tfborößung. -vrefe sagten, ste gedenke es der ÜSevötterung D& (Trimer Gebietes anheimzustellen, durch eine Abstimmung zu bekunden, zu welchem Staate sie gehören wollten, zu der Ukraine oder zu dem neugeschaffenen Polenstaate. „Wir wissen nicht," hieß es wörtlich, „wie das Ergebnis ausfallen wird, aber wir glauben nicht, daß es nach dem Geschmack der polnischen Grasen .und Barone sein wird."
Ftteger^uML auf Innsbruck.
Innsbruck. 21. Febr. (WTB.) Gestern nachmittag überflogen vier feindliche Flieger, ein großes, mit Maschinengewehr ausgerüstetes Kampfflugzeug und drei Bombenträger, von Süden kommend, Innsbruck. Ungefähr acht leichtere Bomben wurden im Gewicht von 10 bis 25 Kilogramm abgeworfen, darunter drei Brandbomben. Diese explodierten und richteten an verschiedenen Stellen der Stadt leichteren Sachschaden an. Leider hat der Angriff auch Opfer gefordert. Eine Frau wurde getötet, zwei Personen wurden erheblich und mehrere leichter verletzt. Der Kampfflieger ging bis auf 300 Meter herunter und beschoß aus dieser geringen Höhe 2 glücklicherweise leer, stehende Malteserverwundetenzüge mit Maschinengewehrfeuer, eine Handlung, die von den angeblich ffir Kultur und Mensch^ lichkeit kämpfenden Feinden trotz der bekanntlich weithin sichtbaren Bezeichnung auf dem Dache solcher Züge mit dem Erfolg durchgeführt wurde, daß mehrere Geschosse die Wagendächer durchbohrten.
Mittt!!!!!) jiir Nkmehninil dtt frit* vkr'Mnnj des dkutlliien Vsüus.
Die gleichmäßige Versorgung der Bevölkerung mit Fett muß eine erste Aufgabe unserer Ernährungspolitik fein. Die Absperrung vom Aus^nde. der Rückgang der tierischen Fett- prodnktion. bedingt durch die Abschlachtung der Schweine und den Rückgang der Milchproduktion zwingen uns. unsere heimische Pflanzenfettproduklion zu erhöhen. Das ist möglich durch Vergrößerung der Anbauflache für Oelfaaten. Der früher in Deutschland blühende Oelfruchtanbau ist durch die ausländische Konkurrenz fast vollständig vernichtet worden. Es liegt an uns selbst, ihn wieder zu heben. Für die Frühjahrsaussaat stehen uns mehrere Oclfrüchte zur Verfügung, die für den feldmäßigen Anbau auf größeren oder kleineren Flachen geeignet sind. Für unsere Gegend kommen hauptsächlich de: Sommerraps. Sommerrübsen, der Mohn und Lein in Frage. Da in diesem Jahr Saat- Hafer und andere Sommergetreiden i sehr knapp find und in fielen Wirtschaften zur Bestellung der zur Verfügung stehenden Fläche nicht ausreichen würden, so empfiehlt sich auch aus diesem Grunde der Anbau von Sommerölsaaten. durch welche im Gegensatz zu vielen anderen Kriegsersatzmitteln nicht nur der einzelnen Wirtschaft, sondern auch der Allgemeinheit außerordentlich gedient wäre. Bisher ist es in jedem Kriegsjahr gelungen, den deutschen Oelfruchtanbau erheblich zu vergrößern, in diesem Jahr aber müßte er verdrei- und vervierfacht werden, um das fehlende tierische Fett zu ersetzen und man braucht nicht zu be. fürchten, daß dadurch die Anbaufläche anderer wichtiger Früchte, wie Getreide und Kartoffeln merklich verkleinert wird. Kulturanweisungen sind im landw. Kalender für das Eroßhcrzogtum Hessen, Jahrgang 1918, enthalten und werden außerdem von der Landwirtfchaftskammer zur Berfiigung gestellt. Einen sehr wirksamen Anreiz zur Vermehrung des Oelfruchtanbaues bilden auch die guten Preise für alle Oelfrüchte und weiter kommt hinzu' daß der Oelfruchtanbauer mit Stickstoffdünger und Oelkuchen beliefert wird. Den Oelsaatanbauern wird aiich im Verhältnis zur abgelieferten Menge Speiseöl für den eigenen Gebrauch zurück- gelieferr, bezw. Oelsaat zur Erzeugung von Oel für den eigenen Haushalt belassen. Nähere Auskunft wird von der Landwirt- Jdjajtstamnm Darmstadl erteilt.
