Ausgabe 
13.2.1918
 
Einzelbild herunterladen

Die Moral unserer II-Kootleute.

Bern, 12 . Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Gegenüber den von England verbeiteten Gerüchten, daß die Moral der Besatzungen der deutschen Tauchboote stark gelitten habe, erklärte der ame­rikanische Admiral Benso am 3. Januar vor dem Marincaus- schuß des Kongresses, die fraglichen Gerüchte seien unsinnig. Aus den Verhören deutscher Gefangener sei zu entnehmen, das; die Moral der Tauchbootbesatzungen die beste in der deutschen Marine sei. Benso legte gleichzeitig dar. daß der Typus der sogen. Tauchbootjäger die Erwartungen nicht erfiillt Hobe und die Bauten daher beschränkt worden seien.

Jene Hoffnungen.

Mit der Hoffnung auf einen raschen innerpolitischen Zu­sammenbruch der Mittelmächte in Deutschland infolge der schroffen Parteigegensätze, in Oesterreich-Ungarn durch die Feindseligkeiten der Nationalitäten haben unsere Gegner den Krieg begonnen. Diese Erwartungen sind, wie alle ihre kühlen Berechnungen, von dem Wirbclsturm der nationalen Begeisterung, der die deutschen Stämme und die Völkerschaften der Monarchie ergriff und sie zur Verteidigung der hartbedräng­ten Heimat zu den Waffen rief, zunächst fortgeblasen worden. Aber man kennt im feindlichen Lager uns Deutsche und unsere Fehler besser, als uns lieb sein kann. Und man hoffte auf die Zukunft, auf das deutsche Erbübel der inneren Zwietracht und Zerrissenheit.

Die gewaltige Freude, die das Ausland durchraste, als Extrablätter mit den sensationellsten Ueberschriflen vomZu­sammenbruch der Mittelmächte" die Kunde vom letzten Ber­liner Streik brachten, ist daher begreiflich. Und man versteht es auch, daß die feiildliche Presse die einlaufenden Meldungen aus Deutschland ein klein wenig für ihre Leserwelt umarbeitcte und aus ihnen Folgerungen zog, die überall ein angenehmes Gruseln Hervorrufen mußten. Ihr Zweck war vornehmlich der. 'den durch die militärischen Mißerfolge, durch Not und Leid ge­sunkenen Mut im eigenen Lande zu heben, durch den Hinweis, daß der angeblichunvermeidliche Zusammenbruch der Mittel- .Mächte" bereits eingetreten fei und unaufhaltsam fortschreiten werde. Die Stunde des vollkommenen Ententesteges sei nahe. Manchester Guardian" schrieb emphatisch, man müsse mehr als b0 Fahre in der deutschen Geschichte Zurückgehen, um ein Ereig- nis von ähnlicher Bedeutung anzutreffen. Der Streik sei die erste Kundgebung der deutschen Volksseele nach einer Bezwin­gung desMilitarismus".

Dicht verstehen!

