Ausgabe 
7.5.1918
 
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fahr eures .wetzen JÄedeas" (patz KaMF oöemrk. M soll natürlich die überwältigende Artillerie der Verbände Q& kichrnt und durch häufige Erzählung von deutschen Greuel« die Kriegslust rege gehalten werden. Es ist bekannt, daß es die französische Werbestelle vor Beginn des Angriff für nötig hielt, die Erwartungen von Heer und Flotte auf die amerikanische Hilfe zu dänrpfen, daß aber jetzt wieder nach dem Erfolge des deutschen Angriffs mit allen Mitteln die übertriebenen Hoffnungen auf die amerikanische Hilfe als das Wunder, das Frankreich allein noch retten kann, erweckt werden.

m stampf. Nr M mcktt*. daß wir dtz voychewiM» $m ©o tu vertriebe«, das i» außer« Künde fi«L

Wir sind an den Sitz des KEfats gekommen, »m von der Türkei und den Verbündeten die Anerkemrmrg der Unabhängig kert des Nordkaukasus zu erlangen. Unser Wunsch ist. in inniger Einigkeit mit der Türket zu lebe». Vorgestern stittteteu wir dem Großwefir, dem Kriegsminister Erwer Pascha und dem Marine­minister Dschemal Pascha Besuche ab. Wir find von diesen Zu­sammenkünften sehr befriedigt. Die großen Hofinunyen, die wir für die Zukunft hegten, find dadurch bestärkt worden.

Irland m»d England.

London, 6. Mai. (WB.) Reuter. In einer Vroieswer- sammlung in East Mayo gegen die Einführung b?v Dienst- & er t 15 000 Menschen beiwohnten, sprachen der Füh­rer der irischen Nationalisten Dillon und der Führer der Sinnfeinpartei de Dalera von derselben Plattform. Dillon ermahnte die Iren, sie sollten nur noch zwei Monate einig sein, dann würden sie über die Dienstpflicht, die nach seiner Neberzeugung zum Sturz der Negierung sichren würde, den Sieg davontragen. Wenn sie ihren inneren Zwist nicht ruhen ließen, würden sie nur dem Militär in die Hände arbeiten. Dillon betonte, daß die katholische Kirche sich an die Spitze der Bewegung stellen müsse, de Valera erklärte, daß seine Anhänger zwar die Nationalisten in ihrer Oppo- sitwn gegen die Dienstpflicht unterstützen, aber deswegen doch den Kampf gegen den nationalistischen Kandidaten in den Ersatzwahlen in East Cavan nicht aufgeben würden Dre Srnnfeinpartei erkenne nur die Stimme der Wähler m Lrmenck an.

Neue Unruhen in Irland.

Basel, 6. Mar. SHveizerrsche Zeitungen bringen Mel­angen von neuen Unruhen in Irland. Obwohl der un- mrttelbare Drahwerkehr England-Irland politisch so gut l| " 1, toir6 die Verhaftung von mehr als 200 polrnschen Führern Irlands in der englischen Presse bekannt gegeben.

French Dizekönig von Irland.

Haag. 6. Mai Hollandsch Nieuws Bureau meldet aus Lon­don: Der König hat den Feldmarschall French zum Vizekönig von Irland ernannt, anstelle des Lords Wimborne, der be­kanntlich demissioniert hat. Shortt wird Minister für Irland »»stelle von H. E. Duke, der zum Oberstrichter an dem Gericht für Irland ernannt wird.

Vordtthmid haben die Waffen das Wort".

