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Infanterie-Regiment 498 ein. Die Soldaten zeigten große Un. lust. die finnische Rote Garde zu unterstützen, weil große Angst besteht, in Finnland könnten bald deutsche Truppen eintreffen. Aus diesem Grunde wird auch der Abgang weiterer russischer Truppen nach Finnland nicht erwartet. Große Erregung herrscht auch unter der russischen Flotte, die in den Hafen von Seaborg und Helsingfors jetzt wiederum eingefroren ist. Diese öestebt aus vier Dreadnoughts, zwei Schlachtkreuzern, vierzehn Torpedobooten, sowie der russischen KaiserjachtStandard-. Helsingfors wird von der Landseite stark befestigt. Bjoerneborg wird von russischer Seite geräumt. Die Noten Garden konzen- liieren sich in der Linie Rusvesi-Filppule-Padasjoll

Hormarfrfi in ttr llfera'üf.

tferlin, 22. Febr. (WTB.) Bei klarem Frostwetter und strahlendem Sonnenschein vollzieht sich der deutsche Bormarsch auf den festgefrorenen Straßen in die Ukraine hinein. Am 21. Februar war die Linie Luniniez-Rowno überschr'tten und damit die wichtige transversale Bahnverbindung Baranowitschi- Rowno in deutschen Händen. Bolschewistische Banden leisten nur geringen Widerstand Die Borräte. die allerorten aufgefun­den und damit vor der Zerstörung durch die bolschewistischen Banden geborgen werden, übersteigen die Erwartungen. Außer dem reichen Kriegsgerat. Geschützen. Maschinengewehren. Flug­zeugen und Automobilen fiel den Deutschen vor allem erheb­liches rostendes Material in die Hände In Zdoldunowo. süd­lich von Nowno. wurden allein fünfzig Lokomotiven und mehrere hundert Waggons vorgefunden. Die besetzten Bahnen sind be­reits in Betrieb genommen. An der noch fehlenden Strecke zwi­schen der deutschen und der russischen Bahnlinie, zwischen den Or­ten Holoby und Perespa. wird fieberhaft' gearbeitet. Die große Landstraße nach Luck ist bereits über die trennenden Schützen­gräben hinweg fertiggestestt. In dem Räume von Kowel wird der Grundstock zu der nationalen ukrainischen Armee gelegt. Die erste ukrainische Division, deren Führer. Stabsoffiziere und Mannschaften aus ehemolrg.'n Kriegsgefangenen bestehen, ist bereits in der Bildung begriffen. Offiziere und Mannschaften, in die historische Uniform der ehemaligen ukrainischen Kosaken gekleidet, lange blaue Nücke und weiß-graue Pelzmützen, machen den besten Eindruck. Stimmung und Aussehen der Leute, die unmittelbar aus deutschen Gefangenenlagern kommen, sind das beste Zeugnis für die Behandlung der Kriegsgefangenen tn Deutschland.

Dev Dürgerkrieg in Finnland.

^ Wasa, 23. Febr. (WB.) Generalquartiermeister Ignatius drabtet: Ueber erfolgreiche Kämpfe wird gemeldet Bei Satakund warfen unsere Truppen ebenso wie bei Levir und Merikaarva den Feind zurück. Feindliche Angriffe b-i Ruovesi wurden abgewiesen. bei Kuhowen eine überlegen- feindliche Abteilung non weißen Gardisten unter Leitung des Obersten Bergström geschlagen und ein Maschinengewehr genommen. Jarkaus ist eingeschlossen. Aus Krelen nichts Neues.

Stockholm, 23. Febr. (WB.) Nach einem Telegramm aus Snemoejoki sind die meisten russischen Kriegsschiffe in dem Hafen non Helsingfors. Sveaborg ist in den lebten Tagen wieder eingefroren. Da die roten Garden den Fall Tammerfors und Nyborgs befürchten, erklärten sie Helsing­fors in den Kriegszustand und umgaben die drei Land­fronten der Stadt mit Stacheldraht und Schützengräben.

