Regierung cm -re rumänisäje Regierung ein Ultimatum' wegen des Eintritts in Friedensverhandluugeu gerichtet worden ist. Der Beginn dieser Friedensverhandlungen hat sich, Wie wir hören, verzögert, weil durch den Sturz Bratmnus keine verhandlungsfahige rumänische Regienmg vorhanden war. Das Kabinett Averescu ist erst vorgestern gebildet worden, sodaß über den Zeitpunkt des Beginns der Verhandlungen genaue Nachrichten noch nicht vorliegen.
Der rumänische Gesandte in Pari« erklärte einem Vertreter des „Petit Journal" Rumäniens Lebensinteressen seien durch den Verrat Rußlands aui das schwerste getroffen. Er erwarte voll fieberhafter Spannung die Entscheidung in Jassy. Andere Pariser Blätter befürchten, eine mögliche Weigerung Rumäniens, auf Friedensverhandlungen einzugehen, könnte die Mittelmächte bestimmen, Bcssarabien der Ukrainischen Republik -uzusprechen. Dieser Drohung werde Rumänien vielleicht weichen. Rach der in Paris vorherrschenden Auffassung würde General Averescu das russische Beispiel eines Kriegsverzichts nachahmen und alles andere von einer Ceheimfitzung des rumänischen Parlaments abhängig machen. Der Versailler Kriegsrat soll sich diese Woche mit der für den Verband veränderten Kriegslage befassen.
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Die „Morningpost"meldet aus Jassy: Die für den 15. Febr. einberufenen rumänischen Rekruten, die im Januar ausgehobe« morden siird, brauchen nicht einzurücken. General Averescu hat neben dem Posten des Ministerpräsidenten auch das Oberkommando der Armee übernommen.
KmgglnMlWN drr McheMeu.
Schweizer Grenze, 12. Febr. Die „Neue Zürch. Ztg." meldet aus maximaliftifcher Quelle aus Rußland: Der Vorsitzende des finnischen Senates stimmte dem Ende der Feindseligkeiten zu. Die Weiße Garde setze noch ihre Angriffe gegen Wasa fort. Bei Jobina haben die Polen in Gegenwart der Revokntions- truvpen die Waffen niedergclegt und zeigten das Versteck ihrer Offiziere an, die verhaftet wurden. In der Ukraine haben sich die Soldaten mit den Sowjets vereinigt, um die Rada ZU bekämpfen Die Petersburger Telearaphen-Agentur meldet: Das Kriegskommissariat tellt mit, daß die Kämpfe zwischen Russen und Rumänen beendet strä) und die Ruhe wieder hergestellt ist.
Schreckenstage für Finnland.
Stockholm, 12 Febr. (WTB.) Meldung von Svenska Telegrambyran. Rach bei Ser finnischen Gesandtschaft eingetroffenen Telegrammen nimmt der Terrorismus der Roten Garde in Wiborg unbeschreibliche Formen an. Die meisten Privathäuser sind geplündert, die Lebensmittel gestohlen, so daß außer bei der Roten Garde Hungersnot herrscht. Der Eroberer llleaborgs, Ritmeister Ignatius, fragte bei der finnischen Gesandtschaft telegrafisch an, ob von Schweden Hilfe erwartet werden könne. Die russischen Soldaten plündern, töten, brennen und schießen auf ihre Gefangenen mit Maschinengewehren.
Wasa, 10 . Febr. (WTB.) Meldung von Svenska Tele- grambyran. Gestern uüd heute fanden lebhaft« Kampfe bei Maentharin südlich Sankt Michel statt. Bei einem Angriff gegen einen Panzerzug verlor die Weiße Garde zwei Verwundete, die Rote Garde mehrere Tote. Die Berichte aus allen Lcmdesteilen, in denen die Rote Garde rurch die Herrschaft hat. lauten überaus fürchterlich. Ihre Ereuekiaten gegen Männer jeden Alters sind Zahllos.
Anarchie in Estland nnd Fivland.
