Ausgabe 
1.5.1918
 
Einzelbild herunterladen

woroea, daß/ lueiui tuutm «inau&aiguaui:j( / rncht tnchr rückgängig zu imäjen ist. Sie werden diese Ent­wicklung nicht unsrer aufhalten. Der Staatsmann, der mit solchen realpoliirscheu Dingen rechnen nmß, muß weiter denken. Herr von Heydebrandt hat meine Gründe gewogen lind Zrr leicht befunden. An der Wage niuß ein.nnparter- lscher L>dann stehen. Herrn von Heydebrandt als Partei- ruann kann ich als mrparteiischen Wügemann nicht aner­kennen. Deshalb traf mich sein Urteil nicht mit besonderer Schwere. Herr von Heydebrandt hat dann hingewiesen auf unsere Kämpfe an der Westfront und gemeint, wie wenig erfreulich und erhebend sei das, während dort lvettgeschicht- lrche Schlachten geschlagen werden, wir hier in Streit und Hader stehen um solche Vorlagen. Gewiß, aber die Regie­rung muß doch auch gewissenhaft abwägen, was dem Siege förderlich ist, daß diese Vorlage in möglichst kmzer Zeit hier verabschiedet wird, wenn auch vielleicht unter Kämpfen, oder daß d-ie in der Bevölkerung bestehende Beunruhigung noch auf Jahre hinaus dauern soll. Und lvenn sie nach dieser gewissenhaften Erwägung Zu der Entscheidung gekommen ist, möglichst bald damit Zu einem Abschluß Zu gelangen', so glaube ich, daß sie dafür nicht Tadel, sondern Anerkennung verdient. <Leöhaster Beifall.)

Abg. Dr. Porsch: Bei der ersten Lesung dieses Ge­setzentwurfs habe ich namens meiner politischen Freunde erklärt, daß . ich beauftragt sei, zu erklären, daß ein Teil meiner politischen Freunde nach wie vor für das gleiche Wahlrecht eintritt, der andere Teil seine endgültige Stel­lungnahme von den Verhandlungen in der Kommission ab­hängig macht. Ein kleiner Teil meiner politischen Freunde wird jetzt gegen das gleiche Wahlrecht stimmen und die grö­ßere Mehrheit dafür, die sich Vorbehalt, endgültige Stellung zu nehmen. Im gegenwärtigen Augenblick ettvarten aber weite Kreise nicht Reden, sondern Abstimmungen. Hierauf tarn* auf Antrag des Abg. Dr. Loh manu (natl.) die «Lerterberatung auf Mittwocb, llV» Uhr vertag!

Schluß 4 Uhr.

Zenirnm und KonseroEvs".

Bor einiger Zeit hatte Professor Marti« Spahn, der Sohn *** frästen Zeiltrmnsfiihrcrs und jetzige,! Justtzministers. im rote» ,^ag" eine« viel beachteten Ansatz veröffentlicht, in de« er das Zentrum vor dauernder Gegensätzlichkeit gegen die Rechte, tn die Erzberger die Partei treibe. warnte. Auf die mancherlei - ngrisi-, dfe^ihm seine Ausfübrungen, insbesondere vom Ab­geordneten Zager in derGermania'', cintrugen, antwortet er «MMlifche» Volksblatt" in Paderborn und schreibt

Klar und einig zu werden haben wir uns im Augenblicks 2* ob die eigene Politik, die im letzten Jahrzehnt

kerne Wettanschauungsfragen von Belang mehr am Horizonte auftauchen sah und sich deshalb immer tiefer mit der Linie« einlafstn zu können meinte, Schiffbruch gelitten hat oder nicht, und ob es noch ein Heraus aus der unerfreulichen Lage gibt. Wer die Augen gegen den Ernst der Lage verschließe will, mag es tun. Die Zentrumsfraktion des Landtages tut es nicht. Ebensowenig tun es die Bischöfe, der Klerus und alle was in der katholischen Bevölkerung Gelegenheit hat den Gang der Dinge zu überblicken und sich ein Urteil zu bilden.