Köln. 23. Feb. Tie Weiße Garde ist überall in sieg* eickem Vordringen. Sie hat lautKöln. Zlg." Björnebcig vesetzt und beherrschst ganz Nord- und Mittelfinnland. Die Rote Garde arbeitet eifrig daran, Helsingfors in Ver­teidigungszustand zu setzen.

Wahrscheinlich glaubte jie, die deutsche« Soldat«, würde» nicht gegen die BolschewM marschieren. Als sie aber doch marschiere ten, war es mit der Verteidigung der Bolschewik, nichts. Sie räumten taenlos und rühmlos das Feld. Der andere Ruhm, mit der Soldateska gegen wehrlose Frauen und Kinder im In­nern und in den Randstaaten zu wüten, war leichter zu holen, aber vor dem ersten Anstoß der deutschen Waffen brach Kraft und Mut der Bolschewiki-Armee zusammen. Jetzt dürfen ernste Friedensverhandlungen beginnen, nicht mehr solche, wie sie Brest-Litowsk gesehen.

Dir Frikdl'nsliahinidlünal'n mit IJnntiimdi.

Bukarest. 24. Febr. (WTB.) Kühlmann und Czer- n i n trafen gestern abeird hier ein.

Sofia. 22. Febr. (WTB.) Die bulgarische Abordnung be. gab sich nach Bukarest, um an den Friedensverhandlungen mit Rumänien teilzunehmen. Der Führer der Abordnung ist der Finanzminister Tontjchew. der Bulgarien auf der Buka- rester Konferenz 1913 vertrat. Weiter gehören der Abordnung an- Der Vizepräsident der Sobranje Momtfchilow. der Abgeord­nete Koftow. General Tantilow. Profesior Miletitsch. Tantilow befindet sich bereits als militärischer Vertreter Bulgariens in Bukarest.

»

Bulgarische Preffestimmen.

Das demokratische Organ ..Preporets" empfiehlt keine Scho­nung gegenüber Rumänien.Woenni Isweftja" erinnert daran, daß Bulgarien in jenem Augenblick auf die Seite Deutschlands getreten.fei. als die Laae Oesterreichs und der Türkei am be­drohtesten gewesen sei. Durch Bulgariens Hilfe fei die Darda­nellenaktion gescheitert. Serbien. Montenegro und Rumänien vernichtet und die Salonik-Expedition endgültig gelähmt wor­den Es sei gerecht, daß Bulgariens Wünsche auf dle Dobrudscha erfüllt würden, denn das würde die Bulgaren überzeugen, daß ihre Kriegs- und nationalen Ziele auch die seiner Verbündeten seien.

..Mir" befaßt sich mit der Andeutung der türkischen Prelle von einem etwaigen Gleichgewicht aus dem Balkan und stellt fest, daß der frühere Versuch, das Gleichgewicht auf dem Balkan durchzuführen, zu einem großen Teil den Weltkrieg verursacht habe. Das Blatt meint, wenn die türkische Prelle logisch vor­ginge. müßte Bulgarien auch fremdes Gebiet erhalten, denn auch nach der Vereinigung oller vcn Bulgaren bewohnten Ge­biete bliebe Bulgarien immer noch das kleinste Mitglied des Vierbundes.

Konstantiuopel. 23. Febr. (WTB.) LautTanin" wird der türkische Botschafter in Berlin Hakki Pascha als erster türkischer Unterhändler bet den neuen Verhandlungen mit Groß-Rußland in Brest-Litowsk tätig fein.

Cinjitüiing der tzllinilignglraiispartk flnfilnnli.

Bern. 23. Febr. (WTB.)Petit Marseillais" meldet aus Kobe- Angesichts der Unruhen in Chardin und Wladiwostok be- fchlosten die Ententeregierungen. die Munitionstransporte von New Port nach Wladiowostok aufzuhalten. Japan wurde beauf­tragt, alle nach Wladiwostok unterwegs befindlichen Munitions- sendunqen abzufangen und die Munition tn Japan zu löschen. Bereits wurden tn Kobe und auf den Bejima-Inseln 4009 Ton­nen Munition gelöscht. Drei japanische Dampfer liegen in New York und können keine Munition laden. Zehn amerikanische Schifte erhielten unterwegs d-n Befehl. Wakamutsu anzulausen. Unterhandlungen sind' im Gange, die Munition dort auszuladen.

