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neu gegen die Großen anfhetzen. Weisen wir diese Leute ab» sie stich unsere Feinde? (Lebhafter Beifall.) Daun gurg Dr. Roe- sicke auf die allgemeine Lage ein und sprach dabei über die Wühlereien gegen Ludendorff. Es fei aber kein Zweifel» daß das deutsche Volk sich geschlossen hinter die Oberste Heeresleitung stellen würde. (Stürmischer Beifall.) Frieden wollen wir alle. Aber wir bekommen ihn nicht durch Friedensangebote und Streiks. (Lebhafter Beifall.) Solange unsere Feinde wisien». dass die Friedensresolution und ihre Mehrheit herrscht, bekom­men wir keinen Frieden. (Stürmischer Beffall.) Zum Schlüsse erneuerte der Redner im Namen der Versammlung das Treu­gelübde gegen den Kaiser und das Versprechen, fest und treu durchzuhalten. In das dreifache Hurra stimmte man begeistert ein. -Darauf wurde beschlossen, längere Drahtungen an den Kaiser und Hindenburg zu senden. In der Drahtung an Hinden- burg wird die Gewissheit ausgesprochen, dass Hindenburg Deutsch­land zum endgültigen Siege führen und dafür eintreten werde, dass dis Früchte des deutschen Kämpfens uüd Siegens dem deut­schen Volke nicht entrissen werden..

Mit Beifall wurde Freiherr v. Wangenheim (Klein- Spiegel) erupfangen. Er blickte zurück auf die verflossenen 25 Jahre der Bundesarbeit, die nicht agrarisch einseitig gewesen, sondern im allgemeinen Interesse gearbeitet habe, für Industrie wie für Landwirtschaft, auch für die Arbeiterschaft. (Sehr rich­tig?) Unserer Arbeit folgte eine Periode beispielloser Wohl- fahrtssteigerung. Unter dem Schutze der nationalen Arbeit haben Landwirtschaft und Industrie Leistungen vollbracht, die pns in ungeahnter Weise zum Ausharren in diesem Kriege be­fähigen. Nur auf wirtschaftlicher Selbständigkeit ruht auch die nationale Selbständigkeit sicher. Freiherr von Wangenheim ging dann auf die Fragen der Gegenwart ein, besonders auf die Zwangswirtschaft, wob^t er tadelte, dass man von den Vorschlä­gen der Landwirtschaft so wenig annehme, wie jetzt von den Vorschlägen betr. die Beteiligung der ländlichen Genossenschaften an der Erfassung der Lebensmittel. Es sei ein unlösbarer Widerfpru^ den Massen so viel von Freiheit und Rechten zu reden, die schaffenden Stände in ihrer Arbeit aber fortwährend gu knebeln. (Lebhafte Zustimmung.) Aber wir wollen uns nicht verbittern lassen? Die Zwangswirtschaft hat Schiffbruch erlit­ten. Stehe doch einmal jemand auf. der sich noch nicht gegen die vielen Verordnungen vergangen hat. (Heiterkeit. Es steht nie­mand auf. Gr. Heiterkeit.) Der sicherste Beweis für die Er­folglosigkeit liegt aber m dem Aufblühen des Schleichhandels. Freiherr von Wangenheim widerspricht den Anklagen des Hansa­bundes. Unser- Genossenschaftswesen will ja den soliden Han­del nicht aus-, sondern gerade wieder einschalten. (Beifall.) Von mancherlei Kriegslehren sprach Freiherr von Wangenheim dann. Das Wahlrecht mutz geändert werden. Das wissen wir. Aber ob es die Herrschaft der Masse und schliesslich der Gasse bringen soll, das ist eine andere Frage. (Sehr richtig!) Die Androhung des Wirtschaftskrieges zwingt uns zu einem Frie­densschluss. der unsere wirtschaftlichen Kräfte erhält und uns so­wohl für die Industrie, wie für die Landwirtschaft eine erwei­terte Grundlage schafft (Beifall), sowohl im Westen wie im Osten, damit es in einem Kriege nie mehr an Rohstoffen man­gelt und wir auch an Erz und Kohlen stark genug find. (Bei­fall.) Freier Welthandel und freie Schiffahrt darf uns nicht verschränkt werden. (Beifall.) Den Engländern müssen wir möglichst nahe rücken, um ihnen ins treue Auge blicken zu kön­nen. (Grosse Heiterkeit und Beifall.) Wenn unsere Feldgrauen zurückkehren, werden sie nicht in erster Linie nach freien Wahl­rechten fragen, sondern: was werden wir essen, womit kleiden, wie bringen wir unsere Wirtschaften wieder in Gang, wie kom­men wir wider herauf? (Lebhafte Zustimmung.) Freiherr von Wangenherm erinnerte daran, dass zu dieser Stunde der Waffen­stillstand mit Russland abgelaufen ist, und gab der bestimmten Hoffnung Ausdruck, daß zu derselben Stunde die deutschen Heere auf dem Marsche sind, die Balten zu retten? Die Versammlung antwortete darauf mit einer dröhnenden Beifallskundgebung. Am Bolschewismus zeigte der Redner die letzten Folgerungen der sozialdemokratischen Lehre auf. Ich bin kein Antisemit im Sinne des Wortes, sagte er dann weiter, ich kenne zahlreiche Ju­den. die treudeutsch sind. Aber es muss doch große Bedenken er­regen, wenn man überall Juden in der Führung sieht überall da, wo es gegen die Grundlagen des Staates geht. (Stürmische Zustimmung.) Gerade unsere deutschen^ Mitbürger jüdischen Glaubens müßten zuerst solche unsauberen Elemente von ihren Rockschössen abschütteln.

