Hummer 64
Zamstag. den 16. Mörz 11>1H
11. Jahrgang.
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Feindliche Snnden in der Ukraine teiltrenf. - Knchnmttch belekt. - SO’.HIO Tonne» »evfcnlit Anerkenn»»!, des Herzogtums Kurland. — il.iijii.ljc Torpedoboote erbeniet.
Der vratsche Gcneraistab — — meldet: -
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Weltlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Die tagsüber schwache Artillerietätigkeit verstärkte fi* rer Einbruch der Dunkelheit in wenigen Abschnitten. W ' - d der Nacht lebte sie in Verbindung mit eigenen und feindlichen Erkundungsvorstcßen vorübergehend auf.
Heeresaruope Deutscher Kronprinz Dre Vlmkstelle der Franzosen auf der Kathedrale von Reims wurde erneut in Tätigkeit beobachtet. Heftiges Zerftörungs. teuer von Mittag an auf unseren Stellungen nördlich und nordöstlich von Vrosnes. Starke französische Abteilungen, die am Abend in breiter Front oorstie^en, konnten nur westlich von der Straße Thuizy-Nauroy in unserem vorderen Graben Fuß fassen; rm übrigen wurden sie im Nahkampf zuriickgewiesen
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Osten.
Kindliche Banden die <n der Ukraine die von Gomel und Kiew nach Vachmatsch führenden Bahnen bedrohten, wurden in mehrfachen Kämpfen zerstreut. Vachmatsch wurde besetzt.
Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neue,.
Der Erste Generalquartjermeister: Ludendorff. Alieodber*' \
Berlin. 15. Marz, abends. (MTV.. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Durch Eeschühfeuer versenkt.
London. 13. März. (MTV.) Das Reuterfche Bureau meldet: Der irische Schooner ..Nanny Myngal" ist von einem deutschen Unterseeboot an der irischen Küste durch Eeschützfeuer versenkt worden.
rie mähre Lage.
|| Der österreichische Geueraistal»
“=== meldet: - — —
SBien, 15 . März. (MTV.) Amtlich wird verlautbart: Nichts Neues.
Der Chef des Eeneralstaöe».
Das tür-irische Hauptquartier ll - meldet: -^
Konstantinopel. 14. März. (WTB.) Der amtliche Tages- bericht meldet u. a.:
Ein feindlicher Zug, der im Iordantal auf Maskera vorgeben wollte, wurde verlustreich abgewiesen. In Trapezunt fielen 82. in Erzerum bis jetzt 32 Geschütze, in Manahatum 18 Minenwerfer in unsere Hand. Armenier in Stärke von 2000 Mann. 6 Maschinengewehren und 210 Reitern griffen am 11. März unsere in Achlat und Kareulsch befindlichen Truppen an. Sie wurden verlustreich abgeschlagen.
Bern, 14. März. (WTB. Nichtamtlich.) Archibald Hurt fasit lm ..Daily Telegraph" die britische Schiffabrtslage folgendermasten zusammen: Die großen Schiffe zu durch bonittlich 5000. kleinen Schiffe zu 1000 Tonnen angenonunen verloren wir im Vorjahr 41/2 Millionen Tonnen. Wir ersetzten durch Bau und Ankauf U/ 2 Millionen, erlitten somit einen Nettoverlnst von 20 Prozent unserer Gesamttonage. Im Januar und Februar war trotz aller Reorganisation und optimistischen Reden das Bauergebnis nicht besser als im Vorjahre. Der neutrale Schiffsmarkt At so gut wie erschöpft. Von den internierten feindlichen Schiffen ist kaum noch etwas zu erwarten. Die Vereinigten Staaten und die anderen Länder können uns, wie der Erste Lord der Admiralität Sir Eric Geddes zugab. nicht sofort beispringen, andererseits können unsere Lebensmittelrationen nicht weiter gekürzt werdeii, ohne die Moral und die physische Widerstandskraft des Volkes zu beeinträchtigen. Archibald Hurd betont, daß jedes jetzt verlorene Schiff einen Verlust on dem stark verminderten Bestand bedeute und daher verhältnismäßig viel empfindlicher sei als früher und an prozentualer Schwere zunehme, bis die Schiffsbaustockung durch radikale Maßnahmen beseitigt werde. Er schiebt die Schuld der Leitung des Schisfsbaues durch Nichtsachmänner zu, wie Leddes und Anderson, von denen der erstere ein tüchtiger Eisenbahndirektor, der letztere vielleicht ein guter Redner sei, N aber beide vom Schiffsbau nicksts verständen. Jetzt wird die Sturmglocke geläutet, sagt Archibald Hurd, jedermann fängt jetzt an zu verstehen, daß die Pläne entweder schlecht woren, oder, wenn sie gut waren, versagt haben; während dessen zerstört der Feind unsere Schifffahrtskraft weiter, die unsere wesentlichste Kampfkraft ist, ohne welche die Marine, das Heer, die Munitionsversorgung, die Vervslegung und alles andere der Ericköpfung entaegenaehen müssen.
