Grane Gefahren.
Noman aus der Gegenwart von M. Gvntard. Schuck.
^0) Nachdruck verholen.
Seit Tagen fand sie keine Ruhe mehr. Könnte nicht längst wieder Nachricht von London gekommen sein? Wie hatte man dort ibr Anerbieten ausgenommen? War es überhaupt in die reckten Hände gelangt? Auch Frau von Werkkeim hatte nock keine Nachricht erhalten. Gestern war sie bei ihr gewesen, um danach zu fragen.
Morgen abend würde der Vermittler wiederkommen. Er drang auf ihre Entscheidung! Er wollte Geld.
Ihre Braunen zogen sich finster Zusammen. Sie sann. — Wie war sie nur dazu gekommen? Wie ging es zu, daß sie niit diesem Menschen bekannt geworden war?
Der Zufall, dieser ewig junge Kuppler. Und wenn erst einmal der Teufel seine Krallen um einen geschlagen, dann kann man nickt wieder los. Seit sie damals die Plän^ des neuen Unterseebootes an Frankreich gegeben, wußte sie, wie leicht das Geld zu verdienen war. Und seit der Zeit fnm ibr immer wieder der Gedanke, auch mit En-stand ihrem Vaterlande, auf diese Weise in Verbindung zu treten' v . Geld verdienen! Viel Geld! Und dann hinaus ans t-ie.er Enge. Hinaus in die schöne bunte Welt.
^ie war jung und schön. Hatte man es ihr nicht eff ponwfj gesagt, früher! Sie sprang auf und trat vor den Spiegel. Aber - sah dasGesicht da im Spiegel nicht ganz alt und verfallen aus?
Wie eisiger Schreck fuhr es durch sie hin. Erregt stnck sie ^ sich über die Augen und starrte dann wieder in b n n Spiegel.
Aufmerksam musterte sie ihre Züge. Dann mußte laa^ln.
. Wie hatte sie so erschrecken können! Sie war ja noch lang und schön. Jung und genußsähig, Die Welt nit Ihlen Freuden lag noch vor ihr.
Die schleckte Laune von vorhin war vorüber. Sie schwamm. in Znkunftsfreuden. Viele schöne Jahre lagen noch vor ihr. Sw war jung, gesund und kräftig.
Sie lackte glücklich Wenn sie klug vorging, konnte es Leben ^ öteIe ^ne, genußfähige, glückliche Jahre
Wer fragte eine berühmte Künstlerin, wie alt sie sei wenn sie sich ihre Schönheit und Jugend über ihre Jahr? hinaus bewahrte?
Und geradeso wollte sie es auch machen. Auch sie wollte -.hea.er spielen, wenn auch nicht aus den weltbedeutenden Brettern —
Ein Geräusch unterbrach sie in ihrem glücklichen Sinnen Mary stand an der Türe.
ist ein Mann draußen, gnädige Frau. Er wünickt gnädige Frau zu sprechen."
.,ElN Mann?" fragte Frau von Düring mißtrauisch ..Ein Mann? Was will er? Und wer ist es denn? Wie oft habe ick Ihnen schon gesagt, Mary, Sie sollen sich" in ^hren Meldungen nickt so sonderbar ausdrücken."
Mary zuckt? die Schultern. „Wie ein feiner Herr siebt er nicht ans. Was er will, hat er mir nicht gesagt. Er miisse gnädige Frau in einer wichtigen Angelegenheit persönlich sprechen."
„Wichtige Angelegenheit? — So führen Sie ihn hierher chder nein! . Warten Sie — nicht hierher, bringen Sie ibn
m das Zimmer des Herrn. Ich komme in einigen Minuten." —
Ein kleiner, tückw. deniütlick anssehender Herr trat Ennlv entgegen als sie die Schwelle zu ihres Gatten Sun* mer überschritt.
Mit freundlichem Lackeln kam er ans sie zu.
^ -Mein Name ist Snvders, gnädige Frau. Martin snyders aus Roosendaal. Ich Hab Ihnen Grüße zu üker- bringen."
Frau von Düring sah dem sonderbaren Besuch verwundert in die Auaen. „Grüße? Von wem?" fragte sie.
„Sind wir ungestört?" kam die leise Gegenfrage als er dickt vor ihr siand.
Eine Augenblick durchfuhr sie ein Gefühl lähmenden ^ckreckens. Aber nur einen Augenblick. Ah, da wa" der Ersehnte.
Ohne ein Wort zu sagen, fefhitt sie zum Schreibtisch mck örneffe auf den Klinaelknopf. Ueberraschend schnell erschien Mary im Rahmen der Türe.
. ..Macken Sie sich fertig, Mary. Sie sollen mir rasch einen Brief zu Frau von Werkheim bringen und aus Antwort warten."
-SM,?, SS 3 ÄS SS,—
s&zsssst. äs -LrB»
« mir treu ergeben, horcht aber mit Vorliebe an den
. Wahrend sie rasck einige Zeilen auf eine Karte Web irrfi^Fr" frü0te ' ob sie sie am Abend besi.-fen
m\vn * " &ebanten mit Blitzesschnelle in ihrem
ff1T ? er Whnn c sollte nngcflört mit ibr sprechen Das kannte nur eins bedeuten: London! Sir Edward Doua'as! .^aiy surfte auf keinen Fall bier bleiben. Obgleich sie di-
rat her Be, „5er an bas Fenste, um sich z„ überzeuaen ob ■ ie wirksich bas Haus verließ.
°' K - nnen rt,ir ungi-Wrt förerhen," sagte er und FraiInl einigen Sekunden sein Gesicht der jungen
..Wober ich komme, brauche ich Jh„eg m« mehr 'agen Sie haben es bereits erraten, nicht wahr?"