Die Glückwünsche der Industrie sprach darauf Landrat a. D. Röttger vom Kriegsausschutz der deutschen Industrie aus. Ich entledige mich frohen Herzens der Aufgabe, die Glück, wünsche der Industrie zu Ihrem Iubeltage zu überbringen. Er' forderte auf zum Zusammenhalten? (S'ürmischer Beifall.)

Heber Parlrmenlarffierung und Demokratisierung sprach darauf in längerem Vortrag Reich?tagsobgeordneter Dr. Wild­grube. Deutsche Monarchie und Demokratie zeigte er als un­versöhnliche Gegensätze trotz des Vegriffstechnikers der Demo­kratie D. Naumann. Was hat sich bewährt in diesem Kriege? Die deutsche Demokratie vielleicht? Hat sie die Grundlagen ge­legt für unsere Kraft in diesem Schicksalskampfe? Wir möchten der Demokratie sagen: Sei vorsichtig! Denn die Akten über diele Fragen sind noch vorhanden. Vielleicht gehen dem deutschen Volke doch einmal die Augen auf. wenn man diese Akten einmal aufschlägt. In unsere demokratische Strömung sind wir hinein­gekommen durch Herrn von Vethmann. den Gott in seinenr Zorne zum Kanzler gemacht hat. (Lebhafter Beifall) Die deutsche Demokratie hat ihre Forderungen nicht aus dem Haben oezogen, sondern sie sind lediglich Doktrin, erfüllen Wünsche des Auslan­des. Der Redner zeigte dann, wie die deutsche Demokratie heute geradezu der politische Waffenschmied des Auslandes fei und er verlas dafür zahlreiche Aeutzerungen auch aus der demokratischen Literatur. Darauf behandelte Reichstagsakweordncter Oekono- mierai W e i l e n b ö ck (Stadt Steinach) unsere Handelsbezie­hungen nach dem Kriege zu Oesterreich-Ungarn und Russland. Die dazu vorgelegte Erklärung wurde ebenfalls angenommen.

Mit stürmischem Beifall wurde darauf Herr v. Olden- burg-Ianuschau begrübt. Er erhob gegen die politische Leitung und den Reichstag den Borwurf, versagt zu haben. Bei dem Versagen der politischen Leitung gab er Herrn von Beth-

