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DieUe«e Taaesrettung" erscheint jeden Werllar. Regelmäßige BeilagenDer Rauer aus Hessen".9i- Hpinnssube". Ke?«gsprers: Bei den Poitanitalten vlerteliährlich Mt. 2.40 hin u tritt noch das Bestellgeld: bei den Agenten monatlich 85 Psg. einschließlich Trägerlobn. Ameigen: Grund;etle 25 Psg.. totale 20 Pig^ Anzeigen von auswäns werden durch Bo.tnachnahm» erhoben. Erfüllungsort Friedbera. Schriftleitnng nnd Derlag <nedberg (Hessen,,anaaerücaße 12. Fem'vrecher 43. Pr tj Hek-Lsnto Ar. 4359. :L-nt Frailsurt a. M.

Dummer 45 , " . .' Freitag , den 22. Februar 101l3 I \ . Jahrgang.

6.2200V Tonnen im Innnnr. Die dcnt?chen Truppen in Dawus und Minsk eingernckt. der gefrorene Sund bei der Insel Moon überschritten. 0125 Russen gefnugrn. 1253 Geschnkc nnd

126 Maschinengewehre erbeutet.

* v , ~ 1 ' ~ ' -

Der deutsche General stad - meldet: ===.

W. T. K. Trotzes KauptssnartLer, de» 21* Februar. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Deutscher Kronprinz, j Vielfach Artillerie- und Mmenwerserkampf. Ein Vorstoß tu den Argonnen hatte Erfolg.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

An der lothringischen Front war die Kampftätigkeit in vie­len Abschnitten zwischen der Seille und der Plaine gesteigert. Eiarte französische Abteilungen grissen am Abend unsere Stel­lungen bei Monccl, Rechicourt und Mouaucourt an. An ein­zelnen Stellen drang der Fein ein. Unsere Infanterie warf ihn im Gegenstoß wieder hinaus und machte eine größere Anzahl Gefangener.

Südwestlich von Martirch brachten Sturmtrupps von einer Erlundung Gefangene zurück.

w Oestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Eichhorn.

/ Bott der Insel Moon aus find unsere Regimenter nach lleberschreiten des zugefrorenen Sundes in Esthland eingerückt und haben Leal besetzt.

Im Vormarsch am Rigaischen Meerbusen entlang wurden kPernigel und Lemsal erreicht. Bei Lemsal kam es zu kurzem ^ Kamich in dem 500 Gefangene gemacht und 20 Geschütze erbeutet wurden. Wenden wurde durchschritten, unsere Truppen stehen vor Wolmar.

Zwischen Dünaburg und Pinfk sind wir im Vodringen nach

Osten.

Heeresgruppe Linsin gen.

Die Bewegungen gehen vorwärts. An der ganzen Front Vurden wichtige Bahn- und Straßenknotenpunkte besetzt.

Rowno wurde vom Feinde gesäubert.

Die Beute laßt sich noch nicht annähernd übersehen. Bisher wurden gemeldet:

An Gefangenen: Ein Kommandierender General, mehrere Divisionskommandeure, 125 Offiziere und 8700 Mann.

An Deute: 1353 Geschütze, 120 Maschinengewehre, vier bis fünftausend Fahrzeuge. Eisenbahnzüge mit etwa 1000 Wagen, vielfach mit Lebensmitteln beladen, Flugzeuge und sonstiges unübersehbares Kriegsgerät.

»

Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Seneralquartiermeister: Luvendorff.

Akcndliericht.

Berlin, 21. Febr. (WTB Amtlich.) Abends.

Der Vormarsch im Osten dauert an. Deutsche Truppen sind in Minss eingerückt.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

---========L

|| Der österreichische Generalstab r===j == meldet: -j

Wien, 21. Febr. (MTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbart'

Auf der Hochfläche von Asiago und östlich der Brenta Ar­tilleriekämpfe.

Die Truppen der Heeresgruppe Linsingen sind im weiteren Vorücken und haben Rowno besetzt.

Der Chef des Generalftabes.

22 003 Tonnen verdenkt.

' Berlin, 20. Febr. (WTB. Amtlich.) Im westlichen Mittel­meer erzielten unsere U-Boote neue Erfolge gegen den italieni­schen Transportoerkehr.