Der Schreiber schließt: Wenn die gegenwärtige Lage gebessert werden soll, müssen sofort durchgreifende Neuordnungen vorgenommen, die B"ziehnngen zwischen Staat, Arbeitgebern und Arbeitnehmern vereinfacht und taktvoll an d'e Meister und Leute appelliert werden, daß pn*?, wofür Irtr kämpfen, von ihren Anstrengungen in den nächsten paar Monaten abhänat.
KnWrf'f ffftfntf*.
Zürich, 15. März. Nach einer Havasmeldung aus Petersburg wäre die Stadt Abo im Südwesten Finnlands von den Deutschen eine halbe Stunde lang bombardiert worden, da die Roten Garden nicht kapitulieren wollten. Darauf hätten sich die Roten Garden zurückaewgen. Die Deutschen erbeuteten im Ha'en von Abo drei russische Torpedoboote und einige Minensucher.
30 000 kennen wcrfcnlit.
^rlin, 15. Jan. (MTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England, vorwiegend im Aermelkanal. fügten unsere Untersee- boo e dem Gegner neuerdings einen Verlust von 20 000 Vrutto- registertonnen Handelsschiffsraum zu. Alle versenkten Dampfer, darunter drei wertvolle Schiffe von rund 4000 bis 5000 Brtg. waren bewaffnet und größtenteils stark gesichert. Namentlich festgestellt wurden der tiefbeladene französische Dampfer „Sene- gambic ll628 Vrtg.). Den Hauptanteil an diesen Erfolgen bat der Kapitänleutnant V i e b e g.
Der Chef des Admiralstabs -er Marine »
Das Hcfpitalfchiff „Guildford Castle".
London, 14. März (MTB.) Amtlich incldet das Reutecjchc Bureau: Das Hospitalschiff „Guildford Castle" wurde auf der Heimreise am Eingang des Kanals von Bristol am 10. März 5 Uhr 35 Min. nachmittags von einem feindlichen Unterseeboot ohne Erfolg angegriffen. Das Schiff führte die Rote-Kreuz- Flagge und hatte alle für Hofpitalfchiffe vorgefchriebenen Lichter ange^'indet.
<NlOrttls Itetfittctflnn"skdttitt.
Eonf. 15. März. Dis „Daily Mail" meldet: Mir erfahren, daß gle'che Maßnahmen, wie sie die Enteme gegenüber Holland beschlossen hat, um die preußische Vo-^^-schaft zu. brocken, auch gegen die anderen noch neutralen Kraalen beoorstehen In dem jetzigen Wettkampfe darf es keine Neutralen geben, die die Niederwerfung des Feindes verzögern. Jedenfalls stehen wir am Ende der Politik der Entente. Was die Deutschen in Rußland und Rumänien durch ihre Fristnoten erreichten, werden die Alliierten durch ähnliche Machmittel jetzt in kürzester Frist erzwingen.
Haag, 14. März. Die „Times" nehmen in einem Leitartikel Stellung zu der Frage des Abtrelens neutralen Schiffsraumes an die Entente. Man fühle, daß die Deutschen sehr nahe daran seien, sich einbilden zu können, die neutrale Schiffahrt von dem Weltmeer völlig vertrieben zu haben. Es bleibe den Verbündeten kein anderer Ausweg, als ein Handelsabkommen zu schließen, auf Grund dessen die Handelsschiffahrt, die durch die deutsche Blockade in den Häfen der Verbündeten stilliege, für den eigenen Gebrauch zu verwenden. Deutschland habe mindestens auf feinen Vinnengewäsfern so viele Schiffe im Gebrauch, als die Entente durch diesen Vertrag erhalten könne.
Auch Schweden muß?
