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Grane Gefahren.

Roman aus der Gegenwart von M. Gontard - Schuck. 88) Öiöujbrucf verdoien.

Warum ick) meinen Mann geheiratet habe, fragten fuhr nach kurzer Pause Frau von Düring fort.Ja. warum heiratet man sich! Natu "'ich haben wir uns ge­liebt. Aber ja was soll ich sagend Es ist nicht ganz so gekommen, wie ich's erträumte. Vielleicht liegt die Schuld an mir. vielleicht liegt sie auf beiden Seiten, oder wir stini- men eben gar nicht zusammen. Denn leider, leider wir haben uns vollständig auseinander gelebt. Aber sprechen wir von etwas Besserem als meinen unerquicklichen Verhält- nisten. Ueberhaupt, wie sind wir denn nur darauf gekom­men? Und was wollten wir denn heute beraten? Ach ja, ich weiß es jetzt. Unsere Briefe und Zeitungen. Also Sie haben noch nickt ein einziges Mal von zu Haufe gehört ieit Kriegsausbruch?"

Noch nicht ein einziges Mal. Wie sollte ich auch? Aber Sie werden nun einiges für nach besorgen?"

Selbverständlichl Haben Sie bereits an Sir Edward Douglas geschrieben?"

Nein, noch nickch. Wann senden Sie Ihre Briefe?"

Morgen früh."

£, dann werde ich heute abend noch schreiben."

Tun Sie das! Ich werde die Briefe später durch Mary abholen lassen. Und dann erwähnen Sie doch bitte in dem Briefe an Sir Edward Tonglas meinen Namen, schreiben Sie Ihrem Vater, daß wir gut niiteinontier oe° fnnnt sind. Ja wollen Sie? Es liegt mir sehr viel daran."

Helen horchte venvundert auf.

Warum mochte Frau von Düring an dieser Erwähnung gelegen fein? Eitelkeit? Ja, natürlich! Sie war ja die Tockter eines Ministers.

Wenn ick Ihnen damit einen Gefallen tue. will ick es Papa gerne schreiben."

-vsrf) d-mke Fhnen. Schreiben Sie auch, da-ß der Brief .Papa? Warum? Das glaube ich kaum. Er hat doch ^ ^^8eit zum Briefeschreiben. Das be sorgt die Mama."

HtWt Jllivtlei!- uii) öüüuuolc

Fron von Düring lächelte. Ern unbestimmbares Lächeln Sport Mitleid. Geringschätzung waren darin gemischt.

Helen sah das Lächeln nicht. Sie hätte es auch nicht zu deuten gewußt.

Tie beiden Damen saßen sich noch kurze Zeit am Tee- tisch gegenüber. Man sprach von gleichgültigen Dingen.

Als sich Frau von Düring verabschiedete, stand sie noch einen Augenblick zögernd. Es war, als wolle sie noch etwas lagen, doch dann hob sie entschlossen den Kops.Es ist zwecklos!" murmelte sie.Sre würde mich nicht verstehen und mir vielleicht nur hinderlich sein."

XII.

Drei Tage später hielt Sir Edward Douglas den Brief seiner Tochter in den Händen.

Aber nicht die harmlose Plauderei Helens war es. was ihn immer und inimer wieder das Schreiben seiner Tochter zur Hand nehmen ließ. Vielmehr fesselte ihn der dann liegende Brief, wie es scbien, trotz seiner fflirge viel mehr.

unser Geheimagent WilliamS^n der Stadt,

Holme?"

Ick werde ihn annlfen. Sir!" er nahm den Hörer *uv * Hand .Wir haben Glück. Sir Edward Douglas! Williams wird in einigen Minuten hier sein."

Hier. Holme, lesen Sie diesen Brief, und dann sagen Sie mir, was Sie davon halten."

Der Sekretär las. Bedächtig, wie es seine Art war. studierte er Wort für Wort sorgfältig.

Sehr gut. Sir! Sehr gut für uns. Gerade von Kiel fehlen uns seit dem Kriegsausbruch alle Nachrichten, und uns kann jede Hand recht sein, die uns Dienste tut."

Das macht mir auch kein Bedenken. Aber ob wir dieser Dame unbedingt vertrauen können?"

,X\ warum nickt? Was könnte sie veranlaßt haben, ans sonst ihre Dienste anzubieten. wenn sie es nicht ebrl'ch nieint? Was sollte sie sonst tür Ziele verfolgen? Freilich alaub? ich weniger an ihren Deutschenhaß und ihre glühende Vaterlandsliebe, als an ihre Liebe zu weit greifbareren Dingen."

..Nun natürlich! Das ist es ja inimer. Diese Leute lockt immer der klingende Lohn.

Wenns uns Nutzen bringt, kann uns die Triebfeder

uns ist d»ErfT-°'^^ ,ei "- ® iC ' 6m ' Wfad| ° 'ur

..Mochten Sie gerade über Kiel etwas Bestimmtes wissen, Sir Edward Douglas?"

..Hm. ja ich doch da ist Williams, hören tmr, was oer sagt."

Tor kleine dicke Herr schob sich trotz seiner Fülle aalglatt durch die Tur.

Sie wünschen mich zu sprechen, Sir, Guten Morgen S^lr! Ich stehe zu Diensten."