(Nf nrotr'oriiik ist-nmina in itlnrifinit.

Adolf Friedrich non Mechlenbura f

Reu-Strelitz, 21 F-br. (WB. Amtlich.) S. Kgl. Hoheit der Großherzog Adolf Friedrich VI. ist plöklich und uner- wartet gestorben.

Großherzog Adolf Friedrich war am 17. Juni 1882 zu Neustrelitz geboren und hatte erst am 11. Juni 1911 nach dem Ableben seines Vaters den Thron bestiegen. Er war Königl. Preußischer Oberst. Chef des 2. Bataillons des Großherzogl. Mecklenb. Grenadier-Regiments Nr. 89 und .tand ä la suite des 1. Garde-Ulanen-Regiments. Er starb unvecmahlt Eine seiner Schwestern, Herzogin Jutta, ist die Gemahlrn des Kronprinzen von Montenegro.

GefauKeurnciend.

Berlin. 21. Febr. (WTB.) Nachdem sich während des Waf. fenstillstandes die bis dahin undurchdringliche Mauer der Front gelockert hat. sind nach und nach zahlreiche Meldungen einge- troffen. die mosaikartig zusammengesetzt ein erschütterndes Bild von der Behandlung ergeben, die dasfreie" Rußland unseren Gefangenen zuteil werden läßt. Aus ihnen erkennt man deut­lich. wie es um die schönen Phrasen der Bolschewisten von der Gerechtigkeit und Menschlichkeit" bestellt ist. Wer bei uns etwa an diese hohlen Redensarten geglaubt hat und sich von ihnen eine Besterung des Loses unserer bedauernswerten Gefangenen in Rußland versprochen hätte, dem muß die Nöte des Zornes und der Entrüstung emporsteigen, wenn er sein Phantasiegebilde mit der rauhen Wirklichkeit der hier vorliegenden Zeugnisse ver. gleicht.

Die Unterkunftsräume unserer Gefangenen starren von Schmutz und wimmeln von Ungeziefer. Die Lagerbefehlshaber sind allmächtig, und glücklich der Gefangene, der die Mittel hat. sich ihre Gunst zu erkaufen. Die Unsauberkeit der russischen Ge- fangenenlager erzeugt zahlreiche Krankheiten unp Seuchen. Die Sterblichkeitsziffer unter den Gefangenen beträgt nach Angabe von einwandfreien Zeugen 49 v. H.Das ist recht so. Hier sol. len sie verrecken", hat nach eidlicher Aussage ein Rohling von einem Lagerbesehlshaber erklärt. Da es an Arzneien und Der. bandsstoff fehlt, wird die Watte ungereinigt immer wieder ver- wendet, bis sie vollständig von Eiter durchtränkt ist. Kranke mit ansteckenden Krankheiten werden nicht in Isolierbaracken unter- gebracht, sondern müssen mit den übrigen zusammen Mann an Mann liegen. Knutenschläge und Fußtritte sind an der Tages- ordnung. Und solche Greuel geschehen in derfreien" Republik, die sich allen anderen so unendlich überlegen dünkt. Es ist hier die gleiche Sache wie überall. Der ganze Bolschewismus ist ein Phrasenrausch. Aber dieser Phrasenrausch wird bedenklich, wenn an ihm das Leben von tausenden wehrloser deutscher Männer hängt. *

Was will die Regierung tun? Vergeltung ist am Platze, nicht an wehrlosen Geiseln in unserer Hand, sondern an de» Blutmenschen in Petersburg, die der Wett oorschwatzen. sie woll. ten sie vom Joche des Kapitalismus befreien, und die ihr Ur Wahrheit ein viel grauenvolleres Joch aufzwingen'. das der Anarchie, der Entfesselung aller niedrigen Instinkte und der Ge. waltherrschaft der Roheit. Die Kehrseite des freien Rußland.

