Wie Beschießung von Katt».
r ^nf, 2. Mai. Poincare und der Mitttärgouverneur von Parts besichttgten die Verheerungen, die die vorgestrige Fernbeschießung auf beiden Pariser Setneufern angertchtet hatte.
Paris. 1. Mai. (MTV. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Das große Geschütz hat wieder die Gegend von Paris beschossen. Drei Frauen wurden leicht verwundet
§1iu*? der Kirwer Uada.
. Die „Frankfurter Zeitung" veröffentlicht folgendes Pnvattelegramm aus Berlin:
Aus Kiew sind Nachrichten eingetroffen, daß sich in der Ukraine eine Staatsumwalzung vollzogen hat. Die Nada lst gestürzt worden von Bauerndeputierten, die aus dem ^ande nach Kiew gekommen sind. In Kiew haben sich zwischen den verschiedenen Richtungen Kämpfe abgespielt, bei denen sich die deutschen Militärorgane von jedem Eingriff ferngehalten haben. Die Bildung eines neuen Ministerium« ist im Gange und die an der Spitze der Bauerndeputierten stehenden Persönlichkeiten sind an den deutschen Botschafter herangetreten und haben ihm erklärt, daß auch sie den Frie- den von Brest-Lltowsk voll anerkennen und auf seinem Boden stehen.. Genauere Nachrichten über die Entwicklung der Dinge m Kiew und in der Ukraine liegen bis zur (Stunde nicht vor.
Die aus Kiew gemeldeten Verhaftungen von Mit- fr f ?l eren . Radaregierung durch die deutschen Militärbehörden sind wieder aufgehoben worden. Die Ver- hchteten sind wieder entlassen worden. Die augenblick- uchen Vorgänge bei dem Sturz der Radaregierung stehen rn keinerlei Zuscwimenhang mit den vorher erfolgten Verhaftungen.
Deirtlcher Reichstag.
Iw c. ®*& un 0 hatte sich noch mit der Vorlage des
Urbeltskammergesetzes zu beschäftigen. Die Redner Aba. Brandes (U. Soz.). Abg. Nowicki (Pole) Giebel (L^z.) treten noch mit wesentlichen Verbesserungsvorschlägen an die Vorlage heran und wünschen vor allem die Ver. vrndung der Angestelltenausschiisse mit der Vorlage. Da- gegen wenden sich Abg. Kuckhosf (Ztr.) und Dr. M a r g u a r d t (natl.). Sadann wird die Vorlage an eine Kommission von 28 Mitgliedern verwiesen. Es folgt die Mette Lesung des Haushaltes des Reichswirtschaftsamtes. Es wird beraten über allgemeine Fragen. Stillegung und Uebergangswirtschaft. wobei diese Fragen getrennt behandelt werden sollen. Berichterstatter des Ausschusses ist Avg. Hoch (Soz.). Abg. Dr. Mayer-Kaufbeuren (Ztt.) beschäftigt sich mit Fragen, der Uebergangswirtschaft. ebenso nach ihm Abg. Südekum. worauf die Weiterberatuna auf Freitag, 2 Uhr, vertagt wird. — Schluß 6 Uhr.
Das gleiche Wahlrecht im preußischen Laadlag abgelehnt.
Berl,«. Mal. (WTB. Nichtamtlich., Im «b-
Ncoldnetenßaus wurde heute der.sozialdemokratische An. trag aus Wiederherstellung des 8 3 der Regiernngsoor- l-ge. der das gleich- Wahlrecht vorfleht, mit 235 gegen 183 Stimmen bei vier Stimmenthaltungen abgelchnt s 3 der Kommsistonsbejchliisic, der ein Mehrftimme»:
Wurde in namentlicher Abstimmung mit 232 gegen 133 Stimmen, bei 2 Stimmenthaltungen angenommen.
Der Sitzungsbericht.
Dir zweite Beratung der Wahlrechtsvorlage wird sort. besetzt.