In Nr. 750 d<rSchlesischen Zeitung" findet sich folgender Bericht über eine in der Berliner Sezession stattgesundene Ver­steigerung der SammlungRichard von Kaufmann": ..Man kann ohne Uebertreibung behaupten, daß die Versteigerung in den für den Verkauf interessierten Kreisen das Interesse für die russischen Waffenstillstands-Verhandlungen in den Hintergrund drängte. Am ersten Tage des Verkaufs gab es vor dem Haufe der Sezession ein Bild, das jetzt eine wirtliche Merkwürdigkeit bedeutet: Es hielten lauge Reihen von Automobilen und statt­lichen Privatffchrwcrken vor dem Portale! Eineinhalb Stun­den vor dem Beginne war kaum mehr durchzukommen!" Tref­fend bemerkt dazu dieBayerische Landeszeitung": Ja um alles in der Welt, wo kommt denn auf einmal in Berlin die stattliche Reihe von Luxusautomobilen und Privatfuhrwerken her. Mit westen Genehmigung dürfen denn die Berliner Herrschaften zum Vergnügen in der Welt herumauteln? Wer liefert denselben in unserer schweren Zeit für solche Zwecke Gummi und Benzin? Ob wohl die feurigen Karossiers auch nur eine Tagesration von 3 Pfund Hofer zugewiesen erhalten? Der Michel hat doch hier wahrhaftig ein gutes Recht, um möglichst rasche Auf­klärung zu ersuchen! Da plagen sich die armen Landärzte mit zerrissenen und zerlumpten Euunnidecken herum, haben kaum dos bißchen Benzol zur Verfügung, uni eine arme Wöchnerin, ein am Tode liegendes Kind besuchen zu können, müssen auf einen Teil der notwendigen Besuche über Land einfach verzichten, weil ihnen die Bezugsmöglichkeit von Gummi und Benzin fast bis über die Grenze dxs Erlaubten gesperrt ist! Aber vor dem Hause der Berliner Sezesssion da halten die Luxusautomobile reihenweise, halten die Luxusfuhrwerke / reihenweise? Das deutsche Volk besitzt die moralische Kraft, sich in seinen Lebens- bedingungen cinzuschränken. den Verhältnisten der Rot durch freiwillige Rationierung aller Lebenserfordernisse zum Zwecke des siegreichen wirtschaftlichen Durchhockens gebührend Rech­nung zu tragen, aber es darf mit Fug und Recht verlangen, daß es für die Herren Berliner kein besonderes Recht gibt, daß jetzt wenigstens in dieser schweren und wahrlich gefährlichen Stunde von oben herunter nicht mit zweierlei Maß genressen wird, zum Vorteil von ein paar Knallprotzen, denen behördlicherseits das wohlige Gefühl einer Vergnügungsfahrt im Auto, das kitzelige Gefühl, mit eigenem Auto bei einem sogenannten Berliner Ereignisse" dabei gewesen zu sein, bei Leibe nicht verdorben werden darf. Ist man sich denn an den verantwortlichen Stellen der Gefährlichkeit solcher Maßnahmen immer noch nicht bewußt, oder will man es absichtlich zum Aeußersten treiben?

Die neuen Hoffnungen, die sich an die Berliner Ausstands- bewegung geknüpft haben, haben das Schicksal aller Entente- Hoffnungen gehabt. Der Streck ist beendet. Er hat nicht den vom Auslande erwarteten Verlauf genommen. Deutschland arbeitet, arbeitet auf den Endsieg? Aber die Saat des Aue. standes ist im Auslande aufgegangen. Die neu erstandenen Hoffnungen auf den deutschen Zusammenbruch beleben die Kampfzähigkeit der Feinde; sie gaukeln ihnen als erreichbar ein Kriegsziel vor. das nie zu erzwingen ist: Deutschlands Nieder­lage. Sie erfüllen sie mit frischem Mut und erlauben ihren Staatsmännern, öffentlich an ihren weitgreifenden Erobe­rungszielen festzuhalten. In dem amtlichen Bericht über die dritte Versailler Tagung des Obersten Kriegsrates der Entente vom 30. Januar bis 2. Februar hat dies Ausdrruk gefunden: ..Die einzige unmittelbare Ausgabe der Alliierten besteht darin, mit der äußersten Kraftanstrengung in geschlossenster und wirk- samster Zusammenarbeit die militärischen Bemühungen der Al- liierten fortzusetzen, bis deren Druck in den feindlichen Regie­rungen und Völkern einen Stimmungsumschwung hervor- gebracht hat, der die Hoffnung auf den Abschluß eines Friedens unter Bedingungen rechtfertigen würde, die keine Aufgabe all der Grundsätze der Freiheit, Gerechtigkeit und Achtung vor dem Völkerrecht, fiir die die Alliierten eintreten, vor dem angriffs- lustigen u,ck> nichts bereuenden Militarismus bedeuten." Den Sinn dieses phrasenreichen, dunklen Satzes kennen wir. Er lau- tet: Krieg bis England feine erst kürzlich durch Lloyd Ge­orge öffentlich verkündeten weltpolitischen Raubziele verwirk­licht haben wird! Den mich mit brennender Sehnsucht den Frie­den erharrenden Völkern der Enteilte dürste dieses Ziel ihrer Regierenden erreichbar erscheinen, da sie ja in den Berichten ihrer Presse über die Vorgänge in Deutschland denZusammen­bruch der Mittelmächte" in nahe Zukunft gerückt sehen. Der Streik ist zwar beendet. Aber unter seinen Nachwirkungen, die auch die Friedensunterhandlungen in Vreft-Litowsk beein- flussen, werden wir noch lange leiden. Der Schwert wird wie­der gutzumachen haben, was deutsche Unüberlegtheit verdorben hat. Bedeutet das nicht eine unnötige und grausame Verlän­gerung dieses furchtbaren Krieges?

