Ausgabe 
7.5.1918
 
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bou der Kriegswirtschaft Altk Friode^MrtsHafl Mt. besonderer Bodeutimg ist die rechtzeitige Einfichrrmg de- lfreien Handels. Wir glauben, daß unser Schiffsraum M die Uebergangszeit genügt. (Beifall rechts.)

Abg. Trimborn (Ztr.): Erfreulich ist daS gute

Dustunmenwirken der Regierungsorgane mit den Gewerk­schaften während des Krieges. Wir beantragen, daß die Zahl der Ausschüsse des Reichstages um einen sozialpoli­tischen Ausschuß von 28 Mitgliedern vermehrt wird, dem Me sozialpolitischen Angelegenheiten überwiesen werden sollten. (Ach herjeh!)

Abg. Schmidt-Berlin (Soz.): Es müssen für das

landwirtschaftliche Dienstpersonal bessere Löhne und Rechts­verhältnisse geschaffen werden, dann wird die Landwirtschaft auch die ihr nötigen Arbeitskräfte finden.

Abg. Dr. R i e ß e r (Natl.) wendet sich kurz gegen ver­schiedene Ausführungen des Abg. Hoch

Hertling und Grzbergex.

Gegenüber den Abstreitungsversuchen des Abg. Erzberger, Schrittmacher für die Kanzlerkandidatur Hertling gewesen zu sein, stellt dieTägliche Rundschau" fest:

Herr Erzberger hat schon oom ersten Augenblick der Hert. lingschen Kandidatur an bei den anderen Fraktionen gegen diese gearbeitet. Die Denkschrift, von der wir sprachen, war schon vor der interfraktionellen Sitzung von ihm verbreitet wor­den. Das Neichsauto, in dem Herr Erzberger damals noch ausfuhr, war ihm gerade schnell genug, um diesem Geschäft zu dienen. Es ist selbstverständlich, daß ein so kluger Mann wie Herr Erzberger, dabei die Unmöglichkeit des Gedankens der Aemtertrennung in den Vordergrund schob, namentlich auch dem Grafen Hertling selbst gegenüber. Das Argument war viel zu unanfechtbar, als daß er sich eine foldre, nach allen Seiten hin deckende Kulisse hätte entgehen lassen können. In vertraulichen Unterhaltungen, die er vor der interfraktionellen Besprechung pflog, war aber nicht sowohl von der Unmöglichkeit der Aemter- ttennung als von der Unmöglichkeit des Grafen Hertling die Rode. Hier trat Herr Erzberger aus der Kulisse hervor. Um zu seinem Zweck zu gelangen, verschräntte er das Argument von der Unmöglichkeit eines Nlchtpreutzen auf dem Stuhl des preu­ßischen Ministerpräsident. Wenn das zog, war eine unüber- fchrettbare Schranke gegen den Grafen Hertling gezogen. Frei­lich zog es nicht. Aber es geht denn doch nicht an, daß der Herr Erzberger das heute als sein Verdienst um die Kandidatur Hertling in Anspruch nimmt. So weit wird es selbst seiner Klugheit und Beflissenheit nicht gelingen, die Geschichte zu revi­dieren. Tatsache ist und bleibt, daß Herr v. Hertlirrg denselben Herrn Erzberger. der sich heute als sein Wegbereiter aufspielt, vier Monate lang zu empfangen vermied. Herr Erzberger hat das damit erklären lassen, daß er, Erzberger, eben vttr Monate lang nicht das Bedürfnis gefühlt habe, den Kanzler zu sprechen. Run, das ist eine bei Herrn Erzberger unnatürliche, bisher noch nie dagewesene Bedürfnislosigkeit. Die mutz ihre lieferen Gründe haben. Und übrr diese tieferen Gründe sind weder wir, noch die Umgebung des Kanzlers, noch die Freunde Herrn Er^ bergers in irgend welchem Zweifel. Darin, daß Herr o. Herlltng sich Herrn Erzberger durch dessen Verdienste um das Zustande­kommen seiner Kanzlerschaft zu Dank verpflichtet fühlte, liegen sie jedenfalls nicht.

