Leitung des Sergeanten Ravach seines Arbiters "aus Mttnche«' cherg) mit knatterndem Maschinengewehr-Gebelfer und lebhaftem Gewebrfeuer die Aufmerksamkeit der feindlichen ArttNerie und Maschinengewehre von der Embruchsstelle ab und auf sich zu lenken. Und mit vollem Erfolg. Als Radach dann gar fein winziges Häuflein in einer Nebelwolks verschwinden läßt, da .ist es dem Franzmann völlig sicher, daß von dieser Stelle her der Hauptangriss geschieht. Alle Wucht seiner Verteidigung richtet sich auf den Ablenkungstnrpp —glücklicherweise ohne von den weit Ausgeschwärmten einen Einzigen auch nur zu verwunden.
So haben die eigentlichen Stoßtruppler drüben in der französischen Stellung Luft — aber sie brauchen sie auch dringend, denn hier ist retzt alles auf einen kaum eutwirrbare» Knäuel aneinander geraten. Der Unteroffizier Krasemann (ein Knecht aus Vützau), hatte seiner vier Genossen kaum mehr zurückhalten können. Es waren die Gefreiten Ciesilski (Elektromonteur aus Glasberg in Posen), Kalna (Arbeiter aus Königsberg in dev.Neumark) und Pätzold (Schuhmacher aus Berlin) und der Dragoner Sommer (Kutscher ans Grünau), die in einem Gra. -nattrichter seitlich des französischen Anmarschweges Zusammengedrängt neben ihrem Führer lagen, die Gesichter platt am der Erde. Die Sechse waren ahnungslos schon an ihnen vorbei- gegangen, und nun zitterten sie — wie ihre Gefährten drüben hinter den Wellblechsiücken — vor Erregung über das Zaudern der Franzosen. Da kam der erlösende Trtllerpfiff, und in dem Bruchteil einer Sekunde waren sie alle fünf aus dem Trichter heraus und in den Graben hinein, den hastig zurückprallenden Franzosen gegenüber!
Ein wildes Geschrei erfüllt den engen, tief in die Erde geschnittenen Graben. Revolverschüsie gehen hin und her. Hand, granaten krachen dazwischen, von den Franzosen, die sich verzweifelt wehren, fallen zwei. Der Korporal stürzt sich auf Pätzold und packt ihn wütend an der Kehle, aber Cieselski befreit den Kameraden und schiebt den Franzmann den Gefährten zu. die ihn gefangen abführen. Im gleichen Augenblick stürzt Unteroffizier Krasemann zusammen, vom Revolver des französischen Offiziers getroffen. In rasender Wut wendet sich der Gefreite Kalina gegen den Leutnant und schießt ihn, seinen Unteroffizier «rächend, über den Haufen. Auch der französische Unteroffizier .fällt. Pulverdampf hüllt den Kampfplatz ein.
Aber auf die Dauer kann dies wütende Ringen in der eigenen Stellung den Franzosen doch nicht verborgen bleiben. Ein Kreis von Gewehrgranaten wird um die Einbruchstelle gelegt, den Einbrechern soll der Rückzug versperrt werden. Aber das Glück ist mit den Unfern. Dem Führer des Unterstützungstrupps. Sergeant Eohlke (einem Landwirt aus Neuhof Kreis Neustettin) wird das Koppel vom Leibe gerissen, aber er selbst wird nicht verletzt Und auch seine Gefährten, die mit ihm den todwunden Krasemann durch das Drahthindernis und in den eigenen Graben zurücktragen, bleiben verschont. Wie die Wie- fei laufen die beiden Gefangenen, bleichen Gesichts, aber des geretteten Lebens froh, ihren Häschern voran.
Das hervorragend schneidige Benehmen der ganzen Patrouille wurde im Armeebefehl rühmend anerkannt. Schatt- fchneider wurde zum Vizewachtmeister befördert, Kalina erhielt das Eiferne Kreuz 1. Klasse.mehrsre andere das Eiserne Kreuz 2. Klasse.
