Einzelbild herunterladen

flin nmcr 40 _ Sam stag. den 16 . Februar 191 ^ u, Jahrgang

Dip | nte 0 ?Tid)emt jeden Perlten. Regelmäßige «eilaoen ..Der datier aus Hessen". ..Die SpirmSuIre". S-rügsprej^: Be, den Bo.'tat«talt--n v,er'e!' . irlirt) 'M 2.49

hm u ntt noch das Bestellgeld: 'e> den n; r enter, monatlich 85 Big. einschließlich Xrdgcriobn. Ameigen: tsrunb.eile 25 Psg.. totale 20 btq^ Anzeigen von auswärts >v -rden durch Boinachnahme

erhoben. E.-tüUtm^on ^risddera. Hchrittleitnng nnd Uert«-, '-riedbera fielen,, ^anauer'traqe 12. Fern vre her 43. P, ti 'wU'Zi ico Nr 4311, i nt yraitfuri a. M.

Abberufung der deutschen Kommission in Petersburg. Kaiser Karl an fein Keer.

8 Dr rn/fer und Segler versenkt.

Der deutsche Gcueralstab .. meidet: ...--

iU. T. r). ('»rajjes garrptquacLLer. dell 15. Februar. Amtlich.

Westlicher Kriessschauplech.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

In einzelnen Abschnitten Artillerie- und Minentätiglcit. Abteilungen eines Matrosenregiments brachten von einem Er­kundungsvorstoß gegen die belgischen Stellungen südwestlich von ^nunelensvere 2 Offiziere und 26 Mann gefangen zurück.

Heeresgruppe Deutscher Kronprin.z.

Nordwestlich und südlich von Reims rege Erkundungstätig­keit des Feindes In der Gegend von Prunay und südwestlich von Tahure entwickelten sich lebhafte Artilleriekämpfe.

Heeresgruppe Herzog Albrecht

Die Eesechlstätigkeit lebte im Oberelsaß zeitweilig an?

*

Im Januar betrug der Verlust der feindlichen '/ ' veit* kralle an den deutschen Fronten 20 Fesselballone und 151 Flug­zeuge, von denen 67 hinter unseren Linien, die übrigen jenseits der gegenerischcn Stellungen erkennbar abgeslürzt sind.

3vir haben im Kamps 68 Flugzeuge und 4 Fesselballone ver­loren.

*

Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Eeneralquartiermeister: Ludendorff.

Al-cnd er'' t

Berlin, 15. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Don den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der österreichische Generaistnb ^ meidet:

Wien, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wir ver- lautbarl:

Leine besonderen Ereignisse.

Der Ehes des Ernrralftsbr«.

Der bulgarische Gcueralstab !!

meldet: -

Sofia. 13. Febr. (WTV.) Generalstabsbericht.

Mazedonisck)« F^oni. An mehreren Stellen der Front, zwi­schen Ochrida- und Prespa-See, in der Umgebung von Vitolia und bei Dobropoije war die Artillerietätigkeit lebhafter. Oest. lich des Wardar mehrere Feuerüberfälle. Südlich der Velasitza Ptcnina und im Strumata! nördlich des Thinosfees zerstreuten wir ernige englische Infanlerieabteilungen. Im Wardartale lebhatte Flitgertätigkeit des Feindes.

Dobrudschairont: Waffenstillstand.

Das türkische Kaupt^nartier

i-° meidet' -'

Konstantinopel, 14. Febr. (WTB.) Generalstabsbericht.

An der Palästinafront bei trockenem Weller und guten Sicht- verhäl:nissen lebhaftere Patrouillenlätigkeit. An der Diala für uns erfolgreicher Zusammenstoß unserer Patrouille mit einer englischen Aufklärungsabteilung.

2. Am 31. Januar hat eines unserer Unterseeboote die che­mische Fabrik Arenella bei Palermo aus nahe Entfernung erfolg­reich beschössest.

Drr Chef des Admiralsjabs der Marine.

AMijf örut djfr TslMMMe im nnüiHljcn fitinaL

Berlin, 15. Febr. (WTB.) Slmtt'ch.) In der Nacht vom 14. zum 15. griffen unsere Torpedoboote unter der Führung des Korvettenkapitäns Hei nicke die starke Bewachung des eng> lifchen Kanals zwijcken Calais-Dover und G.is Nez-Folkestone ü bei rasche wo an. Ein großes Dowachungsfahrzeug, zahlreiche be­waffnete Ftjchüampser und mehrere Motorfahrzeuge wurden zum Kamps gestellt und größtenteils vernich et. Unsere Torpedoboote erlitten dabei keine Verluste und Beschädigungen und sind voll- zöhlig zurückgelehtt

Der Chef des Ndmiralstabs der Dtarine.

öcr Uor'"ß r ? HfiitM:rr ifd >:n in lstlgitn.