Abg. Dr. R e w o I b t (Freikonj.): Die frühere und die setzige EtPktsregierung trägt die Verantwortung dafür, daß in der letzigen Zeit die Wahlrechtsvorlage eingebcacht werden mußte Unsere Kampfer an der Front werden einen Ekel empfinden '“'J“ erfahren, daß hier Reden gehalten werden, wie wir sie vom Abg. Hoffmann gehört hoben, der in Zwischenrufen als Va° r «a lmi> H°ch®srräter bezeichnet worden ist. Die Linie be- ruft sich auf die Zulage der Krone. Die Sozialdemokraten haben keinen Recht, dre Krone für sich in Anspruch zu nehmen W,r haben als Monarchisten ein Interests daran, daß der Trä- ger der Krone rn besierer Weife in di-,er Sache beraten wird als es nach unserer Auffastung bisher der Fall ist. Di- Reaie-'
"f," Sant> l aa aUfB,en ’ 06et iä> warne davor, daß darüber hinaus e.n Druck auf die Wähler geübt wird. Freilich
Im "m bei Snt ' d, l’ ^ but * eine Auflösung eine große polt.
H"0orgerufcn werden würde. Wir Hallen die Auflösung und Neuwahlen während des Krieges für eine Ost°rb°tfchaft ist die Zusage gegeben worden daß der der Neuordnung des Wahlrechts auch die Wähler di- jetzt ,m Feld stehen, mitraten und mittun sollen. Die Regierung beruft sich auf di« Staatsnotwendigkeiten Fch kenne nur -,ne Staalsnotwcndigkeit, das ist die Erhaltung und Fori- sü daVd e^d""^^ Etaatswesens und wir sind nicht da.
Vizepräsident des Staatsminifleriums Dr. Friedbera^ Was die Frage der Auflösung betrifft, so würde es auch bie S?e?‘mm ß für nicht im Interesse des Landes erachten wenn zur
die Regierung überhaupt erst Stellung nach der dritten nehmen wird. (Hört. hört, und Zuruf- von ^n unkb- £& ia S u yT : ^ anMI > Inzwischen kann wohl -ine C 18 “ 10 noch möglich sein. Das hat ja fchon der Ministerpräsident angedeutet. Wir haben ein bestimmtes m ä Tp
*?7* t J Ber0 * Ä Dalf - - ö * nB t-egt eben der große Uv. ^77' R-woldt hat seinen B-r-chmmgev Wer da«
Pluralwahlrecht eine einzige Wahl zugrundegelegt. Ich be- dauere außerordentlich, das uns hier Erfahrungen fehlen. Ich mochte aber «mregen, daß einmal hier das Ex-mp-l mit dem Pluralwahlrecht gemacht werde. Dann würden seine jetzigen Anhänger vielleicht anders darüber denken. (Beifall links.)
Abg. Kardorff (bei keiner Partei): Die Ausführungen, die ich zu machen habe, sind der Grund des Ausfcheiden, au, meiner Partei, an der ich mit allen Fasern meines Herzens ge- hangen habe Ich bin ein unbedingter Gegner des gleichen Wahlrechts Ich bin aber trotzdem bereit,- unter der Daraus- fetzung wirklicher Kauielen, auf den Boden des gleichen Wahl, rechts zu treten, weil ich es für unabwendbar halte. Ich erblicke meine Aufgabe darin, dem Lande in großer schwerer Zeit zu meinem Teile gute Dienste zu leisten.