23 000 Bruttoregistertonnen

feindlichen Handelsschisfsraumes wurden von ihnen vernichtet. Unter den versenkten Schissen befanden sich der italienische

DampferHarlow" mit Kohlen von Marseille nach Livorno, die bewaffneten englischen DampferRewminster Abbey" (3114 Bruttoregistertonnen),Sturion" (4106 Bruttoregistertonnen) undEelia" (5004 Bruttoregistertonnen). der englische Dampfer Abukir" (3660 Bruttoregislertonnen) und der italienische Seg­lerBiloanta die Rio", dieser mit Kartoffeln nach Tunis. Vier von den versenkten Dampfern wurden aus ein und demselben Eeleitzug, einer aus Zerstörer-Bedeckung herarksgefchossen. Von dem bewaffneten italientschen DampterHarlow" und dem eng. lischen DampferAbukir" wurden die Kapitäne als Gefangene eingebracht.

Der Chef des Admiralstab« der Marine.

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0 5003! 0 Tonne» vernichtet.

Berlin, 21. Febr. (WTD. Amtlich.) Im Januar sind durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte insgesamt 632 000 Bruttorcgistertonncn des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschifssraumes vernich­tet worden. Damit beläuft sich das Ergebnis des ersten Jahres des uneingeschränkten U-Bootkrieges auf

9 590 000 Bruttoregistertonnen.

' Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Jtll tSk iiltfr d e v-öM-Mahr.

DieKölnische Zeitung" meldet aus Amsterdam: Rach einem Bericht desAlgemeen Handelsblad" hat sich der englische Ad­miral Iclltcoe in einer m Hüll gehaltenen Rede in eitler Weise über den deutschen U-Bootkrieg ausgelassen. die einigermaßen absticht von Lloyd Georges und Geddes' großsprecherischen An­sichten, daß die U-Boolgefahr gebannt sei. Iellicoe sagte u. a.:

Die Schwierigkeiten, mit denen die englische Flotte zu kämpfen hat. rühren ausschließttch von den deutschen U-Booten her. Die deutschen U-Boote haben die britische Marine über­rascht und unvorbereitet gefunden, obwohl Lord Fisher im Ja­nuar 1911 vorausgesagl hat. daß Deutschland im Falle eines Krieges sich nicht scheuen werde, seine U-Boote gegen die bri­tische Kauffahrteislotte loszulasien. Damals war aber die ver­antwortliche Marinebehörde anderer Meinung. Das war der Grund, weshalb die Flotte nicht rechtzeitig Maßregeln treffen konnte, um die Tauchboote zu verhindern, aus ihren Häfen aus­zufahren. Waren sie einmal ln offener See. so war es außer­ordentlich schwierig, sie zu fangen oder unschädlich zu machen, umsomehr, als ein U-Boot 24 Stunden unter Wasser fahren kann und ein stilliegettdes U-Boot es sogar 48 Sttlnden unter Wasser auszuhallen vermag.

In untiefen Meeren, wie längs der Küste der irischen See. war es den Tauchbooten möglich, sich auf dem Meeresboden ver­senkt zu halten, bis es in der Umgebung wieder sicher genug war, um die Arbeit wieder aufzunehmen. Darum waren auch die britischen Verluste in der irischen See so schwer. Deshalb war das Jahren in der Nähe von Helgoland, das die wichtigste U-Bootbasis ist, unuwglich; daher die Unmöglichkeit, die Ge­

biete zwischen Helgoland und der dänischen Küste, sowie den nie. derländijchen Inseln zu befahren. Ich fürchte, wir gehen ein paar bösen Monaten entgegen. Aber ich denke, daß wir im Spätsommer, so gegen August, wenn die Ration es so lange aus- hält, was ich hoffe sagen können, die Tauchbootgesahr ist beschworen. Ich möchte mich indes durch keine bestimmten Aus­lassungen binden, weil so viele Erwartungen anderer enttäuscht worden sind. Ich habe den ersten Minister gebeten, keine opti­mistischen Reden mehr über die Tauchboote zu halten bla August. Dann mag er jo viel Reden halten wie er will, aber nicht früher.