Ein Bürger von Dorpat, dem es gelang, über Oefel nach Riga sich durchzuschlagen, berichtet, „daß die in Dorpat organi- siertr. aus Männern aller Stände und Rationalitäten bestehende Bürgerwehr von der an Zahl geringen, aber durch Gewalt herrschenden maximalistischen Partei aufgelöst worden ist. Durch di« Beseitigung der Bürgerwehr ist Leben und Eigentum aller Einwohner auf das schwerste gefährdet. Der die Herrschaft über di« Sradt ausübende Pöbel „requiriert in den Häusern der besitzenden Bürger aller Nationalitäten nicht nur die etwa noch vorhandenen Lebensmittel, sondern auch die warmen Kleidungsstücke. weil das Vermögen der „Bourgeois" dem „Volk gehöre." Airdere Flüchtlinge, die aus dem südlichen Livland nach Riga gelangten, erzählten, „daß in der ungefähr 96 Kilo. Meter nördlich Riga gelegenen Stadt Wenden maximalistisch gesinnte Bataillone die Offiziere gefangen gesetzt und zum Teil ermordet haben. Sie bemühen sich wohl, eine gewisse Ordnung aufrecht zu erhalten, da sie aber Zur Teilung des Grurrdbesttzes auffordern, sind alle besitzlosen Elemente, deren Existenz durch den Krieg vernichtet ist, zu dem Raub des Landes, des Viehes und des Inventars geschritten. Neben anderen Gütern sind die großen Hose Schloß Alt-Schwaneburg und Leihen eingeäschert worden, weiter nördlich wurde das Gut Schloß Ringen durch Feuer vernichtet." Endlich berichtete ein aus der russischen Gefangenschaft entflohener österreichischer Offizier, der auf seinem Wege aus Sibirien Estland durchquert u,td sich dort lungere Zeit aufgehaUcn hatte, folgendes: „Im westlichen Estland haben die aus Oefel und Dagü fliehenden russischen Truppen eine große Anzahl von Guts- und Bauernhöfen ausgeplündert und verbrannt. Wahrend ein Teil von ihnen sich über Rarva nach Rußland begab, bildeten andere Teile Banden, die sich mm mit Raub nnd der Verwüstung des Landes beschäftigen. Etwa 40 km von der Küste ins Land hinein, stehen nur noch die Mauern der Gehöfte, jedes Leben ist erstorben. Die estnischen Regimenter bemühen sich vergeblich, Ordnung zu schaffen — es gelingt
nicht, mit den erwähnten So^atcnbanden, den im Lande stationierten Soldaten und des von Haus und Hof vertriebenen Levten fertig zu werden, die alle sich gleichermaßen an der Plünderung beteiligten."
lleue Gntentehrere?
W,e«. w' Febr. D« Züricher Berichterstatter der „Witter Mntagszeitung" erfährt: 3 * Ausführung der BechlM« «e-
schlösse werden neue Ententeheese in der vorläufigen Stärke von 2 Millionen Mann gSildet werden. Den Hauptteil werden die Amerikaner und die Kolonien beisteuern, doch liegt auch eine Zusicherung Japans vor, wonach dieses eine Viertelmillion lion nach Europa schicken wolle. Die Entente werde sich bis zur Bereitstellung dieses rveuen Heeres und bis zur Wiederinstandsetzung der stark mitgenommenen Artillerie in der Verteidigung erhalten. -
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Ob diese Meldung zutrifft, darf der auf Erfahrung begründete Zweifel billigerweise verneinen. Schon die Behauptung, daß Japan eine Viertelmillion Mann nach Frankreich senden werde, stempelt das Ganze zu einem der beliebten, aber nicht verfänglichen Drohmittel 5er ftanzösischen Angst. Das was wahr nnd wertvoll ist, scheint vielmehr das Zugeständnis zu sein, daß die Entente, deren Heere und Kriegsgerät stark mit. genommen sind, entgegen aller großen Worte und Hoffnungen vielleicht gezwungen ist, mehr verteidigend als angreifend Krieg, zu führe». Dann fteilich ist der Wunsch nach neuen Truppen — auch und erst recht japanischen! — wohl begreiflich, nicht aber jene Versailler Ankündigung des Krieges bis aufs Messer.