Am V. Z 'bruar nach kurzem bektlgen Feuerüberfall brachen Stoßtr. pps e^nes deutscken Matrosenregiments in eiligem Lauf über den aufgm-eichten Vodeu hinweg überraschend in die belgi­schen Gräben südwestlich von Mannekensv^r-e ein. Von zwei Sei­ten her rollten sie. jeden feindlichen Widerstand brechend, mit Haidgranaten ein breites belgisches Grabenstück auf. Von Schulterwehr zu Schullerwebr vorgehend. rrieben sie von rechts nach links die sich verzweifelt wehrende belgische Desatzung immer dichter zusammen. die im Handgranatenregen schwere b'utige Verluste erlitt. Was nicht eiligst nach rückwärts floh, wurde ge­fangengenommen. Das ganze Unternehmen spielte sich mit ra­sendes Geschwindigkeit ab. Schon nach kurzer Zeit kehrten die Matrosen mit zwei belgischen Offizieren. 26 Mann, zahlreichen Beutestücken und wichtigen Ertundungsergebnissen in ihre Aus. gangsstellung zurück.

Ein Armee! efM Koller Karls.

Wien, 15. Febr. (WTV ) Aus dem Krieasprelleguartier wird gemeldet: Der Kais r hat anläßlich der russischen Erklärung über die Beendigung des Kiiegszustandes folgenden Armeebefehl erlösten:

Das russtsche Millionenheer geht daran, die gegen die Mo­narchie erhobenen Waffen niederzulegen. Ich will di.se Stunde nicht ohne ein Eedeaknort an meine Wehrmacht vorüberziehcn lassen. Ich bl.cke vor allem rückschauend aus die schweren Wochen, in denen Oesterreich-Ungarns Streitkräfte. geleitet von den Se­gens" ünschen meines unveraeßlichen Großoheims, fast der gan­zen Wucht des ersten Nustensturms zu widerstehen hatten. Alles, was sich in treuem Zusammenwirken mit unseren tapferen Ver­bündeten später erfüllte, es sog seine Urkraft aus jener Feuer, probe. Zum Frühling von Gorlice und Tarnow bedurfte es der schmerzlichen Vlutsaat. welche die ersten polnischen und galizi- schen Schlachten und der erste Karpathenwinter in die Erde ge­senkt hatten, die Wiedereinnahme Lembergs. die Eroberung von Iwanovrod und Brest und die Abwehr von 1916. deren siegrei­chen Aueklang ich als Heerführer inmitten meiner Getreuen verbringen konnte. Alle diese Erfolge wären ohne den Schwung und Opfermut jener Anfangsperiode kaum zu denken. Der große rustische Zusammenbruch erhielt seinen ersten Anstoß am San und am Dunajec. Diese Erkenntnis wird für alle Zeiten zu den glänzendsten Ueber! ie'erungen der oaterläirdischen Geschichte ge­hören. Noch ist die Stunde nicht da, in der ich meine Kriegs­leute an den häuslichen Herd zurückrufen kann, aber die' Heim­kehr wird kommen und dann mögen meine Völker aus den er­beberden Erinnerungen an die Ruhmestaten ihrer Söhne die Kraft zum Wiederau'bau und zu neuem Gedeihen schöpfen.

Gott sei mit uns!

K a r l m. p.

^ie TauchbaoimMuug.

Berlin, 14. Febr. (WTV. Amtlich.) 1 . Außer den gestern veröffentlichten Erfolgen unserer U-Voote im östlichen Mittel­meer sind nach neu eingegangenen Meldungen auch solche im mittleren Teile des Mitlelmeeres erzielt worden, durch die be­sonders der Transportverlehr nach Italien betroffen wurde. Drei Dampfer und drei Segler sielen hier unseren Unterseebooten zum Opfer. Die Dampfer, von denen zwei bewaffnet waren, wurden fämtli h aus gesicherten Geleit.zügen herausgeschosten. Don den versetzten Seglern hatten zwei Papiermaste, einer Holz geladen.

Percha,idliingen in Petersburg.

Berlin. 15. Febr. Die unter Führung des Gesandten Gra- fen Mirbach in Petersburg weilende Kommission, die über wirtschastl.che AngelegenheitW und über den Gefangenenaus­tausch verhandelte, wird abberufen werden, weil die bolsche­wistische Regierung die Verhandlungen tatsächlich vereitelt.

Berlin, 15 Febr. (WTB.) Die Tätigkeit der nach Peters­burg entsandten deutschen Kommission stößt in der letzten Zeit auf immer größere Schwierigkeiten. Unterredungen mit lZ»r

maßgebenden Persönlichkeiten, ohne die nach Lage der derzeit!, gen Verhältnisse in Petersburg ein Fortgang der Verhandlungen nicht zu erzielen ist, werden den Mitgliedern der deurfchen Kom­mission dadurch »tumöglich gemacht, daß die russischen Voikskom- mistare, insbesondere Lenin und Trotzki, andere dringende Ge­schäfte vorsäiützeu. V^ld ergeben sich diese, bald jene Gründe für die Verzögerung der Verhandlungen. Nachdem sich nun in den lebten Tagen auch noch der schw. 2 rwregende Fall ereignet hat, daß in einer die deutschen Kriegs- und Ztvilgefangenen betref­fenden Angelegenbeil die russische Regierung eine von ihr gege­bene Zusage am nächsten Tage wieder zurückgenommen Hai. ent­steht ernstlich die Frage, ob die weitere Anwesenheit der deut­schen Konlmission in Petersburg unter den derzeitigen Verhält- nisten noch einen Zweck hat.

