Ausgabe 
2.4.1918
 
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Wurme? 76

Dienstag den 2. April 1918

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Neue Tageszeitung

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15 Kilometer von Amiens.

Morcuil genommen. Fort Rennud gestürmt. Die Gefangenenrohl auf 75000 gestiegen

83600 Tonnen versenkt.

Der deutsche Generalstad meldet: 11

im Sk ® 4 f .../'Rotzes Kanplquartier. de« Ku>. Mae?» Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Auf dem Schlachffelde nördlich von der Somme ist die Lage «irverändert. Ayette wurde vom Feinde gesäubert.

Zwischen Somme und Avre warfen wir Engländer und die thnen zu Hilfe geeilten Franzosen aus Teilen ihrer vorderen Stellungen und nahmen B^eaucourt und Mezieres.

Jranzöstsche Angriffe gegen Montdidier scheiterten. Die Franzosen haben nunmehr auch mit der Zerstörung von Laon begonnen. Durch anhaltende Beschießung wurde die Kathedrale erheblich beschädigt.

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Leutnant Bongartz schoh seinen 32. und 33., Leutnant Ddet seinen 22. Gegner ab.

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Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. &

^v Erste Eeneralqnnrtiermeister: Ludendorff.

Abendbericht.

Berlin. SO. ML^. abends. lWTB. Amtlich.) Zwischen »«»mmc «nd Oise machten wir im Angriss Fortschritte.

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Westlicher Kriegsschauplatz.

Sfuf den Höhen westlich von der oberen Ancre wiesen wir ^glische Gegenangriffe ab.

Zwischen Somme und Oise haben wir im Angriff neue Er­folge errungen. Zu beiden Selten des Luce-Baches durchstießen wir die vordersten, durch französische Regimenter verstärkten englischen Linien, erstürmten die im Tale gelegenen Dörfer Aubercourt.Hangard und D emu in und warfen den Feind trotz heftigster Gegenangriffe auf Moreuil und die nörd­lich gelegenen Waldhöhen zurück.

^ Zwischen Moreuil und Noyon griffen wir die neu heran- Hesührten im Aufmarsch befindlichen französischen Armeekorps an. Nördlich von Montdidier warfen wir den Feind über die Nme- und Don-Niederung zurück und erstürmten die auf dem Mefürfer gelegenen Höhen. Mehrfach wiederholte Eegenan- Srrfse der Franzosen westlich von Montdidier, aus Fontaine her­aus und gegen das eroberte Mesnil scheiterten blutig. Fon-

LllupUr ithC Cm eifiihmt ' Mesnil in zähem Kampf

Die von Montdidier bis Noyon angreifenden Truppen war­fen den Feind aus seinen frisch aufgeworfenen Gräben über Anainvillers, Rallot und Hainvillers sowie auf ThiescourL und

zurück. Starke Gegenangriffe der Franzosen brachen auch hier zusammen. Das die Oise beherrschende Fort Renaud südwestlich von Noyon wurde im Sturm genommen.

®° tt cKcn Seiten der Front werden schwerste blutige Ver­luste des Feindes gemeldet.

* - *

den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalguartiermeister: Ludendorff.

Abendbericht.

Dettin. gl. März, abends. (WTB. Amtlich.) Oertliche er­folgreiche Kämpfe zwischen Luce-Vach und der Avre. Eegen- angrisse der Franzosen westlich und südwestlich von Montdidier gnld unter schweren Verlusten gescheitert.

X &*'$m^ V * n ** ^UmvtUr,

Wcsilichcr Kriegsschauplatz.

Auf dem schlachtselde nördlich von der Somme lebten Ar­tillerie- und Minenwerferkämpfe am Abend auf.

Zwischen dem Luce-Vache und der Avre setzten wir unsere Angrlffe fort und nahmen die Höhen nördlich von Moreuil. Engländer und Franzosen, die mehrmals vergeblich im Gegen- potz anliefen, erlitten schwere Verluste. Oertlicher Vorstoß auf

westlichen Aorv-Ufer brachte uns in den Besitz des Waldes

Arrachis

Auch gestern versuchten französische Divisionen in mehr­fachem Ansturm die westlich von Montdidier sowie zwischen Don und Matz verlorenen Dörfer und Höhen zurückzugewinnen. Ihre Angriffe brachen blutig zusammen.-

Mit den Kämpfen der letzten Tage hat sich die Zahl der seit Beginn der Schlacht eingebrachten Gefangenen auf über 75 000 erhöht.