Malmö, 13 März. (WTB ) „Sydvenska Dagbl'det" treibt: Be, einer Ver-ammlung, die in Gotenburg zwische« mehreren Reedern und Vertretern der Regreruna stattfand, hat, wie ..Goeteborgs Morgcnpost" erfährt, die Regierung um die Abgabe non weiteren 400 060 Tonnen schwedischer Tonnage an die Ent-nie ersr cht Die Vertreter der Reedereien stehen einem solchen Vorschlag natürlich bedenklich gegenüber, es scheint indessen. als ob die Negierung ihre Hände schon im voraus aebun- l den und die Handelsflotte Schwedens verschenkt hat. ohne ihre Besitzer zu fragen. Es wurde nämlich anaenommen, daß. wenn die Reeder sich nicht entgegenkommend stellen, die Regierung von dem Enteign:,ngsgesetz Gebrauch machen und dre Tonnage zwangsweise requirieren würde.
Ijn^nnö lc'iit iw rMiMf Wifflümi, a'i.
Ccnf, 15. März. Haager Drahtungen vom 15. März früh zufolge wurde den Gesandten der Verbündeten am Haag heute früh durch den Minister des Aeußern mitqeteilt. daß die hollän- dische Regierung die Forderungen des Verbandes in der gestellten Frist nicht annehmen könne, dagegen zu Verhandlunge« bereit fei.
Die deutsche Meinung.
Mit der an Hollen) gerichteten Forderung des Vierverban des beschäftigte sich heute im Auswärtigen Amt zu Berlin eine Konferenz, an der außer den leitenden Persönlichkenen unserem Politik Vertreter der zuständigen Militär- und Marinestcllen teilnohmen. Zur Erörterung stand, wie wir hören, ausschließlich die Frage, welche Maßnahmen wir zu ergreifen haben, wenn Holland die Verbandsbedingunqen annehmrn sollte. Nach den in der Wilbelmstraße vorliegenden Nachrichten dürfte es jedoch zu keinem Eingehen der Niederlande auf die Forderungen des Verbands kommen. Es sollen nach dieser Richtung hin schon bestimmte Zusagen vorliegen. Anderseits sollen wir im Haag die Versicherung abgegeben haben. >>aß die Kräfte unserer R'win- schiffahrt in weiterem Umfange Holland zur Verfüaung gestellt werden, um es mit Kohlen und Erzen so umfassend wie nur möglich zu versehen.
Uar der 0-ffcnsme?
Der ..Zürcher Tagesanzeiger" berichtet: Die Unternehmungen auf der Westfront wachsen allwäblich derart in die Breite und nehmen an Heftigkeit derart zu, daß man kaum mehr entscheiden f*nn, was als kurz gedachtes Aufklärungsunternehme» geplant ist oder ob aus diesem oder jenem Vorstoß nicht unvermittelt die große Entscheidung herauswächst. Wie die Englän. der melden, haben die Deutschen i.m Norden von Nvern in einer Breite von über zehn Kilometern anoegrisien. so daß schon von einer Schlacht gesprochen werden muß. Und Kämpfe ähnlick)er Ausdehnung werden auch an anderen Frontabschnitren qemel-» det. Verspricht die Wetterlage noch einige Tage Beständigkeit, so ist es nickt ausgesihlosien. daß man unvermittelt in die grotzs Frühlingsoffensive hinübergleitet.
Knikers Dank an irnrl^nd.
Berlin. 14. März. (WTB.) Der Kaiser und König haben dem Brron v. Rahden-Maihof in Mitau als Vorsitzenden des kurländischen Lrndesrats folgendes Telegramm zugehen lasten:
Mit herzlicher Freude habe ich die mir im Namen des kur- ländifchen Landesrates übersandten treuen Grüße empfangen. Mein Herz rst tief bewegt und von Dank gegen Gott erfüllt, daß es mir vergönnt gewesen ist, deutsches Blut und deutsche Kultur vor dem Untergang zu erreten. Gott segne Ihr Land, dem deutsche Treue, deutscher Mut und Ausdauer das Gepräge gegeben haben.
AurrktNüM-l iw snrmtning ßiirlnni!.
Die Abordnung des Landesrats beim Reichskanzler.
Berlin, 15. März. (MTV. Amtlich.) Eine Abordnung de» kurländischen Landesrates, bestehend aus den Herren Landes- bevollmächtigter Baron Rehden, Eemcindeältester Weschneck, Rechtsanwalt M e l v i l l a und Superintendent B e r n e w i tz, ist heute beim Reichskanzler Dr. Grafen v. H e r t l i n g erschienen, um ihm den Beschluß des Landesrats vom 8. März zu überreichen und eine Antwort des Kaisers darauf zu erbitten. Der Reichskanzler empfing die Abordnung im Eartcnsaal des Reichs- kanzlerpalais. Er sprach bei der Begrüßung die Hoffnung aus. daß der heutige geschrchtliche Vorgang für Kurland und für das Deutsche Reich in gleichem Maße gute Früchte zeitigen möge.