Verschiedenes.

Die Rache der Maus.

Köla. Eine Mäufvgeschichte, die» wenn auch vielleicht nicht ganz wahr, so doch gut erfunden ist, wird aus Köln berichtet: Eine hiesige Familie hatte viel unter der Atäufeplage zu lei- den. Die Tiere hatten sich Eingang zum Küchenfchrarck ver­schafft urch fanden an den Brotkrumen und sonstigen Resten reichliche Nahrung. Das Brot wurde nun in einembesonderen Behälter verschlossen aufbewahrt und darauf geachtet, daß die Mäuse nichts Eßbares mehr finden konnten. Die Nagetiere aber rächten sich furchtbar, denn als man niorgens den Küchen­schrank öffnete, fand sich, daß sie eine Reihe von Brotkarten atz. genagt hatten. - - y

Wider die HumaniiStsdnfelei. V v

Duisburg. Gegen die von manchen Seiten beliebte über­zarte Behandlung der Kriegsgefangenen wendet sich ein Kriegs­beschädigter in einer Zuschrift an ein hiesiges Blatt, in dem er folgendes Erlebnis zum besten gibt: Der Zug von Oberhaufeu nach Sterkrade stand zur Abfahrt bereit. Plötzlich wird die Tür des Abteils 2. Klaffe mit Hast aufgerissen und der Zugfüh» rer ruft mit barscher Stimme: Alles aussteige-n. Platz machen für einen Kriegsgefangenen. Einige Fahrgäste machen Miene, sofort den Platz zu räumen. Dazu konnte ich nicht stille sein. War ich doch selbst 25 Monate in französischer Kriegsgefangen­schaft. Die gemeine Behandlung, die ich in Fraickreich und Afrika erdulden mußte, ftattb vor meinem geistigen Auge. Ms Kriegs! nvtlide zurückgekehrt, mußte ich mm den Platz räumen, damit sich ein Kriegsgefangener in die Polster hineindrücke« konnte. Die Beförderung der Kriegsgefangenen ist ja auch wohl wichtiger als die der Beamten der Kriegsindustrie. Es wa« doch zu wünschen» daß die Kgl. Eisenbahndirektion ihre Ange­stellten demgemäß anweisen wollte, daß solche Mißgriffe fich nicht wiederholen. Acht Fahrgäste verließen nach langem Hi» und Her und nach Drohungen des Zugführers des Abteil. Und der Kriegsgefangene? Er Lachte natürlich über die deutsche Humaniiätvdujeleü ,.7

fnte AmdMng des Reichskanrlers M WahIrechlM-u.

Berlin. 12. Febr. (WTB.) DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Aus Anlaß einer Unterredung, zu der der Reichskanzler und Ministerpäsident den Präsidenten des Abge- ordnetnhauses hatte bitten lassen, machte er dem letzteren fol­gende Mitteilung:Es ist dem Ministerpräsidenten in letzter Zeit von verschiedenen Seiten auch in der Presse unterstellt worden, daß er nicht mit der gleichen Entschiedenheit wie bet seinem Amtsantritt für die Wahlrechtsvorlage eintrete. Er müsse diese Unterstellung mit aller Schärfe zurückweisen, denn er habe sein Wort gegeben, für die Wahlreform eintreten zu wol- len, und er werde dieses Wort halten. Er erkenne zwar durch­aus an. daß die ganze Zukunft Preußens und Deutschlands von einer so entscheidenden und bedeutungsvollen Vorlage abhänge, mnd daß die preußische Wahlreformvorlage ein« sehr gründlich« und eingehende Durchberatung erfordere und daher nicht in kurzer Zeit erledigt werden könne, aber er müsse Wert darauf legen, keinen Zweifel an seinem unveränderten Willen aufkom- mtn zu lassen, die Wahlreformvorlage, atk» ihm zu.Gebote gehenden Mitteln Zustandezudrtngen. ~ \ H . > &

