tötet hat. Er mar erstaunt,'als et pötte, daß die AEikan», schon vor der Kriegserklärung den Alliierten große Masse« vo» Munition und Kriegsmaterial geliefert hätten und daß der Bot» fchafter Gerard in Deutschland zirgunsten der Entente Spionagedienste geleistet hätte. Das amerikanische Volk sei durch die Propaganda der Entente, die Zeitungen, Plakate und Kinos völlig über die tatsächlichen Verhältnisse getäuscht. Ueber die Beschießung von Paris, deren ersten Tag er miterlebte, ist er der Ansicht, daß mit fortdauernder Beschießung der Erfolg de« Moralischen Eindruck in gefährlicher Meise steigern würde.
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Englische Brrrtaltrar. I
Gin kürzlich erbeuteter englischer Regimentsbefehl enthält folgende Bekanntmachung eines Regimentskommandeurs an feine Truppen:
„Die deutsche Offensive wird dem Regiment Gelegenheit bieten, möglichst viele Hunnen abzvschlachten." Der Befehl fiel mit dem größten Teil des betreffenden Regiments in deutsche Hände.
Es bestätigt sich, daß dem Luftangriff englischer und franzö- pcher Flieger auf die neutrale Stadt Luxemburg am 5. April lediglich Luxemburger zum Opfer gefallen sind.
Kindenburg an seine Step.
\lL ****** Generalfoldmarschail v. Hi«denb«r-
an sei« Oldenburgisches Jnfanterie-Regimeut Rr. 91, de» er L la fuite angehört, auf ein Glückwunschtelegramm zu de» goldenen Strahlen u. a. geantwortet:
„U-rd mm weiter vorwärts mit Gott für Kaiser und Reich, für Großherzog und Vaterland, bis uns ein ehrenvoller, starker Friede befchieden ist."
Koiss üiimdjfimu Usgejchoben.
Rotterdam, 9. April. Aus Paris wird gemeldet, Hinrichtung osn Bolo Pascha aufgehoben wurde, weil wichtige Erklärungen abzugeben habe.
daß die er noch
Me Angst um Italien.
Rotterdam, 9. April. Rach einem amtlichen Bericht des amerikanischen Kriegsamtes traf in Washington eine Meldung ein, wonach der Feind beabsichtigt, an der italienischen Front einen Angriff zu unternehmen. Das Heer Oesterreich-Ungarns be- •J™. sich jefct mit Ausnahme einiger Truppenteile, die in der Ukraine oder im Westen stehen, auf dem italienischen Kriegsschauplätze, und es fei möglich, daß der Feind den Angriff auf Olner breiten Front unternehmen werde.
Pkr dkütlchk Vsmarlrh in Finnland.
Laut Kopenhagen« Drahtung meidet der Sonderberichterstatter der Zeitung „Politiken" von Aaland: Die bei Hangö gelandeten 12 000 Mann deutsche Truppen besetzten Karts an der Bahn Abo-Helstnafors. Die Truppen rücken nunmehr längs der Bahn nordwestlich vor, in der offenbaren Absicht, über Ri- himaeki nach Taostehus zu gelangen, um dort mtt den von Nörde« kommenden Weißgardisten zusammenzustoßen. die nach dem Fall von Tammersfors die Bahn bis Tojalsa beherrschen. Es ist demnach mir eine Frage der Zett, wenn die Rokgarden in Süd- Westfinnland in Abo und Björneborg von den Hauptkrästen ab geschnitten sein werden. Dte Deutschen scheinen keinem emsthaften Widerstand begegnet zu sein. Um fo erbitterter wird immer «och auf dem Eise im finnischen Znselgebiet gekämpft. Hier «rrsucht die Aalander Weiße Earde. imterstützt durch die auf den Fnseln weilenden deutschen Truppen, unter wachsenden Schwie- figfctten den Weg nach Abo zu erzwingen. Ost brechen dte Geschütze und Pferde durch das flache Eis. Daher können nur be. grenzte Abteilungen Weißer Earde zu den kampfenden Truppen gelangen. Die Rote Garde leistet verzweifelten und hartnäckigen Widerstand, aber die ungeübten Banden müssen doch den tampfgewohnten Truppen und der Weißen Garde weichen, die «rtter deutscher Führung mtt Besonnenheit vorgeht, ohne sich
unnötigen Verlusten auszusetzen. Es scheint den Rotgar. bistrn jede Oberleitung zu fehlen, auch mtt ihrer Schießfrrtig- »eit ist es nicht weit her. Unter den Roten herrscht zunehmende Unzufriedenheit. Die Löhnung wurde um zwei Fünftel gekürzt. Aus Hangö wird wetter nach Aaland gemeldet: Männer und der Minister des Aeußern, Cirola, sind aus Helfingfors eul- -lohen. Es ist nicht bekannt, a. ~
Neubau deutscher Schlachtschiffe.