Wollen wir ans der Lage heraus, so brauchen wir di« Kouservatwen. Die grch-ii Fragen der Verfassung-- und «irchenpolittt, der Schul., der Sozial- und Wirtschaftspolitik ® nmbe io£) rC[e »nit-inandcr Mammen.

, ^J 3 ' "lchis mit Religion zu tun hat, ist ein lidc-

fan" '* Its aB6t ' ber in 641 Praxis noch nie seine B-stiitlgiing

Reicht dis gegenwärtige Stellung der kouscrvativen Par­tei zum preußischen Wahlrecht wirklich als Grund dazu, fie und unsere Partei zu ireunen und in das Geschrei der Linken üb-r konservative Reaktion einzustimmen? Die Konservativen mögen an dem Dreiklaffenwahlrecht hängen, wie jede Partei mrnichlicherwcise an Einrichtungen hängt, durch di- ihre Stel­le SC l! ii3t Aber sie haben sich unter

/ S t nc3e f nic5t auf bas Dreiklassenwohlrecht * ^ f C lrEten "'^Ehr für ein Wahlrecht ein. dem noch nach der Osterbotschaft auch die Nationalliberaken und das s-utrum ihre Zustimmung versprachen. Der ganze Ee- S-nfatz zwischen ihnen und uns ist durch die Juli-Ereignisse Statten worden. In unserer Partei beruft man sich darauf ^ bc3 Traube» wider das gleich« Wahlrcchr zunichte gemacht Habs. Aber wie ist das Kaiser- wort entstanden? Ist nicht das Kaiserwort eine Folge der- i-!de« Umstande wie die Friedcasresolution? Kaiserwort und Srt-d-nsres-lutio« sind gleichmäßig Aussnahlungen der poli. lisch-»Lage gewesen, di- sich durch das Absthwenken unserer Reiinstagssraktion zur Reichrtagsmehrheit bildet«. Immer und Immer, von welcher Seite her wir auch kommen, finden r . nU<,r Schwierigkeiten der gegenwärtiZ-n

St..u w die Veränderung, die in der allgemeinen innerpollt:- «i«?* m It61en 3u'i eiuirat. Wen» es nun heute mög- tta- ist. daß sich die Reichstagsfrattion vom Banne der Frie- deils«,olution allmählich beffeit, sollte da eine Lösung von

i CC aubcrc " Ausstrahlung de§ Kaiserworis unmägt.ch sem? Eine abermalige Wandlung der ollgcmeiA.u- Aowussctzungen unserer inneren Politik würde bald die " und notwendigen Beziehungen zu den Konservativen ^vtederherstellen.

Kss Schichkili kiilks kaiklMkn GkjcheniiS.

C * ciner Meldung desMatin" aus Washington ist ^ m4 vom Kaiser geschenkte Standbild Friedrichs des Ix l c öon leinenr Platze vor der Kriegsschule entfernt in den Keller gebracht lvorden. Es handelt fidj um eine des Uphuesschen jungerr^riedrich auL. tze?

vij]itii«a hat für oas Gesä>eitt von Anfang au nicht die freudige Dankbarkeit gezeigt, ja verletzend lauge, cftc inan für das Standbild des großen Preußenkönigs einen Plot; fand. Bor der Kriegsschule schien es den repuhllkauisiheu Amerikanern noch am wenigsten bedenklich, und dort wurde es aufgevant. Der Haß der Anglo- mnerilauer gegen Deutschland und Preußen hat nun im Kriege eine billige Rache an dem Standbild geübt und es in den Keller verbannt.

Das Geschenk des Kaisers ist nicht ohne Erwiderung geblleüeu: in Jahre 19:11 wurde eine Nachbildung des DttrkmM für den a- ? der Friederiziamschen Schule stam- ui enden mnerikamscheu General August von Steuöen in Gegenwart des Kaisers und einer Abordnung des ame­rikanischen Kongresses am StadtWsß in Potsdam enthüllt. Das Denkmal trägt die Aufschrift:

Dem deutschen Kaiser und dem deutschen Volke ge- widmet vom Kongreß der Vereinigten Staaten von AmeriLr als Wahrzeichen ununterbrochener Freimdsthast.

drachchüldung des Denkmals für General Friedrich Wilhelm August von Steuöen, geboren in Magdeburg 1730, gestorben im Staate Neuyork 1791. Errichtet in Washington in dankbarer Anerkennung seiner Verdienste im Freiheits­kampfe des amerikanischen Volkes 1911."

