wurden abgefchol,en. Die Gesmirwerlufte unterer Gegner seit Beginn der Durchbruchsschlacht betragen nunmehr 18S Flugzeuge und 11 Ballone Unsere Flugabwehrgeschütze sind daran mit der außerordentlichen Zahl von 46 Flugzeugen beteiligt. Leutnant Bongarts besiegte 33, Leutnant Kroll 23 Gegner. Wir büßten 32 Flugzeuge ein (davon 10 -ies- jeits) und 4 Ballone.
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Eine kühne Tat.
Berlin. 3. April. (WTB.) Am Abend des 1. Aprtt schaukelten dicht vor Arras fünf englische Fesselballone in der Luft. Nachdem die englischen Flieger durch den Angriff einer deutschen Jagdstaffel hinter ihre Front zurückgeschlagen worden waren, ging Leutnant R ö t h mit einer Jagdmaschine blitzschnell zum Angriff gegen die Fesselballone vor. Rasch hatte er die beiden ersten erledigt, brennend kamen sie herunter. Trotz wütenden Fläkfeuers stürzte er sich nun auf den dritten und setzte auch die. sen durch Nahangriff mit dem Maschinengewehr in Brand Von den deutschen Beobachtungsstellen wurde der Hergang gesehen und frisch zurückgedrahtet. Während nun alles die Rückkehr des erfolgreichen Fliegers mit höchster Spannung envartete, schraubte sich diese: unerwartet mitten in den englischen Sprengwolken nochmals ein Siück in die Höhe, bog seitlich ab und neigte sich erneut zum Sturzflug gegen den vierten Ballost. Auch dieser ging in Flammen auf. Gleichzeitig griff Feldwebel Wagner den fünften Ballon überraschend von oben herab an und brachte rbn brennend herunter. Beide Flieger erreichten, vom englischen Geschoßhager vergeblich verfolgt. v?n Flugplatz, wo sie von den Kameraden und den höheren Befehlsstellen herzlich beglückwünscht wurden. Die ganze englisch. Dallonaufftellung in dieser' Gegend war damit binnen zehn Minuten erledigt.
nieder cwsbeflet« Heute ooetmitag mm sich ich englische Ot» Palette damit beschäftigt, die mm de« Englarcdern in St. Que».
angerichteten Zerftöruirge« aufzuräumen. Auch hier gab die Tat die Antwort auf das prahlerische Wort.
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Der Frieden mit Rumänien.
Bukarest, 2 . April. (WTB.) Ministerpräsident Marghilo-
man und der Minister des Aeutzern Arion sind nach Jassy ab- gereist.
Friede Milchen Rußland und Runiijilikn?
Die „Bossische Zeitung" meldet: Pariser Zeitungen berichten aus amtlicher Quelle über den Abschluß eines russisch-rumänischen Abkommens auf folgender Grundlage: i. Räumung
Beffarabiens durch Rumänien innerhalb zweier Monate, 2. Austausch der Gefangenen. 3. Ausfuhr der in Beffarabien befind, lichen Ueberfchufses an Getreide nach Rumänien.
Die Demobilmachung in Rußland.
Haag, 3. April. Reuter meldet Petersburg: Die Regierung befahl, daß die Demobilmachung aller Heere, die am Kriege gegen Deutschland teilgenommen haben, am 12. April beendet sein muß.
Die Beschießung non Panis.
Genf, 2. April. Das Bombardement von Paris wurde am 1. April eine Stunde später eingestellt als am Tage zuvor.
Die Fernbeschießung der Festung Paris.
Berlin. 3. April. (WTB. Amtlich.) Die Fernbeschießung ver Festung Paris wurde deutscherseits am Mittag des 3. April eingestellt, da bekannt geworden war, daß an diesem Tage nachmittags die Beerdigung der einem beklagenswerten Zufallstreffer zum Opfer gefallenen Einwohner stattfinden sollte
Nicht zu finden.
Bern 2 . April. Obgleich ganze fcanzöfifche Fliegergeschwa- ver fett Tagen den Frontbereich der Deutschen abfuchen, ist es ihnen noch immer nicht gelungen, die Stellungen der großen
r ! °us denen Paris fett einigen Tagen er.
«eut befchosien wurde, ausfindig zu machen.
Ms xn 56 Jahren.
Rotterdam. 2. April. (WTB.) Rach einer Meldung des ..Nieuwe Rotterdamfche Courant" aus London schreiben die ..Times". daß die Erhöhung des militärischen Dienstalters auf' 50 Jahre sicher bevorsteht. Der Hauptvorteil, den die Regierung aus dieser Maßnahme ziehen wird, wird sein, daß sie gegen die Befreiuikg der jüngeren Männer schärfer wird Vorgehen können.