Berkiu, 4. Mai. (WB.) Der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Freiherr von dem Bussche-Haddenhausen gewährte einem Vertreter von W. B. eine Unterredung, in der er u. a. sagte:

Lord Robert Cecil hat. es für nötig besimden, sich einen Vertreter des Reuterschen Büros kommen zu lassen, um sich ihm gegenüber über eine angeblich bevorsteherlde Friedensoffensive Deutschland zu äußern. Seine Aeußer- ung muß, wie alle Aeußerungen englischer Staatsmänner, in erster Linie nach den innerpolitischen Verhältnissen Englands und seiner Bundesgenossen beurteilt werden. Es ist bekannt, daß die Erfolge der deutschen Waffen im Westen, die noch keineswegs ihr Ende erreicht haben, bei der Ent­ente einen gewaltigen Eindruck hervorgerufen haben. In England ist man sich in weiten Kreisen darüber klar, daß die Entente schon mehrfach den psychologischen Moment zu ernem Friedensschluß verpaßt habe. Die Schuld daran wird den Regierungen der Weltmächte in die Schuhe ge- schoben, die sich imperialistische Eroberungsziele gesetzt haben Cecils Aeußerung ist das neueste Mittel, mit dem die Ententestaatsmänner das Kriegsfeuer ihrer Völker, deren Glauben an die Gerechtigkeit ihrer eigenen Sache Kn Schwinden ist, anzufeuern suchen. Vorderhand haben die Waffen das Wort. Es gilt, den Vernichtungswillen unserer Feinde gegen unsere Existenz und gegen unsere Unversehrt­heit mit hartem Eisen zu brechen. Gewaltige Erfolge haben wir erreicht und wir blicken mit festem Vertrauen auch in die Zukunft.

Berlin, 6. Mai. (WB.) Die aus Amsterdam verbreitete Meldung englischer Blätter, wonach ein Holländer rm Auf­träge des Staatssekretärs v. Kühlmann einer hochgestellten Persönstchkeit der englischen Regierung bestimmte Friedens­vorschläge gemacht habe, beruht aus völlig freier Erfindung. Die an die Meldung geknüpften Schlußfolgerungen der eng­lischen Presse erledigen sich dadurch von selbst.

Der Kaiser an de« Handelslag.

dmch mrtttmkfche Maßnahmen weiteftgHe«) W

schütze«.

Besonders ««Hassende Vorbereitungen erforderte mrttttliD vte Sorge für den Abtransport des Getreides. Als Hauptwe« dafür kam zunächst in Betracht die Verftachtung mit Seeschiffs nach Rumänien, von dort weiter über die Donau und über de« Landweg. An zweiter Stelle die sogenanntetrockene Grenze- Lurch Oesterreich-Ungarn und das deutsche Operationsgebiet. Demgemäß wurde für die Fahrt durch das Schwarze Meer der nötige Schiffsraum zur Verfügung gestellt und ein minenfreier Weg geschaffen. Bereits Ende März konnte die deutsche Flagg« sich in Odessa zeigen. Auch für Cherson, Datum und Nikolajem ist die Schiffahrt bereits ermöglicht unter einheitlicher Leitung von Braila aus. Für den Weitertransport über die Donau und den Landweg stehen uns die reichen Erfahrungen zur Verfügung, die beim Abtransport der rumänischen Getreideernte im Jahre 1917 gesammelt wurden. Auch die Umladung der Warenvov- räte von bet russischen Weit- auf unsere Normalspur ist bereits vorbereitet Unseren Bemühungen ist es fernerhin gelungen. Oesterreich-Ungarn zur Uebergabe der wichtigen BaLnktteck^ von Kowel nach Eolowy zu veranlassen, wodurch erreicht wurde, daß dre Strecke KiewKowel unmittelbar in das deutsche In- te resse »gebiet hineinführt. Auf diese Weise stehen uns jetzt vier Wege zur Verfügung. In Kiew,isi ein Vertreter des Feldeisen, bahnchefs eingesetzt, der das ganze ukrainische Eisenbahnwesen und die Binnenschiffahrt nach den Weisungen der deutschen Obersten Heeresleitung einheitlich regelt. Große Schwierigkeiten bereitet noch der Kohlenmangel in der Ukraine. Das von uns nunmehr besetzte Donezgebiet kommt für die Förderung von Kohlen erst in einigen Monaten in Betracht. Oesterreich-Un. garn ist aber bereits jetzt auf deutsche Lieferungen angewiesen, also mußte auch hier wieder Deutschland mit seinen Gruben- schätzen einspringen. Durch Einschränkungen an anderer Stelle ist es gelungen, den Bedarf in der Ukraine für die nächsten Mo­nate sicherzustellen. Blieb noch die einzige Gefahr, die russische Schwarzmeerflotte, die sich keinem Willen fügte und die Feind- seligkeiten gegen uns eröffnet-. Indessen ist es nunmehr ge- lungen. auch sie unschädlich zu machen. Nur die bolschewistischen Großkampffchiffe sind von Sewastopol entwichen, es besieht in­dessen die Hoffnung, auch sie bald wieder schachmatt zu setzen.

