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Nummer 4 r

Mittwoch, den 20 . Februar 11)18

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Die 7, Neue Taeevrettung" -richemt icöcn Weritai. Regelmäßige Beiiaoen

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HM U :ntt noch das Bestellgeld: bei den »«nt.» monatlich 85 Pf«, einschließlich Xr« fl erlohn. An,eigen: G-Ün^ile L Psg. totale 2^0 ^

erhoben. C^Uanason Ernten. »ftriftleitug nnd tterlaz vrieSberg Reffen, ^naueftm«« 12. Fern-vreher 48. B^-Kek-Lo

-oei den Postanstalten vier:el:ä!)ilich Rtt. 2.46 Anzeigen von auswäns werden durch Bo.tnachnahme 1 3 31*. 4359, 4'iti Frsutfurt rr. M.

Dünabürg und Luck besetzt.

23o60 Tonulu urrlenkt. Schweden und die Kalandsinlelu.

Kelbftmord Kaledins.

Der deutsche Geueralstud

meldet: = ?

W. T. K. Mratzes Harrptssttartier. deu 19. Februar. Amtlich.

Westlicher Kriegrschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Nächtliche Vorstöße des Feindes am Houthoulster Walde Wurden abgewiesen.

Oestlich von Ypern und beiderseits der Ccarpe am Abend ge- gesteigerter Feuerkampf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Am Oise-Aisne-Kanal führten Infantecieabteilungen er- ßolgrekche Erkundungen durch.

Südöstlich von Tahure stießen badische und thüringische Kompagnien gegen die am 13. Februar in Feindeshand geblie­benen Gräben vor und brachten 125 Gefangene zurück. Der Ge­ländegewinn wurde vor starken feindlichen Gegenangriffen wie­der aufgegeben.

Im Luftkampf wurden gestern sieben feindliche Flugzeuge abgeschosien.

Oberleutnant Lörzer errang seinen 21 . Leutnant Udet Und Leutnant Kroll errangen ihren 20. Lufrsieg.

Oestücher Kriegsschauplatz.

Deutsche Truppen sind gestern abend in Dünaburg ein- gerückt. Sie fanden nur wenig Widerstand. Der Feind war größtenteils geflüchtet. Die vorbereitete Sprengung der Düna- brücken ist ihm nicht gelungen.

Beiderseits von Luck sind unser« Divisionen im Vormarsch. L u ck wurde kampflos besetzt.

Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Eeneralquartiermeister: Ludendorff.

Alrendlrrricht.

Berlin. 19. Febr.. abends. sWTB. Amtlich.) Von Rim bis südlich von Luck sind die deutschen Armeen im Vormarsch nach Osten.

Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

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Der österreichische Gerreralstub j - meldet:-- -

Wien. 19. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver­lautbart:

An der Piave und im Gebiete des Monte Asolone. war die Arttlkerietätigkeit lebhaft.

Truppen der Heeresgruppe Linsingcn haben Luck kampflos besetzt.

Der Chef de, Seneralstab-o.

Kos türkische Hauptquartier |j %=====: meldet: - = J

Konstantincpcl. 19. Febr. (WTB) Amtlicher Tagesbericht. An der Palästmerfront hat eines unserer Iagdkommandos einen englischen Posten ausgehoben und einen Offizier und sechs Mann gefangen genommen.

Sonst keine besonderen Ereignisse.

23500 Tonnen rrcrlcukt.

Berlin, 18 . Febr. (WTB Amtlich.) Eines unserer U-Boote hat im Sperrgebiet an der englischen Westküste fünf Dampfer mit rund 23 500 Brut o-Registertonnen vernichtet, darunter einen großen englischen Pasiagicrdampfec von etwa 13 000 Brut o Re- gistertonnen. Die übrigen vier Dampfer waren sämtlich tief be­laden.

*> Der Chef de, Admirolstab» drr Mariae,

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Der Luftangriff auf London

/ London. 18. Febr. (WTB) Meldung des Reuterschcn Bureaus. Amtlich wird mitgeteilt: Bei dem Luftangriff am Sonntag sind dreizehn Männer und drei Frauen getötet und siebenundzwanzig Riäuner und zehn Frauen verwundet worden.

der volle GsldBerLl

'* FütZttwslen der hohe AuslaKhspreis! \

Wer dem Reiche mb sich selbst nützen will, bringt seinen Schmuck zur GoHankaufsflette.

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Hessische Juwelen- und Eoldwoche

Schirmherr: Se. Knl. Hoheit der Eroscherzoa.

Drr Luftkrieg im Januar.