Dieses Denkmal hat inzwischen seinen Beruf alsWahr­zeichen ununterbrochener Freundschaft" recht gründlich ver­fehlt unb war auch 1911 schon ein Judasgeschenk. Deswegen wird ihm aber schwerlich das Schicksal blühen, das das un­glückliche Standbild Friedrichs des Großen gefunden hat. Mag es uns Zeuge dafür sein, wie Amerika es mit Treu und Glauben und Freundschaft hält, und wie es den preußischen Militarismns einschätzt, je nachdem er für oder angeblich gegen seine Interessen sich Geltung schafft.

U-m Feldr

der

Dorheim. Dem Kanonier Wilhelm Sichler, in eint* Feld-Artillerie-Regiment, wurde dss Eiserne Kreuz verlieh^« Herzlichen Glückwunsch!

Köcks als Gärtner.

Wie wkr's im Kriege mit der Nutzanwendung staatssozia- Uftischer Ideen so berrlich weit gebracht, zeigt wohl nichts deut­licher als der peinliche Eindruck, daß man in unseren Tagen jeden landwirtschaftlichen Produzenten als Eesetzverächter an. Zusehen scheint, solange er nicht das Gegenteil beweist.

Mag der Landwirt noch so unbescholten sein, es hilft ihm in nur zu vielen Fällen nichts: er muß Haussuchung über sich er­gehen lassen: muß stillschweigend dulden, daß Militärkomman­dos oder Zivilbeauftragte in den Frieden seines Hauses eindrin- gen, alle Eck^n und Winkel durchstöbern und in Stube und Kammer, Keiler und Boden, Stall und Scheune das oberste zu unterst kehren Sich dagegen auflehnen? Was sollte das wohl helfcnl Zm Gegenteil: man würde sick dadurch erst recht ver. dächtig machen und nur um so eifc-gerer und peinlicherer Durch, forschung seiner Wirtschaft ausgesetzt sein.

Das Ergebnis solcher schroffen Handhabung der Staats­gewalt aber ist wachsende Verbitterung der ländlichen Bevölke­rung. Wer sehen mutz, wie ihn auch die genaueste Befolgung der Hunderte von Verordnungen und Verfügungen nicht davor schützt, in Verdacht der Hinterziehung öffentlich bewirtschafteter Nahrungsmittel zu geraten und alle schimpflichen Folgen eines solchen Verdachts gegen sich gelten zu lasten, von dem ist schlech. terdings nicht zu erwarten, daß seine Produkttonssreudigkeit wächst.

Und dann die Frage: sind die Personen, welche die Haus­suchung vornehmen wir denken dabel an Zivilöeaustragle. denn auch selber so ganz frei von Schuld und Fehle im Hinblick aus Hamsterei usw.?

Unter diesem Gesichtspunkte sei hier einer Anregung nach- gegangen, die aus der Feder eines hochangefchenen, in der Leip­ziger Gegend ansässigen Besitzers stammt: der betreffende Herr schreibt uns, feines Erachtens mutzten die Landwirte verlangen, daß jeder Teilnehmer an einerHaussuchungskommission" bei seiner Berpflichtung eidesstattlich erklären sollte, daß er in seinem eigenen Hause ungesetzlich erworbene Lebensmittel weder habe, noch seit Beginn der Beschlagnahmungen .gehabt habe.

Diesem Verlangen wird jeder nach Recht und Billigkeit ur­teilende Leser nur beistimmen können. ' Trifft unser sächsischer Gewährsmann denn nicht geradezu den Nagel auf den Kopf, wenn er zu seinem Vorschläge weiter ausfiihrt:Von uns Land-' wirten norden eidesstattliche Versicherung für jeden Dr. . . gefordert, da wäre dieser Weg auch im vorliegenden Falle mög­lich und es ist doch einfach unwürdig, uns zum Haussuchen Leute in Haus zu schicken, die wahrscheinlich selbst keine Gele- ! genheit ausgelassen haben, die sich ihnen bot, um sich auf uner. ? laustem Wege Nahrungsmittel zu verschaffen."

