Einzelbild herunterladen

Sozialdemokraten in der Regierung zu wirken, so ist ec gewiß nach seinen besten Kräften bemüht gewesen, diese Aufgabe zu erfüllen, aber selbst dazu war es schließlich nicht im geringsten nötig, weiteste vaterländische Kreise in der allen Tatsachen und aller Gerechtigkeit Hohn sprechenden Weise herauszufordern, wie Herr von Payer das mit seiner gestrigen Rede getan hat.

Dieser unverantwortliche Vorstoß gegen die Einigkeit des deutschen Volkes wird dadurch gewiß nicht verständlicher, daß Herr von Payer doch eigentlich ein dringendes Interesse daran haben mußte, sich als ersten im vollsten Wortsinne parlamentarischen Minister in Deutschland so einznführen, daß die Anfänge des parlamentarischen Systems nicht gerade diskreditiert wurden- denn Herr von Payer ist ja als ein­ziges Mitglied der gegenwärtigen Regierung der Krone und auch dem Kanzler, der sich lange gegen seine Berufung ge­sträubt bat, direkt als Pacteivertreter aufgedrängt worden. Selbst seine Freunde dürften int innersten Herzen dieses Debüt des parlamentarischen Systems sckwerlich als beson­ders glücklich empfinden. Wenn schließlich die Presse des Herrn von Payer es den Konservativen verübelt, daß sie ihrem Unwillen über die Rede Ausdruck gaben, so wirkt das reichlich komisch: und wenn diese berufenen Hüter der

Autorität dabei die Ministereigenschaft des Herrn von Payer betonen, so vergessen sie leider nur, wie wenig Herr von Payer gestern zu vergessen vermochte, daß er nicht als partei­politischer Klopffechter, sondern als Minister zu sprechen habe. Den Konservativen die Schuld an den staatsmän- nischen Methoden des Herrn von Payer zuzuschieben, dürste denn doch wohl nicht gut angehen.

Im ftuditf'iw

sprach zunächst der Sozialdemokrat Dr. Landsberg gegen die Haltung der Regierung während des Streiks. Immerhin aber hebt üch der Ton seiner Rede wohltuend gegen den Scheide­manns ab. Staatssekretär Wallras verteidigt die Regie­rung und spricht der Polizei den Dank aus. Reben dem getöteten Wachtmeister seien 21 Polizisten verwundet worden. Abg. R i e- ßer (Ratl.), der Präsident des Hansabundes, wandte sich mit bemerkenswerter Schärfe gegen die Sozialdemokraten. Sehr verständig redete er auch über die Kriegsgesellsckaften. Die Kriegsverordnungen haben eine Zahl erreicht, die eine Befol­gung der Verordnungen völlig aussihiietzt. Die mit ihnen ange­drohten hohen Strafen wirtet nicht mehr, schaden vielmehr. Ohne zwingende Notwendigkeit sollten neue Kriegsorganisatio- nen nicht ins Leben gerufen werden. Alle Kriegsgefollschaften s ten nach Friedensschluß sobald als möglich wieder verschwin­den. (Bravo.) Abg. Dr. Roe licke (Kons.): Für die 22

Kriegsgesellschasten in Berlin sind 22 Hotels gemietet worden. Darin zeigt sich kein Beispiel für Sparsamkeit. Die Reichsschuld wächst ins Angemessene, ern Wunder, daß wir sie noch tragen können. Die Friedensresolution schiebt der Möglichkeit einen Riegel vor, daß die Feinde, die uns die Lasten aufgebürdct haben, zu ihrer Abtragung herangezogen werden können. Die Resolution sollte uns den Frieden bringen. Das hat sich aber nicht getan. Run mögen die Feinde dafür büßen, daß sie unsere Hand nicht ergriffen haben Die Resolution ist jetzt hinfällig. Wir führen einen Verteidigungskrieg. Dazu gehört aber auch die Erhaltung der Integrrtät unseres Wirtschaftslebens. Um das zu erreichen, brauchen wir Kriegsentschädigung. Ich ver­stehe nicht, warum sich die Reickstagsmehrheit so an ihren Be­schluß klammert. Die Herren wißen ja auch gar nicht, wie lange die Reichstagsmehrhelt in den Kriegszielfragen noch Zusammen­halten wird. Das Zentrum hat sich in der Kriegszielfragc schon geändert. Es wird gesagt, es änderten sich 6ie Verhältnisse. (Lebhaftes Hehr richtig? im Zentrum und links.) Es kann auch balO einmal komm.n. daß sie wieder nach der anderen Seite um­sallen. Wir wollen einen guten Frieden. Die Kreise, die hinter uns stehen, find doch größer als Sie glauben.

sschr?s?rs Lumpenpack.

