DkMf Mlk tiir die Ukraine.
2vkn- 19. Febr. Das Kriegsprsstequartier meldet: Der vrm ^>en Bolfchewiki angezettclte Aufstand in der ukrainischen Volks, rcprrblik nimmt alle Formen eines regelrechten Bandenkriege» an, bei dem Reub und Plünderung den Hauptkriegszweck dar» kr dessen der Kampf gegen die Rada bloß den politischen Deckmantel abgrb< Die ganze Belegung spielt sich im wesent. liche« le>.'gs der Bchnen ab. die wichtigsten Straßen entlang dieser Viiüerr obliegen die Zu Räuberbanden gewordenen Reste großrrrstischer Truppenteile ihrem Handwerk, indem sie sengend und brennend durch die reiche noch beträchtliche Mengen 1914er Ernte bergende Gegend ziehen. Es gehört zu den Zeichen, der Zeit, daß sich die bolschewistischen Scharen mit Vorli.be der aus der russischen Front ruitgebr^hten Pcmzerzüge und .Panzeranios bedienen und so oftmals recht rasch Raum gewinnen. Die 1 Kampfe selbst kosten meist nur sehr geringe Verluste. Stoßen die Aufrührer auf eine Uebermacht, so räumen sie in der Regel rasch das Feld. Leider waren die ukrainischen Truppen an der ganzen Front noch aus der Zeit des Zaren her so sehr zersplittert. daß für die Rada das Zufammeuziehen größerer Verbände unter den gegenwärtigen Verhältnissen ebenso schwierig als zeitraubend ist. So war es den bolschewistischen Truppen namentlich im Nordwesten des Landes möglich, sich wichtiger Bchnlmien, Bahnhöfe und Oertlichkeiten zu bemächtigen, während das offene Land von ihnen nur wenig belästigt wird und n^eitaus der größ'e Teil der Rada anhängt. Bedauerlicherweise ist auch Kiew von oen Verwüstungen der „Sowjet truppen" heim gesucht worden. Die Einnahme dieser Stadt durch den großrussisch:,, Oberst Mu- rawiew stellt offenturchig eme der wenigen großen militärischen AlUonen der Aufrührer dar. An der vkramischen Front nimmt dic Demobilisierung der großrussischen Tkuppen ihren Fortgang.
.d. h. die Mauuschaft verläßt in beliebigen Schaan ihre Gräben und eitt der Herrnat zu. Auch die durch die Entlastung zahlreicher Jahrgänge geschwächten ukrainischen Verbände marschieren nach dem Innern des Landes. Die Schreckensherrschaft der Ruf. rüyrer lastet schwer auf dem ukrainischen Volke und begegnet selbstverständlich auch bei den Mittelmächten gräfter und warm.' ster Brchmerksamkett. In den jüngsten Tagen duldeten die V:r> bältatste im Rordwesten der jungen Republik kcrn läng-res Zu- sehen mehr. Gruppen der Heeresgruppe Linsinfien und deutsche Verbände 'mben heute, dem Hilferufe aegen die Eroßrnsten Folge leistet», im Raume van Kowel den Vormarsch «mgetreten.
yarre, von mmom gruppen vefetzk «W so vor vea Greueln de- bolschewistischen Durcheinander- bewahrt zu
werden, werden Ln dem in Riga erscheinenden lettischen Blatt veröffentlicht. Danach herrscht in jenem Gebiet? f r>t- säärlich die Anarchie im wörtlichen Sinne. Banden l,si Räubern, Me sich al- „Stubentin" oder als Beaufti. gte der Bolschewisten bezeichnen, plündern und töten und setzen das ganze Land unter eine nicht einmal kommunistische oder auch nur irgendwie politisch zu benennende Schreckensherrschaft, so daß es schlechthin dem Gesindel. Dieben und Mördern offen daliegt, niemand von einer Minute zur anderen -eines Besitzes oder Lebens sicher ist und allenthalben die Bürger bis auf das letzte ausgeraubt werden. Als der Besitzer des GasOofes ..Baltischer Hof" in der Stadt Wenden, dem ü lu'begliche und unbeweglich« Habe genommen worden '.Dar, die ..enteignenden" Strolche fragte, wovon er leben st u g^b man ihm einen Spaten zum graben. Wiederholt ist erklärt worden, allster dem Anrecht auf einen Spaten und ^rör Greiw Aufenthalt im Gemeindearmenhanse habe niemand einen Anspruch denn sonst könne die Gleichheit aller nicht durch-gefübrt werden. Für uns ist es besonders schwer, daß unsere Stammesgenossen in jenen Gegenden solchen Verbrechern ohne Schutz ausgeliefert sind, und man kann sich denken, mit welchen Gefühlen sie über die nicht femt? westlich? Grenze blicken, wo Kurland und Teile von Llv° land selbst in der Hut der deutschen Truppen vorbildliche Verwaltung 'und Ordnung genießen.
