vufrufrtiii also dir M Stunde nicht «emger als d§ feiu-Liche Divisionen — darunter zwei Drittel der erHlifchen Mehrmschj
^ den deutschen Angriff aufzuhalten.
Berlin, 30. Mürz. (WTB.) Besonders empfindlich trifft das englische Heer, von dem bereits zwei Drittel m die schwer« Niederlage verwickelt sind, der hohe Verlust an toten, verwundeten und vermißte» Offizieren. Auch die Zahl der in Gefangenschaft geratenen englischen Offiziere ist sehr beträchtlich. So verlor die 34. Division bei 1266 Gefangenen 45 Offiziere, die 59. Division bis 1396 Gefangei^n 51 Offiziere, dis 51. Division bei 1574 Mann 46 Offiziere, die 6. Division bei 2730 Man» 67 Offiziere. Die Zählung der erbeuteten Geschütze — bisher wurden 1100 gemeldet — kann noch nicht als abgeschlossen gelten, da viele deutsche Divisionen die eroberten britischen Geschütze und Geschosse sofort im Kampf gegen die Vorbesitzer verwendeten.
Berlin, 30. März. (WTB.) Die Schwere der Verluste zwang die Engländer, an einigen Frontstcllen Ersatzdepots und Arbeiterformalionen in den Kampf zu werfen. Hart trifft den Engländer neben dem Verlust unschätzbaren Kriegsgeräts vor allem die Einbuße an schwerer Artillerie. Drei der schwersten Kaliber (33 Zentimeter) neuester Konstruktion, sowie eine vollständige Haubitzbatterie fielen in- a!de den Deuffchen
unversehrt in die Hand. Die E. der hatten diese wertvollen Geschütze nicht mehr spreng, können. In einer Mulde vor Castris nahmen die Deutschen ein Dutzend 24 Zentimeter- Geschütze mit den noch vorhandenen Aufsätzen u. Verschlüssen. Weitere zahlreiche schwere Geschütze wurden Lei Auvillers erobert. Nördlich von Aubigny fanden die Deutschen mächtige Muuttionsdepots, deren Kraftzugmaschinen.und mit roten Granate» bemalten Lastautos nun auf allen Straßen deutsche Munition auffahren. Die auch vielfach erbeuteten Feldbahnloko- motiven und Loren laufen im Dienst des deutschen Munitionsnachschubes. Nur ein völlig geschlagener Gegner überläßt ein so wettvolles Material dem Feinde.
Zn der Gegend von Warfusee.Nbancourt brachte am 29. März ein deutscher Truppenteil 500 Cefangeire, darunter einen Brigade- und einen Regimentskommandeur, ein. Die Beute erhöhte sich um 100 Lokomotiven, 500 Eisenbahnwagen und ein weiteres gefülltes Munittonsdepot.
_ Rach der Erstürmung von Beaunwnt und Meziäres am 29. Marz versuchten dichtmassierte feindliche Gegenangriffe den Deutschen die Dörfer zwischen der Somme und Avre wieder zu entreißen Sie scheiterten restlos unter den schwersten Verlusten. Gleichzeitig versammelten die Franzosen Infanterie und Tanks östlich von Montdidier zu einem neuen Stoß. Wirksamstes deutsches Vernichtungsfeuer auf die Versammlungsräume erstickten auch diesen Angriffsversuch im Keime.
Lao».
Berli». 30. März. (WTB.) Seit der letzten Zeit liegt Laon unter einem feindlichen Feuer schwersten Kalibers. Die Stadt ist ernstlich beschädigt. Heute schlugen bereits schwere Granaten in der Nähe der Kathedrale ein, die wohl bald das Schicksal der von den Engländern rn Trümmer geschossenen Kathedrale von St. Ouentin teilen wird.
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Die südliche Angriffsarmee.
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0a* C»uchh stockt. plötzUch der deutsche »l«M. Kur,
entschlogerr setzte sich ün Generalstabsoffizier der dort fechtenden Divisionen an die Spitze einer Schar von Jrei- willrgen und stürmte das Dorf. Ern anderer Ort vnrrde gerade von den Deutschen erobert, als man auf der Krrch- turrnspitze einen französischen Artilleriebeobachtungsposteu emdeckte. der das Feuer seiner Batterie vorzüglich leitete. Sr wurde gefangen genmmuen. Ein deutscher Soldat der französischen Sprache mächtig, trat an feine Stell-"und .'uyvie in geschicktester Weise das feindliche Arttlleriefeuer
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Me Beschießung von Paris.
Die Beschießung von Paris.