*

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeistcr: Ludendorff.

*

Abendbericht.

1 AprU, abends. (WTD. Amtlich.) Bon dem Schlachtfelds In Frankreich nichts Neues.

re - -

|| Der österreichische Generalstab meldet: = ^ .-

Wien. 30. März (MTV.) Amtlich wird verlaulbarl:

An der Piave-Insel Papadopoli wiesen unsere Sicherüngs- Iruppen einen italienischen Vorstoß ab. Auch sonst war die Ge- fechrstärigkeU im Südwesten lebhafter.

Der Ehef der Generalstaber.

Wien» 31« März, (WTV.) Amtlich rohfc verlautbart:

3n Italien hält die lebhaftere Cefechtstätigkett an.

Der Chef tzrr TeneralstabrO.

Wien, 1. April. (WTV ) Amtlich wird verlautbart:

An der unteren Piave, im Raume von Afiago und im Lagi- becken wurden italienische Erkundungsvorstöße abgewiesen.

Der Chef des Eeneralstabes.

Der bulgarische Generalstab || == === meldet: U

Sofia, 28. März. (WTB.) Generalsiabsbericht. Mazedonische Front: In der Gegend der Moglena zeigten die beiderseitigen Artillerien lebhafte Tätigkeit. Auf der übri­gen Front war die Kampftätigkeit infolge der Schneefälle und des stürmischen Wetter unbedeutend.

*

Sofia, 29. März. (WTV.) Generalsiabsbericht. Mazedonische Front: Westlich vom Ochrida-See Zerstreute unsere Artillerie feindliche Arbeitstruppen. Im Eernabogen drang eine deutsche Erkundungsabteilung in die feindlichen Schützengräben westlich von dem Orte Makowo ein und brachte italienische Gefangene mit. Südlich vom Doiran-See zeitwei­lig Maschiuengeweyrfeuer Mehrere englische Infanterieabtei­lungen, die sich auf dem westlichen Ufer der Struma und südlich vom Vutkowo-See bewegten, wurden durch Feuer zerstreut.

Dobrudschasront: Waffenruhe.

Sofia, 30. März. (WTB.) Generalsiabsbericht.

Westlich des Prespa-Sees führten unsere Batterien einen gelungenen Feuerüberfall auf die feindlichen Stellungen aus. In der Gegend der Moglena war das beiderseitige Artillerie- fcuer für einige Zeit lebhafter. Westlich des Wardar griff eine unserer Erkunkingsabteilungen beim Dorfe Berakli Mahle eine feindliche Infanterieabteilung im Nahkampf an und zer­streute sie. Norden des Tahino-Sees versagten wir eine eng­lische Kavallerieabteilung durch unser Feuer,

Doorudschafront: Waffenruhe.

I Das türkische Hauptquartier fj = 1 meldet:=rr-J

Ä«tii«miiito,cI, 31. Mörz. WTB.) Tagesbericht.

Palästinafroüt: Am 29. und 30. März waren an der gan­zen <^ro nt alle Waffen rege. Lebhaftes Infanteriefeuer und eifrige Fliegertätigkeit begleiteten die an vielen Punkten ent­brennenden kleineren und größeren Jufanteriekämpfe, d.'ren Ausgang überall für uns glücklich war. Am 29. März wurden nördnch Medschel Iba zwei feindliche Kompagnien abgewiesen zrnd die vorgefck'obcmm Stellungen bei El Kaor von uns besetzt.