mann die Schuld. Kaum je hat «» Minister seinem Souverän^ und seinem Vaterlande so schwere«, nachhaltigen Schaden zu­gefügt. wie er. An den Völkerfrühling nach diesem Kriege glau- ben» können nur Narren. Wenn wir unsere Wehrmacht hin­geben müssten, um in den internationalen Schwindel reinzu- schluddern, das wäre furchtbar. Es kostete uns unser Deutsch­tum. und wir müssten uns von einer übelwollenden Welt terro­risieren lassen. Wenn unser Heer und unsere Flotte nicht da sein müssten zu unserem Schutze, so müßten sie extra erfunden werden als größte Erziehungsanstalt des Vaterlandes. Aber Herr von Vethmann hat der Armee das Siegen sehr schwer ge­macht. Wenn er weiter nichts getan hätte, als die Erklärung über Belgien gegeben, so wäre das schon Unglück genug. Das wäscht kein Regen durch Jahrhunderte ab. (Beifall.) Wenn er weiter Verträge als Fetzen Papier erklärte und sich durch Wilson niederboxen ließ, so hätte ihn das überzeugen müssen, daß er seine Stelle nicht ausfüllen konnte. (Zustimmung.) Was außen geschehen ist, überwindet die Tapferkeit unserer Armeen, aber im Innern, wie wir da wieder herauskommen sollen, das ist nur Gott bewusst. Der Kanzler, der das wieder in Ordnung bringt, auf den wird geschossen werden, und wenn auf ihn nicht geschos­sen wird, so taugt er nichts. (Heiterkeit.) Es kommt bloß da­rauf an, daß er auch schiesst! (Heiterkeit.) Die Armee ist vom Kanzler im Reichstag behandelt worden, wie eine willenlose Masse, die nur zum Sterben da ist und auf deren Empfindungen man nicht Rücksicht zu nehmen braucht. Es ist doch undankbar, dass man die Männer draußen rechtlos gemacht hat in ihrer Ab­wesenheit. (Zustimmung.). Mich haben die Grüße des Reichs­tages draußen immer verletzt. Was nützt es. wenn er nachher der Armee mit der niederträchtigen Friedensresolution in den Rücken fällt? (Stürmische Zustimmung.) Sind das Taten, alles erst niederzureissen, ehe die Armee zurückkehrt. Der Reichstag ; kommt sich noch ungeheuer patriotisch vor, daß er die Gelder be­willigt hat. Ich kann dabei nichts finden. (Große Heiterkeit.) « Wenn Franzosen und Russen nach Berlin gekommen wären, hät­ten sie im Totschlägen auch vor den Reichstagsabgeordneten nicht Halt gemacht. (Sehr richtig!) Einer der vielen konfusen Ge­danken des Herrn von Vethmann war es, die Sozialdemokratie plötzlich regierungsfähig zu machen. Dumm sind ja die Sozial­demokraten nicht, ausgenommen Herr Scheidemann, der sich mit dem schlecht vorbereiteten Streik zu früh dekouvrier-e. (Heiter­keit.) Bewilligt hätten sie das Geld sowieso. Das Gros ihrer Wähler stand ja draußen und bekam vom FeindeFeuer. Die Sozialdemokraten hätten sonst bald allein gestanden. (Sehr rich­tig?) Und auch die Spießer hätten ein Grauen vor ihr gekriegt. Jetzt auf einmal glauben viele, daß die Sozialdemokratie sich patriotisch, entwickeln werde. Gewiß, viele, denen im Donner der Schlachten Gott nahte, kommen nicht mehr als Sozialdemo­kraten zurück: aber andere, auch aus anarchistischen Kreisen, sind's durch unsere Ernährungspolitik geworden. Diese müssen wir Zurückführen und ihnen sagen, dass es ja der gesegnete so- sozialdemokratischk' Zukunftsstaat ist. der uns diese Zwangswirt­schaft aufgezwungen hat. Herr von Oldenburg führt weiter aus, wie wir durch Bismarck verwöhnt worden seien. Einen na­tionalen Ton wie damals haben wir von einem Kanzler nicht mehr gehört. Jetzt flüchtet sich alles zu großen Hindenburg und Ludendorff. Wenn wir da jetzt von einer Hetze gegen Ludendorff lesen, so können daran im In- und Auslande nur Kanaillen be­teiligt sein, nicht wert, daß sie die Schuhriemen der beiden gro­ßen Männer lösen. (Stürmischer anhaltender Beifall.) Seltsam kam mir bei meiner Rückkehr aus dem Felde auch der Kultus Mit Erzberger und Scherdemann vor. (Zustimmung.) Wer ist denn Herr Erzberger? Ein fleißiger Mann mit kleinem Ge­sichtskreis, der nicht das Vaterland und Staatsnotwendwkeiten in den Vordergrund stellt. Ein vorzei'iger Friede*wäre wie ein Operateur, den die Nerven verlassen und der den Kranken rasch . wieder zunäht. Wenn r r den Sieg nicht erringen und aus­nutzen, ist das ebenso der Todeskeim für d^s Vaterland. (Zu. stimmung.) Die Parlamentarisierung ist für uns unmöglich. Wir wollen mal feben ob's die jetzigen Elemente besser machen werden, als die gescholtenen preußischen Junker. Meine Herren aus Bayern, stellen Sie sich vor, wie es adf Ihr Verhältnis zum Königshause wirken würde, wenn drei preußische Minister iwch Bayern geholt würden, um Ihnen eine Verfassung zu oktroyie­ren, die Sie nicht wollen! (Stürmischer Beifall.) Ein schwaches Preußen führt zum Einheitsllaate und das ist der Weg zur deut­schen Republik. Darum muss es beißen: ie radialer im Reich, desto tonservativer in Preußen. Wir wollen sehen. Aber nicht mit unbegrenztem Optimismus, sondern mit kühlem Kopfe und Vernunft, vor allem ohne Furcht vor de: Straße und wir sind nicht furchtsam. (Stürmischer Beifall.) Herr von Olden­burg sprach dann über die Folgen eines entschädigungslofen Friedens. Revolutionäre Erscheinungen wird es geben, die werden niedergeschlagen: aber was soll werden, wenn die Re­gierung mit den ungeheuren Lastensorderungen dann vor den Reichstag tritt? Auflösen wegen Steuern ist sehr schwer. Was wird sie alles eintauschen müssen? Gebe Gott uns dann auch Verstand. Die der ticken Herzen schlagen heute nicht in der Wil­helmstraße oder im Reichstag, sondern im Havptquar'ier. Mit .Heilwünschen fiir Deutschland schloß Herr von Oldenburg unter dröhnendem Beifall.