Die Plünderung der russischen Kirchen.
Der .,Berl Lokalanzeiger" berichtet ans dem Haag: Ans, Petersburg wird gemeldet: Di? Raubtaten und Verbrechen nehmen täglich zu. In Moskau wurden die Archenschätze des Patriarchen, die in Gold gebundenen Meßbücher. Monstranzen und andere juwelenbesetzte goldene Kirchengeräte im Goldgewicht von 400 Pfund und in einem Werte von über 30 Millionen Rubel geraubt.
ftv Mrgsrkrirg in Rußland.
Bnck», 15. svebr. (WB.» Die ..Rasch Wie," sRjetsch) »Mid iiüer di? Lage des Bargertrieges Ende Januar <«. Sl,s: Im Bürgerkrieg erscheine» als aktive Partei >i-> Tnrpven der Dovckewnten. Das Ziel ihrer Kompfdand.
-st. die valitische» Mittelpunkte Kiew und Nowo Tscherkaszk ?u besetze». Snsckrrnend besteht da,., folgender ^lkraine und das Dongebiet bimst Besetzung Ser M^enbabnknotenpunkte Bjelgorod. Clxrrkow. Loiwr.aja und Mepandrowsf zu trtmmm; 2. die Ukraine durch Huf. stellung einer Dockung cmf der Linie Jekateriloslaw— Pol- wwa—Woresbba abznsckmciden: 3. den Kosaken einen zu versetzen und das Dsngebi^ zu besetzen-. 4. yemn h? Ukrame einen Schlag von Südw und Norden zu führen mb Kiew zu besetzen.
Geaenwä; iig ist die strategisch« Lage der Bolschewisten- truppen so- Dw SlMprmlcke für die Kampfhandlrmgen Sogen die Ukraine und das Dongebiet sind:' 1. Petersburg — bte Hauptstadt, die die Anweisungen gibt, die ganze Au'- ftelllmg der bolschewistischen Truppen leitet und den Frch-h aus dom Petersburger Militärbezirk und von der Nord- front stellt- 2. Moskau als Mittelpunkt, der den Nackychub mwet und leitet- 3. Mobilem, allgemeine Leitung: 4 Minsk, für Ersatz aussen Reserven der Westfront: 5. Brjansk' Stab der Truppen gegen die Ukraine (Mittelpunkt der Un- ternebviungeni 6. Cbartsw. HarcpLstab der Trurwen aeaen Ihvmnt und Dongebiet: 7. Woronesh. Stab der Truppen ge^das Tongebi-t: 8. Sewastopol, für den Enatz aus dem Ariden — die Städte H?nel und Zantzrjn haben mrr cme Bedeutung zwerten Ranges.
Alle Kräfte der Ukraine sind auf den Schutz der Eisen- ^«knotenpunkte gerichtet. Sie haben die Knotenpunkte ^orny .Korosten und Backmatsch besetzt. Im Südosten bil- beten die Knotenpunkte Ramandan. Voltawa und Krement- sckug den Raum der Kampfhandlungen der bsLsch>-wistischen gruppen. Mit Besetzung der IrmsLenpunkte Nlerandrowoff ^laterrnostaw, Losomwam wendet sich die Lage dec Ukraine zvm schlechten. Sie wiro vom Ton getrennt und Ki-nv vom Si^en her bedroht. Von den Truppen der Südwestrront und der rnmämschon Front droht der Ukraine anscheinend kerne Gefahr. Hier sind die bolschewistischen Truv^n Mim
XrJ enrwaffnet. zum Teil hinter die Grenzen der Mraiiw derleot worden.