Berlin. 19. Febr. (MTV.) Im Montt Januar verloren unsere Gegner durch die Tätigkeit unserer Kampfmittel auf allen Fronten im ganzen 151 Flugzeugs und 20 Fesselballone. Wir büßten 68 Flugzeuge und vier Ballone ein. Davon verblieben I 7 Flugzeuge jenseits unserer Linien, während die andelen 51 über unserem Gebiet verloren gingen. Aus die Westfront alle n entfallen von 151 außer Gefecht gesetzten feindlichen Flugzeugen 138, von ten 68 deutschen 61.

Im einzelnen jetzt sich die Summe feindlicher Verluste fol­gendermal en zusammen: 107 Flugzeuge wurden im Luftkampf. 35 durch Flugabwehrkanonen, 1 durch Maschinengewehr von der Erde aus und 1 durch Infanterie abgcfchossen. 3 landeten un­freiwillig hinter unseren Linien. Von diesen Flugzeugen sind 67 in unserem Besitz. 34 jenseits der Linie erken, bar abg stürzt.

Außerdem wurden. 11 feindliche Flugzeuge jenseits unserer Linie zur Landung gezwungen.

Dev Lrcik'itSkampf der Ukraine.

Berlin, 18. Febr. (WTB.) Die ukrainische Regierung ver­sendet aus ihrem gegenwärtigen Regierungssitz Schitomir fol­genden Funkspruch:

Allen, allen, allen?

Ihr habt die Funksprüch- und Zeitungen der russischen Bol­schewisten gelesen, rn denen sie sagen, sie kämpften nur mit der verhaßten Zentralrada, welche die bolschewistische Macht nicht anerkennen will, und Nicht mit dem ukrainischen Volke. Glaubet nicht daran, es ist nur eine Maske und ein s^einheili>-er Vor­wand. Schaut nicht auf die Worte, schaut auf die Taten der Bolschewisten in unserem Lande. Noch vor zwei Monaten sprach man überall in Rußland non der Ukraine als einer Oase mitten in der allrussischen Wüste. Es war verhältnismäßig Ordnung in unserem Lande. Freude. Stolz und Achtung vor unserem ersten von dem ukrainischen Volke selbst erwählten sozialistiichen Volks- Parlament. der Zentralrada, beherrschten uns alle und wir streb­ten danach, nicht zu vernichten, sondern auf den Trümmern ds Krieges in sozialer und demokratischer Freiheit unser Land selbst aufzubauen. Die Bolschewisten in Petersburg, Moskau und an­deren großrussischen Städten sahen mit Neid und Haß diese Fort­schritte der Kleinrussen. Aber dies war doch nur der kleinere Grund. Der Hauptgrund war der natürliche Reichtum drr Ukraine an Getreide. Zucker und was sonst unsere Heimat her­vorbringt und die uralte historische Gewohnheit, des gierigen, unersäitlichen großrussischen Volkes, unseres alten Bedrückers, uns zu berauben und auszusaugen. Die Träger der belschewisti. scheu Gedanken haben sich in nichts von denen der zaristischen Bedrücker und des Ausbeutertums entfernt. Sie gerieten wie frühe: die Rechte und die Freiheit der nicht russischen Länder des gewesenen russischen Reiches und fetzen die Räubereien des Zarentums fort. Warum rauben die Bolschewisten nur bei uns in der Ukraine? Warum zum Beispiel nicht im Don-Eebiet. obwohl auch dort viele Eetreidevorröte liegen, obwohl dort.nach bolschewistischer Auffassung nur Gegner der Revolution versam­melt sind? Es ist klar: das Dongebiet hat in der Mehrzahl eine großrussische Bevölkerung: also wird es geschont, ob es nun revolutionär oder reaktionär ist. Die Ukraine aber besteht aus ukrainischem Land und ukrainischer Bevölkerung: also wird sie nach russischer Manier überfallen und ausgebeutet. obgleich sie sich als soziale und demokratische Republik organisiert hat.

Fremde, die ihr uns bisher nicht gekannt habt und zu denen unsere Stimme beute nur schwer gelangt, versteht uns letzt, seht