Abg. Dr. Otto- Eöttingen (natl.): Namens eines großen Teiles meiner Freunde erkläre ich. daß wir au, dem Boden d-s gleichen Wahlrechts stehen. Wir werden zu unserer Haltung insbesondere durch die königlich- Botschaft veranlaßt, die im Volke das Bewußtsein ausgelost hat. daß das, was der König will, rechtens ist. # ö
m von der Osten (konf.): Die königliche Staats, regiecung trägt die Verantwortung dafür, daß wir in dieser Zeit, in der wir alle Schulter an Schulter zusammenstehen sollten. gezwungen sind, über eine Frage, die Meinungsverschieden- hetten hervorgerufen mußte, zu verhandeln. Unter meinen Parteigenossen wird als Ehrverletzung emp'unden. wenn unsere Partei in der ernsten Not des Vaterlandes von der Linken selbstsüchtige Motive unterstellt werden. Den Abg. von Kar- dorf bitte ich. zu bedenken, daß wir in einem konstitutionellen Staate leben. Der Iulierlaß ist durch das ministerielle Be- gleitungsstück des Ministerpräsidenten gedeckt, und wenn wir aus sachlichen Bedenken zu einer anderen Entscheidung kommen, so liegt darin keineswegs eine Verletzung der Ehrfurcht vor der Krone, sondern wir kolgen lediglich unseren verfassungsmäßigen Pflichten, auf die wir d<n Eid geleistet haben. (Sehr wahr rechts.) In unserem Royalismus lassen wir uns nicht durch Herrn von Kardorff übettrcffen. Wir sind zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Wirkung der Ablehnung der Vorlage weniger gefährlich für die Monarchie ist, als die Annahme. (Sehr rich. ttg rechts.) Wir verbitten es uns. daß unser monarchistisches (vefuhl irgendwie angezweifelt wird. (Bravo rechts.) Es ist zweifelhaft, ob das Volk in seiner politischen Einsicht soweit rvrgeschrltten ist, daß es das gefährliche Geschenk des gleichen Wahlrechts auch hinsichtlich der kulturellen Fragen, die hier in Preußen zur Entscheidung kommen, tragen kann. Man beruft sich auf den Volkswillen. Aber kann der Volkswille nicht irren? Wir haben es oft erlebt, daß die öffentliche Meinung andere Wege geht, als der König und einige große Männer. Nach Annahme des gleichen Wahlrechts würde eine viel größere Ueber- flutung durch die Sozialdemokraten kommen, als die Regierung annimmt. Die Sozialdemokraten fordern das gleiche Wahlrecht als Mittel zur Macht. (Abg. Hoffmann ruft: Sehr richtig!) Da haben Sie die Bestätigung! Der Abg. v. Kardorff befindet sich in einem verhängnisvollen Irrtum, wenn er glaubt, durch Annahme des gleichen Wahlrechts würde Ruhe und Frieden ge. schaffen werden, und wenn er meint, die Monarchie würde da. durch gefestigt werden, so befindet er sich in einem noch verhäng, nisoolleren Irrtum. Wird die Vorlage angenommen, so stehen uns schwere Erschütterungen bevor. Es gibt einen Ausweg, den ein energischer Staatsmann finden muß. der sich nicht treiben lassen, sondern führen muß. Wir haben uns ttotz erheblicher Bedenken für das Kompromiß entschieden, weil wir gehofft haben, daß auf diesem Wege eine große Mehrheit sich zusammen- finden wird, und daß dadurch ein Ziel erreicht werden würde, das zur Beunruhigung führen Lrnn. Die Entwicklung zur De.' mokratte hat zur Folge, daß die christlichen Mächte der Nächsten, liebe untergraben werden und ersetzt werden durch Mächte der Erziehung zum Haß und Klassenkampf. Die Sozialdemokratie trägt vor Gott und der Welt die Verantwortung dafür, daß im Auslande die falsche Meinung herrscht, daß bei uns der Klassenhaß so starke Geltung hat. (Sehr richtig rechts. Stürmischer Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Die Demokratte ist uns während des Krieges fortwährend in den Rücken gefallen. Der Glaube, daß die Sozialdemokratie den Sieg Deutschlands nicht wünsche, daß sie Unruhen Hervorrufen und uns in die Arme fallen würde, dieser Glaube hat die Widerstandskraft der Feinde in hohem Maße gesteigert. (Lebhafte Zustimmung. Widerspruch und andauernder Lärm bei den Sozialdemokraten.) Ich hoffe, daß es der Staatsregierung gelingen werde, einen Weg zur Ver^ standlgung zu finden, auf dem alle Vollslreife sich zusammen- finden können. (Lebhafter Beifall rechts.)
Die Besprechung wird geschlossen.
Es folgt zunächst die Absttmmung über die §§ 1 und 3.