? er r 11 ' .^0' (WB.) lieber die Beschießung von
Parks beruhten die Blätter: Am vergangenen Montag
freien 27 Geschosse auf die Stadt. Sie folgten einander in Mel kürzeren Abständen als am Samstag und Sonntag Man glaubt infolgedessen, daß mehrere Geschütze die Haupt- siadt beschreßen.
Mörz. (WB.) „L'Heure" und Oeuvre" berichten, daß dre Pariser Bevölkerung infolge der Beschießung flu astet. Die Züge mußten verdoppelt werden. U. a. reiste auch der Deputrerte Maurice Barres ab. Die sozialistischen Blatter werfen ihm höhnisch vor, er sei schändlich ausge- kmffen, wre semerzeit, als ec als erster nach Bordcaur ab- gem)t ser.
Ei« ferötfoöKfr -ruilchtt friekn
Hindenburg an den Reichstag.
Generalfeldnrarschall v. Hindenburg antwortete auf das Telegramm des ersten Vizepräsidenten des Reichstages, Dr. P a a s ch e, folgendes:
„Für die Worte der Anerkennung und des Dankes, die Euer Hochwohl geboren namens des Reichstages an mich zu richten die Güte hatten, spreche ich meinen herzlichen Dank aus. Die Liebe zu Kaiser und Reich, das Bewußtsein. für eine gerechte Sache zu kämpfen, und die Unversöhnlichkeit unserer Gegner verleihen unseren Hel- densohnen unwiderstehlichee Kraft. Der Brite und der Franzose dürfen nicht glauben, daß die neuen Blntopfer dre sie uns aufgezwungen haben, umsonst gebracht fein sollten. Mit der Armee weiß ich, daß der Reichstag diesen Wunsch der Tapferen hier vorn, der besten Söhne des Volkes, versteht und auch seinerseits für einen kraftvollen deutschen Frieden eintreten wird der allein uns fortan vor demKrieoe be- wahren kann.
Ihrem hochverehrter: Präsidenten. Exzellenz Kämpf, brtte rch meine besten Wünsche fiir seine baldige Genesung zu übermitteln.
Generalfeldnrarschall v. Hindenburg.
Berlin, 1. April. (WB.) Die südliche Angriffsarmee setzt ständig ihren Vormarsch fort. Auch die beiden letzten Regentage haben ihre Operationen nicht beeinträchtigt. Die wiederholten erbitterten Gegenstöße des Feindes sind blutig gescheitert. Der Avre-Zlbschnitt vor dem rechten Flügel fit fest in deutscher Harrd. die Brückenköpfe auf dem westlichen Bachufer sind erweitert. Ein deutsches Korps stand vorübergehend der Übermacht von fünf bis sechs französischen Dior, sionen gegenüber, die mit Tanks und starker Artillerie wiederholt vergeblich angriffen. Die feindlichen Verluste sind nach wie vor ungeheuer.
v. Ar; über die Wrltkriegswge.
Wien, 80. März. (WTB.) Das heutige „Neue Wiener Abendblatt" bringt eine Unterredung mit dem Chef des österreichisch-ungarischen Generalstabs. Generaloberst Baron A rz, über die Weltkriegslage: „Sie ist für uns so gut wie noch nie. Dem me erlahmenden Angriffsgeist der verbündeten Truppen und ihrem Standhatten in der Abwehr gegen einen vielfach überlegenen Feind ist es zu danken, daß es zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer keine Schützengräben mehr gibt. Die ersten militärischen Fttichte aus dieser Verschiebung der Lage zu
•«rv'Älöxarr^' r. r-.
©Ufljilfl bet Mlticimacht« uuuien ieteus im Sßefc« a«wUtt SBU mtzätn siegen, wenn wir wollen, und wir müssen wollen weu sonst der Krieg nie oder doch nur schlecht aushört."
^Jch totiS, es gibt Leute, die da glauben, der Krieg ist fü» uns zum grohen Teile erledigt. Dieser Irrlehre kann nicht ge» >mg entgcgengetreten weiden. Wir haben zunächst in Jtalie« iwch einen Gegner. Eine ganz gewaltige Kraftprobe mit diesem unvermindert ländergierigen Feind- wird nicht ausbleibc» können, und schliehlich die selbstverständliche Tatsache, daß Frau, zosen. Engländer und Amerikaner ebenso unsere Feinde sind wi» o-e der Deutschen, und dah das Wort des Erafen Czcrnin: „Etratzburg gleich Triest" dauernd werktätige Geltung habe»
Kombeu auf Furemlmrg.