Man kann sich vorstellen, wie sich das Los unserer Kriegs­gefangenen weiter gestalten wird, wenn Rußland sich von Ta» zu Tag mehr in ein einziges Chaos verwandelt, in dem alle Ge, walten und Instinkte losgelassen sind. Und selbst wenn man nicht das Schlimmste tn Betracht zieht, die Hilfslosigkeit gegen über dem Wüten bolschewistischer Horden, so ist es gleiwohl klar, daß die letzten Ansätze zu einer noch zu primitiven Organisatiov tn der gegenwärtigen Anarchie untergegangen sind und unsere Kriegsgefangenen das Aeußerste gewärtigen müssen, wenn das Vaterland ihnen nicht Hilfe bringt.

D'k ir»!,t)f , rhanNn[ifn mit Rußland.

Wien. 23. Febr. Gegenwärtig finden auf drahtlichem Wege Besprechungen mit Rußland über die Bedingungen der Wiederaufnahme von Verhandlungen statt. Von dem Ansgange dieser Verhandlungen wird es abhängen. ob und wann die Verhandlungen in Brest-Litowsk wieder aufge-' nomnwn werden

Wien, 23. Febr. Die heutigen Abendblätter sprechen die Erwartung aus. daß morgen, spätestens am Montag das Ergebnis der Vorbesprechungen vorliegen werde, von dem es abhängig sei. wann die Verhängungen wieder beginnen werden.

Die Ansicht Lenins.

London. 22. Febr. (WB.) Reutermeldimg.Dolly Dclegmph" meldet aus Petersburg, Lenin habe erklärt, Nnßland 'ei nicbt in der Lage dem Einmarsch der Deutschen Widerstand zu leisten, sudaß die Fortsetzung des Krieges auf die Niederlage Rußlands und die vollständige Vernichtung aller Errimgenlckiaften der Revolution hinauslausen würde, ^as einzige Mittel, sie zu retten, sei der Friedensschlnß, nach dem der Wiederaufbau Rußlands in sozialistischem Sinne beendet werden könne. Die Negierung müilc d-n Krieg gegen die inneren Feinde sortsetzen. könne also die )a; notigen Truppen nicht an die Front schicken. C'n tnderer Grund für den Friedensschliiß sei. daß die Deuifchen (ich jev; mit den Imperialisten Westeuropas noch nicht ge­einigt batten. Dies werde aber früher oder später geschehen, und daher müsse der Friede geschlossen werden, ehe die Imperialisten der ganzen Welt sich gegen die Revolution vereinigen würden.

Zk rönnrn taten- und rühmlos das Fel)!

Bern. 20. Febr. Zur Annahme der Frledensbedtngungen der Mittelmächte durch Rußland schreibt derBund": Das wäre erne glatte Kapitulation, wenn nicht irgend ein Hinterhalt in Frage kommen könnte oder man nicht überhaupt an der Ver- hanolungsfähi^eit dieser Sowjetregterung zweifeln müßt«

Warschau. 23. Febr. (WTB.) WieKurier Warszaski" meldet, ordnete der Regenischaftsrat die Bildung einer provi­sorischen Regierung an. An der Spitze der einzelnen staatlichen Organe werden Sekkionschefs stehen, welche unter Vorsitz eines der bisherigen Minister einen Rat bilden. Als Vorsitzender dieses Rates ist vom Regentschaftsrat Unterrichtsminister Po- nikowski in Aussicht genommen, der das Unterrichtsministerium weiter leitet. Roch wäbrend des Provisoriums, das möglichst kurz sein sott, wird der Regentschaftsrat einen Kandidaten für die kllnf rge Ministerpräsidentschaft bestimmen und ihm," wenn die politische Lage günstig ist. die Kabinettsbildung übertragen.

Drde Sanninos.