Berlin, 6. Mai. Der Hetmann Skoropadski hat erneut ein« anderthalbstündige Unterredung mit dem deutschen Botschafter Fchr. v. Mumm in Kiew gehabt und hat dabei Zusicherungen abgegeben, die. wie erklärt wird, vom deutschen Standpunkt aus als befriedigend anerkannt werden können. Sie beziehen sich auf die zukünftige Einhaltung des Brest-Litowsker Frtedensoer- träges und auf die Abweisung jeder großrussischen Tendenz.

Deutscher Reichstag.

Die Derstandlgung mit Holland.

,, 6- Mai. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung"

.chrerbt: Das Verhalten einiger niederländischer Zollämter an unserer Grenze gab seit längerer Zeit in verschiedenen Richtun- gen zu Klagen Anlaß. Neuerdings waren Zollbeamte dazu tibergegangen, deutschen Neisenden. die aus Hollai«» nach Deutsch, land zurückkehrten, Kleidungsstücke unter der Begründung weg. zunehmen und zurüchubehalten. daß diese Sachen in Holland eingekaust seien und entgegen dem Ausfuhrverbot über die Grenze gebracht werden sollten. Die Angaben der Betreffenden, in denen sie darlegten. daß sie die Kleider schon vor der Reise in Deutschland besessen hätten, blieben wirkungslos. Die darauf erfolgten Beschwerden über dieses Verfahren sind von amtlicher deuycher Seite unverzüglich bei der niederländischen Regierung zur Sprache gebracht worden und haben, wie wir hören, dazu geführt, daß die Rückgabe der weggenommenen Gegenstände zu­gesagt worden ist. Wer in der gleichen Sache noch Beschwerden vorzubrmgen hat. wird gut tun. den Fall unter Angabe der er­forderlichen Einzelhetten dem Auswärtigen Amt oder dem Kai- ferllchen Gesandten im Haag baldigst zur Kenntnis zu bringen.

Die Krone Finnlands.

r , b. Mai. Zu der Meldung von Verhandlunl

über die Uebernahme der Kömgskrone Finnlands durch i geraog Adolf Friedrich von Mecklenburg berichtet e Heffmgforser Drahtung, daß Herzog Adolf Friedrich sich - Annahme der Königskrone bereit erklärt habe.

Anderen Meldungen aus Helsingfors zufolge tritt m mei) t d,e gesamte dortige Presse für die Einführung l Monarchle in Finnland ein.

ffine kankOche Abordnung in KMMügjl,

. «-nst-nlinopel. 27. April. (MTB.) (Verspätet überm reit.) Dle tn Konstanlinopel im Namen der nationalen Reg rung Ciskaukasiens eingetroffene Abordnung erklärt der Te graphenagentur Milli u. a. Folgendes über die Lage im Kau' sus. Rordkaukasus gibt es insbesondere zwei Parteien. ! Sozialisten und die Nationalisten. Die Sozialisten bilden'ei «eine Minderheit. Dennoch verhinderten anfangs ihre Zu erne rasche Besserung der Lage, die aber bald eintrat. Gege wartig besteht in jeder Provinz des Nordkaukasus eine nati nale Regierung, die aus eingeborenen Elementen zufamme gefe^. l«t und die Entwicklung der inneren Angelegenheiten d Provinz sichert. Diese vereinigten Regierungen bilden die R ßtetung des Nordkaukasus. Der Zenttalausfchuß der Regiere des Nordkaukasus besteht aus sieben Personen. Sein Sitz w bis in die letzte Zeit Wladikawkas. Infolge der Kämpfe, die dieser Gegend mit Kosaken und Bolschewisten begannen, wur er nach Trmur Khen Schure verlegt. Kosaken und Volschewistz wollen Slskaukafien nicht in Ruhe lassen und haben sich verc mgl, um gegen uns zu Smpfen. Eiskaukasien leistet dies, ^emdlrngen Widerstand. Zn jüngster Zeit kam er in Potrou

