Wimmer 4(> _ . _ giunat ttg, den 23. Februar 1918 N. Inhrggng.
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UowogradmolynsK erreicht. — In Uerbrndnttg mit nkrai.rischen Abteilungen. Das erste Gfthen-Degimcnt unter dcntichem Kommando.
Der deutsche Generatstnb tz=^=z=^^s meldet: ===»
W. T. Gratzes Haerptquartiev, derr
88. Fevinar. AruUich.
Weltlicher Kriegsschauplatz.
In einzelnen Abschnitten Artillerie- und Minenwerfer- rätigkeit. Kleinere Erkundungsgefechte. An der Bahn Ppern- Roulers wurde eine englische Feldwache überrumpelt und gelangen.
Zn den letzten drei Tagen wurden im Luftkampf und von der Erde aus 24 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgc- Ichossen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Eichhorn.
In Esthland wurde Hapfal genommen. Das erste Efthen. Regiment hat sich dem deutschen Kommando unterstellt.
In Livland stießen unsere Kolonnen über Ronneburg,'23ol- mar und Spandau hinaus vor.
Unter dem Jubel der Vevölkeruug sind unsere Truppen in Rjezyca eingerückt. Von dort stießen sie bis Ljuzyn vor. Minsk «mrde besetzt.
Heeresgruppe Li „singen.
Bei der Unterstützung der Ukraine in ihrem Befreiungskampf wurden Fortschritte erzielt. Zn Rowogradwolynsk haben «ir die Verbindung mit ukrainischen Abteilungen ausgenommen.
Andere Kolonnen marschieren auf Dubno.
Der Erste Eeneralquarticrmeister: Ludendorff.
Abeudberrcht.
Berlin, 22. Febr. (MTB. Amtlich.) Abends. Zm Osten nehmen die Operationen ihren Fortgang.
Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
j! Der österreichische Generalstab j!
Meldet: —■—
(fc BSECJ
Wien, 22. Febr. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Keine besonderen Ereignisse.
Truppen der Heeresgruppe Linfingen. erreichten Rowgrad-
rvolynst.
Der Chef der Gcr,e?o!stabe».
| Das türkische Hauptquartier meldet:
Konstanterwpel, 21. Febr. (23X33. Nichtamtlich.) Amtlicher Tagesbericht.
An drr Palästinafront erneuerte der Gegner am 20. 2. feine Angriffe gegen unseren linken Flügel. Sie konnten nicht überall gbgewiesen werden. Unsere Truppen bezogen teilweise neue »orher bestimmte Stellungen. Sonst keine besonderen Ereignisse.
Au Guglands
Berlin, 21. Febr. (WTV. Amtlich.) Der unermüdlichen Tätigkeit unserer U-Boote fielen an der englischen Westtüste letzthin fünf Dampfer üitf> zwei Segler zum Opfer, darunter der bewaffnete englische Dampfer „Mexic- City" (5078 Vrutio- registertonnen), der englische Dampfer „Sophie" und ein etwa 5000 Bruttoregistertormen großer Dampfer, anscheinend vom Einheilstyp. Die beiden Segler waren Zweimastschoner, der eine englischer, der andere französischer Nationalität, letzterer namens „Marie Madeleine".
Eines der U-Boote hat außerdem Zwei bewaffnete englische §rachtdampfcr durch Artillerietreffer beschädigt.
Der Chef de» Admiraisiabs der Marine,
*
gierung die Frage, ob ein bestimmter Dampfer, der so schwere Beschädigungen erlitten habe, daß seine Ausbesserung mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen würde,' in den Veröffentlichun- gen der Admiralität genannt sei. Dr. Mac Namara verneinte dies und erklärte, daß die von Unterseebooten oder Minen beschädigten Schiffe in keiner Liste enthalten seien. Häuften führte darauf hiu einen anderen Fall an, wonach ein Dampfer infolge seiner Beschädigungen sogar über zwölf Monate außer Dienst gewesen sei.
Jßr Gold
der volle Gslömerü
JürZmvelen
der hohe AMstchspreis?
Wer dem Reiche und sich selbst nühen will, bringt seinen Gcvmuck zur Ge!dankaufsstelte.
Hessische ZuMelen- und Goldmochs
Schirmherr: Se. Kc;l. Hoheit der Erotzherzoq.
zilii'kl " lil! im iSk!,i!il!k!l sjuiiptquartier.