Felde
der Ehre.
Fmedberg. Unteroffizier Karl Scherte!, hei einem Feld. Artillerie-Regiment tm Westen, wurde zum Sergeanten befördert.
Stofsßlftftitt Arthur Bommersherv amrbe mit de? Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.
Aus der Heimat.
Hessische Inwelen- und Goldwoche. —Am morgigen Sonntag geht die hes.
fische Juwelen- urÄ» Goldwoche zu Ende. Die Goldankaufsstellen sind auch an diesem Tag wie an den Werktagen geöffnet. Verschließe niemand sein Ohr dem Ruf des Vaterlandes, das auch ihm Sicherheit und Schutz gewährt. Kein Hesse wird wollen, daß fein engeres Vaterland an letzter Stelle steht.
F,V. Eoang. Männerabend. Montag. 25. Februar, abends llhr» findet im Deutschen Haus die nächste Versammlung statt. Das Thema des Abends lautet: „Unsere Unterseeboote und ihre weltgeschichtliche Bedeutung".
D. Siebente Kriegsanleihe. Die Stücke zu 100 Mark und 200 Mark zu der 7. Kriegs-Anleihe sind erschienen und können bei den Zeichnungsstellen in Empfang genommen werden.
FC. Die guten Maikäfer. In diesem Jahre ist ein stärkerer Maikäferflug zu erwarten. Ein gutes hat derselbe, denn die Maikäfer bilden ein ausgezeichnetes Gcflügelfutter. Eier gibts dann!
FC. Usingen, 21. Febr. Bei der fetzt stattttndenden Nachprüfung der Bestände in landwirtschaftlichen Betrieben fiel das Kommisstonsmitglied Georg Philipp! von hier von dem Gerüst einer Scheune in Hausen so unglücklich herab, daß er den linken Arm und die rechte Hand brach.
FC. Büdingen. 21. Febr. Die im hiesigen Kreise eingesammelte Schwesternspende hatte das stattliche Ergebnis von 6791 Mark.
Aus Starkciibnrq.
FC. Bsnsheim, 21. Febr. Am 22 7"ehri'ar wird der Schrei, nermeister Tobias Müller dahier 90 Jahre alt. Er ist der älteste Einwohner
FC. Auerbach. 21. Febr. In einer hier abgehaltenen Versammlung zwecks Bildung einer hiesigen gemeinnützigen Baugenossenschaft wurde ein fünfgliederiger Ausschuß gewählt, der die Ausarbeitung eines Statutes und die erforderlichen Vorbereitungen treffen soll, um tn einer demnächst stattfindenden Versammlung die endgültige Gründung einer gemeinnützigen Baugenossenschaft herbeizuführen. Die Gemeindeverwaltung hat dieser Wohlfahrtseinrichtung auch zugesagt.
FC. Dieburg, 21. Febr. Bei der letzten Holzversteigerung im Gemeindewrlde im nahen Münster wurde ein noch nie dagewesener Preis von 120—130 Mark für eine Klafter Kiefernscheitbolz erzielt. •
FC. Mörfelden, 21. Febr. Dem Altbürgermeister Schul- mever wurde das Großherzogliche Ortsgericht wieder übertragen.
Aus Kurbesien.
FC. Marburg. 19. Febr. In einer Sitzung des hiesigen landwirtschaftlichen Kreisvereins machte der Landrar Mitteilun. gen über die Reife einer Regierungskommrssicn durch den Kreis Marburg. Die Kommission hätte gefunden, daß zuviel Kälber von den Landwirten gehalten werden. Auch wäre sie über das gute Aussehen der Pferde, besonders im Ebsdorfergrund, höchst erstaunt gewHen. — Von feiten des Kreises wird von nun an eine B".ttermenge von 53 Zentner geliefert, während sie seither 80 Zentner betragen habe.
FC. Fulda. 17. Febr. Zu Ostern wird hier die dritte Klasse einer Sennnar-Präparandenanstall für katholische Zöglinge eingerichtet.