Nnter der IleberschrrfiOtto H. Kahn s ch ä m t sich" schreib die ..Frankfurter Zeitung":

Aus einer Rede des New Yorker Großbankiers H. Kahn in Milwaukee am 13. Januar 1913:

Ich entschuldige mich nicht wegen meiner denstä>en Ge­burt. noch schäme ich mich ihrer. Aber ich schärue mich schäme mich bitter und schmerzlich des Deutschlands, welches vor dem Gerichtshof der öffentlichen Meinung der Welt da­steht. überführt, den Krieg geplant und gewollt zu haben, überführt eutpörender Taten rn Belgien und Nordfrankreich der schändlichen Lnsitania-Morde, unzähliger Verletzungen der Haager Konvention und des Völkerrechts, abscheulicher und perfider Verschwönmgen in befreundeten Ländern "nd schamlosen Mißbrauches ihrer Gastfreundschaft, überführt, Verbrechen über Verbrechen gehäuft zu haben in scheußlicher Verhöhnung aller göttlichen und menschlichen Gesetze.

Dieser Otto H. Kahn ist leider in Deutschland geboren lebt aber glücklicherweise seit Jahrzehnten in den Vereinig­ten Staaten. Er hatte es, aus guten Gründen, vorgezogen, englischer Untertan zu werden und ist das jedenfalls kurz vor dem Kriege noch gewesen. Das hindert ihn nicht, seit einem Jahre als einer der unermüdlichsten und gehässigsten Hetzer gegen Deutschland und die Deutschen den heiligen Kreuzzug zu predigen, denwir Amerikaner" zur Be­freiung der Menschheit wider den deutschen und preußischen Geist zu führen haben."

DieFranfurter Zeitung" hätte aber hinzufügen kön­nen. daß Herr Kahn, wenn er noch in Deutschland leben würde zweifelsohne ein Anhänger derFrankfurter Zeitrmgspartei" wäre. Wie denn überhaupt Herr Kahn aus den Kreisen, die wir gemeinighch zu derFrankfurter Zeitung" rechnen können, viele Freunde und Gesinnungs­lumpen drüben in Amerika gefunden hat. So wird aus New York gemeldet: Die Anterikaner deutsck^n Ur­sprung hielten unter dem Patronate derFreunde der

deutschen Demokratie" eine große Versammlung ab, in der Resolutionen angenommen wurden, die den Kaiser au- greifen und das deutsche Volk ermahnen, die Autokratie zu stürzen. Dieser Aufruf soll in Deutschland durch ame­rikanische Flugzeuge verbreitet werden. Die Reden, die drei Stunden dauerten, fanden den vollen Beifall der Zu­hörer. Dr. Frank Cohn unterbreitet der Versammlung eine Resolution, in der erklärt wird, daß die Deutsch-Ame­rikaner fest entschlossen sind, ihr M^glichstes^u tun, um zum Siege der Alliierten beizutragen. In dieser Resolution wird bergesiigt: Wir versichern dem deutschen Volke, daß

das amerikanische Volk eine heftige Abneigung gegen den Militärdespotismus des Deutschen Reiches, aber keinen Haß gegen das deutsche Volk empfindet. Wir versichern dem deutschen Volke, daß es vergebens auf den Frieden hofft, w lange die Militärautokratie nicht zerstört ist. Wir fordern das deutsche Volk auf das entschiedenste auf, von seinem Rechte als eine freie Gemeinschaft Gebrauch zu machen ltnb sich seiner Autokraten zu entledigen. Diese Erklärung wird in den Vereinigten Staaten verbreitet werden zur Unter­schriftensammlung und sie wird dem deutchen Volke übermittelt werden. Jakob Schiff führte aus. daß die früheren guten Beziehungen zwischen dem Volke der Bereinigten Staaten und dem deutschen Volke wieder her­gestellt worden sollen, wenn die deutsche militaristische und autokratische Regierung verschwunden ist. Franz Siege?, einer der Söhne des General Siegel, versicherte, daß es wahr lei, was Wilson erklärt, daß nämlich die Veremia^n Staaten Deutschland keine Regierungsioim vorschreiben wollen, daß man aber wünsche, daß der Geist der Freiheit in Deutschland zum Siege gelange.