Rom, 21. Febr. (WB.) In der Kammer kam Sonnkno auf dem Versailler Kriegsrat zu sprechen, der sich für die hartnäckige Fortsetzung der militärischen Anstrengungen der Alliierten ausgesprochen habe. Trotzdem sei Italien noch immer entschlossen, mit seinen Alliierten jeden Friedens­vorschlag der einen ernsten und aufrichfigen Charakter habe. in besprechen. Die italienischen Kriegsziele bezögen sich auf ethnische und legitime Sicherheiten zu Lande und zu Wasser Die etfmifcften seien an sich klar und geheiliat durch die italienische Seele derunerlösten" Länder. Mit der Adria- frage hänge auch das Schicksal Albaniens zusammen.

Sonnio kam dann auf Rußland zu sprechen und erklärte es sei Italien heute rxuoglich, die maximalistische Recne- rung anzuerkennen. Gegenüber den separatistischen Be­wegungen in Süd- und Mittelrußland könne Italien nur eine unentschiedene Haltung einnehmen. Die allgemeine militärische Lage der Alliierten sei durch Rußlands AuS» scheiden nickt gefährdet, da der russische Faktor durch Amerika ersetzt werde.

Sonnino schloß, in dem er darauf hinwieS, daß jetzt die kritische und entscheidende Phase deS Weltkrieges gekommen sei. »vas schwere Prüfungen und peinliche Opfer erfordern werde, Zur Erfüllung der harrenden schweren Ausgaben erbitte er das Vertrauen der Kammer

N'ehrhittschiaüstkii niiö llnabhijiiM.

In der neuesten Ausgabe derSozialistischen Monatshefte- fällt der Sozialdemokrat Paul Müller ein bemerkenswertes Ur- tei! über die Abhängigkeit der Mehrheitssozialisten von den Unabhängigen Müller knüpft dieses Urteil an die Haltung, die von der sozialdemokratischen Mehrheit bei der Schlußab- stimmnng über das Gesetz zum Wiederaufbau der deutschen Han­delsflotte eingenommen wurde. Während die Unabhängigen dieses Gesetz grundsätzlich ablehnten, hat dte Mehrheit, obwohl sie dle Einbringung einer derartigen Vorlage selbst verlangt hatte, aus mehr formalen Gründen in dritter Lesung nicht offi­ziell und geschlossen für das Gesetz gestimmt. In der Kritik, di« Müller deswegen an der Mehrheitsfraktion übt. schreibt er u. a.:

Die Haltung der Fraktionsmehrhett ist nicht nur zu be­dauern. sondern auch vom Arbelterstandpunkt aus auf da« allerentschiedenste zu verurteilen. Ich weiß mich mit dieser Feststellung vollkommen eins mit Tausenden und aber Tau­fenden deutscher Seeleute. Werft- und Hafenarbeiter . . . Solche parlamentarischen Schachzüge mögen dem früheren Be­dürfnis nach parteipolitischem Agitationsstoff entsprochen haben, der heuttgen Würde der Partei und der Fraktion ent­sprechen diese Palliativmittelchen nach melner und vieler Ge­nossen Auffassung nicht mehr. Ich kann mich von dem Gefühl nicht freimachen, daß bei diesen und ähnlichen Anlässen Zu­fallsmehrheiten tn der Fraktion sich zu abhängig von der er­weiterten Minderheit fühlen, wie ich überhaupt die Ueberzeu. gung habe, daß dte Politik der Mehrheitvfraktton des öfteren nicht durch sachliche Erwägungen, sondern durch den Blick auf die Unabhängige Sozialdemokratie bestimmt wird."

Die Erfahrungen, dte bei dem Streik mit den Mehrheits. sozialisten gemacht werden mußten, bestätige« um allzusehr die Richtigkeit des vorstehenden Urteils.

Deutscher Reichstag.

Auf der Tagesordnung am Freitag stand zunächst der schleunige Antrag der Sozialdemokraten, den Abg. Dittnuum für die Dauer der Reichstagstagung aus der Hast zu enk- lassen. Vizepräsident Dr, P aas che bemerkte« batz es stA.