3u § 1 (Wahlberechtigung) wird der Antrag Braun (Soz.) wonach wahlberechtigt sein soll, jeder Deutsche ohne Unter- schied des Geschlechts nach Vollendung des 20. Lebensjahres abgelehnt, ebenso der Antrag A r o n s o h n (Vpt.), wonach die Bestimmung über die dreijährige Staatsangehörigkeit gestrichen werden soll.
8 1 wird in der Fassung der Kommission angenommen.
83 der Kommissionsbeschluß enthält Bestimmungen über das Mehrsümmenwahlrecht. Der Antrag Dr. Lohmann (natl.) auf Beschränkung des Mehrstimmenrechts auf eine Zusatzstimme wird abgelehnt. Ein Antrag Braun (Soz.) fordert Wiederherstellung der Regierungsvorlage in § 3, nai> toeldjem das gleiche Wahlrecht eingeführt werden soll.
<.12 Abstimmung über den Antrag Braun ist eine nament- ttche. Der Antrag wird in namentlicher Abstimmung mit ff gegen 183 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen abge- Iefmt. (Abg. Adolf Hoffmann (U. Soz.) ruft: Feld- graue und Munitionsarbeiter hört!) Dagegen stimmten gesch ossen die Konservativen mit Ausnahme des Abg. Wallbaum, dre Freikonservativen mit Ausnahme der Abgg. Bredt-Morburg, Arendt, v. Kardorff und Wagner, 33 Natlonalliberale, darunter die Abgg. Bartling, Beumer, Fuhrmann, Hirsch.Essen, Lohnmvn, Westermarm,rmd W
Zentrumsrmrgrreor, darunter die slvgg. &rar Heurel- Dmmevsmark Frhr. v. L°e, Tyrf Spee, Lorenz. Pesi-r ufw. Vom Zentrum enthielten sich der Abstimmung die Abgg. Frchen. Underberg und Bönisch Alle anderen Parteien stimmten geschlossen für den sozialdemokratischen Abstimmung Über § 3 der Kommissionsbe- fr&luffe über das Mebrstrmmenwahlrecht ist ebenfalls eine namentliche. Der Paragraph wird mit 232 gegen 183 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen angenommen.
Hierauf wird die Weiterberatung auf Freitag, 11 Ubr vertagt. — Schluß y 2 5 Uhr.
Die Kirferrrnften ans der Ukraine.
Berlin. 2. Mai. (WTB. Amtlich.) Wie bereits bekannt, schlossen die Mittelmächte in den letzten Tagen mit der Regierung der Ukraine Verträge über die Lieferung von Getreide. Hülsenfruchten, Futtermitteln und Saaten, ferner über Eier und Schlachtvieh ab. Die von der ukrainischen Regierung und den Mittelmächten in der Ukraine für die Aufbringung und den Ab. transport geschaffene Organisation hat wie wir hören, die Ar- beiten bereits begonnen. Nach telegraphischen Meldungen aus Kiew sind in den letzten Tagen des April an den ukrainischen Versandplätzen etwa 2 Millionen Zentner Getreide und Futtermittel zur Verfügung der Mittelmächte gestellt worden. Nicht unerhebllche Mengen passierten bereits die Grenze. In den letzten Tagen sind etwa 1200 Waggons Lebensmittel aller Art über die sogenannte „Trockene Grenze" zu den Mittelmächten hereingekommen. Von den ersten Lieferungen wird mit Rücksicht auf die zur Zeit in Oesterreich bestehenden Ernährungsschwierigkeiten der größere Teil in Oesterreich belassen. Da die ungarische Ernte erheblich früher hereingebracht wird als die deutsche und somit Oesterreich-Ungarn schon in einigen Wochen sich selbst helfen kann, einigten sich die Mittelmächte untereinander dahin, die ersten Ankünfte zum größeren Teile Oesterreich. Ungarn zu überlassen, während dafür im Juni und Juli der größere Teil nach Deutschland kommt. Aber auch von den ersten Lieferungen sind bereits Sendungen über die Landesgrenze nach Deutschland unterwegs. Insbesondere werden die über das Schwarze Meer in Brarla eintreffenden Ladungen von Getreide und anderen Lebensmitteln bis auf weiteres ausschließlich Deutschland zugeführt werden. Inzwischen trafen in Braila bereits 30 000 Zentner Getreide ein. die mit der Eisenbahn nach Deutschland unterwegs sind. Es zeigt sich also, daß die von den Mittelmächten für die Versorgung aus der Ukraine getroffenen Einrichtungen anfangen zu arbeiten. Es ist zu hoffen, daß aus dieser Quelle bald größere Mengen Lebensmittel in Deutschland eintreffen. Ob diese Hoffnung erfüllt wird, hängt in erster Linie davon ab. wie die politischen Verhältnisse in der Ukraine sich gestalten, und ob es gelingt, die äußerst schwierigen Fragen der Finanzierung unserer Ankäufe und des Transpottes großer Warenmengen befriedigend zu lösen. In diesen Richtungen sind die möglichen Schritte bereits getan worden.