Berlin, 22. Febr. (23TB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser Karl weilte heute im Großen Hauptquartier zur Besprechung schwebender Fragen. Zn seiner Begleitung befanden sich der Chef des österreichisch-ungarischen Eeneralstabs von 2lrz und der deutsche Milrtärbevollmächtigtc General von Cramon. 2ln den Besprechungen zwischen den Majestäten nahmen auch der Ceneralfeldmarschall und der Erste Eeneralquartiermeister teil.
ArüUgr! sin RHand.
Berlin, 22. Febr. Wie verlautet, wird die deutsche Ant- wort an Rußland in 1—2 Tagen fertiggestellt sein.
Graf P o d e w i l s wird sich, wie aus München gemeldet wird, als Vertreter Bayerns wieder nach Vrest-Litowsk begeben zur Teilnahme an den neuen Friedensverhandlungen.
Berlin, 22. Febr. Die „Germania" meldet zu Rußlands Vereitwilligkeit zu neuen Friedensverhandlungen, daß das von Lenin und Trotzki gezeichnete Schriftstück im Auswärtigen 31int in Berlin eingegangen sei.
§3ie aus Wien gemeldet wird, teilt man in amtlichen Kreisen Oesterreichs den deutschen Standpunkt bezüglich der russischen Friedensangelegenheit. Gegenwärtig finden zwischen den Vierbundmächten vertrauliche Besprechungen über die Trotzki zu erteilende 3lntwort statt. Ob Rußland den Frieden zu den alten Bedingungen jetzt noch werde haben können, ist zum mindesten eine offene Frage, jedenfalls müsien verstärkte Bürgschaften gefordert werden, besonders auch hinsichtlich der rusiischen Einmischung in die Friedensverhandlungen mit Rumänien. Zn Wiener diplomatischen Kreisen werden die Aussichten dieser Verhandlungen mit Rumänien vorsichtig beurteilt, denn die rumänischen Ansprüche könnten gewiß ein Hindernis bieten. Rumänien müsse bereit sein, die Folgen aus seiner völligen Niederlage zu ziehen.
Dnmärüens Abkehr.
Das „Secolo" meldet: Für die am 21. Februar beginnende neue Alliiertcnkonferenz, die die Friedcnsbedingungen der Entente (cyifetjctv soll, wurde die Vollmacht des rumänischen Vertreters zurückgezogen.
Die Frage der beschädigten Schiffe nimmt neuerdings einen Immer breiteren Raum in den Erörterungen der englischen Oef- fcntllchkeit ein. Auch im Unterhaus hat man sich kürzlich mit den beschädigten Schiffen beschäftigt und dabei festgestellt, daß im November 70 derartige Schiffe in England in Reparatur lagen oder noch aus Platz vor einer der Schiffswerften warten. Der Reeder Houftev» stellte am 17. Januar an die englische Re-
Die fmiöiliflifiröeii sirrlMliWcn mit Huiüiinifn
Berlin. 21. Febr. (WTV.) Die „Wiener Mittagszeitung" vom 20. Februar bringt folgende offenbar inspirierte Mitteilung: In hiesigen politischen Kreisen wird betont, daß bei dem viel besprochenen amtlichen Kommentar zu den bevorstehende-! Verhandlungen mit Rumänien keinesfalls darauf angelegt
wurde, Pessimismus zu erregen und von vornherein auf die Aussichtslosigkeit dieser Verhandlungen vörznbereiten, sondern zu verhüten, daß Ueberfchätzung und wieder die verfrühte An- nähme, es fei bereits alles erledigt. Platz greifen. Man hat gerade in letzter Zeit — besonders nach dem Abbruch der Verhandlungen mit Großrußland — in VrefttLitowsk kompetenten Orts unausgesetzt und mit Nachdruck darauf verwiesen, es möge an die gemeldeten Ergebnisse keinerlei übertriebene optimistische Hoffnung geknüpft werden. Trotzdem begab sich die Oeffentlichkeit von einem Teil der Presse darin unterstützt, auf diese falsche Bahn und sie empfindet es nun als eine schwere Enttäuschung, daß ihre hochsliegenden Erwartungen nicht nur nicht in Erfüllung gegangen sind, sondern daß sogar deutsche Kampfhandlungen gegen Rußland einsetzten. Was Rumänien betrifft, fo ist kein Anzeichen dafür vorhanden, daß die Rumänen der realen Sachlage Rechnung ttagen und die Konsequenzen aus ihren Niederlagen — besonders hinsichtlich der berechtigten bulgarischen Forderungen — ziehen wollen. Für uns ist die Angelegenheit nicht brennend. Wenn Rumänien, dem der Frieden unabweis- liches Bedürfnis ist, geneigt ist. auf vernünftiger Basis mit uns zu verhandeln, wird es uns bereit finden, wie uns die Bolfche- wiki bereit fanden, denen gegenüber wir wohl das Höchstmaß von Geduld bekundeten. Gedenkt Rumänien anders vorzugehen, so hat es sich die Folgen selbst zuzuschreiben: Die Rumänen sind es, die um die Einleitung von Verhandlungen ersuchen.