Abmrdneltt Dr. Trand pir MahlrMgiisrlM

In derTäglichen Rundschau" veröffentlicht der fortschritt­liche Landtagsabgeordnete D. Traub einen Artikel zur Wahl, rechtsvorlage, dem wir folgendes entnehmen:

Zuerst muß man ein Wort sagen gegen die Helfershelfer der Regierung, die ihr keine guten Dienste geleistet haben. Da­hin gehört die Meinung, daß das einzige und größte Unheil in Deutschland das preußische Drerklassenparlament sei. Das deutsche Volk weiß, daß es weit schlimmere Uebel gibt, die uns jetzt viel Blut kosten, so die Mängel unserer diplomatischen Auslese und die ungeheuren Lücken in der Volkserziehung zum Sinn für Fragen unserer auswärtigen Politik. Asquith und Wilson, wußten sehr genau, warum sie gerade Preußen mit seinem Parlament vor aller Welt verdächtigten. Wer eine Geschichte Preußens im letzten Menschenatter schreiben will, muß eine ungeheure Stärkung seiner militärischen, finanziel­len, gewerblichen und geistigen Entwicklung feststellen. Die Rolle des Dreiklassenwahlhauses nur als Hemmung dieser Fortschritte zu beurteilen, bringt auch der bissigste Feind der Konservattven nicht fertig. Es wäre klüger und gerechter ge­wesen, die Verdienste der konservativen Partei von vornher­ein, auch vom Regierungstisch aus, klarer anzuerkennen. Die Junker besitzen eine Erbweisheit zu w&iex«*, uns putzt Sfret .?icht, rmd ntan erwirbt sie sich nicht von heute auf mor­gen. Zudem hat die jetzige vollständige Ausschaltung der Kon­servativen aus der hohen Politik durch Bethmann das Veste ihres Mannesstolzes und ihres Kraftgefiihls erweckt, wie es sonst Eigentum liberaler Minderheiten war. Darum leisteten die Freunde der Negierung schlechten Dienst, welche den Haß allein gegen den konservativen Besitzstand kehrten den sie den Konservativen nur neideten. Ebenso Verhängnis r oll war der Dienst der Reichslagsmitglieder. welche sich in die Angelegen­heiten des preußischen Parlaments in einem Grad und einer Tonart einmengten, wie sich ihn jedere Angehörige des Par­laments verbitten müßte. Endlich wirkten einer Friedens­stimmung, wie sie durch das gleiche Wahlrecht erzeugt werden soll, alle die entgegen, welche schon jetzt das Land erregen durch die Ankündigung, mrd Zurüstung zur Parlamentsauf, lösung. Eine solche halten wir während des Krieges für eine politische Unmöglichkeit und wir sind erstaunt, wie wenig manche an den Vorgängen in Ofen-Pest gelernt haben. Ge­rade das voreilige Spiel mit der Auflösung hat dort die neue Orientierung erzwungen, die Wekerle mit dem Grafe« Tisza verhandeln läßt. Man fragt sich manchmal, warum voari ein

.Graf Tisza! unö ää WeÄck», aber nicht Graf HerMng «nd Heydebrand miteinander oechcmdet» Dunen, wo es da» Wohl des ganze» Volkes gilt. Der majavifche staatsmünmifche In­stinkt, die Macht des Volkes gegenüber allen Ratio natttäten tu erster Linie zu stellen, könnte uns auch in Preußen an der wundeste« Stelle der Regierungsvorlage eine« Fingerzeig geben, an der unzweideutigen großen polnischen Gefahr. Hier «rußte viel deutlicher der ungebrochene Mlle der Regierung zum deutschen Bekenntnis laut werde«."