ClöjnkNtcau drr KrikysvkrlSngkrer.
Aussprüche de» jetzige» franzöflscheu MlnisterprSfidente«.
..fo kommt mit der Gedanke, daß von
allen Mächten Frankreich die einzige ist. die. um nicht zu sagen, daß sie den Krieg wünscht, ihn doch ohne großes Bedauern sehen würde."
(Aus dem Bericht des russischen Botschafters Graf Benckendorff an Safanow. vom 12725. Febr. 1913.)
Wir haben eingewilligt, die Negierung zu übernehmen. den Krieg mit doppelter Anstrengung zu führen.
(22. Oktober 1917.)
Ich glaube nicht, daß die Gesellschaft der Nationen der noU wendige Abschluß des Krieges ist, weil ich dem Einttitt Deutsch, lands in die Gesellschaft der Nationen nicht zusttmmen werde.
(November 1917.)
Der erste Grundsatz ist der der Freiheit, der zweite der des Krieges mrd der, daß man dem Kriege alles opfern müsse, um den Triumph Frankreichs stcherzustellen. (9. März 1918.)
Mein Wahlspruch ist: Ueberall. selbst in der inneren Pott, tik, führe ich Krieg — in der äußeren führe ich K»ieg . . . Ich fahre fort Krieg zu führen, und werde fortfahren bis zur letzten Viertelstunde, denn die letzte Viertelstunde wird uns gehören!
(9. März 1918.)
Ich bin entzückt? Die Engländer haben standgehalten urrd alles geht aufs beste!
(Ende März 1918, während der Großen Schlacht in Frankreich.)
nun greift Oesterreich in Italien nicht an?
Diese Frage wird allenthalben gestellt. Auch im Haupt- ausschuß des Deutschen Reichstages haben der Sozialdemokrat Noske und der Fortschrittler Müller-Meiningen es fiir angezeigt erachtet, Oesterreich-Ungarn daran zu erinnern, daß es d<e „ein. heitliche Front" herstelle und „Oesterreich-Ungarn an der Süd. front eingreife". Hierzu bemerkt die Wiener „Reichspost": - „So erfreulich diese Einschätzung der österreichisch-ungari^ schen Waffenhilfe durch den sozialdemokratischen und freisinnigen Redner ist, so zeigen diese Reden doch eine bedauerliche Unkennt-, nis der an der Südfront bestehenden Naturverhältnisse. Wie sich die Herren Noske und Müller aus ihrer Schulzeit her vielleicht noch erinnern werden, sind Südtirol und das Gebiet der Sieben Gemeinden ebenso wie der östlich an dieses Gebiet bi» zur Piave anschließende Abschnitt hohes Gebtrgsland und auf diesem pflegt tm April trotz der bereits begonnenen Schnee» schmelze immer noch zwei bis drei Meter tiefer Schnee zu liegen. Diese Gebirge aber kommen für eine österreichisch-ungarisch« Offensive in erster Linie in Betracht, und daß man über ttef-, beschneite Hange und Schluchten, namentlich bei frllhjahrttchem Tauwetter und bei der im Frühjahr besonders großen Lawinen* gefahr nicht so einfach hinüberfpaziert wie etwa über das Dö. beritzer Feld und daß man insbesondere Geschütze, Munttions» wMK unb,Trains über verfchnelt^ Hochgebirge nM durch