Die deutschen Wersten haben auch während der Kriegsjahre die Neubautätigkeit für die Flotte fortgesetzt. Von dieser emsigen Tätigkeit der Werften haben halbamtliche Nachrichten aus den Kriegsjahren 1915—1917 bereits verkündet, daß in dieser Zeitspanne allein drei Panzerkreuzer (Hindenburg, Macken, sen, Graf Spee) zu Wasser gebracht werden konnten, daß der weitere Ausbau der Panzerkeuzer in nichts hinter den Friedens- jnhren zurückgeblieben ist. Und jetzt können wir melden, daß auch zwei neue Großkarnpfschiffe bereits seit Jahr und Tag der Flottenfront zugeführt werden konnten, deren Stapellauf bereits in das Kriegsjahr 1915 zurückfällt. Es sind dies die beiden Eroßkampffchiffe „Bayern" und „Baden", die von der Schichauwerft in Danzig und der Howaldswerft bei Kiel gebaut worden sind, trotz der angeblichen Seespcrre der Engländer planmäßig ihre Probefahrten abhieltcn, in die Flottenfront zur Einstellung gelangten und — was unseren Gegnern zur See nicht unbekannt geblieben sein wird — sich bei verschiedenen Unternehmungen zur See die ersten Lorbeeren geholt haben. Denn ausdrücklich bemerkten die feindlichen Kriegsberichte z. V. von der Beschießung der Befestigungen auf Oesel mb Dagö im vergangenen Winterhalbjahr, daß von den an diesem Unternehmen beteiligten deutschen Seestreitkraften 38 Zentimeter-Granaten verfeuert worden sind. Und mit diesen haben denn auch tatsächlich „Baden" und „Bayern" ihre Grüße an Land gesandt. Die neuen Großkampffchiffe „Baden" und „Bayern" find seinerzeit als „Ersah Wörth" und als der Flottenvermehrungsbau „T" in Auftrag gegeben worden. Es darf angeirommen werden, daß den neuen Großtampfichiffen „Baden" und „Bayern" bald die neue« Schiffe „Sachsen" und „Württemberg" folgen werden. Dan« fteht^ wieder, wie einst eine einheitliche „Bundesstaate n-Divi- sion" in der Flottenfront, die allerdings die frühere in ihrem Gefechtswert um ein vielfaches übertrifft.
^ir.V r-
ZchVin-kiide franMöie gjofniiPfii.
Scheuermann schreibt
oo«
R-tterda«. 8. April Die „Times" berichten aus P-ters- »urg: Nach den letzten Berichten haben die Deutschen gemeinsam mtt der Weitzcn Earde schon drei Eisenbahnstationen auf der Lrnie nach S-lssngfer- besetzt. Man besürchtet. datz die Weitze pch gegen d-e Rote Garde erheben wird, was zu schrecklichen Metze cwn si.hren würde. Die Russen sprengten sieben ihrer Ante^ecboote ,n die Luft, als die deutsche Flotte sich Hangö
Trotzki gegen Finnland.