Außer den schon Genannten haben sich in dieser heißen Morgenstunde noch besonders bewährt' Gefreiter Heinrich (Arbeiter aus Nkemegk, Kreis Zauch-Belzig), Gefreiter Klame (landwirtschaftlicher Arbeiter aus Zerbow), Ulan Meider (ein Schneider aus Pankow bei Berlin), Ulan Jatzlau (Schmied acks Zauche bei Berlin).
Leutnant Ranke, Osfizierkriegsberichterstatter.
Die Wrrttchakisl-we der Ukraine.
Der Kriegsberichterstatter Rolf Brandt berichtet aus
Kiew.
In dem ehemaligen Eouvernemenispolast empfing mich heute der ukrainische Ministerpräsident. Die Einführung hatte der Chef der eben gegründeten ukrainischen Telegraphenzentrale Sokolewski, der als erster aus dem bürgerlichen Lager sich zu praktischer Arbeit mit dem sozialrevolutionären Ministerium zusammengefunden hat, übernommen. Das Gespräch wandte sich von Anfang an den für Deutschland und die Ukraine gleich wichtigen Agrarfragen zu, die Ministerpräsident Holubowitsch — um dies vorweg zu nehmen — recht günstig beurteilte. Der Minister entwickelte zunächst die fozialrevolutionäre Theorie, daß Land unter kernen Umständen Ware sein dürfe. Er charakterisierte die jetzige Auffassung der Regierung dahin, daß der Bauer das Recht auf seinen Besitz hätte, daß er erben und vererben, aber nicht verkaufen dürfe. Die großen Landflächen, die für die Belieferung der Zuckerindustrie notwendig seien, sollen vom Staate bewirtschaftet werden. Die bäuerliche Bewirtschaftung des übrigen Landes denkt sich der Ministerpräsident auf genossenschaftlicher Grundlage, um die notwendigen Maschinen. Mustereinrichtungen usw. M sichern. Ströme, Gebirge, Bodenschätze sind Staatseigentum.
Auf meine Bitte erörterte der Minister dann die prakti. fchen Maßnahmen der Regierung zur Sicherstellung der jetzigen Frühjahrsbestellung und der Ernte. Man hat Rundfragen auf das Land geschickt, wer bereit sei. das Laich zu li^ U;n Die Nachrichten, die gerade in den letzten Tagen ehve 'Ufcn sind, lauteten recht günstig; 45 v. H. des Landes sind danach mit Wintersaat zusammen als bestellt anzunehmen. Wer die Zusage der Bestellung verweigert, dessen Land soll von der Regierung bestellt werden. Im übrigen verspricht man sich Erfolg von einem soeben erlassenen Dekret 1. das durchaus von praktischem Geist diktiert ist; Wer das Feld bestellt — ganz gleich, ob Bauer oder Großgrundbesitzer, dem wird der Ertrag feiner diesjährigen Bestellung garantiert, d. h. die Regierung verpflichtet sich, dem Bebauer das Getreche gutem Preise abzukaufen. Der Minister verspricht sich unter diesen Umständen, daß 89 v. H. des Landes bestellt werden, da man in nördlichen Distrikten noch 3% und in den südlichen 2H Wochen Zeit zur Bestellungsarbeit unter der Wirkung des neuen Gesetzes hat. Diese Neigung zur Praxis und das festgelegte Erdrecht der Bauern, das mir der Minister
präsident ausdrücklich bestätigte,'scheine« ' mitW* wichtigsten Punkte der Unterredung — in der Bedeutung auch für Deutsch- band —, denn sie können ruhige Entwicklung und damit Getreideüberschuß gewährleisten. Den Viehbestand des Landes schätzt der Minister nach feinen Nachrichten als nicht übermäßig hoch, aber als ausreichend.