FranMlcher 11 "che schwur.
Eilte Kundgebung im Beisein Poincares.
Paris, 9. Febr. Nach einer Meldung der Agence Havas fand heute eine nationale Kundgebung der großen französischen Gesellschaften für die Heilige Einigkeit in der Sorbonne in Anwesenheit des Präsidenten Poincare und unter dem Vorsitz des Kammerpräsidenten Deschanel statt. Sämtliche Mitglieder des diplomatischen Korps, die Mitglieder des Instituts sowie Vertreter Elsaß-Lothringens waren zugegen. Deschanel eröffnete die Sitzung mit einer Ansprache, die mit felgendem Gelöbnis Frankreich« schloß:
Wir schwören angesichts der Soldaten von der Marne, der Pser und von Verdun, die Waffen erst niederzulegen, bis das Recht gerächt, bis das seit vierzig Jahren gegen die Freiheit der Welt vorbereitete Attentat bestraft und bis Belgien, Serbien und Rumänien befreit und Frankreich die ihm 1870 Und 1914 entrissenen Gebiete wieder Zurückgegeben sein werden.
Rack weiteren Erklärungen in demselben Sinne, die von Anwesenden, u. a. von Ernest Lavisse und Albert Thomas, abgegeben wurden, erklärte der Marineminister George L?ygues im Namen der Regierung unter allseitigem Beifall:
Wir find hier versammelt, um den Pakt der Einheit zu erneuern und um von neuem vor der Welt den unbeugsamen Wik. len zum Siege zu bekräftigen. Bei allen Kriegführenden wird hinter der Front eine gewaltige Schlacht geschlagen. Sie kann entscheidend sein. Der Feind weiß, daß er militärisch den Krieg verloren hat. Er bemüht sich nun, den Sieg durch seine Diplomat^ und durch die Agenten für Flaumacherei und Verrat zu gewinnen. Der Kampf (nt den inneren Fronten hat begonnen. Die sozialen Rüstungen, die politischen Einrichtungen, die wirtschaftlichen Kräfte und die Tüchtigkeit der einzelnen sind im Begriffe, stch im Kampfe zu messe ,l Jedes Volk tritt völlig in ein Heürenzeitalter ein und kämpft um sein Schicksal. Frankreich wird sich nicht beugen in seiner ruhigen glühenden Entschlossenheit und Zuversicht? Es wird unerschütterlich bleiben. Frankreich hat die Welt in Staunen versetzt, weil die Welt es nicht mehr kannte. Es hat sich ihr mit einem Schlage in dem ganzen Glanze seiner Vergangenheit enthüllt. Das Volk, das man ftivo! nannte, ist das ernsteste in den Stu-tden der Sammlung und das am meisten edlen Dingen hingegebene, das, dessen Gedanken sich zu den Höchstzielen auffchwingen, die das Leben veredeln und die Menschheit besser machen. Das Volk, das man für erschöpft und vergangercheitsmüde, zu beladen mit Stürmen und Ruhm nanTtte, besitzt eine ungeheure innere Stärke, es ist ein Volk, dessen Genie, Kraft und kriegerische Tugenden sich mit jedem Geschlecht erneuern und bei jeder Prüfung zutage treten.
IM Gemse fiit eines Iime« Krieg.
Genf, 12 . Febr. Nach einer Londoner Meldung der „Information" wird George am Dienstag im Unterhause eine Erklärung über die allgemein« Lag« abgeben. Der „Daily Mail" zufolge wird George am 25. Februar vor den Gewerkschaften in Liverpool über die Notwendigkeit für England, sich auf einen langen und harten Krieg einzurichten, sprechen.
Unruhen ln Oberitatien.
Zürich, 12 . Febr. Die schweizerischen Blätter melden von der italienischen Front: Infolge der Unruhen in Mailand. Tu- 4iu und Genua werden die Meldungen aus Brest-Litowsk feit Freitag nicht mehr cmsgegebeir. Der Frtedensschluß mit der Ukraine wurde den Blättern «st am Samstag abend frei- gegeben. , ' *.♦ v
Eine neue Rede Wilsons.