' ^

~1 9 18

Mo oerres Jahr in fömter Ze«irn Laust DeotschlanS braucht Gold! - v Besinnt Euch ftratsff

%

.. JO* 0 dIw wo voS« ©ofwwri -As fQr Juwel« 6trt hoh«

' *»»*,* «.**

f

Kam Feld«

der Ghr«.

Krikdberg. Ott» Dchmittarr &>n hi«, Seutnän x Ser Reserve, «hielt er!» viert, ArtegsauSzeiHmmj, dp ' gftej; fttoflt,

Mrltmch. Der Unteroffizier Otto äkoch wurde zum Sergeanten befördert. Dem Musketier PH. Mörschel wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Wir

gratulieren!

Gettenau-Bingenheim, Unteroffizier Ott» Oestreich aus Gctlenau, zur Zeit bei einem Artillerie-Regiment, welcher feit Ausbruch des Krieges im Felde steht und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille sowie dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausge­zeichnet ist, wurde fiir hervorragende Leistungen vor dem Feinde zum Sergeanten befördert. Herzlichen Glückwunsch!

Bingenheim. Dem Musketier Metz, in einem Infanterie- Regiment, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen

Ans der Hei,-rat.

StadtverordnrLeu-Versammlung. Am morgigen Donners­tag, nachmittags 4 Uhr, findet eine Sitzung der Stadtverord­neten statt. Tagesordnung: 1. Die Tätigkeit des Gewerbe-

gerichts 1917; 2. Ueberfchreitung der Höchstpreise; 3. Sicher­heitsleistung. Notgeld betreffend; 4. Einsprüche gegen die Straßenreinigungskosten; 5. Gesuch um Stundung von Straßen- herstellungskosteir; 6. Gesuch, um Pachtung von städtischen Wie­sen; 7. Gesuch der Gebr. Ulrich um Verrechnung gegenseitiger Forderungen; 8. Gesuch' des Hofapothckers Fiedler wegen An­bringung einer Gartentüre auf städtischen Gelände; 9. Gesuche um Steuornachlässe wegen Doppelbesteuerung; 10. Gesuch des Ziegenzuchtvereins im Stadtteil Fauerbach; 11. Gesuch des ev. Kirchenvorstandss um Benennung einer Straße mit dem Namen Lutberstraße"; 12. Urbenragung einer Hypothek; 13. Vertrag mit Direktor Michenfelder; 14. Eingabe des Konsumentenaus­schusses; 15. Vertrag mit Elias Hofmann; 16. Die uneinbring­lichen Ausstände des Gaswerks und der Stadtkasse; 17. Abände­rung des Ortbaustatuts; 18. Die Gebühren des Ortsgcrichtsvor- ftehers; 19. Pachtvertrag mit I. Füller

Fnedberg. (Gold- und Silberankaufs stelle.)' > Ilm den Goldbestand der Reichsöank zu stärken, soll in der Zeit vom 17. bis 21. d. M. im Großhcrzogti'ui Hessen, wie gleichzei­tig in Baden, Württemberg und der Rheinpfalz, eine besondere Juwelen- und Goldwoche veranstaltet werden. Wohl hat der Bezirk Friedberg-Büdingen für die Goldsammlung des Reiches schon Ersprießliches geleistet, besitzt aber zweifellos noch viel Gold, sowohl in Goldmünzen alsauch in Goldfchnmck. Es gilt jetzt, diese verborgenen Schätze für das Vaterland dienst­bar zu machen. Man könnte vielleicht einwenden, daß der Krieg bald beendet sein dürfte und deshalb das Gold nicht mchr so notwendig sei wie seither. Letzteres ist aber doch nicht der Fall. Allerdings ist dem Reich das Gold für das gewaltige Völkerrtngen bitter nötig, da wir dauernd für Auslandskäufe viel Gold brauchen. Mer ebenso dringend braucht das Reich das Gold ftir die ersten Friedensjahre, wo es darauf ankommt. Rohstoffe kn- großen Mengen für Landwirtschaft und Industrie einzuführen. Und deshalb ist es eine dringende Forderung des Tages, alle Volkskräfte auch für diesen Zweck bis zum äußersten anzuspannen. An jedermann ergeht darum die dringende Bitte, für den hohen vaterländischen Zweck sein Gold, Schmuck wie Goldmünzen, und seine Edelsteine hinzugeben. Das Gold wird nach seinem Wert sofort bar vergütet und die Juwelen im neu. tralen Ausland gegen Gold veräußert. Durch beides wird de.- Goldschatz des Reiches vermehrt.