Wir müssen eigentlich Gott auf den Knien danken, daß wir dieses Gesindel los geworden -sind.

Pom Felde

der Ehre.

Friedbcrq. Ter Kriegsinvalide Hermann M o g k aus Blofeld r. d. Wetterau. beschäftigt bei Großh. Hess. Fn/anz- amt Friedberg, erhielt nachträglich wegen hervorragender Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Wir gratulieren!

Kreisrivderzuchtverein. Die diesjährige von etwa 50 Züch­tern besuchte Hauptversammlung des Kreisrinderzuchtvcreins Friedberg tagte unter dem Vorsitz des Herrn Direktors Oekono- mierat Spieß am vergangenen Sonntag imGoldenen Löwen" zu Butzbach. Rach Begrüßung der Anwesenden teilte der Vor­sitzende mrt. daß es Herrn Oekouomierat Breidenbach -Dor­heim. dem Vorsitzenden des Landwirtfckaftskammer-Ausschuffes, sowie desien Sekretär, Herrn Landw.-Lehrer Wagner nicht möglich sei. den Verhandlungen beizuwohnen. Er bedauert das durck mißliche Zugverbindungen veranlaßte Fernbleiben des letzteren, der als Nachfolger des im vergangenen Jahr verstorbe­nen Sekretärs Herrn Schwarz recht gerne diese Gelegenheit wahrgenommen hätte, sich den Züchtern aus dem Kreise Fried­berg vorzustellen. Zunächst verbreitet sich der Vorsitzende über die gegenwärtige durch den nun bald 4 Jahre lobenden Welt­krieg veranlaßte wirtschaftliche Lage unseres Vaterlandes und der hieraus sich ergebenden Aufgaben der Landwirtschaft, ganz besonders aber der harten und oft sebr in den Betrieb einschnei­denden Pflichten des Tierzüchters gegenüber der Allgemeinheit. Der Jahresbericht ergab ein den Kriegsverhältnisien entsprechen­des Bild über die Entwicklung und Aufgaben des Vereins. Im vergangenen Jahre tonnten an die Beschicker der Iungviehwei- den. auf die aus unserem Kreise allein die stattliche Anzahl von 81 Tieren aufgetrieben war, ein Zuschuß von $28 Mark aus­bezahlt werden. 10 Faselwärter wurden mit einer Prämie von je 10 Mark bedacht. Die Landmirtschaltskammer stellte dem Ver­ein 50 Zentner Rapskuchen zur Verfügung, die an die Bullen­haltungen derjenigen Gemeinden zur Verteilung gelangten, die einen eigenen Faselstall haben. Dce Rechnung für 1917/18 schließt mit einem Kasiavorrat von Mk. 839,24 ab, der mit den bereits in Kriegsanleihe angelegten Mk 700 zu einem Vereinsvermögen von über 1500 Mark ergänzt wird Der Voranschlag von 1918/19 fand mit Mk. 1600 in Einnahme und Ausgabe seine Genehmi­gung. Auch hier sind wieder 400 Mark bereitgestellt als Zuschuß an die Beschicke! der Zungviehweiden. Verteilt sollen sie werden nach dem bereits im vergangenen Jahr durchgeführten Plan, der für Tiere mit vollständigem Abstammungsnachweis Mk. 8, für solche mit Abstammung von nur einem eingetragenen Elterntier Mk. 6 und für Tiere mit keinem Abstammungsnachweis Mk. 4 vorsieht Für mehr als 2 Tiere ein und desselben Besitzers wer­den Zuschüsse jedoch nicht gemährt. Auch sind für dieses Jahr wieder Mittel im Betrage von Mk. 250 eingestellt für Durch, führung von Jnngvichprämiierungen. die sich bestens bewährt hatten, aber infolge des Krieges in den drei letzten Jahren nicht zur Durchführung gelangten. Diese Prämiierungen sollen An­fang Juli nach dem früher genehmigten Plan in den Orten Beienheim, Weckeshcim, Dorn-Asienhcim. Nieder-Florstadt, Wohubach, Södel. Wölfersheim, Hock-Weifel und Münster abge­halten werden. Vor Beginn der nun erfolgten Wahlen zum Vorstand und Ausschuß legte Herr Direktor Oekouomierat Spich sein Amt als 1. Vorsitzender nieder nnd bittet von seiner Wie­derwahl abzusehen. Er erläuterte eingehend die Gründe, die ihn zu diesem Entschluß veranlaßt hatten. Die Hauptversammlung jedoch drückte ihm nach den warmen Dankesworten, die der stell­vertretende Vorsitzende, Herr Friedrich Fenchel von Griedel, an ihn gerichtet und seine Verdienste um die zielbewußte Lei­tung des Vereins gewürdigt hatte, sowie nach wiederholtem Er­suchen aus ihrer Mitte heraus ihr Vertrauen dadurch aus. daß sie ihn einstimmig als L Vorsitzenden wtederwählte. Auch der seitherige 2. Vorsitzende, sowie der Beisitzer. Herr Veterinarrat Ztnßer, wurden wiedergewählt. Im Ausschuß traten nur ge­ringe Veränderungen ein. Neugewählt wurden die Herren