Die russische Friedenserklnrnng.

Die schristtiche Bestätigung des russischen Funkspruches.

Berlin» 21. Febr. Die von uns von den Russen verlangt^ schriftliche Bestätigung des Funkspruches, in dem sich die Negie­rung der Volkskommissare zur Annahme der von den Mittel­mächten aufgestellten Friedensbcd'.ngungen bereit erklärt, ist? gestern in vnseren Linien angekommen. Cie ist unt.rzeichnet von Lenin und Trotzk!» und daraus geht hervor, daß d e in neu. traten Ländern verbreitete Nachricht, Lenin und Trotzt» seien ge. stürzt, nicht den Tatsachen entsprechen kann. Diese schriftlich« Bestäigung ist datiert vom 28. Februar nachts. Auch der rus­sische Oberkommandiercnde Krylenko gibt durch Funkspruch be­kannt, daß der Rat der Volkskommissare beschloss:» habe, die Friedensbedingungeu der Mittelmächte auzunehmeu.

Asslrtteßlich dem ohne Mmn erfolßle« m!tiili'chkll llarar'rfii |it danken.

Wien, 20. Febr. (WTV.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Der Rat der Volkskommissare hat die von den Vierbundmächten in Brest Litowsk aufgestellten Friedensbedin­gungen ohne jedweden Vorbehalt angenommen. Die hiermit erzielte t.eue Wendung im Osten ist ausschließlich dem ohne Zögern erfolgten militärischen Vorgehen gegen die großrussische Republik zu danken. Es ist selbstverständlich, daß diese militä­rische Aktion, welck-e bisher an den Fronten unternommen wurde, auf das Einvernehmen der beiden Mittelmächte begründet ist. Wenn bisher nur da^ Vorgehen deutscher Kräfte gemeldet wurde, so ergibt sich dies aus der Tatsache, daß das Schwergewicht der österreichisch-ungarischen Streilkräste aus dem südlichen Teile der Ostfront liegt. Nördlich des Pripjet stehen nur deutsche Truppen; auch beiderseits der Bahn KowelRowno waren zur Stund« des Einsatzes des Vormarsches nur deutsche Verbände zur Ver­fügung. Das Eingreifen unserer Truppen bängt lediglich vo« der örtlichen Lage und der Krnstegruppierung oh

Repressalien im Dnftluira.

Das Wolffsche Telegraphenbureau verbreitet folgende «1^ scheinend halbamtliche Mitteilung:

Die vielfachen und oft recht deutschfeindlich gehaltenen Ev? Lrterungen, d»e über den deutschen Lustangriff auf Paris vom 30/31. Januar 1918 durch die Presse aller Länder gegangen sind, lassen es notwendig erscheinen, noch einmal auf den Anlaß de» so glänzenden Zuges unserer Flugzeuggeschwader hinzuweisen. Dabei kann man nicht oft genug und nicht klar genug wieder­holen' Es war ein Strafzug, den unsere Oberste Heeresleitung unternommen hat; eine Vergeltungsmaßregel, die noch oft wie» verholter Warnung unvermeidlich eintreten mutzte, weil der Gegner seine frevelhaften Angriffe auf offene deutsche Stadt» nicht unterließ.

Am 17. Oktober 1917 war zum letzten Male durch Funk- spruck die französische Regierung gewaritt und vor die klare Wahl gestellt worden, ihre Angriffe auf offene deutsche Städte zu un­terlassen. widrigenfalls sie die Folgen eines gleichen Vorgehen» von deutscher Seite auf sich und auf ihre Verantwortung neh­men müßte. Die französische Regierung hat den Entschluß nicht gefunden, ihr Volk durch rechtzeitiges Einlenken zu schütze«. Durch die Fortsetzung ihrer Luftangrisse. deren geringfügige« Ergebnisse nur unserer guten Gegenwehr zu verdanken sind, bot die französische Regierung bewußt unserer gleichartigen Eegeir- Wirkung die Stirn. Sie konnte nicht mehr im Zweifel darüber fein, daß den warnenden Worten vom 17.10. 1917 nunmehr auch di« Tat folgen würde. Daß allerdings der erste deutsche Stoß