Herr D. Traub erklärt dann allerdings, er selber habe trotz allem für die Regierungsvorlage gestimmt, aus dem ein­fachen Grunde, weil er sich sage, daß dl» Soldaten draußen sich unterschiedslos auch für ihn totschießen ließen. Wir brauchen kaum zu wiederholen, daß diese Logik schon deshalb völlig fehl geht, weil solche Folgerungen aus der Gleichen Wehrpflicht nur für das Deutsche Reich gezogen werden können, für das der preu­ßische Soldat ebenso wie jeder ander» deutsche Soldat kämpft, und in dem der gleichen Wehrpflicht fa längst das gleiche Wahl­recht entspricht' während nach demselben Grundsatz:gleiche

Pflicht gleiches Recht" in Preu^v ein abgestuftes Wahlrecht allein der Gerechttgkeit entsprich Die Logik des Herrn D. Traub würde genau so gut ein Leiches Wahlrecht in den Ge­meinden, ja, sie würde auch gleiches Recht, gleiches Gehalt usw. an der Front begründen. Schließlich stattet doch der dem Soldaten am besten seinen Dank ab. der die politischen Rechte in der Heimat so gestaltet, wie es dem Zweck und Wohl des Swa. tes, für dessen Erhaltung der Soldat kämpft, am besten entspricht.

Kritischer Edelmut.

Gewisse Blätter von einer bekannten Richtung fühlen sich wieder einmal veranlaßt, für britische Ritterlichkeit Reklame zu machen. Graf Reventlow bemerkt dazu: Zu den Dingen, die ebenfalls nicht vergessen werden dürfen, gehört die seinerzeit in einem deutschen Heeresbcrlch-e mttgeieilte Tatsache, daß die Bri­ten bei einem Tankangriff deutsche Gefang«ne vor einem ihrer Tanks dicht vorauszulaufen zwangen. Das sind nur so einige Ereignisse, die sich um ein Vielfaches vermehren ließen, um den britischen Edelmut in dasjenige Licht zu stellen, welches er ver­dient. Als Fregattenkapitän von Müller vor einigen Monaten ausgewechselt worden war und in Holland einem deutschen Be­richterstatter eine Unterredung gewährte, wußte er nichts von sportlicher Solidarität und Kameradschaft seitens der edlen Briten zu berichten. Sondern im Gegenteil von Rücffichtslosig- keit, ungeschliffener Mißachtung und von zweckbewußter Quälerei.

Wir können auch die letzte Ehrung, welche englische Flieger dem gefallenen Nichthofen svwieseif haben, nicht als echt ansehen. Die englischen und französischen Zeitungen sind voll davon und machen im gewohnten Sinne Edelmuts- und Ritterlichkeits. reklame. Sie verschweigen, und das ist schade, wie viele und wie große Geldpreis für denjenigen ausgefetzt waren, dem es ge­länge, Richthofen zu fällen. Es müssen hier tatsächlich enorme Bettäge in Rede gestanden haben. So erklärt sich auch der von englischen und französischen Zeitungen berichtete heftige und edle an der Leiche des Gefallenen: wer ihm die tödliche

beigebracht, wer fein Flugzeug zur Landung gezwungen ^rlbe. Die Fliegeroffiziere, welche den Helden begruben, waren alle glücklich: Geldgewinner. So gewinnt diese Szene ein über­aus widerwärttges Ansehen.

Angesichts der deutschen Offensive schrieb neulich der bekannte H. Bottomley, ein Freund von Lloyd George und in den brei­ten Massen besonders einflußreicher Mann, in feinem Blatte John Bull": Man könne nur wünschen, daß bald fünfzigtausend Deutsche auf britischem Boden landeten. Die britische Bevölke­rung sei nämlich knapp mit Schweinefutter und als solches könne man die Deutschen ganz vorzüglich brauchen. So etwas ist volkstümlich, weil es den Znstintten und dem Geschmack der bri­tischen Volksseele entspricht. Alles andere ist Mache, wobei aller­dings bereitwillig anerkannt sei, daß diese Mache geschickt zu sein pflegt, meist auch würdevoll und vor allem fromm.

Vom Felde

der Ehre.

Fricdbcrg. Gefreiter Georg Jh l e fe l d, be! einer Kraftfahrectruppe im Westen, Sohn des Sattlermeisters Jhlefeld, wurde zum Unteroffizier befördert.

Ober-Rosbach. Musketier H. Schmidt erhielt am 28. April das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

Ans dev Heimat.

Eingesandt. Wer schickt in Nesen Frühlingstage« öfters etwas von feinem Blumenüberfk Je in die ihm benachbarten

S.