Heinrich Konrad Mohr von Gambach. Wilh. Bo pp und Bei. geordneter Ho rack von Reichelsheim, sowie Fr. Mann von Rodheim v. d. H. Nachdem noch hierauf Herr Bürgermeister Fauerbach von Okarben über seine Erfahrungen bei dem Vieheinkauf in der Schweiz im Jahre 1916 einige interessante Einzelheiten mitgeteilt hatte, schloß der Vorsitzende mit ein m Auf Wiedersehen" im nächsten Friedensjahre die anregend einmütig verlaufene Versammlung.

Ober-Erle nbach, 27. Febr. Eme dunkle Angelegenheit hier Tagesgespräch. In der Nacht vom 25. auf 26. d. M. wurz­ln Vonames ein Soldat mit einer Kuh angehalten, welcher na0 nach einigen Ausflüchten angaü, er wolle mit der Kuh nack Frankfurt und habe sie in seiner Heimat Obererlenbach geschenkt bekommen. Natürlich wurde er eingelccht und die Kuh in Bo- names eingestellt. Bei der Gegenüberstellung mit der Tochter der Bestohlenen entpuppte sich der Dieb als ein Freund des Haussohnes und täglicher Gast. Die Kuh war Eigentum der Stadt Frankfurt am Main.

Utphe. Urfteroftizier Karl Weber-, Solm des Land-« Wirts Heinrich Weber HL, schreibt, daß er und noi* z vei Kriegsgefangene aus russischer Getangenschast entflohen sei. Weber befindet sich zur Zeit in Warschau. .

Frankfurt a. M. Die Blätter berichten von der Ver­haftung des Fuhrunternehmers Aug. S ch a u b a ch. bei '>ent wiederholt heimliche Schlachtungen vor gekommen seien, und der sich auch sonst gegen die Kriegsgesetze vergangen habe. Wie uns milgeteilt wird, ist diese Nachricht sehr stmck anfge- bauicht. Wohl wurden verschiedene Nahrungsmittel bet Schaubach gefunden. Verhaftet ist er aber nicht worden.

Frankfurt am Main. 26. Febr. Die Konsumvereine Frank­furt, Mannheim, Darmstadt, Mainz Wiesbaden. Höchst usw. planen die Erbauung ?iner Vezirksmetzgerei. Bereits haben sich 20 Vereine mit mehr als 110 060 Mitgliedern zur Beteiligung an dem Unternehmen verpflichtet. Am 1. April beginnt die Einzahlung zur Erwerbung von Stammanteilen.

Frankfurt am Main. Aus einem Eisenbahnwagen, der mit Umzugsgut von Brüssel nach Frankfurt bestimmt war. soll, poli­zeilichen Mitteilungen zufolge, eine Kiste mit zwei Bildern im angeblichen Werte von mehreren hunderttausend Mark gestohlen worden sein Die Bilder sollen Arbeiten holländischer Meister des 17. Jahrhunderts sein. Eines der Gemälde stellt einen Mann stehend, das andere eine sitzend« Frau dar. Beide Per­sonen tragen dnnkle Kostüme mit breiten weißen Kragen. Die Bilder. 114:90 Zentimeter groß, sind in breite Goldrahmen ge. faßt.