Berlin, 28. März. (WB.) Um 12% Uhr nachmittags griffen feindliche Flieger die Stadt Luxenrburg an. Außer emem starken Häuserschaden wurden bisher zehn Tote ge- meldet, darunter ein deutscher Soldat.
Schivtre UickallM iw fiumliheii Polen Hacke.
Haag, 30. März. Reuter meldet aus Petersburg: Wie die Abendblätter melden, erlitten die finnischen Roten Garden eme schwere Niederlage in der Nähe von Tammers- fors. Sie verloren.10 000 Gefangene, 21 Kanonen und 113 Maschinengewehre.
Der Friede mit Rußland.
Austausch der Ratifikationsurkunde».
Berlin, 30. März. (WB.) Der Austausch der deutschei» und russischen Ratifikationsurkunden zu dem am 3. März in Brest-Litottffk Unterzeichneten Fried ensvertrag zu seinem Zusatz antrag hat gestern abend 8 Uhr im Auswärtigen Amt Zwischen dem stellvertretenden Staatssekretär Frhrn. oo» dem Bussche-Hardenhausen und dem russischen Sondergesandten P. Petroff stattgefunden. Pettoff. den der Moskauer Kongreß als Berichterstatter über die aus- wärffgen Angelegenheiten mit der Uebermittelung der Ratifikationsurkunde bettaute, reist heute nacht nach Moskau zurück. Der Austausch der Ratifikationsurkunden zwischen Rußland und den mit Deutschland verbündeten Mächten wird Nachfolgen, sobald die beiderseitigen Urkunden im Auswärtigen Amt vorliegen.
Der Friede mit Rumänien.
Bukarest, 30. März. (WB.) Freitag nachmittag 2 Uhr haben sich Minsterpräsident Radoslawow und Finanz- minster Tontschew nach Sofia zurücKegeben. Den* selben Zug benutzte auch der deutsche Gesandte, in Soft« Graf Alfred von Oberndorfs, der an den hiesigen Verhandlungen teilgenommen hat und nunmehr nach Sofia zmückkehrt.
AkNlchkS PktroltUMonspol iu Rumim«.
Berlin. 29. März Zum Fttedensjchluß mit Rumänien wird noch mitgeterlt: Deutschland hat sich, wie bisher schon be. könnt geworden rst. tu den Friedensbedingungea mit Rumänien eine Sonderstellung in der Erdölftage gesichert. Es handelt sich, wie verlautet, um einen 99jährigen Derttag über die Ausbeutung des rumänischen Pettoleums durch Deutschland, um eins Monopolstellung, die den Milbewerb anderer Länder aus- schließt. Zur Bürgschaft für dieses Privileg hat sich Deutschland ein Besatzungsrecht gesichert. Auf diese Weise soll ein Teil der Deutschland von Rumänien verursachten Kriegsunkoste»
Graue Gefahren.
Poman aus der Gegenwatt von M. Gvrttard - Schuck, bo) Nachdruck verboten.
„Mag sein. Ich wollte es der Schwester wünschen, twh berg ber meinem Vormund. Ich werde es ihr auf alle Fälle schreiben, daß ihr Bruder verwundet hier bei uns liegt.*
"Tun Sie das, Gräfin. Aber laden Sie uns um Gottes willen ni.lck etwa die Schwester hier auf den Hals. Schreiben Sie. es lei nickt so schlimm. Mcan kann ja auch nicht wissen. Dress jungen Kerls sind oft zäh wie Ochsenlcder." —
Grafen Reginas Brief, in dem sie dem alten Herrn auf Tannenberg die Verwundung mrd Gefangennahme von Helens Bruder mitteitte, brachte ihren Vormund in nicht geringe Verlegenheit.
, Wie würde Helen es aufnehmen? Sie würde gewiß Wernen, würde zu ihrem Bruder fahren wollen.
^ Dem Baron wurde -unbehaglich bei dem Gedanken.' Weinende Frauen gingen ihnr auf die Nerven. Er wußte nichts mit ihnen anzufangen
Und nun gar Helen! Er hatte sich zloar schon ganz nett an sie gewöhnt, aber immerhin — innerlich waren sie sich doch.iwck nccht nahe genug, daß er zur rechten Tröstung das rrcktrge Wort finden könnte. Und dann — ein Trostwort wegen dieses Engländers! Es war ihm einfach unmöglich!
Am lrebsten wäre es ihm, Regina hätte es ihm überhaupt nicht mitgeterlt.
„Die Aerzte zweifeln an seinen: Aufkommen!" so schrieb Regina. Dem alten Herrn wurde warnr ums Herz, wenn er an das tapfere Mädchen da draußen dachte. Die konnte rhn: so leicht keine andere ersetzen.
