Grane Gefahren.
Noman auS der Gegenwart von M. Gontard - SfiuS. 55) * ' ' 9?aJ'Mv(f verdaten.
(?r griff hinein und nahm eine Handdoll Papiere heraus.
..Na, sehen Sie wohl, da hätten wir ja, was wir suchen."
Frcm von Düring stand wie zum Sprung bereit neben dem Stuhl, dessen Lehne fie fest umklammerte. Es sah aus, als wollte sie sich aus den Mann stürzen.
„Zeichnungen! Schriftstücke! Hnr, englische. Ah. und .^rer, eine Anweisung für die Bank von England. Ah, und hier auch französische Schriftstücke. Na, gnädige Frau, dann wollen wir Sie nicht weiter belästigen."
Z-rau von Düring schlug die Hände vors Gesicht und schluchzte trocken auf. „Was geschieht mit nur?" fragte sie stockend.
„Sie bleiben vorläufig hier in Ihrem Haute. Ich stehe davon ab. Sie gleich mitzunehmen. Ich möchte irrt- nötiges Aufsehen vermeiden. Versuchen Sie aber nicht etwa das Hans zu verlassen, es würde Ihnen nichts nützen das Hans ist bemacht. Auch Sie. Fräulein, bleiben hier. Jeder Fluchtversuch würde Ihre Lage verschlechtern. Nach Dunkel- werden wird man Sie abholen."
Frau von Düring war wie gelähmt. Mit schreckhaft erweiterten Angen starrte sie den Herren nach, als sie das Zimmer verliehen. —
? Minutenlang lag Schweigen über dem Nai'm. Dann schlich Mary auf den Zehenspitzen zum Fenster und sah hinaus.
„Ich sehe niemanden." flüsterte sie. „Ich glaube gar lücht. daß wir bewacht werden."
Frau von Düring winkte abwehrend mit der Hand.
Mit geschloffenen Augen, blaß, gleich einer Toten lehnre sie m ihrem Stuhl.
Was nun? Das war die Frage, mit der sie ihr Hirn freberhaft abquälte. Sollte dies das Ende ihres Traumes ton Reichtum und Glanz sein?
„Wir müssen fort, gnädige Frau!" sagte Mary nach kurzem Schweigen. „Wir müssen sehen, daß wir hier heraus kommen, dann fahren wir nach Holland."
„Nach Holland! Ja. aber wie? O Gott, Mary mein Geld! Mein Geld! Haben die Leute es gefunden?"
Mary lachte schadenfroh. „Ich bin sofort, als die Herren kamen, in das Schrankzimmer geschlüpft. Sie wissen/durch die Tapetentüre. Ich lauschte dann erst ein wenig, und als 'ch hörte, um was es sickhandelte,Hab' ich den Geldkasten rasch heransgedolt und ihn draußen unter der Truhe versteckt."
„Gott sei Tank, Mary! Welch ein Glück, daß ich den Geldkasten nickt im Schreibtisch gelassen habe. Gerade als ob m'ch eine Ahnung warnte."
Mary dockte nach. „Wir müssen in der Dämmerung aus dem Hause, gnädige Frau."
„Und wenn das Haus umstellt ist?"
„Ach. es wird schon gelinoen. Wir steigen aus dem Fenster, das aus den Garten gebt."
„Aber wenn man nns sieht?"
„Man wird uns nicht seken. Es ist ein trüber Tag und es wird früh dunkel. Wenn wir erst durchs Fenster sind, laufen wir hinüber in Winklers Garten, von dort konnuen wir in die kleine Gasse, die zuin Hafen führt."
„Geht das denn?"
„Es geht fehr gut!'
Ddary wußte es. Sie kvckte es oft genug ervrobk
..Aber dann?" fragte die Herrin -.weiie.'nd.
„Ja dann?" Marv sann nach. „Wir müssen ein Auto haben. Auf der Balm kannten sie uns zu leickt entdecken."
>a, ja. ein Auto! Mary. Sie sind eine Perle Wie
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6ul. daß ich Sie habe. Ein Auto, mag es kosten, was m KiU. Und dann bleiben wir zufanimen in Holland oder England."
Mary trat vorsichtig ans Fenster.