FC. Aus Kurhessen, 21. Febr. Der Anstreicher Otto Euler aus Felsberg, der in dem Transformatorenhäuschen in Dorla beschäftigt war. wurde dort enffeelt und verbrannt aufgefunden. Ein elektrischer Schlag hatte ihn unvermutet getroffen und getötet.
Ans Hefsev.Nassau.
FC. Aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden, 17. Febr. Die Landwirtschafrskammer fordert die Landwirte des Bezirkes auf. heuer mehr Kartoffeln anzubauen, da im letzten Jahre die Kai
ro ffelanbauilache im Regierungsbezirk um 20 000 Akoraen ^ ruckgegangen ist. Dieser Rückgang mutz wieder beigebrachi wcri den. e- mutz jeder Landwirt mindestens so viel Kartoffeln an. bauen als er mi Jahre 1916 gebaut hat. Denn die Eruwdlage der Vollseruahrung. das letzte Kampfmittel. da- beste Kampf, mittel ist stärffter Kartoffelbau. ^
FC. Wiesbaden 21. Febr. Gestern Abend Netzen in den hlepgerr Anlagen zum ersten Mal die Amseln sich vernehme Der Frühling steht vor der Tür. vernehme.
1C. Wetzlar. 19. Febr. Der erste Transport ukrainischer Kriegsgefangener aus dem hiesigen Gefangenenlager wurden gestern mit Sonderzug in ihre Heimat entlassen. Es waren 800 Mann.
F6. Bau, W-ft-rwald. 18. Febr. Ein Bremser eines Euler, zuges kam auf der Station Selters unter die Röder, jo datz ihm beide Beine abgefahren wurden.
Kirchliche Narbrichten.
Sonntag Nerninisrere, 24. Februar 1918.
Gottesdienst in der B u r g k i r ch e.
Vormittags 95t Uhr- Herr Direktor Schoell.
^ Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst. Herr Pj'rrec
Nachmittags 5 Uhr: Herr Kandidat Petri.
Abends 8K Uhr: Herr Pfarrer Klebergsr.
Heiliges Abendmahl mit Einzelkelch.
Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.
Sonntag Reminiscere, 24. Februar 1018.
10 Uhr: Gottesdienst.
11^« Uhr Iugendgottesdienst.
k Uhr: Kriegsandacht.
* * *
Katholische Gemeinde.
2. Fasten-Sonntag. 24. Februar 1918.
Deichtf-elegenbeit am Samstag von 4 Uhr an und Sonntag früh von 6 Uhr.
V,1 Uhr Frühmesse.
8 Uhr: Hl. Messe.
y,\0 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags 2 % Uhr: Armenfeelen-Andacht. Danach Versammlung des Mutter-Vereins.
Abends 8 Uhr: Kriegsandacht.
Während der Woche um H7 und 7 Uhr hl. Metz.
Freitag abends 8 Uhr: Fasten-Andacht.
Nach dem Hochamt Ausgabe von Büchern aus der Bsrro- maus-Bücherei.
Geschiift!iches.
Erfreulicherweise ist die deuffche Landwirtschaft in den letzten Jahren immer mehr dazu udergegange». auch das Sommer- faatgul gegen die Erreger von Pilzkrankheiten zu beizen. Diese Maßnahme ist gerade in jetziger Zeit deshalb besonders wichtig weil bei möglichst allgemeiner Durchführung der Beizung des Sommersaatgutes die Ernte erheblich gesteigert wird. Sehr bewährt hat sich als Beizmttiel für alle Saatgutarten das ,.U f p u l u n", das die dem Saatgut anhaftenden Erreger von Pilzkrankheiten vernichtet, ohne die Kenn- und Triebfähigkett zu schädigen, im Gegenteil wurde die letztere in vielen Fallen durch die Uspulun-Beizrmg verbessert und so eine Erhöhung der Erträge erwirkt. Uspulun ist erhältlich in den üblichen Verkaufs, stellen und sollte von jedem Landwirt im eigenen und im Interesse der deutschen Bevölkerung angewandt werden.
Veranlwortticb kür den politisier! und lokalen Teil: Otto H i r i cd e l Friedberg: für den Anzeigen teil N Kenner. F riedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A G.. Friedbera i
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