Ausgabe 
6.4.1918
 
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Unsere Gedanken weilen oft und gern bei Euch, besonders jetzt, wenn der Frühling auf die Berge steigt, wenn auf 'den heimatlichen Fluren das blaue Veilchen sprießt. die Wiesen grünen, die Saaten sprossen, ein Kranz blühender Obst­bäume das friedliche Dorf mit den rauchenden Schornsteinen umgibt. , .

Wie anders ist das Landschastsbild hier an der Kampffront! Dis Dörfer liegen in Schutt und Trümmer. Ragende Mauer­reste, klaffende Fsnsterhöhlen, öde Steinhaufen bezeichnen die früheren Wohnstätten der Menschen. Die Felder liegen ver­wüstet. Gräben und Eranatlöcher haben den Boden aufgewühlt. Wälder und Obstanlagen sind vernichtet und die Bewohner der Gegend geflohen.

Vor diesem unsäglichen Jammer des Krieges haben wir deutsche Soldaien Euch und die heimatliche Erde bewahrt.

den Frieden, oßt im Sefüleiknl!

Zwar hat der Krieg auch Euch Sorgen und Nöte gebracht. Ihr müßt Euch in Nahrung und Kleidung einschränken, aus manche Behaglichkeit verzichten, mehr arbeiten als früher. Aber Ihr wohnt in Eurem Hause, schlaft des Nachts in Euren Betten, geht Eurem Berufe nach und seid außer Lebensgefahr.

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Für Euch gilt es viel Geringeres. Ihr sollt nur Euer Geld dem Staate leihen, zu einem hohen Zinsfuß oorfchießem Ihr macht noch ein gutes Geschäft dabei. Ihr legt Euer über­flüssiges Geld so gut an, wie es überhaupt möglich ist.

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mir Me Ure m m§ gelitten Wen!

daß Ihr das tut. Wir schlagen täglich unser Leben für Euch in die Schanze und haben deshalb ein Recht, von Euch zu verlangen, daß Ihr Euer Geld für Munition und Massen hingebt.

Wer in dieser venErae» Zeit am Gelds klebt und nicht

reden veriüqbarsn Mennm dem Batsrlande leibt, der kann

einem deutschen Kriener nicht mehr ins Anne ickanen. ohne

zn erröten. Das Geld, das zur Zeit der Sieae vor den

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Toren Amiens nicht gezeichnet wird. i>t Sündenaeld.

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mit hell versiigbarell Mfolieit,

wenn sie auch noch so klein sind.

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durch Eure Waffen, durch eine hohe Kriegsanleihe-Zeichnung!

Jeder mutz Mitwirken? Jeder mutz dabei sein! Jeder er­wirbt sich durch eine staatliche Schuldverschreibung der 8. Kriegs­anleihe eine Ehrenurkunde für Kind und Kindeskind. Jeder stellt sich durch ihren Erwerb in die Reihe der Kämpfer fiir die höchsten Güter der Menschheit:

für Freiheit illlh Vaterland! Einer von drauken.

Wir wohnen in Erdhöhlen, oft spärlich geschützt gegen Näffe und Kälte, eng zusammengepfercht, zwanzig bis dreißig Mann in einem Raum so grotz wie. Eure Wohnstube. Wir müssen unsere Nahrung mühsam, oft unter dem Schutze der Nacht.

Heranschleppen, Berge hinauf und herunter, durch die Lauf­graben hindurch. Die Wege führen oft durch Schlamm. Nachts stehen wir Posten in Sturm und Regen Tag für Tag. Woche für Woche, Monat für Monat. Die Nachtruhe ist spärlich.

Ost alarmbereit, schlafen wir in Waffenrock und Fußbekleidung.

Plötzliche Feuerüberfälle der feindlichen Artillerie bedrohen stets unser Leben. Unsere Lieben sehen wir kaum zweimal jährlich.

Unsere Kinder wachsen heran ohne daß wir ihnen Führer sein können.

So geht es an ruhigen Fronten und Tagen. In Kampf­stellungen und an Kampftagen ist es furchtbar. Was hier an Nervenkraft und Seelenstärke gefordert wird, ist ungeheuer- Eranaten und Minen, Sprengung und Gas, Maschinengewehre und die Nahkampfmittel, das alles ist entsetzlich.

Wir tragen es trotzdem. Wjr wissen, daß wir kämpfen und aushalten müssen bis zum endgiltigen Siege. Der Ver­nichtungswille unserer Feinde muß gebrochen werden. Sie haben die angebotene Friedenshand schnöde zurückgewiesen. Sie wollen weiterhin deutsches Land erobern, deutschen Wohlstand vernichten, deutsche Weltgeltung untergraben. Es bleibt uns nichts übrig als der Kampf bis zur vollständigen Niederringung unserer Feinde. Wir stehen treu zu Kaiser und Heeresleitung, bis wir dem Vaterlande Sicherheit und Frieden erkämpft haben.

Tufür feien mir täglich mifcr Seien ein!

Neue Tageszeitung, Druckerei und Verlag grledberg L H.

Vorstehende Mahnung, die aus einem warmen, fürs Vatersand schla­genden Herzen kommt, wurde uns von einem Landsmann, einem Vogesew- kämpser, zugesandt.

Mitbürger! handelt darnach!

Mehr haben wir Euch nicht zu sagen.

Ser Wcckililsschch fiir iiie 8 . KlitgslMe fiir -k» Kreis Fric-brrg.

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