Mit dem GesängeDeutschland, Deutschland" wurde die Versammlung geschlossen.

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Des Kaisers Antwort.

Auf das Treuegelöbnis der Jubiläumsversammlung des Bunde der Landwirte traf nach derDeutschen Tageszeitung" folgende Antwort ein:

Herzlichen Dank für das Gelöbnis treuer Gefolgschaft, das der Bund der Landwirte Mir bet seiner 25. Tagung erneut dar­gebracht hat. Die lange, rastlose Friedensarbeit und der starke Schutz des Reiches haben die deutsche Landwirtschaft zn^Kriegs- leistungen befähigt, die die Geschichte unter den Ruhmestaten dieser großen Zeit dankbar nennen wird. Jetzt gilt es, Schlie­ßung der Heimatsfront zum letzten großen Kampf? Ich zweifle nicht, daß die im Bund vertretenen Lanöleute mithelfen wer­den, die Kräfte zu spannen, die Opferwilligkeit zu starten, die Herzen zu festigen und zu begeistern für den heiligen Dienst um

seres herrlichen heißgeliebten Vaterlandes. Wenn unser Volk! sich in solcher Bereitschaft ein. daun zrüerfls ich nicht, daß mit Lottes H;l:? üns bll'.ritzer, endgültiger Sieg und starke, glück­liche Zukunft sicher sind. Wilhelm I. E.

Gold zur Schmiede!

Von ChristophWieprecht.

(Nachdruck verboten.)

Mit Gold noch schmückst du dich in qualdurchtränkten Stundeil - Mein großes Volk, ich kenne kenne dich nicht mehr!

Du blutest kämpfend aus Millionen Wunden Und um dich wogt der Schmerzen Riesenmeer.

In stillen Truhen sammelst du noch goldne Schätze Und kosend streicht verblendet sie noch deine Hand

Gib her dein Gold! Gib's deinem Vaterland,

Auf daß mit ihm es feine Siegeswaffen wetze!

Gib her dein Gold? So donnern laut cs die Maschinen,

Ruft's kkus dem Unterstand, aus Bergwerk und Fabrik:

Die Brücken schreien es, die Eisenschienen:

Dem Vaierlande>gibt dein Gold zurück!

Frei willst du sein, mein Volk wohlan, es sei!

So hör' des Vaterlandes notgebornen Schrei:

Reck' aus dem Gold zu Panzern, Stahl und Eisen Frei wirb dein Adler durch die Zukunft kreisen!

Aus der fjciwt!.

Hessische Juwelen- ünd Gokdwochir Unsere Fürstenhäuser haben schon öfter kostbare Schmuckstücke an die Eoldan- kaufsstellen überweisen lassen. Unser Landesherr hat ebenfalls Gold und Juwelen aus seinem Familienschatze auf den Altar des Vaterlandes nie­dergelegt: auch hat er sich dahin aus­gesprochen, daß am Grossherzoglichen Hofe Gold- und Edelsteinschmuck nicht mehr gern gesehen werde. Folgen wir seinem hochherzigen Bei­spiele!