Stockholm, g April. Trotzki will Finnland zurückerobern, denn aus Nordfinnland wird gemeldet: Zwischen Kem und Aandalaschka haben die Engländer vier Ausrustungsstellen er- rlcht^. wo sie von Süden her anlangende Truppen Trotztis mit Maschinengewehren, Bombenwerfern, Hieb- und Stichwaffen B-ibMidsgerat und Arzneimitteln versehen, ll-ber tausend bnt-sch- Ornzr-r-, die über Nacht ..russische Siaat-angehorige" gnoorden sind haben sich den Truppen Trotzki- in leitenden Stellen ang^chl.ffen. Viertausend Russen haben di- finnische Erenze fiibliaj de- 66. Breitengrades bereits überschritten. Eine M-,te Abtettung wird sich dieser Tage von Serika aus nach Flmuand begeben.
Erfreuliche Deute.
Einer Meldung des „Berliner Tageblattes" aus Stockholm Zufolge wurde nach russischen Meldungen die Bahnstation Elau- daghy ftebzchn Werst von Charkow, von deutschen und ukraini- drn ^-^ppen besetzt. Ja Poltawa erbeuteten die Deutschen 50
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Der Friede mit «niniinie».
Berlin, 9. April. Der Reichekanzler Graf Her kling «crd stch heule abend voraussichtlich auf mehrere Tage in das Große Hauptquartier begeben.
Staatssekretär v. KÜhlman« reist wahrscheinlich Lenke
Ast ^chBÜkarch^'^ *** Stieitns mH «f kurj«
Der Kriegsberichterstatter der Front:
Im Gegnsatz zu den täglichen Funksprüchen des Eiffelturmes und von Lyon sind die Hoffnungen der französischen Soldaten auf die Hilfe des großen englischen oder amerikanischen Bruders bis nahe dem Nullpunkt gesunken. Zwar erkennen sie an. daß die Engländer sich für die kurze Zett, seit der sie Soldaten sind, sehr gut gemacht haben, aber sie behaupten, daß England über seine militärische polittsche und wirtschaftliche Macht, sich selbst und seine Verbündeten getäuscht habe. Eine tiefgehende Verstimmung herrscht darüber, daß sich die Engländer, aus an gelsachsischem Hochmute heraus, so lange geweigert haben, die französische Obcrführung anzunehmen und dies, wie die Solda len meinen, auch jetzt wohl nur scheinbar und widerwillig tun würden, obwohl es für den Franzosen feststeht, daß ihr eigener Generalstab der dilettantischen englischen Heerfuhrung turmhoch überlegen sei.
Große Erbitterung hat die Zerstörung der französischen Sommeortschaften durch die rücksichtslose englische Beschießung hervorgerusen, und es scheint, daß die französische Regierung Vorsorge gettoffen hatte, daß ,noglichst wenig Franzosen die Verwüstung von Orten wie Bapaume zu sehen bekamen, um die Erregung gegen den Bundesgenossen nicht noch zu steigern. Sagt man den Franzosen, daß doch jetzt die „heilige" Stadt Laon durch dre Franzosen selbst zerstört werde, so wollen sie das nicht glau. ben, sondern sagen, das geschehe sicher auch durch die Engländer, die nicht ruhen würden, bis ganz Frankreich ein Trümmerhaufe sei.
Für den Amerikaner als Soldaten htzt der Franzose nur ein Achselzucken. Höchstens an ruhigen Frontstellen zwischen zuverlässigen französischen Verbänden sei er zu gebrauchen. Es sei Zwar eine sehr große Zahl von Amerikanern in Frankreich, die als Vauttuppen und dergleichen dankenswerte Arbeit leistetet; wo es aber ans Blutvergießen gehe, da müßten die Franzosen den Kopf Hinhalten.
Gelächter erweckt beim Pottu der tröstliche Hinweis fran- zöstscher Blatter auf die unerschöpflichen Menschenreserven des verbündete« China. Man hat chinesische Arbeitstruppen an der französischen Front kennen geleint, und in der Vapaumeschlacht haben wir einen versprengten Einesen gefangen; sie spielen eure sehr unglückliche Rolle, da sich niemand mit ihnen verständigen kann. Außerdem haben die gelben Männer gar keine Lust sich für die Kulturpbrasen der Entente totschießen zu lassen.'und sirck», wenn einmal in weiter Entfernung von ihrer Kolonne ein Schuß gefallen ist. tagelang mit keiner Versprechung oder Drob- ung mehr zur Weiterarbeit zu bewegen.