Freilich, eins scheint bei dieser Anregung nicht ganz unbe­denklich Da man nämlich ruhig annehmen kann, daß es heute in den Streifen der Verbraucher nur noch sehr wenig Leute geben wird, wela)r die geforderte eidesstattliche Versicherung mit gutem Gewissen abzugeben*in der Lage wären, bliebe die Auswahl der Haussuchungskommistäro weferttlich auf Leute mit sehr robustem Gewissen beschränkt, denen es schon in normalen Zeiten auf einen Eid oder eine eidesstattliche Erklärung mehr oder weniger nicht angekommen ist. Mit solchen Elementen ftcilich käme die Land- bewohuerschast sozusagen vom Regen in die Traufe.

^ Wie wäre es denn nun aber, wenn endlich einmal rchr haben dies schon wiederholt gefordert der Spieß umgedreht mrd Haussuchungen auch in den Wohnungen wohlhabender Städter abgehalten würden, deren Kriegsgewinne den Ueber- preifen des Schleichhandels die Wage halten. Das hieße doch wenigstens ausgleichende Gerechtigkeit üben, und ickemaick wird bzweifeln. daß dort weit mehr zu holen ist als auf dem Lande. Warum also so zaghaft? Fürchtet man sich vielleicht vor dem Ge­schrei, das die Konsumentenpreste von Dan bis Versaba erheben würde, wenn es der edlen Hamstergilde an ihre Fleisch- und Butlertöpse ginge?

Wann wird man oben endlich begreifen, daß es den Land­mann nicht weniger schjnerzt, wenn man ihn in seinem Ehrgcfiihl verletzt, als den Städter. Gilt denn im Kriege eine doppelte Moral, eins stkLttgcichtenöe für das platte Land und eine laxe m die Stadt?

Aus der Heimat.

Alldeutscher Verband. Es wirb besonbers darauf aus. ruerksam gemacht, baß in diesem Monat die Zusammenkunft^ bei Cllermerer ausnahmsweise Freitag, dcu 3. ds Mt«, stattfiirdet.

Feldpsstpttöchc» werden wieder befördert. Neben de« Privatpaketen werden auch nichtamtliche Feldpostbriefe über 50 Gramul (Päckchen) an die Truppenangehörigen der Westfront und des Großen Hauptauartiers sowie an Heeresangchörige im Geueralgouvermemenr Belgien und in Luxemburg von fetzt ab wieder angenommen. Im Einver­ständnis mit der Heeresverwaltung wird indes dringend davor geroarnt, mit diesen Päckchen und Paketen leicht ver> derbliche Nahrungsmittel ins Feld zu schicken.

Aus Starkenburg

Darmstadt, 29. April. Der Abgeordnete Fenchel (Bbd.) hat in der Kammer folgenden Anttag oett. die Festsetzung und Auszahlung der Preise für Brotgetreide. Gerste und Hafer ge- stellt:Rach Verfügung der Neichsgetteidestelle sollten dis Preise für Brotgetteide, Gerste und Hafer pro Ivv Kilogramm um 16 Mark vom L März 1918 ab herakyesetzt werden. Da nun die s. Zt. stattgefundenen Revisionen, welche bei einigen Kom- munalverbanden erst am 1. März begonnen haben und di« Landwrrte nicht genau wußten, was sie noch zu liefern hatten und dadurch, daß den Landwirten gestattet wurde. Saatgut zu- ruckzubehalten zur Vorsorge evratueller Bestellung für aus. gewinterles Getteide, so ist durch die Wenigerauszahlung von 10 Mark für IW Kilogramm Getreide, welches nach dem 26. bezw. 3L März geliefert wurde, auch wenn die Voraussetzungen sonst eingehalteu werden, bei den Landwirten große Mißstim. mung erfolgt durch die oerschledenarttge Handhabung der Preise. Ich beanttage daher, hohe Kammer wolle beschließen, daß für sämtliches Getteide, welches nach dem L. März 1918 noch abze- liefert wurde, der vor dem 1. März gültige Höchstpreis zu zah­len ist." *

Zn Hirschhorn a. N. wurde in der gestrigen Skach-t anschei. nend in die Wohnung der Frau Haas eingebrocheu und daraus u a. auch ein Geldbetrag von 1660 Mark, meist Papiergeld, ge­stohlen, ohne daß mau die Täter bis heute entdecken fcmule AuS Heffen.Nafjau.