Bon uns vorstoßende Patrouillen kehrten mit Beute zurück. Oestlich des Jordan wurden die Kämpfe mit den nach dort übergegangenen feindlichen Kräften fortgesetzt. Ueberall wo der Gegner unsere Stellungen angriff, wurde er blutig abgewiesen. Nach Aussagen einiger der bis jetzt gemachten 50 Gefangenen verlor der Feind bis zu 50 Pro.Mt: vor einer unserer Kompag­nien lagen allein 200 Tote. Am 30. März vertrieben wir den Feind von den Höhen von Ul Buoet und wiesen seine umfassen, den Angriffe bei El Kaor durch Gegenangriffe ab. Hier wur- den 20 Gefangene gemacht und dem Angreifer schwere Verluste zugefügt. Starke feindliche Angriffe aus der Richtung Koar Tut und Bet Rina scheiterten ebenfalls. Der Feind wurde bis hinter Scheich Mesiud geworfen. Am Jordan wiesen wir auf dem Westufer ein feindliches Bataillon durch Feuer ab: «mch wurde hier eine feindliche Kavallerieabteilung eilig zur Rück­kehr gezwungen. Oestlich des Jordan wurden stärkere feindliche Kavalleriekräfte über den Wadi el Abiad geworfen und hierbei Gefangene gemacht. Unsere Artillerie hält die Nachschubstraße des Gegners auf diesem Ufer unter wirksamem Feuer. Die hef- tigen Angriffe gegen unsere Stellungen wurden wiederholt. Alle Stellungen blieben fest in unserer Hand. Der Gegner hatte auch hier schwere Verluste

Mesopotamien: Am Tigris erneute feindliche Aufklärungen mit Autos. Die Abmärsche stärkerer feindlicher Kräfte stromab wurden festgestellt. Sonst keine besonderen Ereignisse.

23000 Tonnen versenkt.

B-rli». 29. März. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet des Mittelmeeres versenkten unsere Unterseeboote sieben Dampfer von etwa 23 000 Bruttoregistertonnen.

Der Chef de» Admiralstabs der Marine.

Die Schlacht in Frankreich.

Unsere Erfolge an der Srarpe.

Berlin. 29. März. (WTB.) Am 28. März erfolgte nörd- lich der Ccarpe ein Teilangriff. Nach starker, wirksamster Ar­tillerievorbereitung aller Kaliber traten unsere Truppen zum Sturm an. Auf der ganzen Front wurden wichtige Ortschaften, Stützpunkte und beherrschende Höhenstellungen genommen und unsere Ziele voll erreicht. Die blutigen Verluste des Feindes sind sehr ernst. Außerdem l '-ßle der Feind hier weitere 2009 Mann an Gefangenen e , esoi-ders hervorzuheben ist die Erstürmung der starken g von Roeux nördlich der Scarpe,.

die das Flußtal beher^ Südlich der Scarpe durchstießen unsere Divisionen in großer Tiefe die britischen Stellungen und zwangen die Engländer zum Rückzug. Hier ist die Erstürmung des wichtigen Franziskaner-Berges westlich Monchy und des ebenso bedeutenden Kaninchen-Berges östlich Mercatel beinern kenswert. Infolge der hier erreichten bedrohlichen Einbuchtung der englischen Front liegen die nunmehrigen feindlichen Stel­lungen unter dem Flankenfeuer unserer Batterien

Englische Meuterer.

Berlin, 29. März. (WTB.) Teile der neunten englischem Division weigerten sich anzugreifen, worauf 150 Mann vom ihren Offizieren erschossen wurden.

Oberbefehlshaber Fach.

Haag, 30. März. Reuter zufolge meldetMorning Post": - Unter vollkommener Billigung des Feldmarschalls Haig be­schlossen die französische und die englische Regierung, den Geye. ral F o ch zum Oberbefehlshaber der französischen und englischem Heere an der Wesffront während der Dauer der jetzigen Ope- rationen zu ernennen.

Die englischen Verluste.

Berlin, 29. März. (3VTB.) Reuter bemüht sich, die eng­lischen Verluste als nicht beträchtlich, die unserigen als außer­ordentlich schwer hinzustellen. Das englische Heer zählt ein­schließlich der in Italien befindlichen Teile 62 Divisionen. Da­von waren an dem von uns jüngst angegriffenen Frontteil 24 Divisionen in Stellung. Im Verlaufe der Kämpfe wurden von den Reserven bisher weitere 16 englische Divisionen eingesetzt. Das sind bis jetzt 39 englische Divisionen. Wenn einem sich tapfer und zähe wehrenden Gegner wie dem englischen 70000 Gefangene sie betreffen hauptsächlich diesen abgenommen werden, so läßt schon dieser Umstand einen Rückschluß auf seine blutigen Verluste zu. Abgesehen davon liegen auf dem Schlacht­felde die aufgefundenen Toten zu Haufen. Das bestätigt au-' dererseits die unerhörten Leistungen der deutschen Truppen aufs neue, umsomehr als auch die Franzosen sich dem deutschen Vor^ marsch mtt bisher 14 Divisionen erttgegeuwarfen. Vergeblich.