Voerme nichts geändert. Daß die Zustände sehr faul find. unß' daß die Regierung mit ernster Sorge in die Zukunft blickt, ist t« eingeweihten Kreisen ein offenes Geheimnis. So hat sich kürzlich ein im Londoner Auswärtigen Amt beschäftigter Beamter, wie aus sicherer Quelle verlautet, dahingehend geäußert, daß di» vom englischen Lebensmittelamt angegebenen Vorräte größtenteils Übsrhairpt nicht vorhanden sind. Nach Meinung diese» Beamten sind Englands Brotvorräte Ende März erschöpft, weshalb dann große Unruhen zu erwarten sind. Ein Unterstaats- sekretar im Kolonialamt sei beauftragt, in England umherzureisen und die Arbeiter zu beruhigen, da man im Mürz 19iff Unruhen in Northumberland und Sonth-Wales befürchtet, wen« bis dahin keine Besserung der Nahrungsmitteloersorgung ein- getreten ist Die Aussichten dazu sind mehr als gering. Di» englische Presse betont, daß auf wesentlich verstärkte Zufuhren vom Auslande kaum zu rechnen ist Man müsse vielmehr di» Produktion im Inland derartig steigern, daß die Lebensmittel- Versorgung dadurch gebessert könnte. Aber auch damit ist e» schlecht bestellt. Infolge fehlender oder schlechter Organisation smd die Viehbestände arg gelichtet worden. Ein Farmer er- zahlte, daß er gezwungen wurde, von seinen 200 Milchkühen und 1500 Schafen kürzlich 164 Kühe und 800 Schafe zur Schlachtung abzugeben. Das ist kein Ausnahmefall, sondern viel eher di» Regel. Die Fleischversorgung in den Städten stockt vollkommen. Fleischerläden. die sonst in der Woche 25 Ochsen und 200 Schafau verkaufen hatten, bekommen jetzt in der Woche etwa 50 Psd. Rindfleisch und einen Hammel zu verkaufen. Das Warten de» Publikums in langen Polonaisen vor den Lebensmittelläden ist zu einer allgemeinen Erscheinung geworden. Die Leute stellen sich schon morgens von 3 bis 4 Uhr an und müssen bis Mittag warten. Dabet muß der größte Teil wegen Lcbensnnttelman- gels nach zehn Stunden Wartens unverrichteter Dinge abziehen. Karten sind nicht allgemein eingeführt und die Ladenbesttzer be-' Vorzügen ihre Bekannten. Dadurch kommen oft Krawalle vor. die aber von der Polizei rasch unterdrückt werden. In der zweft ten Januarwoche 1918 kam es in London am Smithfield-Market bei der Fleischverteilung zu großen Schlägereien, da tagelang fast nichts zu bekommen war. Die Kartoffeln sind schlecht und krank. Die Unbemittelten haben mehr zu leiden, da man sich i» England mit Geld noch manches verschaffen kann. Die Zeit vor der neuen Ernte wird kritisch werden, zumal auch, wie gesagt, di« Viehbestände, besonders die Hammelherden, feit 1916 sehr »fr rückgegangen sind.
Ralismttung, aber keine ilorrätr.
M Kichnsivsky iw fchle drs euMkn Hofes.