Wilson hat im Kongreß wieder einmal eine Rede gehalten, m der er u. a. folgendes sagte:
Am 8 . Januar hatte ich die Ehre, hier das Wort über die Kriegsziele. so wie unser Volk sie cmffaßt, zu nehmen. Am 15. Januar hat der britische Premierminister in gleichen Worten gesprochen. Am 24. Januar antwortete der deutsche Reichst.ritz. !er und am gleichen Tage Graf Czernin. Es ist beftiedigend, daß unser Wunsch, daß dieser Gedankenaustausch über diese wichtige Angelegenheit in Anwesenheit der gesamten Welt statt* finden sollte, erfüllt worden ist. Der Passus in Graf Czernin« Antwort, die hauptsächlich in Erwiderung meiner eigenen Botschaft vom 8 . Januar gerichtet ist. ist in sehr freundschaftlichem Tone abgefaßt. Er findet in meiner Erklöruit-g rin« ermutigende Annäherung an die Auffassung seiner eigenen Regierung» so daß er glaubt, daß diese Erklärung ein« Basis für eine Be. fprechung der Einzelheiten der Kriegsziele beider Regierungen bilden kann. Graf Herllings Antwort ist, das muß ich sagen, ^hr vage sehr verwirrend. Sie « voll von doppeffinniae«
Phrasen und es ist nicht klar, wohin er damit will. Sie atmeß einen ganz anderen Geist, als^den Geist von Graf Ezernin und bezweckr wahrscheinlich die entgegengesetzten Ziele. Sie btt festigt zu meinem Bedauern viel mehr dem ungünstigen Eindruck. den die Unterhandlungen in Vrest-Litowsk auf uns gemacht haben, als daß sie diesen Eindruck wegwischen würde. Seine Besprechungen und die Annahme unserer allgemeine» Prinzipien führen jetzt nicht zu einer praktischen Schlußfolgerung. Er weigert sich, sie auf bestimmte Punkte anzuwenden, die die Verwirklichung jeder definitiven Lösung bilden müßte. Die Methode, die der deutsche 'Reichskanzler vorschlägt, ist die Methode des Wiener Kongresses. Wir können und wollen darauf nicht mehr zurückkommen. Was jetzt auf dem Spiele steht, ist der Weltfriede. Wonach wir streben, das ist eine neue internationale Ordnung, die auf einer breiten Basis von allgemeinen Prinzipien von Recht und Gerechtigkeit gegründet ist und nicht weiterhin ein Flickfriede. Ist es möglich, daß Graf von Hertling gar nicht sieht, daß er nicht begreift, daß Deutschland mit seinen Gedanken in einer Welt lebt, die tot und vorbei ist? Hat er so ganz die Reichstagsresolution vom 19. Juli vergessen, oder denkt er absichtlich nicht daran? Darin wird gesprochen über die Bedingungen eines allgemeinen Friedens, nicht über italionalck Ausbreitung, oder Uebereinkommen von Staat zu Staat. Der Weltftieden hängt ab von einer billigen Regelung jedes einzelnen der schwebenden Probleme, über die ich in meiner letzten Rede im Kongreß gesprochen habe. Ich meine natürlich nicht, daß der Weltfriede von der Annahme irgend eines besondern Vorschlages abhängt mit Bezug auf die Art, wie diese Probleme behandelt werden müssen. Diese Probleme können nicht separat oder in besonderen Gruppen besprochen werden. Niemand darf von ihnen ausgeschlossen werden. Was von Einfluß auf den Frieden ist. ist auch von Einfluß auf die Menschheit, und nicht was durch militärische Gewalt geregelt werden kann, kann man wirklich als geregelt bezeichnen, sonst müßte man von neuem damit beginnen. Versteht Gras Hertling. daß er vor dem Gerichtshof der Menschheit spricht? Amerika hat sich in diesen Krieg nicht gemengt, weil es, ob es wollte oder nicht, zum Genossen der Leiden und der unwürdigen Behandlung gemacht worden ist, die die militärischen Herrett in Deutschland gegen den Frieden und die Sicherheit der Menschheit unternommen haben. Amerika sieht keinen Weg zum Frieden, bevor die Ursachen des Krieges enffernt find und eine Wiederholung »0 gut wie unmöglich gemacht worden ist.