Wie ganz anders wäre es jetzt hier, wenn Alfred seinen Wunsch erfüllt hätte. —
. Den . Brief in der Hand, gab ec sich genmme Weile seinen Grübeleien hin.
will nicht undankbar sein," murmelte er. z^Helm
.ist ein liebes Mädchien. Es hätte weit schlimmer kommen können."
^ ^ Er war Alfred dankbar, daß er ihn darum gebeten, Helen einz'.kh^dLn. Im Zusammenleben mit ihr, ohne störende Nebenernflüsse, lernte er sie kennew Und auf seine Werse hatte er sie schon recht lieb gewonnen.
Freilich — eine Regina war sie für ihn nicht, konnte sie nie werden. Dazu fehlten die Vorbedingungen. — Aber immerhin, es tvar, wie Alfred sagte. Sie ließ sich noch leiten, formen. —
"Ich Hab' einen Brief bekommen, Helen, worin auch etwas fiir Dick^ sicht," sagte der Baron zu der jungen Frau, als sie ihm beim Frühstück gegenüber saß.
„O, von Fred?" fragte sie mit leuchtendem Blick.
„Von Alfred? . Gott bewahre! Der hat für seinen alten Vater keine Zeit. Der muß immer an einen gewissen kleinen Blondkopf schreiben."
„Schilt nicht, Papa! Ich lese Dir doch immer alles vor."
Er znüukorte mit den Au.gen. „Alles?"
-.Fast alles!"
„Na, na, na! Woll'n wir's mal untersuchen?"
„WaS bist Du doch für ein eifersückttger, böser alter Papa!" schmollte sie.
'-Na. wollen uns schon vertragen, um der Liebe unseres tapferen Jungen willen, nicht wahr?"
Sie trat an ihn heran mrd strich ihm liebkosend über die Hand. „Ich weiß schon, wie Du's meinst. Aber nun sag nur arrch endlich Deine Neuigkeit. Ist es etwas Gutes?"
>Huk! Doch nicht! Regina hat mir geschrieben."
„Konnnt sie wieder? Und hast Du mich dann nicht
mehr nötig?"
„Nein, mein Kind! Aber würbe Dir das wirklich ein wenig leid tun? Ut Dir der alte brummige Kerl tatsächlich lwb geworben? Aber nun hör' zu. Ich werde Dir diese Sette bester vorlej^ Wir .kämmen fonft wieder davon sfc .
» . .. Wir erhielten gestern neue Zufuhr. Annähernd 120 Verwundete. Leichte Fälle und schvere. Die leichter Verwundeten werden schon in einigen Tagen, nachdem sie gut gesäubert und verbunden wurden und sich etwas erholt haben, weiter geschafft, um anderen Platz zu machen. Die Schwewerwundeten bleiben hier, bis sie reijefähick sind. —
Und nun muß ich Dir etwas mitteilen. Etwas, waS uns persönlich angeht. Unter den SchwerverwundeteB befindet sich auch Helens Bruder Archibald." —
Helen sprang erregt auf. Mit weit geöffneten, schreck- haften Augen sah sie auf den alten Herrn. „O, Papa! Miß schrecklich! Soll ich zu ihm fahren?"
„Hm, ich weiß nicht, ob das gehen wird," sagte der Baron zögernd.
„Warum soll's nicht gehen, Papa? Laß nrich hin? Was schreibt Regina noch? Wird er etwa gar sterben? Was hat er für eine Verwundung?"
Herr von Werkheim warf erneu Blick in den Brief.
„Er hat beim Absturz beide Beiue gebrochem"
„Wie furchtbar! Beide Beine gebrochen." und nuH liefen ihr unaufl-alffan: die Träne über die blaß gewordene» Mangen.
„Dieser furchtbare Krieg! Beide Beine gebrockenl Und er ist noch so jung. Wird er nie wieder laufen können. Papa?"
„Aber, Kind! Wo denkst Du hin? DaS wird doch wie« der gut. So gut, wie es gewesen! Natürlich nicht von heut auf morgen, es braucht Zeit."
Er verschwieg ihr, was Regina weiter schrieb. Er sank« ihr nichts von der viel gefährlicheren Bauchwunde und datz nach Ausspruch der Aerzw Archibald Douglas wohl schvec- lich die nächsten acht Tage überleben würde. —
Nach längerer Pause rief Helen plötzlich lebhaft: „Jetzt weiß ich's, Papa, jetzt weiß ich, was wir tmr können. Wenn Archie reisefähig i-st, lasten wir ihn hiochqr bringen und Wege rhu. Nicht wahr, Papa?"
Lottfetzimg folgt»