FO. Dom Main, 5. Main, 5. Mai. Ein neuer Schiffstyp lief vor einigen Tagen von Frankfurt am Main den Main hin­auf nach Bamberg, nämlich das GütermotorfchiffRoris", 300 Tonnen groß. Dasselbe ist von Eisen und mit eigenen 130 PS. starken Motoren ausgestattet, die es ihm ermöglichen, aus eige­ner Kraft zu fahren und noch dazu 2 Kähne zu schleppen. Das Schiff durchfuhr die Streck» von Frankfurt bis Bamberg in 70 Stunden, also weit schneller als Kettenboote. Das Schiff ist Eigentum der Donau-Mafn.Rheinfchiffahrts-Gesellfchaft Rürn- berg. Weitere Fahrzeuge dieser Art find im Bau.

Aus Starkeuburg.

FC. Biblis, 8. Mai. Gestern abeM> wurde an der Bahn- hofsfperre dahier durch die Feldgendarmevie ein in Frankfurt am Main bedienstete» Mädchen festgeirommen, wobei sich bei der Revision ihres Gepäckes 78 Eier, sowie ei« Schinken vor fand. Die Lebensmittel wurden beschlagnahmt.

AuS Rheiuhessea.

FO. Mainz, 8. Mat. Die Leiche de» 46jährigen Oberpost- fchaffners Harth von hier, der kürzlich aus gekranktem Ehr­gefühl in dem Main sich ertränkt hatte, wurde gestern gelandet.

|r- FO. St Rhettchesse», 3. Mai. Infolge der kühle« Wittes runy find die Erträgnisse der Spargelernte bisher weit hinter dem Durchfchaittsertrag früherer Jahre zurückgeblieben.

FC. Flörsheim. 3. Mai. Im Alter von 72 Jahren verstärk, hier nach langem schweren Leiden der Beigeordnete Iohan» Adam 3.

FO. Vom Taunus, 3. Mai. Der Bürgermeister Philipp Ehrtstian Gros in Neuhof ist im Atter von 76 Jahren gestor­ben, nachdem er länger als 30 Jahre'die Verwaltung der Ge- meinde geführt hatte.

FO. Bierstadt, 5. Mat. Die Erasnutzung der Graben und Woge wurde gestern ausgeboten. Sie erbrachte den märchen­haften Preis von 4984 Mark. In der Friedenszeit kam dies« Grasnutzung höchstens auf 350 Mark.

FO. Wrilburg. 5. Mai. Die über 80 Jahre alte Jnfassi» des Altersheims, Minna Kögler geborene Mai, stürzte sich vom Kirchofsfelfen ab, wobei sie den Tod erlitt.

FO. St. Goarshausen, 5. Mai. Der Schleichhändler Grü- öer, dessen Verhaftung vor einigen Tagen am hiesigen Bahnhof erfolgte, wurde zu feiner Aburteilung in das Landgerichts- gefängnis nach Wiesbaden, überführt.

FO. Ass Nassau, 5. Mai. Der Maler Wilhelm Thielmann in Willinghausen im Schwalmgrund erhielt auf Grund feiner künstlerischen Leistungen den Professortitel. Thielmann stammt aus Herborn, besuchte das Lehrerseminar in Usingen und wirkte einige Zeit als Lehrer in Anspach i. T.

Ans Kurhessen.

FO. Cassel, 3. Mai. In der gestrigen Stadtverordneten- sitzung wurde die Mitteilung gemacht, daß Geheimer Kommer­zienrat Henschel der Stadt eine weitere Schenkung für die Er­richtung der Entbindungsanstalt Sophienhaus in Höhe von 200 000 Mark aus Anlaß der Geburt einer Tochter des Eeschenk- gebers gemacht hat. Oberbürgermeister Koch bemertte, daß be­reits frühere Henscheljche Stiftungen für den gleichen Zweck 500 000 Mark betragen haben, so daß unmittelbar nach dem Friedensschluß zur Errichtung eines Wöchnerinnenheims ge­schritten werden könne.

FO. Ass Kurhessen, 5. Mat. Der zum Landeshauptmann in Hessen gewählte Landrat von Gehren ist fett 1695 Landrat de» Kreises Homberg, dessen Steve sein Vater beretts tnnehatte. Man sieht ihn ungern scheiden. Herr von Gehren steht im 53. Lebensjahre und ist feit einer Reihe von Jahren Landtags- abgeordzreter des Wahlkreises Homberg-Ziegenhain-Fritzlar.

