Ml-ger befördern kann, werden Ne beide» Heere« Adgeordwe» len. wenn sie auch keine Strategen find, sich nachträglich viel« leicht selbst sagen. Sie können sich dann noch weiter dazudenke«, daß sicher die Heeresleitungen der Leiden verbündeten Mächte in der jetzigen Kriegsphase ebenso übereinstimmend Vorgehen, wie dies bisher immer der Fall gewesen ist. Es ist gar kein Grund, warum es anders sein sollte."
So weit das der österreichischen -Negierung nahestehende Vlatt. Es ist indessen kein Zweifel, daß man in Deutschland den -Angriff an allen Fronten erwartete, als es am 21. März die Offensive in Frankreich ergriff. Dies ging auch aus dem Telegramm Kaiser Wilhelms an Kaiser Karl hervor, in dem er ausdrücklich den Angrif auf allen Fronten als die beste Antworten auf die Anwürfe des französischen Ministerpräsidenten Elementen« (gegen Kaiser Karl) bezeichnet. Kaiser Karl erwiderte aber: die beste Antwort sei die Sprache seiner Kanonen im Westen. Die Italiener wie ihre Verbündeten lasen aus dieser Antwort heraus, daß Oesterreich-Ungarn nichts weite: mehr in Italien noch in Mazedonien unternehmen wolle. Hieraus erklärt sich auch die Dreistigkeit, womit Minister Orlando die Absendung italienischer Truppen nach Frankreich ankündigte. Die französische wie die englische Presse zogen ihrerseits hieraus den Schluß, daß Deutschland aus wettere Hilfe seitens Oesterreichs nicht mehr zu hoffen habe.
Trotzdem — so schreibt der Deutschland wohlgesinnte „Westungarische Erenzbote" — wird durch die österreichisch-ungarische Aufstellung an der Piave und Brenta die italienische Armee abgehalten, ihren Verbündeten eine ausgiebige Hilfe zu bringen. Es sei auch noch nicht ausgeschlosien. daß von österreichischer Seite die Offensive gegen Italien ergriffen werde. „Die Zurüstungen zu einer solchen werden auch beständig fortgesetzt. Es ist feit militärisches Geheimnis, daß beständig Truppen und Kriegsmaterial nach dem italienischen und dem südiiroler Kriegsschauplatz geschafft werden. Auch ist dort der Geschützkampf beständig im Gange. An dem vollen Ernst, auch diesen Strauß noch auszufechten, fehlt es durchaus nicht. Und es fehlt auch nicht an jenen Stimmen, die zu einem solchen Angriff raten und treiben Sie stehen auf dem Standpunkt, daß Oesterreich-Ungarn noch zu zeige« habe, daß es mit Italien, diesem alten, verhaßten Geginr. allein fertig werden könne. Nur wenn das gelinge, sagen sie. werde der Eindruck in Italien ein bleibender fein und den Herren in Rom die Lehre beibrlngen, daß jeder Krieg gegen uns aussichtslos fei. Und nur an dieser blutigen Lehre würde der Jrredentismus sterben. Bleibt es bei dem bisherigen Endeindruck, daß Oesterreich-Ungarn der Hilfe Deutschlands bedürfe, um Italien niederzuwerfen, so wird sich nach diesem Kriege der italienische Trotz nur um so kühner erheben und man wird in Italien darauf lauern und dahin arbeiten, daß wir tOesterreich-Ungarn) einmal ohne Verbündeten bestehen. Käme solch ein Augenblick, hätten wir auch sogleich einen neuen italienischen Krieg."
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Die Italiener dürfen Prügel kriegen, so viel ste wollen, sie btl. den sich doch ein. daß sie der Oesterreicher Herr werden. Unter dem Gesichtspunkte, solchen Glauben bis in die Wurzeln auszurotten und die Grundlagen für einen dauernden Frieden zu schaffen, wäre ein neuer Angriffskrieg gegen Italien sicherlich z« rechtfertigen. Aber der Wille hierzu scheint nicht bloß infolge der Treulosigkeit der Tschechen, der bösen inneren Wirren und. wie die „Bayerische Landeszeitung" mit Recht bemerkt, einer schwankenden Unterrockspolitik schwach geworden zu sein. Die Deutschen werden übrigens mit den Feinden tm Westen allein fertig werden.