„Trüben auf der anderen Seite der Straße geht ein Herr langsam hin und her, gnädige Frau. Tos ist sicher ein Geheimpolizist."
Frau von Düring stand auf und trat näher. Unruhig -pähte sie hinaus. „Sicher ist das ein Kriminalbeamter. Aber er kümmert sich gar nickt um unser Haus. Keinen einzigen Blick wirft er hierher."
„Das sieht wohl nur so aus. Aber einerlei, wir wollen lhm doch ein Schnippchen schlagen."
„Wenn wir nur ein Auto finden, Mary! Dies entsetzliche Wetter. Hören Sie nur, wie es stürmt. Zu Fuß kommen wir nicht weit."
„Das Wetter ist für unfern Plan wie geschaffen. Be? dem klatschenden Regen und dem Heulen des Sturmes hört man kein Geräusch."
. In drückendem Schweigen saßen die Frauen einige Zeit.
„Ick werde nach unten gehen und uns etwas zu ellen dolen. Wer rceifs. wir lange wir heute Nacht noch ohne Nahruna sein müssen."
„Wie aut. daß Sie an alles denken. Mary. Ich wüßte nicht was ich obne Sie anfanaen sollte."
Langsam kroch die Dunkelheit heran. Mit angebal- tenem Atem lauschten die Frauen, wenn das Geräusch eines vorüberiahrenden Wagens an ihr Ohr schlug.
Kam man. um sie zu holen?
Bon Zeit zu Zeit spähte Mary durch den Spitzenvor- bang ans die Straße. Der Wächter ging unauffällig aus dem jenseitigen Fußsteig hin und her.
^off^tzung folat.
Verwandten, Freunden nnd Bekannten teilen wir hierdurch mit, daß die Beisetzung unseres im Juli 1917 auf dem Felde der Ehre gefabenen iniug'tgelieblen Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Neffen
Gefreiter Hjh. Meß
Sonnta^, drn 17. März 1918, nachmittags 2 Uhr in Wcckesheim statlflndet«
Weckesheim, den 15. März 1918.
Heinrich Rieß und Familie.
Krüannlmachung.
V* rz 1918 ist eine Bekanntmachung Nr.
0/11-17. K. N. 31., betreffend „Beschlagnahme und .Neldep,licht von gesammelten rohen Menschenhaaren" erlassen worden.
Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Llnschlag veröffentlicht worden.
L tkllv . firnfmKon iHifliiiio IS. ArinttiW.
1 . MIM l!Mgl».
Eingetragene Genossenschaft ===== mit beschränkter Haftpflicht. =====
Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 1 3. ds. Mts. ist die
Dividende pro 1917 auf 7 %
festgesetzt worden und kann
kegen Vorzeigung der Stammanieilbucfief
von heute ab an unserer Kasse in Empfang genommen werden.
Ein Postchen
Bi-tt«
reine Wolle eingetroüen
l^lcSiasl Seltener,
FriedSterg i. H.
Habe einige Wagron
BMli-Acithch,
sowie ein Waggon
Wicn-Kchpe!lch,
Brennholzqua'.iiät, abzugeben.
Heinrich Georg V.,
Ilbeshausen, Fern precher 2.
Danksagung.
Für die herzliche Teilnahme, die uns anläßlich der Kankheit und des Abfcheidens unseres einzigen Kindes enlgegengebracht wurde, sowie für die zahlreichen Kranzs-e.r.
den sagen
innige» Dank.
Okarü.'n, den 11. März 1918.
§ic ftflnrruöfn H.ii'crckckm
I. d. N.:
Friedrich Decher.
der Gräflichen Oberförsterer Laubach.
.„„r.®?,? 1 “?’ o‘ n . 18 - I918 ' vorm. 10 ur lt , „och Zu ammen-
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Tas Ge'pül o"s der >>o piiaf- kfche und rem De.sornmas >aus. eimchließl ch des gefam en Kü- chenabioll'"'. in der Zeit vom 1 April 1818 bis 3t. Mär; 1919, w rd
Montag. den 18. Mär; ISIS, ro mittaaS N Uhr. im Ra Haus ö.Tcntlicf) an die Mei tbie endnr ve steigert. Friedberg. den 12. Man 1^18. Der Bürgermeister. __ 7s V.: 'j'oni m.
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