Gingelandt.

Der Lebensmittel-Ausschuß wurde im Jahre 1916 errichtet, als die Zustände unhattbar geworden waren und das System des ftüheren Bürgermeisters vollkommen versagte. Inzwischen haben die behördlichen Maßnahmen und die öffentliche Bewirt­schaftung eine viel größere Ausdehnung erfahren, find schärfer und eine Menge weiterer Lebensmittel sind rationiert: es sei nur auf Milch. Kohlen, Kaffee, Kartoffeln hingewiesen und fol­gen wohl auch wettere Arttkel. Hinsichtlich der Ausgabe der Karten und Verteilung ist Friedberg nicht auf der Höhe^ die Bevölkerung wird bei uns viel zu viel belästigt, herum­geschickt und verärgert. Brot- und Zuckerkyrten usw. gibt es auf der Bürgermeisterei, Fleischkarten bei der Polizeiverwal- tung, Milch über den Pferdeställen, Kohlen und sonstiges Heiz­material auf dem Gaswerk, anderes wieder bei dem Lebens­mittel-Ausschuß: wie viele unnötige Gänge werden hierdurch verursacht und die ohnedies meist überreizte und aufgeregte Be­völkerung zu überflüssigen Laufereien gezwungen. Bet dem großen Mangel an Schuhwerk sollte man jeden überflüssigen Weg zu ersparen suchen. In anderen Städten ist die Sache ein­heitlich geregelt und man bekommt alle notwendigen Karten in einem Gebäude, meist in demselben Zimmer. Mit den Bekannt­machungen sind wir ebenso rückständig. Es steht die ganze Seite einer Zeitung oft voll wenn es noch fo wenig gibt, die Bekannt­machungen gehen aus von dem Bürgermeister i. V., von dem stellvertretenden Bürgermeister i. A. von der Ortskohlenftelle usw. Anderwärts wird von einer Stelle aus bekanntgegeben, was es in der ganzen Woche gibt, und nur in besonderen Fällen, bei leicht verderblichen Gegenständen, erfolgen Sonderbekannt­machungen.

Es liegt im dringenden Interesse unserer Bevölkerung hier möglichst rasch Mandel zu schaffen und Verbesserungen herbei- zuführen, das zweckmäßigste wäre, alles in einer Hand zu ver­einigen und einem der drei Beigeordneten die Leitung z« übertragen, der seine ganze Arbeitskraft der Sache zu widmen hatte. Der Lebensmittel-Ausschuß wäre aufzulösen und aw dessen Stelle ein Lebenrmittelamt oder Krieaswirtfchaftsamt zu errichten. Sollte sich wider Erwarten keiner der drei Herren Beigeordneten bereitfinden lassen, dieses Amt zu übernehmen, so wäre die zwingende Notwendigkeit gegeben, sofort Schritte zu tun, um eine Aenderung in der Verwaltung herbeizuführen, denn die Versorgung der Bevölkerung und Vermeidung von Er­regung sind die wichtigsten Aufgaben die z. Zt. die Stadtverwal* tungen zu erfiillen haben. £

AriieiisiilMailMtt

desRreisarbcitsrmchwcilr« u. K Silfsditnstmel-eKrUe Frirdber».

Offene Stellen.5

1 Arbeiterfamilie, 1 Knechte familie, 1 Kutscher, 1 Melker» chrling. 1 Schmied. 1 Bäcker, 1 Müller. 3 Schremer, 2 Heizer.' Hausburschen, 7 Dienstmägde. 1 Melkerin, 2 Haushälterinnen- Köchin, 7 Hausmädchen. 3 Küchenmädchen.

Stellensuchen des

Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 2 tüchtige Melken innen in einen Stall, 1 Verkäuferin, <16 jährige Mädchen in rößere Landwirtschaft.

Verantwortlich filr den politischen und lokalen TeK: O t t Hi rs ch el . Friedberg: für den Anzeigenteil: R. A e y n e Fiiedbwg, Druck und Verlag derReue» Tageszeitung^ ~ ' v ^ % QL Sriedbera t fla*