Die deuftchen Riejengeschütze.
Der Kriegsberichterstatter SB. Scheuermann schreibt aus dem Felde:
Vorgestern vormittag vernahm man auf dem Schlachtfeld« n regelmäßigen Abständen sehr schwere Abschüsse. die von so besonderer Att waren, das, st« stch trotz der weiten Entfernung deutlich von dem übrigen Eeschützlärm abhoben. Sluch die alten Kanoniere merkten auf und hatten bas Bewußtsein, daß stch hier während der Großen Schlacht noch etwas Außerordentliches ankundige. Unsere Vermutung, daß die großen Paris-Kanonen zu schiegen begonnen hatten, wurde schon am Abend durch die franzosilchen Funksprüche bestätigt Damit ist eine weitere Uebcrraschung des Feindes zur Tatsache geworden, die seit langem vorbereitet war. Sie ist so vollkommen geglückt, daß man m Paris bei den ersten Einschlägen an Fliegerbomben gedacht hat, denn der Gedanke, daß deutsche Batterien über lüv Kilo- meter weit über die Fronten und das gesamte unbesetzte Frank, reich hinweg die Festung Paris unter Ziclfeuer nehmen könn- ten, erschien zu unerhört, als daß man ihn glauben konnte. Erst das Auf,inden von Sprengstücken zeigt«, daß die Eeschoste Ee- ^utzen entstammten. Damit hat Deutschland, das nach den, 5e,tlbe Ende seiner Kriegsrohstoffe ist, eine t-chnilche und lngenwse Leistung vollbracht, die ihm niemand nachmachk Der Bau und der Einschuß dieser Geschütze hat gewaltige Vararbeitev verursacht, ist aber in erstaunlich kurzer 11 ’ 0rtfn - Genaue Einzelheiten können selbstverständlich nicht mitgeteilt werden, doch kann sich auch der Laie sagen, daß bei der Länge der Flugbahn der Kulminationspunkt in Hohen erheben muß, die bisher mit Menschenlrast niemals erreicht worden sind, daß di- Hitze des Mllndungsfeuers einen Grad hat, bei dem gewöhnliche Geschosse verbrennen wür- v *\ bie ^geschwindigkeit so groß ist, daß Hartstahle durch che Reibung der Lust glühend wie Meteorite werden müß-
“1* bel .J iofma °"°r der Rätsel Jules Verneschcr Phanto,- nachzugrubeln, deren Berwirtlichung einem Deut- ,chen Ölungen ist, wird die Pariser die Sorge bewegen, wie sie b.ese Strarheimsuchung ihrer stch weit »om Schuss« wähnenden von sich abwehren können. Doch ist ihnen auch in dieser Beziehung leder mögliche Gedanke vorausgedacht.
In diesem Augenblicke, wo Hindenburg uns LuSendorff, die »Ranner die d,e deutsche Tat und den deutschen Willen vcrkür- " Ut ( b E F-inde in der einzigen Sprache reden, gegen die “ 6 ' ‘ *» angebracht, an einige der jüngsten Ueber. Hebungen der Entente zu erinnern, die ihre Geistesversassung vor der Schlacht erkennen lassen. Lloyd George hat es gewaat £7 den deutschen Soldaten der Feigheit zu^ihens di- d-L scheu Truppen verkrochen stch wie Kaninchen in ihren Löchern! Ja einem englischen Armeebefehle hieß es. Frankreich könne vor der deutschen Offenfire beruhigt sein, da das englische Heer sich tn breiter Front vor Frankreich gestellt habe: niemals würden di- Deut chen «indringen. In einem bei farnzosischen Truppen ^br-itet-n Hetzflugblatt hieß -s. die Deutschen würden nach ihrer völligen Besiegung die Sklaven Europas weiden und müß. ** mit eigener Hand jed« Kri-gsbeschädtgunq in Frankreich
Willon, der Friedenshenchler.
Amerikanische Kriegserklärung an Bulgarien?
Haag, 3. Avril. Die „Morning Post" behauptet in einem Telegramm aus Washington. Präsident Wilson werde demnächst Vorschlägen, Bulgarien den Krieg zu erklären. Als Oesterreich- Ungarn der Krieg erklärt worden fei. habe im Kongreß eine starke Stimmung für die Kriegserklärung auch an Bulgarien und an die Türkei geherrscht, aber aus unbekannt gebliebenen Gründen habe damals der Präsident lediglich die Kriegserklärung an Oesterreich-Ungarn gewünscht. Der Wunsch. Bulgarien den Krieg zu erklären, werde jedoch immer stärker, und der Präsident könne sich dem nicht widersetzen.
Schwarze Amerikaner.