Berlin, 22. Febr. Wie die „Voss. Ztg." erfährt, werden die Friedensverhandlungen in Rumänien von Kühlmann und Ezer- nin unmittelbar mit dem neuen rumänischen Ministerpräsidenten 3lverescu nicht in Focsani, sondern in Bukarest geführt werden.
Wien, 22. Febr. (WTB.) Staatssekretär Dr. v. Kühlmann ist in Begleitung des Legationssekretärs v. Hösch heute vormittag 11 Uhr in Wien eingetrofsen und auf dem Bahnsteig des Nordwestbahnhofes vom kaiserlichen deutschen Botschafter Grafen Bodo von Wedel begrüßt worden. Der Botschafter geleitete den Staatssekretär auf die deutsche Botschaft, wo der Staatssekretär abstieg. »
Den Blättern zufolge begibt sich Graf Ezernin nach Bukarest. Sollten zu gleicher Zeit neue Verhandlungen mit Rußland beginnen, so würde zu diesem Zwecke eine Sonderabordnung nach Brest-Litowsk entsandt.
Sofia, 22. Febr. (WTV.) Meldung der Bulgarischen Telegraphenagentur: König Ferdinand hat heute den Erstminister Radoslawow empfangen, der über die politische Lage Bericht erstattet hat.
Japan?
„Echo de Paris" schreibt: Rumänien muß von der Liste der Hoffnungen gestrichen werden. Das Kabinett Avsrefcu ist zum Frieden gezwungen. Es ist aber zu hoffen, daß Rumänien für den Verlust der Dobrudscha Kompensationen in Bessarabien bekommt. Alles in allem kann man sagen: Die ganze Ostfront ist ausgeschaltet und die deutsche Expansion nach Osten verstärkt sich. Die Frage ist, ob die Stunde Japans jetzt gekommen ist.
Diese Aeußerung des „Echo de Paris" ist deshalb von Zn- teresie, weil sie symptomatisch ist, da der größte Teil der französischen Presse jetzt seine 3lugen nach Japan gerichtet hält irt der Erwartung, daß Japan gegen die Mittelmächte moöiX machen wird. ;
Kämpfe i« Petersburg?
Rach einer Meldung der „Times" aus Petersburg hat in der Hauptstadt der Kampf zwischen den marimalistischen Truppen und den Kosaken begonnen. 3luf beiden Seiten werden Flugzeuge benutzt. Die polnischen Legionen, die ursprünglich gegen Mohilew rückten, kämpfen jetzt gegen die Bolschewiki. Der Ausgang des Kampfes ist zur Stunde noch nicht zu übersehen.
Die „Berliner Neuesten Nachrichten", die diese Meldung in Fettdruck übernehmet sagen dazu' 23ir geben diese Meldung der „Times", die bisher von anderer Seite nicht bestätigt ist, mit allem Vorbehalt wieder.
Kiew—Wen—Berlin.
Wien, 21. Febr. Die „Reichspost" meldet: Ein Mitglied drr hier eingetroffenen ukrainischen 3lbordnung erklärte Pressever- tretern gegenüber, die Regierung der Ukraine hoffe bestimmt, in zwei bis drei Wochen einen durchgehenden Zug von Kiew nach Wien und Berlin ablasien zu können.
Ein Berichterstatter des gleichen Blattes hatte eine Unter reduna mit den führenden Migliedern der ukrainifcb.cn Fried