In der Verblendung feiner ungemessenen Eitelkeit hat sich Fürst Lichnowsky über den Eindruck, den er am englischen Hof« heroorgecufen hat. eine ganz andere Vorstellung eingebild^ als der Wirklichkeit entsprach. Welche lächerltche Figur er tat- sachlich dort gemacht hat. darüber liegen uns Mitteilungen eine, hochstehenden Persönlichkeit vor. die kurz vor Ausbruch des Krieges den englischen Hof besuchte. Wir entnehmen diesen Mitteilungen folgendes::
„Aus verwandtschaftlichen Beziehungen hatte ich mich zum D-such der Königinmutter Alexandra angesagt. Cie empfing mich am Geburtstag des Prinzen von Wales (am 23. Juni 1914). der 20 Jahre alt geworden mar. Außer der KSnigin war nur ihre Schwester, die Kaiserin Maria Feodorowna, zugegen. Die Unterhaltung, die nur deutsch geführt ivurde, kam auch auf den Fürsten Lichnowsky. Die Königin Altr sagte: „Wir mögen ihn gar nicht am Hofe. Er ist unausstehlich. Metternich hatte etwas sehr Sympathisches, aber Lichnowsky ist ein sehr unan- genehmer Mensch, der in die hiesigen Verhältnisse und auch incht versteht, das Deutsche Reich bei uns zu vertreten. Ich verstehe gar nicht, daß man ihn uns hierher gesetzt hat. Wir sind all« froh, wenn wir nichts mtt ihm zu t\\n haben und ihn nicht zu sehen brauchen."
Erkrlttlining dkg Fmhkrrn gs» Mskr^ühtiU.
Der Vorsitzende des Bundes der Landwirte, Freiherr vo» W a n g e n h e i m auf Klein-Spiegel, ist an einer L u n gen. e n t z ü n d u n g schwer e^r k r a n 11 und wurde nach Berli« in ein Sanatorium gebracht.
Die Nahrungsmittelknapphett in England wird täglich ernster. Die ^8egierung zögerte bisher, da» in Deutschland ein- geführtc Rattonierungssystem nach Karte« elnzuführen. da di» zur Verteilmtg bestimmte« Rationierungsmengen nicht sicher-
SSt-tS« ■,f° ttonlnun « w «n>"lt SO 30 ** der Schweizer Johann Loche- 16 Jahre und di,
rnxmtmn «ft ff* hem «MrtwfrHfcafet, L°n» ßaanelt und Sube-^o kmiuaaihZ
Verschiedenes.
Die Verschwörung von Genna.
Wien, 5. April. Rach achttägiger Verhandlung, die unter ungeheurem Andrange des Publikums stattfand, wurde vor dem Kriegsgericht von Genna ein umfangreicher Hochverraisprozetz zu Ende geführt, der sich im wesentlichen gegen deutsche und schweizerische Angestellte des Genueser Elektrizitätswerkes rich. tete. Die Anklage ging u. a. dahin, daß die Angeklagten versucht hätten, das Elektrizitätswerk lahmzulegen und verbotene Verbindungen mit dem Feinde unterhalten zu haben, dem sie Photographien d^s Hafens von Genua und seiner Befestigungsanlagen sowie Atittettungen über Truppenbewegungen geliefert haben sollen. Die Angeklagten bestritten entschieden, sich schuldig gemacht zu haben ffnd beriefen sich dafür auf das Zeugnis zahlreicher Entlastungszeugen, unter denen sich auch der schwer- zerische Gesandte in Rom und der schweizerische Konsul in Genua befanden. Ein Anklagepunkt bildete die Behauptung, daß die Angek.agten an einem Feste teilgenommen hätten, das an- läßlich der österreichischen Siege über die Italiener veranstaltet worden sei. Der schweizerische Gesandte, der an diesem Fest» auch teilgenommen hatte, bekundete, daß es sich dabei um eine ganz harmlose Veranstaltung gehandelt habe. Während der Verhandlungen kam öfters das erregte Temperament der Zu- Hörer zum Ausbruch, so daß die Angeklagten nur mit Mühe durch Militär vor den Ausbrüchen der Volkswut geschützt werden konnten. Das Kriegsgericht hielt die Angeklagten im Sinn« der Anklage für überführt und verurteilte die Direktoren Ko^' nigsheim und Heft sowie die italienische Staatsangehörige Vit« Marttn zum Tode durch Erschießen. Die Gattin eines italienischen Marineoffizier» Frieda Ltebenthal. eine gebürtige Deutsche, erhielt ro Jahre, der Schweizer Johann Locher 1b Jahre und di.