Rotterdam, 3. April. Aus einer Washingtoner Meldung des Reuterschen Bureaus geht hervor, daß sich unter den 95 000 amerikanischen Soldaten, die in 47 Staaten ausgehoben worden find, 24 000 Neger befinden.
(Die Neger werden im freien Amerika ähnlich wie das liebe Vieh behandelt, sie werden nicht für voll angesehen und der Weiße fühlt sich besudelt, wenn ihm ein Nigger die Hände drückt. Zur höheren Ehre der Yankees ihr Leben zu opfern, dafür sind sie aber gut genug.)
Der New Yorker deutsche Klub geschlossen.
Bern. 2. April. (WTB.) Der „Matin" meldet aus New York: Der Vizepräsident des New Yorker deutschen Klubs. Gustav Kuhlenkampff. wurde verhaftet und interniert, der Klub geschlossen. Kuhlenkampff wird verdächtigt, die Besprechungen Bolos mit Paveastaedt begünstigt zu haben; die Besprechungen hätten im deutschen Klub ftattgefunden.
^Verzweifelte franko st (che Fage^
Der de» Truppen bekanntgezebene amtliche französisch^ Heeresbericht vom 25. März lautet: W
bet uns einlaufenden Nachrichten lasten schon ftar erkennen, daß die riesigen Anstrengungen der Deutsche^ die mit einer Erbitterung ohnegleichen unter den Augen des ^nsers gegen die englischen Truppen anrennen, mit eine» schweren Mißerfolge enden. Die Absicht des deutschen Oberkommandos. als es alles auf eine Karte fetzte, war. das vor Jahresfrist verlorene Gelände wiederzugewinnen und gleich- zeltig gerade an der Verbindungsstelle des englischen und französischen. Heeres durchzubrechsn. um die Straße nach Pari» durch das Oife-Tal wiederzugewinnen. 6 500 000 Mann aus. erlesener Truppen, von einer furchtbaren Artilleriemaste unter- stutzt, wurden in Bewegung gesetzt, um jenes Ziel zu erreichen. Unerhörte Opfer an Menschenleben wurden unbedenklich ge- bracht, uni zum Ziele zu gelangen. Durch schrittweise Er. rampfung^ielen einige Linien, die in deutschem Blute schwimmen. Dre Engländer räumten in guter Ordnung drei vor- springende Teile ihrer Stellung, die an sich ohne Wert waren und ohne Bedenken aufgegeben werden konnten. Vor der ei. gentlrchen englischen Verteidigungslinie angelangt, wurde bU Germanenflut, die sich unaufhörlich mit frischen Divisionen durch unseren Kugelregen heranwälzte, wieder zum Stehen Sebracht und zerschellte, sogar ohne daß noch die Reserven des Berbandes hätten eingreifen müsten. Der deutsche Gelände, gewinn, verglichen mit den im Angriffsbefehl gesteckten Zie. len, ist gleich Null."
Eine Regierung und ein Feldherr, die nicht nur nicht wagen, dem eigenen Volk und Heer die Wahrheit einzugestehen, sondern zu dem Verzweiflungsmittel greifen, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen, müsten völlig das Vertrauen zu ihrer Sache und ihrem Land verloren haben.
KnHcr M I' kln rniD Mer Karl.
Wien, 2. April. (WB.) Kaiser Wilhelm hat an Kaiser Karl ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt:
„Mich erfüllt hohe Genugtuung, wenn ich rückwärts schauend mir die gewaltigen Leistungen vergegenwärtige, die meine und Deine Heere und mit ihnen die tapferen verbündeten Truppen in treuer Waffenbrüderschaft gegen die an Zahl weit überlegenen Gegner vollbracht haben. Daß Du Dich entschlossen hast, mehreren meiner Generale zur Erinneruna an den Abschluß der großen Kämpfe im Osten als Zeichen Deiner Anerkennung Ordensauszeich. nungen zu verleihen, ist mir eine besondere Freude. Ich dai^ke Dir, daß Du in diesem Augenblick von neuem die Notwendigkeit des engen Zusammenschlusses bervorhebst, um die großen Aufgaben zu lösen, die unser noch harren. Ich grüße Dich herzlich in treuester Freundschaft
W i l h e l nt.*
Kaiser Karl antwortete:
„Mit besonderer Befnedigung müssen Dich die außerordentlichen Erfolge der unter Dernem Befehl siegreich vordringenden Armeen erfüllen. Möge alles, was noch kommen wird, Gottes Segen im gleichen Maße begleiten und ein baldiger, ehrenvoller Friede uns beschieden kein. Für die mehreren meiner Generale verliehenen Airszeich. nungen empfange ineinen wärmsten Dank. Von Herzen grüßt Dich in treuester Freundschaft,
Karl.*
Aiispjgk uns tunlichen Solftüfftibrifffn.