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> Was heuWage a»ks ««gtdöiea wirb.
' Man schreibt der ^Wahrheit" aus Köln:
Als langjähriger Leser Ihrer geschätzten Zeitung gestatte ich mir, Ihnen etwas über „Eusittn". das in den „Bildern vom Tage" laut Anlage in aufdringlicher Weife zur Stillung von vorzeittgem Hunger- und Ducstgefühl sowie für Raucher zur Tabaküberwindung angepriesen wird, zu berichten. Als starker Raucher, der unter der jetzigen Tabaknot sehr leidet, holte ich mir in der hiesigen Glocken-Apotheke das Wundermittel. Ich erhielt in schöner Papiervcrpackung mit vielen aufgedruckten Empfehlungen von Feldärzten usw. eine Blechdose (Größe einer Wichsschachtel) mit etwa 40—50 zementähnlichen, malvenduften, den Tabletten für M 2.75 und versuchte gleich. Hunger. Durst und Tabakverlangen damit zu stillen. Der widerliche Geschmack des Erzeugnisies sowie die negativen Ergebnisse veranlaßten mich aber bald, davon Abstand zu nehmen und zu bedauern, für das Geld keinen wirklichen Tabak, wenn auch in Apothekergaben. oder eine Pfanne Bratkartoffeln gekauft zu haben. Ich bin überzeugt, daß man mit einfachen sauren Karamellen, einer Zitronenscheibe oder einer Backpflaume oder Nordhauser Kautabak ganz andere, jedenfalls zufriedenstellendere Erfolge erzielt. Wie manchem mag die schöne Anzeige einen gründlichen Hereinsall gebracht haben. Der Doscndeckel ist mit der Anlage, wonach Dr. „Ehrlich" u. Leer. Berlin N 4. Hersteller sind, überklebt, und zeigt nach Entfernung des Aufgeklebten. daß sich vorher Goedeke u. Ec.. Chem Fabrik. Leipzig-Berlin 9t. 4, mit der Herstellung befaßt haben. Verkaufspreis M. 2.—. der Sprung von M. 2.— auf M. 2.75 ist wohl durch die neuen Anzeigen veranlaßt worden. Dabei dürfte der Inhalt einen Herstellungswert von 10 Pfg. höchstens haben. Die Sache grenzt meines Erachtens an den berüchtigten Dombastusrummel.
Die Drotralion.
In der Sitzung des Ernährungsbeirates des Reichstages, der am 26. April unter dem Vorsitz des Staatssekretärs v. Wal- dow tagte, wurde die Frage besprochen, ob am Schlüsse des Wirtschaftsjahres eine Kürzung der Brotration eintreten müsie. Rach eingehenden Referaten des Leiters der Reichsgetreidestelle. Unterstaatssekretärs von Gravenitz und des Unterstaatsstkre- tärs im Krlegsernährungsamt von Braun, der an den Wirt- fchaftsverhandlungen in Kiew bis in die letzten Tage teilgenommen hat, wurde Uebereinstimmung dahin erzielt, daß die Lage zurzeit noch ungeklärt ist. um eine so einschneidende Maßnahme zu beschließen, die sich möglicherweise später als unnötig erweisen könnte. Es toll daher abgewartet werden, wie sich die Abwicklung der Getreidezufubr aus der Ukraine in der nächsten Zeit vollzieht. Es find alle Vorkehrungen getroffen, um die von der Ukraine vertragsmäßig zugestcherten Getretdemengen. die ausreichen würden, um zusammen mit den eigenen Beständen der Retchsgetreidestelle unsere Brotversorgung in gleicher Höhe bis zum Schluffe des Erntejahres sicherzustellen, hereinzubringen. Einige Transporte sind bereits eingetcoffen: die Entwicklung in de« nächsten Wochen wird volle Klarheit bringen.
Dem §e!de
der Ehre.
Frledbergh Dem Leutnant und Kompagnieführer N ö d i n g wurde daj^E'lferne Kreuz erster Klasse verliehen. Herzlichen Glückwunsch!
Die Welthnngersnot.