FC. Hochheim a. Main. 27. Febr. Ein Zopfabschneider überfiel ein 14jähriges Mädchen und schnitt ihm den einen Zopf ab. nachdem er sein Opfer durch eine Flüssigkeit betäubt hatte. Durch Paffanten wurde er gestört und ergriff die Flucht.

Faltenstein i. T.. 26. Febr. Bei seiner kürzlichen Anwesen­heit im Großen Hauptquartier stattete Kaiser Karl von Oester­reich auch dem hiesigen Offiziers-Genesungsheim einen längeren Besuch ab. An zahlreiche Beamte des Heims verlieh der Mo­narch bei dieser Gelegenheit Ordensanszeichnungen.

Aut- Rhcinßeffen.

Mainz. In der Hecktsheimer Sandgrube wurden zwei 12jährige Schüler von abstürzenden Erdmaffen verschüttet. Ein Knabe jastd den Erstickungstod, der andere trug Verletzungen davon.

FC. Worms, 27. Febr. Auf dein Heimwege vom Walde kam in Weisenheim a. S. durch eine vorstehende Vaumwurzel der 71jährige Landwirt Neckerauer zu Fall und geriet derart unter die Räder des schwerbeladenen Wagens, daß er sofort tot war.

Ans Hksikv-Raffnu.

FC. Wiesbaden, 27. Febr. Bei der gestrigen Weinverstei­gerung des ..Rauenthaler Winzervereins" in Rauenthal war eine Kommission des Kriegswucheramtes anwesend, die wie ein Mitglied derselben mitteilte, besonders zu dem Zwecke gekommen war. zu prüfen, ob bei der Versteigerung event. unlautere Machenschaften Vorkommen, ob die Vorschriften über die Ver­hinderung des Kettenhandels und Schleichhandels die nötige Beachtung finden und oh keine übermäßige Preissteigerung her­vorgerufen werde. In diesem Falle würde gegen die Schuldige» rücksichtslos vorgegangen werden, namentlich wollte die Kom- Mission auch prüfen, ob an der Versteigerung nicht auch Per­sonen teilnahmen. die die Erlaubnis zum Handel mit Wein nicht besitzen. Zu diesem Zwecke wurden die Namen sämtlicher Teil­nehmer an der Versteigerung festgestellt und an sie die Frage ge­richtet, ob sie die Erlaubnis zum Wei,Handel besitzen. Zur Beobachtung über den Verlauf der Versteigerung waren außer­dem fünf Kriminalbeamte in der Versammlung verteilt. Di» Versteigerung, die ohne Störung verlief, brachte reckt ansehn­liche Preise. Das niedrigste Angebot waren 4000 Mark für 600 Liter 1917er. Für ein Halbstück Rotenberg-Auslese wurde» 11050 Mark bezahlt. Von der Kommission wurde in der Um- gebung ein ganzer Weinkeller beschlagnahmt.

FC. Wiesbaden, 27. Febr. Ein großer Einbruchsdiebstahl wurde nachts in einem Manufakturwarengeschäft hier verübt und insgesamt für über 22 000 Mark Damenkleiderstoffe ge­stohlen.

FC. Camberg, 27. Febr. Die Stadt schloß mit der Doma- nen-Verwaltung einen Vertrag ab. der ihr ab 1. April d. I. de« gesamten Domänenbesitz in der Gemarkung, rund 154 Morge» zu gemeinnütziger Verwendung-und zum Weiterkaufe an Klein­besitzer, insbesondere auch a n Kriegsbeschädigte übereignet.

Ak^ki1ölllül!i!ük!rtlgkl HNtsdi r n rtmeldrstrU? Fried derg.

Offene Stellen:

2 Schweinefütterer. 1 Verwalter. 1 Milchfahrer 6 Schreiner,

1 Bäcker. 11 Dienslmägde. 52 Feldmädchen, 42 Hausmädchen.

2 Köchinnen, 1 Stütze. 2 Haushall erinnern

Stellenfuchender

Mehrere MclkerfamUien und ledige Melker. 1 Bürogehilfd perfekt, 1 Verwalter für größeres Gut, 1 Lazarettköchin.

Verantwortlich für den poiltlfckien und lokalen CeU: Otto Hirfchel. Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyner.^ griedber«. Druck und Verlag derNeuen TsgeS-ejkmg*. A. G., Friedberg l H.