zwei Straßenbahn- bsdienstete und mehrere jugendliche Taglöhner daran beteiligt. Lebens* und Genußmittel, ganze Ballen Tuch sind von der or- ganifietten Bande mit Vorliebe gestohlen worden.

FC. Aus dem Unterwestenvaldkreis. 6. Mai. Der Kreisaus­schuß hat beschlosien, für dieses Jahr eine Prämie für den Ab­schuß von Raubvögeln und Krähen von 20 Pfennig und für den Abschuß von Habichten und Sperbern eine Mark pro Stück zu zahlen.

Aus Kurhesse».

FC. Cassel, 6. Mai. Die besuchteste höhere Schule in der Provinz Hessen-Nassau, die hiesige Oberrealschule 1» blickte am 5. Mai auf 75 Jahre ihres Bestehens zurück.

FC. Flensungen, 5. Mai. Dem Karl Peppler 2^ besten Ehefrau und Tochter dahier sind die Ausweiskarlen für den Ankauf von Eiern in den Gemeinden Merlau, Kirschgarten und Lehnheim wegen Unzuverlässigkeit entzogen worden.

FC. Ortenberg, 5. Mai. Rechtsanwalt Holzapfel, zurzeit Leutnant bei einer Batterie im Westen, erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

ffIfs Starkevburg.

Darmstadt, 5. Mai. Eine Diebes- und Einbrecher-Gefell- schaft. die mindestens aus drei Personen bestand, hat in der Nacht zum Freitag unseren Nachbarott Ober-Ramstadt heim- gesucht. Die Bande drang in das nicht verschlostene Anwesen des Landwirtes A. Ehrhardt V. ein, tötete von zwei Schweine das eine von etwa 80 Kilo durch einen Schutz in den Kopf, nahm das Tier kunstgerecht auseinander uni> warf dir Ein­geweide beiseite. Den ganzen Kopf haben sie abgeschnitten und mit der Richtung nach dem Schweinestall auf den Lattenzaun gesetzt. Auch in das Nachbarhaus des Landwirtes Oppermann sind sie durch Erbrechen der Türe eingedrungen, taten sich an dem dort vorhandenen Aepfelwein und anderen Lebensmitteln gütlich und nahmen eine Partte Kartoffeln mit. Was sie hier sonst noch gestohlen haben, konnte bisher nicht festgestelll wer­den. Anscheinend fehlt hier noch Wäsche sowie Kleider. Durch gewaltsames Oeffnen eines Fensters schafften sie stch dann Ein- gang in die Waldmühle und stahlen dem Besitzer Anton drei Treibriemen im Werte von etwa 500 Mark. Die Staatsanwalt­schaft weilte gestern am Otte der Tat, doch konnte man die Diebe bis jetzt nicht ermitteln. Die vorhandenen Spuren lasten ver- muten, daß man lle in aller Kürze festnehmen kann. Ein teueres Vergnügen leistete sich ein junger Mann von hier, der in der vergangenen Nacht zu seiner Unterhaltung ein weibliche» Wesen auf der Straße ansprach und dann in ein Hotel mit. nahm. Als er heute früh aufwachte, war seine Freundin ver- schwanden, mit ihr aber auch seine Barschaft von mehreren hundert Mark. Da ihr Nam' und Art ihm nicht bekannt, wird sie wohl erst ermittelt werben, wenn sie ihre Beute verjubelt und verausgabt hat.

Darmstadt. 5. Mai. Die hessische Lgndcsfleischstelle soll nach einer Veröffentlichung des Ministeriums des Innern unter Ab- ändeWng der Bestimmungen aus dem Jahre 1916 nunmehr ein» andere Zusammensetzung erfahren, und zwar sollen ihr ange­hören. Ein Staatsbeamter als Vorsitzender, je ein Mitglied der Ersten und der Zweiten Ständekammer und besten Stellvertre­ter, je ein Vettreter der Kommunalverbände, der Städte über 20 000 Einwohner, der Landwirtschaftskammer, der hessischen Genostenschaften, der Landwirte Oberhessens, der Handwerkskammer, der drei Viehhandelsverbände, der hessischen Konsumgenostenschaften und der gewerblichen Arbeiter. Der Amtssitz bleibt im Ministerium des Innern. Der Dienst wird ehrenamtlich versehen.

FC. Groß-Gerau, 5. Mai. Der Eemeinderat beschloß, die Höhe des Steueraufschlages für das Jahr 1915 wie im Vorjahre beizubehalten. Mithin wurde der Verteilungsmaßstab auf einen Pfennig für die Vermögenssteuer und fünf Pfennig auf die Mark Einkommenssteuer festgesetzt.

FC. Lampertheim, 5. Mai. Einer Eeheimschlächterei ist man hier auf die Spur gekommen. Das Fleisch, das nach Worms ausgefiihrt wurde, konnte bei verschiedenen dortigen Wirten be­schlagnahmt werden.

Kirchliche Nachrichten.

Himmelfahrtfest: 9. Mai 1918.

Gottesdienst in der Stadtkirche.

Vormittags 9)( Uhr: Herrn Pfarrer Kleberger.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.

10 Uhr: Gottesdienst.

* * *

Katholische Gemeinde.

Christi Himmelfahrt: 9. Mai 1918.

(Schluß der österlichen Zeit.)

Beichtgelegenheit am Vorabend von 5 Uhr an und Feier« tags früh von 6 Uhr.

«7 Uhr: Frühmesse.

8 Uhr: Militärgottesdienst (Singmeste mit Predigt.) meinsame hl. Kommunion der Jungfrauen.

^10 Uhr: Feierliches Hochamt mit Segen und Predigt Nachmittags 2% Uhr: Feierliche Vesper. i

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottd Hirfchel, Friedberg: für den Anzeigenteil: R. Htzyner. Friedberg. Druck und Verlag derNeue» TogeS-eittmL, «. <8* Frtedberg i tt "

& Dezember 1898. heißt EW W Öeoii lauft

Mr Eröffnung deft

größten Dell ta Frankfurt abgefetzt, di« der Freund de» Lotz,