Beim Uebergang zum Thema der auswärtigen Politik der jungen Republik kam die nicht gerade erfreuliche Tatsache des großen Zustroms von den Bolschewiki vertriebener großrussischer Bourgeoisie und Intelligenz zur Sprache, von Leuten, die das Brot der Ukraine essen und weder der Ukraine noch Deutschland freundlich gesinnt sind. Herr Holubowitsch zuckte auf die Frage, ob man dagegen iricht die Grenzen sperren könne, die Achseln: „Man kann einen Strom nicht aufhallen." Das Verhältnis zu Eroßrußland ist wohl praktisch, aber noch durch kein Instrument geklärt, da die Croßrussen die letzte Note der ukrainischen Regierung noch nicht beantwortet haben. „Wir find jeden Tag zum Frieden bereit," sagte der Ministerpräsident. Auf innere politische Fragen einzugehen, erübrigte sich, da Deutschland diese Entwicklung völlig den Ukrainern überlassen will und außerdem in denr jungen Staatswesen die Dinge noch im Fließen sind.
Der Minister sprach am Anfang leicht dozierend, dann lebhafter. Kluge, beherrschte Augen einer zurückhaltenden Persönlichkeit unterstrichen die Sätze, die von der günstigen Entwicklung der ukrainischen Lebensfragen des Agrarstaates sprachen.
Usnr Felde
der Ehre.
Friedberg. Den: Musketier Johann Müller, Buchhalter bei der Firma Trapp & Münch, wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. Herzlichen Glückwunsch!
Dorheim. Willi Haber, der bei einem Infanterie- Regiment im Westen steht, erhielt das Eiserne Kreuz. Ter Geehrte ist der Sohn unseres Lehrers Haber. Herzlichen Glückwunsch!
Münzcnberg. Der Musketier Wilhelm Metzger, bei einem Infanterie-Regiment im Westen. 2. Sohn des Karl Metzgerl., erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Der 1. Sohn Ferdinand Mepger wurde mit dem Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapferkeitsmedaille schon früher ansgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!
An« Vr
Friedberg. Zu der am Donnerstag, den 11. d. M.. nachmittags 4 Uhr, stattfindenden Sitzung der Stadtverordneten wird die folgende Tagesordnung bekanntgegeben: 1. Die achte Kriegsanleihe, 2. Beratung des Hauptvoranschlages für 1918.
Friedberg. (E i n ge f a n d t.) Die Verhältnisse auf dem Lebensmittelamt sind in vieler Beziehung so unerfreulich, daß es einer Hausfrau im Namen ihrer Leidensgenossinnen erlaubt sein mag. auf diesemWeg verschiedene diesbezügliche Anfragen zu stellen. Warum ist es eigentlich nötig, Butter, Eier und neuerdings auch Käse gerade auf dem Lebensmittelamt zu verteilen? Man läßt Zucker, Nährmittel, Kunsthonig usw. in den Geschäften verteilen, was steht dein gleichen Verfahren für Butter, Eier usw. im Wege? Die Geschäftsleute müssen ihren Betrieb ohnedies aufrecht erhallen und würden zu den sonstigen Verteilungen gewiß auch die letztgenannten Dinge übernehmen. An Hand der verschiedenen Onittnngsmarken, Abschnitte und dergleichen läßt sich feststellen, über welchen Kundenkreis ein Geschäft verfügt und es wird ihm die entsprechende Monge Butter oder Eier zugeteilt. Mir das, was übrig bleibt oder fehlt, wird sich a:rch Rat finden. In anderen Städten z. B. Bad-Nauheim hat sich dies Verfahren bewährt. Man erfährt dort durch einmalige Anzeige in den Zeitungen was nn Laufe der Woche Zur Verteilung gelangt. Auf die Art ist der Hausfrau die Möglichkeit gegeben, ihre Einkäufe zusammen zu lassender Zeit zu besorgen und sie ist nicht genötigt, Donnerstags uni 10 Uhr nach Butter, Freitag ^11 nach Eier, Montag um 11 nackt Käse und so fort zu laufen. Man überlege einmal, welche Zumutung das für eine Hausfrau ist in dieser mädchenlosen, schrcharmen und sonst recht schwierigen Zeit. Aber nicht allein das: Die Art wie
bei der Verteilung mit den Abholenden umgegangen wird, ist auch zu tadeln. Man hat sich z. B. zur vorgejchriebenen Zeit einen Bezugsckrein auf Zimmer Nr. 2 geholt und will nun feine Butter mitnehmen, aber es fehlt eine halbe Stunde bis man „an der Reihe" ist. Nun wird einer Hausfrau, die dabeim oft dringend nötig ist, zugemutet, V 2 Stunde zu stehen und zu warten, obwohl der Betrieb durchaus ruhig ist. Kourmt man nach Verlauf dieser Zeit -urück. so hat sich die Menge inzwischen derart angesammelt, daß ein hinaus oder hinein fast unmöglich ist. Wir sind doch schließlich keine Schulkinder und gesenkt bekomnien wir die Sachen auch nicht, sondern schenken der Stadt mangels Kleingeld an der Kasse sehr oft Pfennige. Alle tiefe un- j angenehmen, geradezu demütigenden Begleitererscbeinungen ü fielen bei einem Verkauf in den Geschäften glatt weg. — Znm Schluß noch die Frage, warum der Käse erst dann i verteilt wird, wenn er einem in den Händen bereits zer- \ fließt und man genötigt ist, die Hälfte dieses kostbaren Stoffes mitsamt dein Papier dem Feuer zu übergeben?