Wenn die territorialen Regelungen und die politischen Beziehungen zwischen großen Völkern, die über keine organisierte Macht verfügen, um Widerstand leisten zu können, bestimmt werden muffen durch Uebereinkommen zwischen den mächtigen Regierungen, die sie am meisten interessieren, so wie dies Graf Hertling vorftellt, warum können dann auch nicht wirtschaftliche Probleme in gleicher Weise behandelt werden. Graf Czernin scheint einen klaren Mick für die fundamentalen Elemente des Friedens zu haben, doch scheint er sie verdunkeln zu wollen. Er sieht ein, daß ein unabhängiges Polen, zusammengestellt aus ollen Völkern, die außer Zweifel alle der polnischen Rasse angehören, und aneinandergrenzende Länder bewohnen, eine Sache von europäischem Interesse ist, und daß in dieser Beziehung, natürlich entgegengekommen werden muß. Er sieht ferner ein, daß Belgien geräumt werden muß nnd daß es wiederhergestellt werden muß. gleichgültig, welche Opfer hier gebracht werden müssen, und welche Konzessionen gemacht werden müssen, und daß die nationale Aspiration befriedigt werden müffe in ihrem Recht und im allgemeinen Interesse von Europa und der Menschheit. Uebrigens ist die Politik ab es für eine andere Regierung möglich ist, weiterzugeben, sehr einfach und klar. Die politischen Grundsätze, die angewendet werden müssen: 1. daß jeder Teil
einer definitiven Lösung basiert sein muß auf Gerechtigkeit für jeden Einzelfall und auf einer Regelung, die die meisten Aussichten für einen dauernden Frieden bietet; 2 . daß die Völker und Provinzen nicht von einem Fürsten an einen anderen übergeben werden, als ob sie nichts anderes wären als Bauern im Schachspiel', 3. daß jede territoriale Regelung, die in diesem Krieg in Betracht kommt, im Interesse und zum Vorteile der betreffenden Völker geschieht, nicht als ein Teil der Regelung oder des Vergleichs der einander bekämpfenden Staaten. So wie wir beurteilen können, werden diese Prinzipien, die wir als fundamental ansehen, überall angenommen, mit Ausnahme von den Wortführern der militärischen und annexionistifchen Partei in Deuffcstland. Ich dürfte die Geftihle des Volkes der Vereinigten Staaten nicht richtig wiedergeben. wenn ich nicht wiederholte, daß wir nicht um einer Kleinigkeit willen ist den Krieg gezogen sind, und daß wir von dem einge- fchlagenen Kurs nicht zurückkehren wollen. Unsere Hilfsquellen sind teilweise mobilisiert, und wir werden nicht ruhen, bevor sie ganz mobilisiert sind. Unsere Armee geht und ging schnell an die Front ab, und wir werden sorgen, daß sie noch schneller an die Front abgeht.
Wilson erklärte ferner, daß die Vereinigten Staaten gegen einen geflickten Frieden standhaft Widerstand leisten werden, und daß die deutschen Militaristen das einzige Element Hindernisses für den Weltfrieden bilden. Czernin scheint die für die Basis des Weltfriedens unerläßlichen Elemente deutlich erkannt zu haben, und versuchte es, diese nicht zu verschleiern. Wilson fügte hinzu, daß Czernin vermutlich viel weiter gegangen wäre, wenn er nicht daran verhindert worden wäre, da ihm Oesterreichs Bundesgenossen und die Abhängigkeit von Deutschland im Wege standen. Der Präsident wiederholte, daß die Vereinigten Staaten ihre ganze Kapazität in den Krieg hineinwerien Werda«.
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Die Uuvollstandigkeit der Rede läßt noch kein Urteil über die Absichten Wilsons zu. Man wird weiteres abwar-, len müssen. ^ f