Das Krersamt macht wiederholt darauf aufmerk­sam, daß Hausschlachtungsanträge nicht mehr angenommen werden.

Siadtverordnetensitzrmg. Samstag, den 23. d. M.. nachmit­tags 4 Uhr, findet eine Sitzung der Stadtverordneten statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Antrag des Schulvorstandes auf Er. rtchung einerAbfchlußklasse": 2. Auslosung von Obligationen: 3. Gesuch um Steuernachlaß: 4. Verpachtung der städtischen Blei­chen; 5. Gesuch des Hessischen Städtcbeamten-Verbandes: 6. An­trag des Stadtrechners betr. öffentliche Mahnung zur Zahlung der fälligen Steuern.

Einrichtung einer Anmeldestelle für Berpackungsmaterialie«.

Die Erossherzvgliche Handelskammer in Friedberg hat für ihre« Bezirk eine Anmeldestelle für Verpackungsmaterialen eingerich­tet. Der Zweck derselben ist, der Belastung der Eisenbahn durch den Versand sperriger Verpackungsmaterialen zu steuern. Die Tätigkeit der Meldestelle findet in der Weise statt, daß Besitzer sperriger ÄerpackungsMaterialien (Kisten, Harasse. Körbe usw.), welche dieselben abzugcben wünschen, auf der Geschäftsstelle der Handelskammer mittels Vordrucken, welche dis Handelskammer zur Verfügung stellt, anmelden. Die Anmeldungen liegen auf der Geschäftsstelle zur Einsicht für jedermann offen, so daß In­teressenten jederzeit davon Kenntnis nehmen können, ob und wo sie die nötigen Verpackungsnlalerialien am Platze käuflich erwerben können. Die Tätigkeit der Meldestelle ist vollständig unentgeltlich.

Heu- und Strohliefernng an Privatleute. Der Abgeordnete Dorsch bat folgende dringliche Anfrage im Hessischen Landtag gestellt: Ist es Großherzoglicher Regierung bekannt, daß das vo» der Gendarmerie für die Heeresverwaltung beschlagnahmte He« und Stroh seitens der Kreisämter an Privatleute überwiesen wird und entspricht dies dein Geiste der Verordnung? Ist die Regierung in der Lage und bereit Auskunft zu geben?

Friedberg. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, findet am Sonntag, den 24. Februar, nachmittags 3 Uhr im Löwen" in Butzbach die diesjährige Hauptversammlung des Kreis-Rinderzuchwereins Friedberg statt. Alle Mitglieder des Vereins, sowie sonstige Interessenten sind hierzu freund- lichst eingeladen.

Abkochen der Milch. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist es im Interesse der Gesundheitspflege unbedingt er­forderlich, daß alle Milch, die als solche genossen wird, vorher abgekocht wird. Durch den Genuß ungekochter Milch können dem Körper leicht Krankheitskeime zugeführt werden.

FC. Butzbach, 19. Febr. Dte Zentrumspartei stellte im Landtagswahlbezick Butzbach-Bad-Rauheim Rechtsanwalt Dr. Schröder-Friedberg als Kandidaten auf.

FC. Oppershofen, 19. Febr. Im Alter von 89 Jahren ver* starb Attbürgermeister Heinrich Schmidt, der über 40 Jahre die Bürgermeistergefchäfte der hiesigen Gemeinde leitete. Im Jahre 1911 ttat er von dem Posten zurück und sein Sohn wurde an seine Stelle gewählt. Vor einigen Jahren konnte er das Fest der diamantenen Hochzeit begehen. Der Verstorbene mar ein eifriger Förderer des bäuerlichen Zusammenschlusses.

Aus Rheinhesien.

FC. Mainz, 19. Febr. Am Rhein wurde ein Junge vv einem Krahn so schwer am Kopfe verletzt, daß er sofort verstarb. Ein lljähriges Mädchen hatte nachts ein Streichholz ange­steckt. wodurch das Bett in Brand geriet. Das Kind erstickte in dem Rauch. In der Zanggasse verübte eine Frau Selbstmord indent sie den Eashahn ihrer Wohnung öffnete.

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Verantwortlich für den politischen und lokrlen Leit: Ottg Hirschel. Friedberg: für den Anzeigenteil: R. Heyner. Friedberg, Truck und Verlag derNeuen Lag^settrmg", A- Friedberg i. 0, ^