ZU Kümpfe in Finnland.

Stockholm, 13. Febr. Die Front der Unnischen VürgergardeN, deren Eesam.'Z7hl bereits auf 80 000 geschätzt wird, verläuft jetzt von der finnischen Küste in der Gegend von Djoerneborg in einem nach Süden geöffneten flachen Bogen über Vilpulla, Mantphraju. Sankt Michel und andere bis zum Westufer des Ladogasees. Don Tavastehus bis Wiborg und in den Städten der finnischen Küste südlich Bjoerneborg, vor allem in Raumo, Hystad. Abo, Hangö und Helsingsors sind die Roten Gardisten Herren der Lage. Ueber Tammersfors Bocga und einige andere südfinnische Städte lauten die Nachrichten unbestimmt. Die Re­gierung in Wasa besteht aus vier aus Helsingsors entkommenen Senatoren unter dem Vorsitz von Renyall, der die Handels- und Schulangele,zenh.iten verwaltet. Senator Frey übernahm das Innere und die Justiz. Ärajarui die Finanz, Pehtonen die Land­wirtschaft und öffentlichen Arbeiten. In diesen vier Regie-- rungsmitgliedern sind die Iungfinnen, Altsinnen, die Cchwe» dische Volkspariei und die Agrarier verireten.

Die nach Wasa gelangten Flüchtlinge aus Helsingsors schil­dern die Lage der dortigen Revolutionsarmee, die nur an der Petersburger Son-jetregierung eine Stütze finde, als sehr gcfähr» det. In den bisherigen Kämpfen zeichneten sich besonders die aus Deutschland heimgekehrten finnischen Jäger aus. von denen einige bereits den Heldentod gefunden haben. Die Roten Gar­den befchosien mehrfach Ambulanzen der Bürgergarden. Nach den Kämpfen östlich von Helsingsors wurden fünf aus der Stadt herbeiqeholte Aerzte von Roten Gardisten ermordet.

Stockholm. 12. Febr. Die aus Fiunland vorliegenden letzten Nachrichten tauten widersprechend. Nach einer Meldung von der Bahnstation Haapamaeki nahe Wasa trafen bei den Negierungs­truppen Unterhändler der Roten Garde mit einem Friedensvor­schlag ein. Don Helsing'ors entkommene Personen berichten, datz angeblich zwei Mitglieder der Revolutionsregierung, der Zivil- kommiffar Haapalainen und der Auslandskommissar Sirola von den Bürgergardeai erschollen worden seien. Die Senatsregierung in Wasa erließ ein Akanisest, das das unter der Bobrilow-Pe- riode aufgehobene finnische Wehrpflichtgesetzt wieder einsilhrt. Die mittleren Iahresklallen werden einberusen.

Der russische Gebietsausschuß in Helsingsors befahl den Sol­daten. die Rote Garde zu unterstützen, an den Kämpfen aber nur in Zivillleidung teilzunehmen. Daraufhin erließ General Man­nerheim eine Bekanntmachung, daß alle in Zivillleidung gefan-> genen Rüsten als Spione erschollen werden Eine Abteilung der Bürgergarden kam auf der östlichsten Insel der Aaaland- gruppe an.

Die sozialdemokratische Parteileitung in Stockholm erlief einen Aufruf zu einer Mallenbewegung zu Gunsten einer Der- miltlaugsaktion der schwedischen Regierung. In den Sälen der Musikaka^emie in Stockholm fand am Montag abermals eine stark besuchte Volksversammlung statt, die jeden Versuch einer schwedischen Vermittlung zwischen der gesetzlichen RegiernnK Finn lands und den Anarchistenhorden verwarf.

Die finnischen Delegierten in Bulgarien.

Sofia. 13. Febr. (WTB.) Der König hat heute abend die finnische Mission empfangen.

Kiiinpk in drr Ilftrainf. lOllnnd.

Berlin, 15. Febr. Ueber die Entwicklung der Verhältnis^ in Rußland erfährt dieVossische Zeitung" folgend« ^»^1^ ten: In der Ukraine sind schwere Kämpfe zwischen den Bolsche. misten und den Truppen der neuen Volksrepublik im Gange Augenscheinlich befinden sich zur Zeit Teile der Hauptstadt Kiew im Besitze der Bolschewiki. Die Petersburger Regierung schickt fortgesetzt geschlosiene Truppenkörper zu Hilfe, um dem sich bis her als Bandenkrieg charakterisierenden Feldzug eine bestimmte Form zu geben. Plünderungen und jede Art von Unordnutra