Setzen Sie sich, William?. Ich habe mit Ihnen zu spremen. Und hier, lesen Sie diesen Brief."

Williams setzte sich umständlich seinen Kneifer auk die dicke Nase, dann las er langsam die ihm hingereichten Zeilen. Als er geendet, reichte er den Brief zurück und sah Sir Edward Douglas fragend an.

Nun. Williams, was sagen Sie dazu?" fragte der Munster.

Nichts. Sir. Wenigstens vorläufig nicht."

Wird es möglich sein, daß Sie selbst hinüberkommen, um mit der Dame zu sprechen?"

Natürlich ist es möglich! War mir schon einnial etwas nicht möglich? Vermeeren wird einen passenden hollän- disck)en Paß haben. Wann soll ich abreisen. Sir?"

Sie brauck^en Vermeeren nicht erst zu bemühen," mischte sich der Sekretär ein.Hier ist ein Paß wie für Sie gemacht."

Er reichte ihm ein gestempeltes Blatt Papier das Williams rasch überflog.

Hm Martin Snyders. Fischhändler48 Jahre untersetzt hm. paßt wie für mich bestellt. Natürlich brauchen wir dann den guten Vermeeren nicht erst zu be­mühen. Sparen Zeit und Geld, beides gut in Kurs setzt."

Er setzte sich wieder hin und sah Sir Edward Douglas sraaend an.Doch halt!" unterbrach er sich plötzlich,ich habe etwas übersehen. Wa bin ich denn zu Hause nach die- sem Blatt hier? Noosendaal! Aha! Sehr gut. kenne ich." durch mein? Vermittlung über Holland geht. Ich glaube, es ist Sir Edward Douglas viel daran gelegen, das zu JDiffen." (Fortsetzung folgt.)

lnm Strairfffk 17. /rbr. bis n'n- schlikßlichAollnlag. 24.

Sijirmfifrr:

Zeine Königliche Klchkit

der Grußherjoz.

Wenn in dieser Stunde der Entscheid«,,,, jeder wohlhabende Deutsche wusste, wie sehr er durch die Eingabe seines Juwelen, und Goldbc- u^.es dazu nrelhilft, uns den Siez aus wirtschaft­lichem (Erbiete zu sichern niemand würde das gejorderte Opfer verweigern".

# Mit diesem Ausspruch wendet sich unser verdienter Reicksbankpräsident an alle Juwelen- und Eoldbesitzer Lou verbinden damit den Nus:

Benusit die Euch erneut gebotene be on- dere Gelegenheit und liefert \ct\t in Der Ju- toelen* und Gold Woche Euren Schmuck bet den Goldankauf. fieUen ab. Das Vaterland braucht notwendig Euer Gold und Euere Edelsteine, je langer der ^ricg druert, desto mehr.

Lafzt Euch nicht beschämen von unseren Hel- ?* säusle» die opfermutia un9 0 l)ttc Zögern il)r Herzblut für Euch hingeben.

Landiaqsabgeordneter B r e i d e n b a ch, Dorheim. Land, lagsabgeordneter Damm. Friedberg. Lparkasseodirektor Friedberg. Rendant Fa atz, Fnedberq. Fried- rich Fenchel, Eiiedel. Oberamtsrichlec Dr. Fuhr. -8ad-Rauhenn. Rechtsanwalt Dr. von Helmolk Landlagsabgeordneter. Rieder-Mllstadr. Oekonomieral g c n I e l, Dortelweil. Ceh. Rat Freiherr S ch e n ck zu Echwernsberg, Erohh. Kreisdirektor, Fnedberg Amtsgenchtsrat Schneider, Bad-Nauheim. Amts­richter e i b e r t, Vilbel. Landgerichtsrat Dr. S 1 1 a cf Reichstagsabgeordneter, (Liehen. Pro estor Dr. St rede t töicßen. Projegor Dr. Werner, Reichstagsabgeordneler Butzbach.

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Fnedberg, den 14. Februar 1918.

Ctävt. Arcbensmiltel Slnsschutz. Langsdorf.

0r. N i tz e r t.

Haag.

2 starke. 2 jährige

Fohlen

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Richard Roth, Kaichen.

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Dienstaq. den 19. Februar 1918, oormit «gs/ 2 10 Uhr»

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Ka-chrn. den 10. Februar 1918.

Wilhelm Heil.

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Montag, den 18. d. Mrs., vor^ mitiags 10 Uhr kommen rm hie­sigen Gemeinde,vald. Distrikt 12. 13, 23 und 25 zur Veistei'erungK 275 Nm. Buchen cheit 125 H tnüppel

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1 ) Rm Eichen cheit 4000 Sick. .. wellen

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Zu'ammen'unit am Talweg bet der Hüttenmühte.

Köppern. 14. Februar 1918.

Der Büe rrmeistee.

W> ni e r.

Zwei Nussenpferde

lRappen) mit Ee chirr, 152 crv groß, ein zweijähriges

bclc-isches Fuchsfohlen»

i und 6 7ahre alte

belgische Pierde, ein Nafse-Pfcrd,

ein zweijähriges

Ncisse-Fohlen

zu verkau.en.

Wilhelm, Varo-Älletchklm.

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