Da.? Donaebi-t M mcht unmittelbar Zu treffen. Eine Bcdro^ng von Woronesh und Zaritzijn l.er ist nicht ernst n-chmen. Tie dortigen Garnisonen sind in Anflößung.
„ Kalmücken und neutral oder den Bolschewisten feindüch Vam Kaukasus her drobt bisher keine Gefahr. Unter- mmmgen gegen das Dongebiet sind nur vom Rordwesten bet zu erwarten. Ta der Ataman (Hetman) befob'en hat daß d,e Sosaken. die die Bolschewisten hinausdeäugen, .erneskaSH die Grenzen des Gebietes überschreiten sollen wrro sich der Kampf cm der Grenze des Dongeöietes im LrLga»4k. Ilowaisk mtb Wolnswacha abspielen.
Km oflgemeinen gilt, daß die strategische Lage und die Stätigkeit bei den Bolscher'.'isten gegenwärtig hx. frtrsigr'nd sind.
19. Febr. Nach eurer 'Petersburger Hcwa^ bat sich General Saledür das Leben genommen.
UeScraS Bnarchrc.
Fürder!iche Einzelheiten ba Zustande m dem Teile Livlands, der nicht das
-Beschlagnahmungen.
Petersburg, 16. Febr. (WB.) Meldung der Peters- bnrger Tel.°Ngentur. In den Bankdepots wurden folgende Mengen Gold vorgefunden: In der russisch-asiatischen Bank etroa zehn Pud. bei der Bank von Sibirien 50 Pud. in der indischen und Hndustriebank je 40 Pud, in der mter- nationalen Bank 8 Pud.
Stockhol17. Febr. (WB.) Die Petersburger Tel.» Agentur meldet: Nach einem veröffentlichten Erlaß werden all Guthaben von den alten Privatbanken auf die nationale Staatsbank der russischen Republik übertragen, auf der Grundlage völliger Beschlagnahme. Alle Bankaktien werden für ungültig erklärt und die Zahlung der Dividenden aufgehoben.
Vertagung der Demobillsiervus.
Rotterdam. 18 . Febr. (WTB.) Die »Morntng Post" mel. der aus Petersburg: Der Kongreß der Sowjets beschloß ote vorläufige Vertagung der allgemeinen Demobilisierung des Heeres.
Der Selbstmord Kaledivs bestätigt?
Ptterrchvrg. 18 Febr. lWTB.) Meldung der Petersburger TelegraphenAgentur. Der Präsident des revolutiona-en militärisch>n Komitees erhielt die Nachricht von dem Selbstmord Kaledins in Nowolfcherkast. GeEaj Nafarow wurde zu feiueMdNrchfolgsr ernanrit.
5'ÜWkdu!«; in dkl Aallrndgfriilik.
SLoah^'m, 18. Febr. (WTB.f Amtliche Meldung des Svenska Teleorambyran. Eisbrecher „Nr. 11 " und Damp'er „£eW«kt Ä mit Bewachungsmannfchaft sind nach Aaland abge- garrgen. um die finnische Schutzgarde und die russischen Truppen eventuell wegzuführen. Die dritte Expedition nach Kaentyluoto wurde deshalb verschoben. Dos Schießen auf Aaland hörte auf.
KsPenZÄgen. 16. Febr. (WTB.) ..Rational Tidende" meldet^ au» Sisckhakm Der Kommandant des KüstenMnzerschistes „Thor" ferde^re die Rn-ffen auf, die Aalan>^inseln zu verlassen. Die REeu sprengten dre Munitionslager in die Luft und steckten die W-rchstMs» und die Signalstotton auf Eckerö in Brand.
Ir e^irsßrt-kßLN'kN des Dierlumirrs jiir
KMttkN.