verttn. 5. Mai. (MTB.) Der Deutsche Handelstag rich- tele anläßlich feiner 40. Vollversammlung an Seine Majestät den Deutschen Kaiser und an Generalfeldmarschall von Hinden. bürg folgende Telegramme:

Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser. Euer Majestät brrngen die aus allen Teilen des Reiches versammelten Der. tveter von Deutschlands Jndusttie und Handel von neuem ehrfurchtvollste Huldigung dar. Der Frieden im- Osten und die gewalttgen Kriegserfolge im Westen lassen unsere Herzen höher schlagen und steigern unsere Zuversicht, daß Euer Ma­jestät uns bald zu völligem Siege führen werde. Daran wirtschaftlich und finanziell mitzuarbettrn, werden Jndusttie und Handel nie erlahmen."

Seine Exzellenz v. Hindenburg. Der Großtaten deut­scher Wehrmacht gedenken die Vertteler von Deutschlands In- dusttie und Handel in ttefer Dankbarkett. Unerschütterliches Vertrauen hegen sie za Euer Exzellenz und bitten versichert zu sein, daß die Heimat in ihrer Arbeit nicht Nachlassen will, ihren Schützer: zu helfen und sich ihrer würdig zu erweisen."

Hierauf gingen die folgenden Telegramme ein:

Herzlichen Dank sür den neuen Huldigungsgruß. Die letzten Monaten haben uns Erfolge gebracht, die die Weltent­wicklung der nächsten Jahrzehnte wefentlrch beeinflussen wer­den. Sie begründen den Anspruch auf einen starken Frieden, der dem sieghaften deutschen Handel neue Wege bahnen wird und den großartigen Leistungen unserer Jndusttie volle Eni- wicklungsfteiheit eröffnet. Die Opfer an Gut und Blut, die ich mit allen Kreisen unseres Volkes ttef empfinde, dürfen nicht vergeblich gebracht sein. Darauf haben Arbeitgeber und Arbeitnehmör gleichmäßigen Anspruch. Die Verhandlungen des Deutschen Handelstages verfolge ich mtt herzlichen Wün­schen. Der Versammlung meinen kaiserlichen Gruß.

Wilhelm I. R."

.,Den Vertretern deutscher Industrie und deutschen Ha«, dels meinen Dank für den Ausdruck des Vertrauens und für ihr Gelöbnis treuer Arbeit. Wenn das ganze deutsche Bott einhüllich zusammensteht, so wird uns ein Frieden beschert werden, der Handel und Industrie zu neuer Blüte führen m von Hindenburg."

Wtr die Gklreidklikfernngen ans der Ukraine

wird folgendes mttgeteilt: Bereits am 13. September 1917 wurde mit den dazu erforderlichen Maßnahmen im Einverneh­men mit den zuständigen Reichsstellen begonnen. In erster Linie war ein minenfreier Schiffahrtsweg durch das Schwarze Meer herzustellen, dann war die Transporffrage zu lösen und endlich ein Organ zum schnellen und billigen Ankauf von Lebensmitteln in der Ukraine zu schaffen. Dieser letzten Aufgabe unterzog sich das Reichswirtschastsamt, indem es unter Inanspruchnahme erfahrener Händler und einheimischer Kaufleute eine für beide Mittelmächte gemeinsame Einkaufsstelle aufbaute, so daß die Ge­fahr eines Gegeneinanderarbetten» der beiden verbündeten Länder auf diesem Gebiete ausgeschlossen wurde. Die erste Aufgabe dieser Kommission. bof Getreide in der Ukraine «chW

59. Sitzung vom 6. Mai.

Am Bundesratsttsch: Freiherr von Stein.