FC. Höchst a. Main, 25. April Zu der in Aussicht genom­menen Umzestaltuag der Handelskammerbezirke und der damit in Zusammenhang stehenden Angliederung von Höchst an.Frank* furt am Main nahmen die Höchster Handelstteise in einer gutt bcsuchttn Versammlung Stellung. Nach längerer Aussprache, au der vor allem die Wiesbadener Handelskammermitgli^>er Syndikus. Dr. Otto und Albert Sturm sich beteiligten, wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der die weitere Zugehörigkett der Stadt Höchst zum Kammerbezirk Wiesbaden dringend gewünscht wird.

FC. Nus dem Regierangsbezirk Wiesbaden. 28. April. Das

Kriegswirischaftsamt Frankfurt am Main gibt bekannt, daß am 4. Mai in Eröenhetm. am 5. Mat in Bierstadt und am 6. Mat in Biebrich durch den Beamtenstellvertroter Goebel vom Kriegs» wirtschaftsamt Frankfurt am Main ein Vortrag überDis Be» deutung des freiwilligen Schülerhilfsdienstes für die Land­wirtschaft" mit Lichtbildern gehalten wird.

FO. Herborn. 28..April. Zn den sonnigen Lagen soll di, Heidelbeerblüte, die bereits vorgeschritten war, erfroren sein. Das wäre -ein unangenehm empfundener Ausfall.

FC. Oberlahnstein, 28. April. Auf die Blüte der Kernobst- bäume wirkt der anhaltende Regen sehr ungünstig ein, da da» Laub zuviel wächst und die Blüte dadurch schädigt. Das Stein- obft ist im Rheintal noch ziemlich gut mit seiner Blüte durchge* kommcn. und hat. soweit der Frost nicht geschadet, gesunde Früchte angesetzt. Auf den Höhen des Hinterlandes sind die Obstbäume noch sehr zurück, dort blühen Kirschen und Pfirsiche erst jetzt un- leiden ebenfalls sehr unter der na^alten Witterung.

FC. Fischbach L Taunus, 24. April. Eine Herabsetzung der Gemeindesteuern um je 50 Prozent haben die hiesigen Körper­schaften beschlossrn.

FC. Hochherm, 24. April. Als Ehrenfriedhof wurde auf dem hiesigen Friedhof ein besonderes Revier abgesteckt, auf dem die gefallenen Krieger der hiesigen Gemeinde ihre Ruhestätte finden sollen.

Gernsheim a. Nh. Eine fremdartige Beerdigung fand hier statt. Der mit Dahirarbeiten beschäftigte russische Gefangene Samusewitsch ist bekanntlich verunglückt: seiner gestern ftatt* gehabten Beisetzung uuf dem Gernsheimer Friedhöfe wohnten sämtliche russischen und französischen Kriegsgefangenen bei. Ein Kamerad sprach ein Gebet, worauf die russischen Gesangerren verschiedene feierliche Grabgesänge vorttuaen. ll. a. wohntts auch der Beigeordnete von Gernsheim der Feier bei.

Aus Kurhessen.

FC. Gerssrld (Rhön), 24. April. Wildschweine, die früher! hier selten, machen sich in letzter Zeit sehr bemerkbar und wer­den in größerer Anzahl zusammen öfters gesehen.

FC. Treysa. 28. April. Zm allgemeinen wird hier über die hohen Ferkeipreise Klage geführt. Während noch vor vier Wochen 140160 Mark für das Paar verlangt und bezahlt wur--^ den .fordern heute schon einige Züchter weit über 206 Mark. ^

Beranttvortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottp Hirsche!, Friedberg; für den Arrzeigenteil: R. H e y n e Friedberg. Druck und Verlag derSkeuev TgMsMvL',' T» G« Friedberg LJZSJ * ^