Rodherm, 9. April. Der Mangel einer Jungviehweide in der südlichen Wstterau macht sich von Jahr zu Jahr fühlbarer. Annähernd 299 Tiere müssen wegen Platzmangel dieses Jahr zurückgewieseN werden. Aus diesem Grunde trägt sich der Land- wirtschafts-Kammer-Ausschuß in Gießen mit dem Gedanken, in der südlichen Wetterau eine neue Meide zu errichten. Man hat dazu als geeignetes Gelände den „Altenberg" in der Gemarkung Rodheim in Vorschlag gebracht. Gestern fand unter der Führung der Rodheimer Vertrauensmänner Herren Mann und W e h r h e! m -eine Besichtigung statt, es nahmen daran teil der Vorsitzende des Ausschusses Herr Oekonomierat Breide»-
krache Dorheim, der Generalsekretär der Landwirtschaftskammer^ Herr Oekpnomie-rat Ledlh iger-Darmstadt, der Borsitzends der Viebzuchttommijsion, Herr Oekonomierat H e nsel-Dortel. weil, die Vorstandsmitglieder des Ausschusses, die Herren M 0 g k - Grundschwalheim und W e i l - Langgöns und als Vodensachverständiger Herr Z e r b - Dorheim. Die Besichtigung hatte das Ergebnis, daß das Gelände als sehr geeignet befände« wurde; es sollen daher die notigen Schritte bei der Großh. Regierung unternommen werden, um die Umwandlung in Weide- gelände vornehmen zu können.
AuS Rhemhessen.
FG. Worms, 7. April. Erhängt hat sich in Herxtherm a. B. der 52jährige verheiratete Winzer Johannes Kohl. — Das Vor- gehen gegen den Schleichhandel hat in der nahen Pfalz in de» letzten Tagen gute Ergebnisse gezeitigt. So wurden in St. Ing. bert allein 300 Paar Schuhe abgefaßt, die von Pirmasens und Speyer nach preußischen- Orten verbracht werden sollten. Diese Ware repräsentiert einen Wert von rund 10 900 Mark. Außer, dem wurde noch für etwa 5009 Mark Leder abgefaßt, das au« der Pfalz nach dem Saargebiet abwandern sollte.
FG. Oppenheim, 4. April. Nachts drangen Diebe in dt« Stallung der Freu Diehl Witwe auf dem Kornsand ein, schlach. teten zwei fette Schweine an Ort und Stelle und nähme» sie mit.
Auß Hcsseu-Nassan.
FG. Wiesbaden, 5. April. Aus Ulk hatte der Schüler de, Technikums in Bingen Schmidt in Rüdesheim einen Stallhasen mitgehen heißen und denselben, als er ihm lästig wurde, kurzer Hand verschenkt. Wegen rechtswidriger Zueignung dieser frem. den beweglichen Cache wurde Schmidt vom Schöffengericht Rüdesheim zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Dagegen hatte Schmidt Berufung eingelegt. Die Strafkammer beließ es aber heute bei der von der Vorinstanz ausgesprochenen Strafe.