..Von London? Don Sir Edward Douglas?"
Kopfnicken. ..Von Sir Edward
bieten?" ^ 0Dn Dunng, was haben Sic uns
ps 8 Id *- Einen Augenblick war
e^ ihr. als sei ihr die Kehle zugeschnürt.
..Haben Sie etwas Bestimmtes im Auge, was ^je uns verschaffen können, oder sind es nur allgemeine Aufklärungen und Winke?"
Frau von Düring? Blicke flogen sckeu über den vor ibr -Lrte.ienden. Was wollte der Mann von ibr? Wie forire-
waren alle rosigen Znkunfsträume, die sie noch ek-n tvurbe? e t mnn ^ ^h!Wug? Wenn es entdeckt
Niln straffte sich ihre Gestalt.
Fortsetzung fokal.
Oür die vielen Beweise warmer Teilnahme bei dem Heimgang meiner lieben Frau, unserer treusoraen- den Mutter
Snlannn
m
geb. Kitz
iomic für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Fischer, für die Niederlegunq des Kranzes vom Eoang. Frauenverein und die vielen Kranz- und Vlumen'penden
saczen wir im Namen aller Hinterbliebenen von Herzen Dank.
Rodheim v. d. Höhe, den 27. Februar 1918.
Wnlmidisbcflinn: 3. April 1918. Programme ostenlos. — Oberk«rkus mit Abschlußprüfung für Leiterinnen von Eartenbaukolonien. — Unt r ursus für grauen und Mädchen zur Ausbildung im praktischen Garten- und Gemüsebau. — Hospitantinncnkurse vorgesehen. - Anmeldungen wie Ansknnft im Landw. Institut (Geschäftszimmer).
Berstcigcrungs Änreiqe
ltch meistbietend gegen Barzahlung versteigern: ''
pänner-Kafteuwageu, l leichtes Einspänner- ,.c„, l ^totzkarren, I Häckselmaschine, verschie- bcuc Kummete, i Pseröcge ch-rr u. Kiemen. Ferner:
2 irfa 10 3**’ Tragkr.. 2 Leitern, 1 Schrot, betten, versch. -eichte Kelten, t Paar Zugkellen, 16 eiferte Gartcnp/osle.», 27 . Meter lano
hiU l C 'J ^ c,, S* er ' s^wie sonstige landwirt- lchaüliche i»nv Haltsgcrätscha len.
^rau Louis Köhler AZwe., Re ichelsheim fWetlerau).
Hermann
und
Ph. Henfel
Kinder.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Lechen und Hinscheiden unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders
Johannes
sagen wir allen Verwandten, Freunden, Bekannten, Schulkameraden, dem Jünglingsverein der Krankenschwester und für die zahlreichen Kranz- und Kerzenspenden auf diesem Wege unseren iiefstgefühlten Dank.
Ockstadt, den 28. Februar 1918.
kirmilie JohnniW Schimmi V.
Montag, drn 4. März, werden m den Forstorten Engeisborn und Luchenkron versteigert,'
177,9 rm Buchen-Scheiter: Knüppel rm: 350,4 Buche. tn'<? 3ljpe; Reisig rm:
192 Luche, 27,5 Eiche. Zu'ammenkunft vormittags 9 Uhr an der Kreuzung des bleuen Weges und der Rabenschnei.e.
^ Friedberg, den 26. Febr. 1918 . Frerherrl. Oberförsterei Ockstadt.
I.V. Augst, Grvsth. Forstmeister.
^ x V Fe chaftswagen mit Verdeck, passend für Bäcker oder Wascherei, beide ganz patent, sowie l» Stück iVahrkumeie, ^ Brustplatt-Ge chirre, l einspännia ^ahrge-chrrr, £ prima Ehat ekumete mit Leder- strangen^firberpiaLtierLe KammdeckeS,allesim besten Zus tande bl llrgst^b ei 8rr ttlei' Rendel.
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Keüaunlmachttng
Die Landes-Eierstelle für da« Erotzherzo sium Hessen hat mir di, Austorderungszettel zur
Abßkbe m feiern
ab 1. März 1918 übersandt. Iedeni Geflügelhalter wirb in diesen Ta> gen die für ihn bestimmte Auf. foideruag persönlich zngestellt weiden. Diese Anfforderunr, in der zugleich mitgereilt wird, wieviel Eier jeder Geflügelhalter in den einzelnen Zeitabschni ten abzuliefern hat, ist sorgfältig auszubewahren. Nähere Anfktärung erteilen auf Verlangen die von dem Großherwgliche.i Kreisamt bestellten Vertrauensmänner: Für die Stadt Friedbeka. Landwirt Hermann Honstein. Große Köhler- "asse 4. für den S adtieil Fauerbach: Landwirt Joha n Wilh. Eang. Kirchstrabe 1 . Geslüiet- halter, welche dis zum 5. März leinen Aufforderun 5 S.ettel "erhalten ha.en. sind verpflichtet, dres sofort dem Vertrauensmann mckzuteilen; Geflügeihalrer. wel< che dies nicht melden, setzen sich hoher Bestrafung aus.
Bon dem vaterländischen Sinn unserer Geflügelhalter wird erwartet, daß jeder seine Abgabe- Pflicht voll und ganz und auch rechtzeilig erfüllt. Für die Kinde , für unsere Verwunderen und Kranken und für alle, welche nicht selbst Hh.hner Hallen können, sind die Eier unentbehrlich. Wer Eier, die er ab uUefern hat. für sich behält oder auf Schleichwegen an andere verkauft, hilft unseren Feinden und begeht Verrat am Vaierland; außerdem hat er hohe Geld- oder auch Freiheilsstrasen neben Entziehung von liiahrungs- mUteln u,w. zu erwarteu. Friedberg, den 27. Februar 1918
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