Slsckh^lstz 16. Febr. Es heißt, daß Rumänien durch Ver- Hixi;Iunf des Stockholmer Gesandten eines neulraleu Staates den ReZrerunarn der Zentrotmächte anfragen liefe, welche Stellung sie zu der Frage einer eventuellen Abtretung Deffarabiens au Runmni^l einnebmen würden. Die Zentralmächte soüen folgende Kriel'ensbedingrmßen als Antwort darauf vorgoschlagen haben-
Als kMiweLsation für die Abtretung Veffarabiens A,i- nekiterv-vA der ganze» Dobrudscha durch Bulgarien mit Aus- nalMs der DMMmsndungeu. welche in rumänischem Besitze blciben sollen.
2. Völlkgex Desinterchement Rumäniens in den Frageu der rumirr. ifche« Vevötteru rg Siebenbürgens, der Bukowina» des Banats und söhliger 8iebiete Ungarns.
3. Grenzberlchtigungen tm Norden und Nordweften Rumäniens a« der Front der Karpvil-en (der Ojttarpathen nnd der TransjylvMvrsche» Alpen) zuguusten Ungarns, dem die Kamm- lluien und die Ausgär^c m% dem Gebirge zufallen sollen.
4 . Abschluß von Handels^rträgen mit dem Vierbunde auf der Basis der MrtstbegÄ«sttflungskiMlsel und Gewährung von Begüustlgrmgen für die «ustro-dentsche Schiffahrt ans der Donau.
5 - Verpflichtung RnwLniens (was nicht mit ekler Sicherheit festgestellt werden kann), t, der Zukunft die mikttärifche Kon- venttsn von 1884 völlig z« respektieren.
sich bei dieser Meldung wohl um naheliegende Lomb!nettoPE 4 dürfte jedenfalls unvollständig fein.
mmmnm und die Entente.
*** ^ tht ^dVTB.) Der Matin" meldet Die Mili« rarattaches der Alliierten im rumänischen Hauptguartker erbiet- ten am Samstag dsn Abberufungsbeßehl ihrer Regkeruna '
gestellt
fee Stimmnuft in Oesterreich.
Stii „Vofsische Zeitung" veröfsenilicht eine Drahtuu< au^ Wien über die Stimmung in Oesterreich. Die Stimmung lehne sich gegen ein nach Osten ziehendes Deutschland auf. heißt es da.
Zunächst fällt auf, daß das offiziöse „Fremdenblatt" gänzlich schweigt. Die „Neue Freie Presse" betont, daß die Monarchie an Rußland nicht mehr grenzt, sich also nicht genötigt sehen würde, einzugretsen wie Deutschland. „Höchstens könnte es gegen unseren Millen und<lnsere Neigung geschehen, daß wir den freien Verkehr der Monarchie mit der Ukraine vor jeder Antastung beschützen müßten." Llehnlich urteilt die katholische „Reichspost". Die „Zeil", der neuerdings gute Bezieh-nmen zum Ministerium des Auswärtigen nachgesagt werden, betont die Möglichkeit, Czernin könnte während eines neuen deutsch- russischen Krieges als Unterhändler gegen Wcsten ruhia tätig sein, und spricht es wörtlich aus: Für unsere Atonarchie lst der Krieg in der Hauptsache erledigt, und auf der gegnerischen Seite steht eitle Großmacht, für die der Krieg in der Hauptsache i?och kaum begonnen hat. Millionen verständiger Zeitgenosien deuten auf Czernin und Wilson. Unsererseits sind die Voraussetzungen eines erfolgreichen? Verhandelns nie gestört worden, möchten sie doch — so schließt der Artikel mit dem deutlichen Hinweis auf Deutschland — auch von anderer Seite ungestört bleiben." Das „Reue Wiener Tag^rtt" weiche dem Zwiespalt mit einer leisen Wendung aus: daMen sagt die „Arbeiterzeitung" in gesperrtem Druck: „Es wird allen Oesterreichern klar fein, wenn sich Deutschland zu einem neuen Krieg gegen Rußland entschließt, so kann, darf und wird Oesterreich dabei nicht mittun. Rußland hat den Kriegszustand als beendet erklärt, darauf müsien wir erklären, daß auch wir unseren Krieg gegen Rußland als beendet betrachten und daß' wir mit Rußland unverzüglich Verhandlungen über die Wiederaufnahme des diplomatischen und wirtschaftlichen Verkehrs und über die Gefangenen einleiten wollen." Das Blatt schließt wie folgt: ..Ueberdies ' muß alles unterlaßen werden, was uns. fei es auch gegen unseren Willen, doch wieder in den Krieg mit Rußland hineinzerre» würde. Das könnte geschehen, wenn unsere Truppen iroendwc in der llkraine oder ün der deutschen Front Verwendung fänden, wo sie in Kämpfe gegen russische Truppen geraten müßten. Dies zu verhüten ist die Pflicht der Regierung."