Klvppenheim, 11. Febr. Heute feierten die Eheleute Tobias Harth bei voller Rüstigkeit des Fest ihrer goldenen Hochzeit. Am Vormittag fand eine kirchliche Feier statt, an welcher außer den Familienangehörigen sich eine große An­zahl Bürger beteiligten. Am Nachmittag fand eine Nach- feier im engsten Familienkreise statt. Wir gratulieren den Jubilareu und wünschen, daß es Ihnen vergönnt sein möge bei derselben geistigen Frische und Gesundheit das Fest der diamantenen Hochzeit zu feiern.

FO. Aus Hessen, 11. Febr. Heute vor 50 Jahren wurden nach Abschluß der Militärkonvention mit Preußen und nach der Aufhebung des Stellverttetungssystems die ersten zehn Ein­jahrig-Freiwilligen in das 1. Großherzoglich Hessische Jnsan- terie.(Leibgarde-)Regiment eingestellt.

AuS Hessco-Nassair.

FC. Wiesbaden, 11. Febr. In den letzten Tagen weilte hier eine Polizeikonnntssion aus Berlin. Es wurde Einsicht in die Geschäftsbücher Einzelner genommen, die im Verdacht des Schleichhandels stehen. Das Erscheinen der Berliner hat be­sonder» in hiesigen Hotelkreisen, wie dieRheinisch« Volks- zettmrg" berichtet, große Bestürzung hcrvorgerufen.

FC. Wetzlar, 10. Febr. D-e Inhaber der Firma Ernst Leitz, Dr. Ernst Lettz fen. und Dr. Ernst Lettz jr. haben der Stabt eine Stiftung in Höhe von 500 000 Mark für verschieden« gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt. Die Stadtver­ordneten nahmen die Schenkung einstimmig an. Außer dieser Sttftung haben die genannten Herren für ähnliche Zwecke fol­gende Summen zur Verfügung gestellt: 100 000 Aiark für di« Invaliden-, Witwen- und Waisenkassen der Firma Leitz, 100 009 Mark der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen verstorbener Kriegsteilnehmer und 30 000 Mark der Gesellschaft von Freun­den und Förderer der Universität Gießen.

Fd Kirch-Beerfurth, 10 . Febr. Der erste Flieger über Pa­rts war der Leutinmt d. R. Alexander K r ö l l von hier, ei« Sohn des Landwirts Philipp Kröll.

FO Oberlahnstei«, 15 Febr. Der 68jährige Arbeiter Do­minikus Haben kam mit denr Zipfel feines Halstuches einer Mafchrnenwelle zu nahe, wurde erfaßt und in die Höhe gehoben. Beim Abstürzen fiel er so unglücklich auf de» Hinterkopf, daß e» bald darauf verstoiH.

FC. Aus Kurhesse», lt Febr. In der gestrige« Nacht f$ eine Einbrechergefellschaft in das Fabrikgebäude der Bremer Zigarrenfabrtk Engelhardt u. Co. i» Witzenhaufen eingebrocheA und hat Zigarren und Zigarette« fowt« Tabak b» Wert« voq 30 000 Mark gestohlen.

- - II. » H. ... JL.

Verantwortlich fiir den politischen und lokale» Teil: Ottch H i r s ch e i 5 Friedberg: für den An-eigenteil: R. H e y n e r.

Fxsebberg, Druck und Verlag der »Neuen NaMzeLtuna^

~ ' v ' ^ u