2 ' lWTB.) Englische Rahrungsmittelsor-
gen. Auszuge aus erbeuteten englischen Soldatenbrieien
Birmingham. 27. 2. 18. Die Zustände bei uns sind schreck, lrch. Es grbt kaum noch Lebensmittel zu kaufen. Es ist erstaunlich. wie arme Leute überhaupt noch leben können
Perth, 11 . Z. 18. Es kostet unendliche Mühe, irgend etwa» Eßbares zu erhalten. Wie soll das in nächster Zeit werden Glasgow, 11. 3. 18. Die Zustände werden jeden Tag fchlim- mer . . .
Letcester, L 3. 18. Man steht stundenlang in langen Rei. hen. doch vergeblich, da alles ausverkauft ist. Wir hatten beut« nur Tee als Mittagesten . . .
Pleifton, 24 12. 1917. Wir armen Leute haben jetzt wirklich genug ausgehalten. Der Krieg muß aufhören
Rock Island. Canada. 3. 3. 1918. Wir müsten große Men. gen Lebensmittel nach Europa schicken, damit die Englände, nicht verhungern. Aber auch tn Amerika ist schon alles knapp. Dre amerikanischen Truppen scheinen den Anforderungen in $tantteidi nt< ^* gewachsen zu sein. Unsere Kriegsaussichten sin, erschreckend düster.
Auszeichnung Mchthoftns.
Berlin, 2. April. (WTB.) Deine Majestät der König hat dem Rittmeister Frhrn v. Rtchthofe« in Anerkennung sei- ner besonderen Leistungen den Roten Adlerorden dritter Klage mit Krone und Schwertern verliehen.
Eint itfiiirnlf und rinf dtillcht MrliürMilNtz
3n ihrer Oster - Betrachtung sagen die „N. Zürcher Nachr.":
Deutschland sollt« entmachtet. Oesterreich-Ungarn so gui wie vernichtet werden. Ban Jahr zu Jahr mehr hat die Politik der Feinde der Mittelmächte es aber ia gefügt, daß diese nicht mehr nur zu Sieger» über die anfängliche russisch-französisch-eng. lisch« Koalttion, sondern zum europäischen und schließlich zum mondialen Sieger werden mußten, mit einer so gewaltigen neuen Weltstellung, daß keine andere an sie heranreichen wird und kann. Das haben bte Feinde der Mittelmächte zustande gebracht, und noch mehr, nämlich den Verlust der Wcltmachtstellunq Eng. lands- und Frankreichs. Mit dieser ungeheuren politischen Weltumwälzung vollzieht sich etwas, das über Menschenwille und -Absicht hinausreicht und die Züge eines providentiellen Schicksals trägt.
In der Weltkriegsgeschichte ragen zwei Osterschlachten em- por. Die Osterschlacht in den Karpathen von 1915, die die groß, Einleitung zur Gesamtwendung im Osten war. und jetzt dt, Osterschlacht von 1918, die den Entscheid im Westen bringt und dem Krieg das Grab schaufett So über alle Maßen grausig si, ist. wird sie doch der Bringer des Friedens fein, die endlich« Erlösung vom furchtbarsten aller Kriege.
So schreibt ein Blatt, das in der neutralen Schweiz er> scheint. Dahingegen lesen wir in dem Ostec-Aufsatz der F r a n k- furter „Volksstimme" folgendes: „Im Osten ist der Friede» geschloffen worden, doch nicht im Geiste der Versöhnung und de, Völkerverständigung. Wiederum log der Geist am Boden Ge. walt hat den Frieden unterschrieben. Außer wenigen Macht- und Profithungrigen frohlockt keine einzige Mutter ob dies . Saat, die mit Haß geworfen und Blut gedüngt, nur Haß un. Blut gebären kann.. . Denn besser ist es immer noch um des Friedenswillen unterzugehen, als mit dem Schwert zu siegen." Man weiß warhaftig nicht, hak Dummheit oder Bosheit dem Schreiber dieser Zeilen die Feder geleitet.
Die dküi-chkn Liege int Lpiege! der
Die Schlag auf Schlag folgenden deutschen Siege im Westen haben an den Börsen der Entente tiefe Verstimmung und scharf« Kursrückgänge hervorgerufen. An der New Yorker Börse trat besonders starkes Angebot in allen Kriegswerten hervor. Di« Yankees, die von dem Kriege ein „großes Geschäft" erhofft hatten. scheinen immer mehr einzusehen, daß ihre Beteiligung am Kriege für sie ein schlechte» Geschäft geworden ist. Dabei ist zn ^berücksichtigen, daß an de, Parti« Vörie jUiefi 0 infcufttLd