Die Wiener mögen sich beruhigen: Was Deutschland fiil notwendig halt, wird es tun. ohne sich von Wien aus hindern zu Lasten. Wiener Hilfe aber braucht es nicht Aber umgekehrt? Was wird mit dem „Brotfrieden" des Graf«'» Czernin. wenn dis Bolschewisten die ukrainischen Getreidevorräte uach dem Norden schassen?
fnilannriff mis kn 5'kkhMhck
Berlin. 19. Febr. (WTB. Amtlich.) Am 18. Februar abends belegten vier Marineflugzeuge den Seebahnhof von Ca- lars sowie ein daneben liegendes Barackenlager erfolgreich miß Bomben und griffen dort drei Scheinwerfer mit Maschinengewehren an. Im Barackenlager wurden Brände beobachtet Elner der Scheinwerfer wurde zerstört.
Perhaftung Kr'M';§Lts.
Paris, 18. Febr. (WTB.) Senator Charles Humbert sil heute früh auf feinem Cchlosie tm Departement Calvatos. wo er vorgestern angekommen war» verhaflet worden.
fine siftze mb DhllkßMs.
Berlin, 19. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Im Hanpr- ansscimfe des Neiclistages führte heute Staatssekretär von Whlmann etwa folgendes aus: Das Verhalten der rus
sischen Delegation, besonders das Trotzkis in Brest-Litowsk ist ohne Porgang in der Geschichte. Mit seiner letzten Erklärung wollte er sich aus einer unhaltbar gewordenen Lag« befreien. Es kam ihm im Ernst auf den Frieden nicht m. Wir können an die friedliche Gesinnung Rußlands nuitf mehr glauben und müssen für Ruhe und Ordnung in den an die besetzten Gebiete angrenzenden Ländern sorgen. Unser erneutes Eintreten in den Krieg wird hoffentlich in Peters- bürg die Geneigtheit zum Frieden starken. Auch jetzt noch sind wir bereit, einen Frieden zu schließen, der unseren Interessen entspricht. Aus unserer Friedensbereitsckvrft ist der Friede mit der Ukraine entstanden. Tie Ukraine rst ein reiches Land und die wirtschaftlichen Beziehungen waren für den Friedensschluß von ausschlaggebender Bedeutung. Bei der Festsetzung der Grenzen mackste die Ukraine Ansprüche auf das Gebiet des Gouvernenrents Cholm und es entstand die Gefahr, daß die Verhandlungen sck)eitern würden, wen» diesem Verlangen nicht Rechnung getragen würde. sZwisck-en den Mittelmächten ist das Verhältnis durch die Nege.Umg nicht getrübt worden. Wohl aber haben sich die Polen verletzt gefühlt.. Auch der österreichische Ministerpräsident wird sich heute eingehend über diese Fragen äußern, auch urch der wirtfä^stlichell Seite hiir. Es sind hinsichtlich des Abtransportes der gewaltigen Vorräte bestimmte Vereinbarungen getroffen worden, sodaß wir «och im Laufe des Jahres davon Vorteile yaben werden. Die Greben des Gouvernements Cholm sind noch nicht fest bestimmt, sonder« werden durch eine gemischte Kommission festgesetzt werden, die sich aus Verlrelern der Ukraine und Polens zusammen- setzt. Redner empfahl zum Schluß bte Annahme des Ve*- tragest ^ ^ , -y* * V