wahren Charakter der russischen Bolschewisten. In Char­kow, Poltawa und Iekaterinoslaw, in Kiew und vielen anderen ukrainischen Städten herrscht jetzt Morden und Brennen. Jeder Ukrainer wird verfolgt, aus den Häusern gezogen und von der Roten Garde niedergeschossen. Lest, wenn ihr uns selbst nicht glaubt, was die Bolschewisten selber berichten, was sie in ihrer eigenen Zeitung, der PetersburgerPrawda" vom 18. Januar, geschrieben haben. Dort steht:Die Tätigkeit und das Amt als Kommissar für Nahrungsmittelbeschaffung aus dem ukrainischen Gebiet ist dem Volkskommissar Luckanowski übert agen und der ganze technische Apparat, wie Eisenbahn. Stationskommissare, Agitatoren und fliegende Requisitionsabteilungen ist zu seiner Verfügung gestellt worden. Auf den Dörfern und Gütern ist noch eine Unmenge Eerreide. auf den Fabriken der Ukraine noch mas­senhaft Zucker. Auf den Eisenbahnstationen stehen noch viele Steinkohlen in Waggons. Leider ist die Transportmöglichkett der Eisenbahnen in einem fürchterlichen Zustande. Zum Bei. spiel vermag die Kursk-Moskauer Bahn täglich nur 115 Wag. gons statt früher und normal 1500 zu befördern. Die Knoten­punkte sind vollkommen verstopft. Dies muß noch gebessert wer­den. Auch haben unsere Kommissare in den Dörfern, wo sie die erwerbslosen Leute organisieren, noch große Mühe, das Brot an sich zu bringen, das die ukrainischen Dorfkomitees nicht heraus- geben wollen!"

Fremde? Wißt ihr, was es heißt, eine bolschewistische Re- guisstionskommission in einem Dorfe zu haben und wie sie dieses Dorp verlassen? In immer neuen Räuberbanden rücken sie her­an. Sie stehen unter dem Oberbefehl hunderter sonst stellungs­loser Spitzel und Gendarmen der alten Regierung, die gewohnt waren, im Aufträge des Zarentums unschuldige, wehrlose Men­schen zu vernichten. Sie setzen ihr Hanowerk fart und verbreiten Leid und Entsetzen in unserem Land, das keine andere Schuld hat. als fruchtbringend, freiheils- und friedliebend zu sein. Fremde, die ihr frei auf dem Boden eurer Bäier wohnt, hört uns und versteht uns! Auch wir kämpfen für unsere soziale Freiheit, für die Rettung unserer Frauen und Kinder, für das Rechr unserer Selbstbestimmung, das sie uns aus den Händen winden wollen

Fremde, verbreitet dies, wenn ihr Freunde einer wahren sozialen und demokratischen Freiheit seid, und sendet es an alle Länder, wo weder reaktionäre noch anarchistische Zerstörer es Verbindern, daß die Stimme der Wahrheit und Freiheit gehört wird."

Die Bolschewik! gegen den ukrainischen Frieden.

Das:!, 19. Febr. Nach einer Petersburger Havosmeldung aus maxim.alistischer Ouelle vom 12. Februar ließ der Rat der Volkskommissare gleichzeiiig mit dem Präsidenten Holubowitsch alle Mitglieder (?) der Zentralrada verhaften.

Der zwischen der Zentralrada und den Zen'ralmäch^en ab­geschlossene Friede wird von der Regierung der Volkskommissare nicht anerkannt werden. Der Rat der Volkskommissare legt ihm keinerlei Wert bei und erachtet es für notwendig, offiziell seine Annullierung zu verkündigen.

Die Einnahme von Kiew.

Petersburg, 18. Febr. (WTB.) Meldung der Petersburgs» Telegraphenagentur. Der Kampf bei Kiew war erbittert. Kiew ist endgültig von den revolutionären Streitkrästen genom­men worden.

Warschau, 17. Febr. (WTB.) Aus Raume kommen die ersten Einzelheiten über die Kämpfe während der vergangenen Woche in Kiew. Hiernach setzten die Bolschewiki seit Anfang Februar, also wohl von dem Zeitpunkt an, wo sie den kommen­den Abschluß des Friedens zwischen den Mit elmächtcn und der ukrainischen Rada befürchteten, alle Mittel in Bewegung, um die Rada zu stürzen oder doch zeitweise akttonsunfähig zu machen. Sie haben alles, was an Truppen von der deutschen Front oder aus dem südöstlichen Rußland herangezogen werden konnte, auf Kiew geworfen, so auch die starken Abteilungen, die eigentlich gegen Kaledin bestimmt waren. Das Hauptziel war, den Frie­den der Ukraine mit den Zentralmächten zu verhindern. Auch schwere Artillerie wurde auf Kiew angesetzt. Am 11. Februar wurde von Darnitza aus, das gegenüber Kiew am anderen Ufer des Dnjepr liegt, aus 120 Geschützen das Bombardement auf dis wehrlose Stadt gerichtet, in der verhältnismäßig wenig ukrai­nische Truppen waren. Die Bolschewisten verwandien Brand­granaten, die einen großen Teil des Zentrums der Stadt, den berühmten Krefchtschatik und den Petschersk. das heißt die frühere Festung mit der Lawra in Brand setzten. Die wenigen ukraini. schen Truppen zogen sich in erbittertem Kampfe von Viertel zu Viertel zurück. Die bolschewistischen Horden begannen ein, Schreckensregiment in den besetzten Stadtteilen.