In ungewöhnlich düsteren Farben werden in der Wochenübersicht des dänischen Blattes „Finanstidende" vom 24. April die Aussichten der Nahrungsmittelverforgung der Welt geschildert. Es heißt dort: Das ehedem so reiche Europa ist ein Ar. menhaus geworden. Die Gefahr, auf die wir schon im November 1916 htnwiesen. daß der Getreidevorrat der Welt mehr und mehr schwindet, bis Hungersnot herrscht und den Krieg aufhält, ist immer nähergerückt. Die Ernte von 1916 war schlecht, die vcn 1917 nahezu eine Mißernte, aber die Ernte von 1918 kann noch nicht einmal mit dieser Bezeichnung versehen werden. Sie kann zu einer Katastrophe führen. Selbst wenn das Ergebnis in Indien und Australien normal fein sollte, karm das Getreide infolge des Unterseebootkrieges nicht nach Europa gebracht werden. Amerikas Landwirtschaft ist vom Untergänge bedroht, da die Arbeitskräfte fehlen, und es kann eine Frage werden, wieviel für die Ausfuhr übrig bleibt. Die Ernährungsvsrhältniffe in England, Frankreich und Italien sind bereits beunruhigend schlecht. In diesen Ländern schwächt die Offensive die landwirtschaftlichen Arbeiten, ja hemmt sie vielleicht ganz. Die russische Kornkammer scheint nahezu leer zu sein und kann im besten Falle nur Kleinigkeiten an ihre nächsten Nachbarn abgeben. In Finnland und Rußland geht bereits jetzt der Hungertod feinen stillen Gang. Das Saatgetreide wird aufgegeffen und im Laufe des Sommers stirbt die Bevölkerung aus. Europa hat sich durch den englischen Liberalismus in einen furchtbaren Hinterhalt locken lassen. Es hat sich auf die Kornproduktion ferner Länder verlassen und hat sich im Vertrauen darauf eingerichtet, daß es stets Lebensmittel von seinen Lieferanten erhalten kann. Es nützt nichts, sich in Illusionen hineinzuleben. Das reiche Europa ist ein Armenhaus geworden, und draußen ist die Rechtssicherheit nicht groß. Es ist nichts zu bekommen, außer was die Not den andern zwingt, uns für unsere Erzeug- p.iffe zu geben. Und selbst die Not kann nur geben, was ste hat. Ls ist deshalb am klügsten, daß auch wir den Leibriemen anspannen und uns in Lumpen kleiden, um nicht zu viel Mißgunst zu erregen. Die Hungersnot scheint das einzige zu sein, was uns den Weltfrieden bringen kann, aber welcher Jammer wird dieser Friede sein. Ein Hungerfrieden, wo wir froh sein können, wenn wir unser schwarzes dänisches Brot noch haben. Wir stehen mitten in der Welthungersnot, und die größte Vorsicht ist notwendig, damit wir uns die Not vom Leibe halten.
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Aus der Heimat.
In
Wucherer'. „Die Halsabschneider". „Denen soll mau die Fenster einschlagen", „Wartet nur. wenn einmal der verdammte Krieg aus ist, wolley wir mit den Burschen schon verhandeln!" und lauter so gemeine und aufreizende Gespräche. Dann erzählt wieder ein anderer: „Ich habe der Frau, als ich die Kartoffeln hatte, eine Mark weniger gegeben als ausgemacht"; wieder ein anderer sagt: „Ich habe zweimal zu Mittag umsonst gegessen!** und so geht das Gespräch fort. Einsender glaubt nun im In- tereffe der gerechten Sache, man sollte die Landwirte und Er. zeuger auf dieses Gebühren von solchen Menschen aufmerksam machen und denen, die somit Wohltaten mtt Undank belohnen, unter keinen Umständen was abgeben und verkaufen, damit sie einmal zu einer anderen Meinung kommen, denn solche Ausdrücke hat der Bauer gewiß nicht verdient.
Aus Starkenburg.
Darmstadt. Verschiedene Diebe und Einbrecher wurden gestern durch die Polizei verhaftet, darunter ein gewisser L. Schuchmann und sein Genoffe Allweier, die verschiedene Hasen- und Hühnerdiebstähle ausgeführt haben und denen auch der Einbruch im Postamt in Heppenheim zur Last gelegt wird; ferner der I. Feldmann aus Griesheim, der verdächtig ist, dafelb.' einen Geldbetrag von 500 Mark gestohlen zu haben.