Vizepräsident Dr. P aas che eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 15 Minuten und gedenkt vor Eintritt in die Tagesordnung des heutigen 36. Gebuttstages des deutschen Kronprinzen.

Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Be- vatung des Haushaltes des Reichswirtschäftsamtes.

Abg. Hoch (Soz.): Das bisherige System des Vorherrschens bestimmter Kreise hat immer die Verwirklichung des Grund- satzes freie Bahn dem Tüchtigen verhindert. Durch die Ueber- macht Einzelner wurde das Emporkommen des tüchtigen Rach- wuchfes behindert. Durch den Krieg ist der Mittelstand in vor- her ungeahnter Weise niedergeschlagen worden. Unser Beam­tenorganismus ist im Krieg vollkommen zusammengebrochen, in wirtschaftlicher und sozialer Beziehung. Es mutz für besseren Schutz der Arbeiter in den Betrieben gesorgt werden. (Beifall bei den Soz.)

Staatssekretär Freiherr von Stein: Die Ausführungen des Vorredners haben erwiesen, daß man, von verschiedene» Gesichtspunkten kommend, sich in praktischer Arbeit zusammen­finden kann. Die Preise müssen von den Betrieben so gestellt werden, daß sie auf ihre Kosten kommen. Dabei erzielen die technisch besser eingerichteten Betriebe höhere Gewinne. Darin liegt nichts Unlauteres. Diese Gewinne aber, dem Reiche zuzu­führen, ist nicht Aufgabe des Reichswirtschäftsamtes, sondern der Steuerpolitik. Mit dem Vorschlag des Abgeordneten Hoch, zu den Arbeiten des Reichswirtschäftsamtes einen Reichstags. ausschuß zuzuziehen, bin ich einverstanden. (Selbstverständlich damit die Herren Parlamentarier immer mchr Einfluß bekom men. Die Schriftleitung.) Von dem Abg. W i l d g r u b e wurde die Verteilung von Druckpapier für den Buchdruck als unzürei- chend erklärt. Eine feste Verteilungsgrundlage muß geschaffen werden. Man darf nicht wahllos Vorwürfe gegen die Verleb lungsstelle richten und ihr nicht Aufgaben zumuten, denen sie nicht gewachsen ist. Es liegt der Reichsverwaltung fern, die kleinen Verleger schlechter zu behandeln als die großen.

Abg. K e i n a t h (Natl.): Es ist unerläßlich daß das Reichs- wirtschaftsamt in bessere Verbindung mit unseren diplomatischen Vertretungen im Auslande steht. Niemand kann wissen, wie unser Auslandshandel wieder aufgebaut werden soll. Es ist darum selbstverständlich, daß sich das Interesse in erster Linie dem Problem Mitteleuropa zuwendet. Wtr unterstützen alle Maßnahmen, die dazu dienen, Mitteleuropa zu einem möglichst leistungsfähigen Gebiete zu gestalten. Wir werden alle Frage« des Überseehandels mit großem Interesse verfolgen müsse«. An die Drohung mit dem Wirtschaftskrieg nach dem Krieg braucht man nicht allzugroße Befürchtungen zu knüpfen. Wtr, sind in der Beschaffung unserer Rohstoffe durchaus nicht so cch«, hängig vom Auslande, wie es dcrrgesttllt wird.

Abg. Schiele (kons.): Deutschland ist nienrals Konkurrent Englands, sondern sein bester Kunde gewesen^ Vorläufig werden wir uns in Ermangelung der Rohstoff« mit Ersatzstoffen begnügen müssen. Man sollte sich nicht olw Sosehr mit Valutafragen beschäftigen, deren Stand v«W Ausgang des Kriege- abhängt. Das Wesen der Ueber^ aanaswirtschaft muß die Erleichterung des UebergauM»