FG. Wiesbaden, 5. April. Miedergefunden wurde der 11jährige Schüler Eugen Johannzen, der feit dem 19. Marz hier vermißt wurde. Der Junge hatte sich mit 5 Mark, die ihm von seiner Mutter übergeben wurden, um in der Apotheke etwas za holen, auf Reifen begeben und mar schließlich in Mannheim ge. landet. Dort wurde er von der Polizei festgenommen und seine» Eltern wieder Angeführt.
Au§ Kurhessen.
FG. Marburg, 2. April. Der Senior der JuristenfakultA der hiesigen Universität, Prof. Dr. Enneccerus, vollendete am 1. April das 75. Lebensjahr. Der Gelehrt; gehörte lange Jahr, dem Reichstage und dem preußischen Abgeordnetenhause al, Mitglied der nationalliberalen Fraktion an. Seit dem Jahr« 1874 ist er ordentlicher Professor an der hiesigen Universität und gehört fett dieser Zeit dem hessischen Kommunallandtag an und ist langjähriges Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau.
FG. Marburg, 4. April. Vor einigen Tagen zog eine Zigeunerbands durch das Dorf Ronhausen. Zigeunerweiber besuchten eine dorttge Landwirtin. die sich längere Zeit mtt ihnen unterhielt Am nächsten Morgen machte die Frau die unlieb- same Entdeckung, daß ihr sämtliches Solberfleisch gestohlen war.
FG. Hiinfeld, 3. April. Siebrn Zentner Mehl wurden hier auf einer von einem Bahnbeamteten geleiteten Fuhre beschlag- nahmt, das ein auswärtiger Schieber, der verhaftet wurde, hier angekauft hatte. Das Mehl stammte aus einer kürzlich erst wieder geöffneten Mühle. In derselben Nacht wurde auf dem Bahnhof in einem Schließkorb verstaut ein ftischzeschlachtete« Kalb ausfindig gemacht.
Gottesdienst in der Stadtkirche.
Mittwoch, 19. April, abends 8A Uhr: Kriegsandacht. Her» Direktor S ch 0 e l k.
Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. Mittwoch, 10. April, abends 8^ Uhr: Kriegs-Andacht.
Pitifiüinct der stijdMen KkkIeidM'yWk.
Die Verwendung der alten Bezugsscheinvordrucke A ! nnd B I wird in nächster Zeit verboten. Gewerbetreibende welche noch einen großen Bestand alter Muster auf Lager haben, werden ersucht den Umfang des Bestandes bis zum 25. März der Drucksachenverwalttmg der Reichsbekleidungs* stelle in Berlin W 50 mitzuteilen. diese wird den Umtausch nach Möglichkeit vermitteln. Die Ausstellung von Bezugsscheinen auf Frauenoberkleidung gegen Abgabe einer auf Uniform-Oberkleidung lautenden Mgabebescheinigung ist zulässig: es können für abgegebene Uniformen auch Franen- oder Mädchenkleider, für abgegebene Wwffencöcke. z. B. - Ulankas, auch Damenblusen und -jacken. für abgegebene Uniformmäntel auch Damenmäntel bewilligt werden.
Unberührt bleibt die Vorschrift, daß je nach dem Zn* stände der abgegebenen Oberkleid ungsstücke Abgabe- bescheinigungen schon bei Abgabe eines oder nur bei Abgabe zlveier Stücke ausgestellt werden dürfen.
Nähere Auskunft gibt die hiesige Altkleiderstelle. Telefonische-Anftagen unter Nr. 1 an L. Hirsch erbeten.
Offene Stellen:
2 Knechtefamilicn. 7 Knechte, 1 verheirateter Verwalter. 1 Bäk« ker, 6 Schreiner, 1 Me'ckerlehrling. 1 Hausbursche. 1 Arbeiterfamilie. 2 Glaser, 2 Kutscher, 7 Dienstmägde, 14 Hausmädchen. 1 Köchin.
GteNenfuche»-«?
Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 1 Fraulein fü« Büro, 1 Haushälterin.
Verantwortlich ftlr den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l. Friedberg: für den Anzeigenteil: N. Heyner. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung."» — A- QL Friedbera L &