Groß-Umstadt. An den Pranger gehört die ca. 20 Jahre alte M. Knodt aus Groß-Umstadt, die dort bei einem Landwirt daselbst in Stellung war. im vorigen Frühjahr und Sommer 1917 sich nicht entblödet hat. mtt einem russischen, ebenfalls daselbst in Arbeit befindlichen Gefangenen fortgesetzt intimen Verkehr zu pflegen. Die Angeklagte wurde s. Z. durch einen Strafbefehl zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt, obwohl sie leugnete. Auf ihre Berufung hatte das Schöffengericht Eroß-Umstadt zu befinden und sprach die Angeklagte frei, da die alleinige Aussage des Gefangenen und eines weiteren russischen Kollegen von ihm za einer Verurteilung nicht ausreiche. Hiergegen hat nun der Staatsanwalt Berufung verfolgt, da weitere Belastungszeugen auftratrn. Die Sttafkammer verurteilte die Angeklagte zu einer Gefängnisfttafe von vier Wochen.
In Rimbach l. O. hat sich der bekannte Arzt Dr. Geist aus unbekannten Gründen in einem kleinen Teich ertränkt.
Aus Heffea-Nasiau.
FC. Wiesbaden, 1. Mat. Auf der Station Sindlingen- Zeilsheim stiegen im Dezember v. Z. im letzten Augenblicks kurz vor Abgang des Fruhzuges nach Höchst in aller Eile zwei Männer mit einem Schließkorb in den Packwagen. Ein zur Arbeit fahrender Einwohner von Sindlingen, der ebenfalls den Packwagen noch schnell wegen Ueberfüllung des Zuges bestiegen hatte,, unterhielt sich bis nach Höchst mit den beiden Reifegenof- fen, auch über den Inhalt des Korbes. „Wir haben uns ein paar Kartoffeln gehamstert", erwiderten die Beiden. Auf feiner Arbeitsstätte in den Farbwerken angekommen, erfuhr der Arbeiter, daß feinem Bekannten, einem Landwirt aus Okriftel, in der vergangenen Nacht ein Schwein aus dem Stalle gestohlen und unweit davon abgeschlachtet worden war. Jetzt fielen dem Sindlinger die beiden Paffagiere mit dem schweren Schließkorb ein. Er meldete den Vorfall und beschrieb den einen Mtttetfen- den. Diese Beschreibung paßte auf den in den Farbwerken ebeW- falls arbeitenden Schlaffer Johann Rollen aus Frankfurt am Main, der auch am vorhergehenden Tage nicht auf feiner Arbeitsstätte gewesen war. Bei einer bei Rollen vorgenommenen Haussuchung wurde das noch warme Schwein aus Okriftel, dem ein Vorder- und zwei Hinterschicken fehlten, gefunden. Rollen hatte sich heute dieserhalb vor der Sttafkammer allein zu verantworten, da fein Begleiter der große Unbekannte war Der Diebstahl selbst konnte ihm nicht nachgewiesen werden, er wurde aber als Hehler angesehen und erhielt wegen Hehlerei eine Gefängnisstrafe von neun Monaten.
FC. Vierstadt, 1. Mai. Der Schneidermeister Graf dahier wurde von feinem Fuhrwerk geschleudert, nachdem das Pferd des Magens scheu wurde und durchging. Er erlitt schwere Ver« letzungen an beiden Beinen.
FC. Nüffelsheim. 1 . Mai. Um der Spatzenplage zu begegnen, beschloß die Gemeinde für jeden Spatz, alt oder jung, drei Pfennig zu vergüten.
FC. Flörsheim. 1. Mai. Am letzten Sonntag wurde am Hellen Tage während des Hochamtes in einem Haufe der Hauptstraße eine Bettdecke gestohlen. Nachbarsleute sahen, wie der Dieb im Zimmer, gemütlich feine Zigarre rauchte, die Bettdecke über den Kopf schlug und das Haus verließ. Man ließ ihn ruhig Ziehen, in der Annahme, daß ihm die Decke gehöre oder er sie doch rechtmäßig erworben habe. Der Irrtum klärte sich bald auf.
FC. Oberlahnftei«. 1 . Mai. Der hier neugegründete Milch- fchafzuchttrerein besitzt bereits 200 Tiere.
FC. Aus Kurheffen, 1. Mai. Heftige Gewitter mit wolken- bruchartigem Regen gingen in der vorgestrigen Nacht in dem Merrathal zwischen Treffurt. Allendorf und dem Meißner nieder. Die Werra. Wohra und Frieda führen Hochwasser mit. Besonders schwer heimgesucht von dem Unwetter wurden die Dörfer Wiefenfeld und Sickerode. Die Feldfluren sind schwer mitgenommen. da die Waffermaffen die Ackerkrume mtt der Wintersaat und den frischgepslanzten Kartoffeln mit fortreißen. Auch in dem Dorfe Frieda hat das Hochwasser beträchtlichen Schaden angerichtet.
Abenheim. Wir erhalten folgend« Zuschnft:
Nr. 100 der „Neuen Tageszeitung" bringen Sie eine Notiz Wer meine Mühle (entnommen der „Frankfurter Volksstimme") die nicht der Wahrheit entspricht und diene Ihnen hiermit zur Berichtigung folgendes: Der Beamte der
Neichsgetreidestelle hat festgestellt, daß 1017 Sack Roggen und Weizen (und nicht 5000) für die Firma Krupp in Essen gemahlen wurden, Der Weizen wurde von der Firma Krupp in Essen ab Station Essen geliefert und das Mehl nach dort zurückgefandt. Woher die Firma Krupp den Weizen bezogen hat, ist noch nicht festgestellt, nach Auslagen der Firma soll er ans okkupierten Gebieten stammen. Ebenso ist es unwahr, daß ich 3000 Zentner Grieß ans Weizen, der dem Kommunalvcrband gehörte, hcrgestellt und zu hohen Preisen verkauft haben soll. Sämtlicher mir vom Kom- nrunalverband überwiesene ' Weizen und Roggen wurde zu 94% ausgemahlen und das Fabrikat dem Kommunal- verband angedient. Gleichzeitig bemerke ich Urnen noch, daß ich kein Pfund Weizen gekauft, oder mir auf Schleich- wegen beschafft habe.
Aus Rieder-Mörlen schreibt man uns: An alle Landwirts Oberhessens, besonders der Wetterau! Seit Januar, ganz besonders in den, letzten Monaten, wird der Schleichhandel mit Lebensmitteln, besonders mit Kartoffeln, sthr stark großtratter s aus dem Frankst,rter und dem angrenzenden preußischen Gebiet Homburg und dem Maintal betrieben. Im Gespräch und Verkehr mit den Bahnbeamten und Bediensteten ist man zur Ueber- -eugnng gelangt, daß von Stockheim Uber Nidda. Hungen, Eie. tzen. an den Bahnstationen der W-serbahn, sowie den dazwischen liegenden Nebenbahnen täglich S00 bis 400 Zentner Kartoffeln aus der Mstterau gebracht würden. Man würde es ja den Be- dürftigen, denen man es schon an den E-stcht-züg-n -nsieht, die auch nicht übermäßig ausgepackt haben, von Herzen gönnen, wenn sie dann nur in der Bahn ihre verbitterten und gehässigen Gespräche einstellen würden.. Einsender, der ln letzter Zeit mehrmals in der Bahn gefahren ist. sowie ander« Landwirte, mit denen er gesprochen hat. habe» die Wahrnehmung gemacht. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottck daß solche Hamster, die östers einen ganzen Bahnwagcn -oll- H j r (* e l . Fciedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyn er. lade», nichts weiter zu tun wisse», al, über die Erzeuger los- Fftedbecg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung",
Offene Stellen:
Hilfsdlenstpflichtige aller Berufe für besetztes Gebiet:
1 verdeiiateter Verwalter, 1 Melkerlehrling 3 Kutscher, 3 Fabritardeiler. 1 Arbeiterfamilie, 1 Knechtefamile, 3 Schreiner, 1 Hausdur.che. 1 Gutsschnued, 1 Heizer. 1 Bäcker, 2 Küchenmädcher^ 0 Hausmädchen, 3 Haushälterinnen. 1 Beiköchin, 1 Köchin.
Stellensuchende:
Mehrere Metterfamtlien und ledige Melker, 2 Melkerinnen in einen Siall, Fräulein für Büro.
IllVyiV rV* (jv* ***** “ I
zudonnern. Da fallen Ausdrücke wie „Die Dreckbauer«", ».Die
^ ,A. Gr, Kriedbera i A


