(üiiif Kaijemde in Kmünty.
Homburg v. d. ^ 10. Febr. (SEE®. Nichtamtlich.) Bei einer Huldigung, die aus Anlaß des Friedensschlusses mit der Ukraine die Hamburger dein Kaiser heute darbrachten, erwiderte S. M. auf eine Ansprache des Biirgerineisters mit fal. genden Morien:
Meine lieben Hamburger!
Ich danke Euch von ganzem Herzen für die schlichte Feier vnd die warmen Worte, die Euer Stadtoberhaupt soeben zu Mir gesprochen hat. Es siird schwere Zeiten über uns hingegan- gen. Ein jeder hat seine Last zu tragen gehabt, Sorgen und Trauer, Kummer und Trübsal, nicht zum mindesten der, der jetzt vor Euch steht. Zn ihm vereinigen sich Sorge und Schmerz um ein ganzes Volk und sein Leid. In diesem selben Hofe habe Ich damals im Jahre 1870—71 als kleiner Zunge die Homburger stehen sehen unter der Führung des alten Jakob, als sie nach großen Cicgesnachrichteu Meiner seligen Frau Mutter ihre Huldigung darbrachten, ein Bild, das sich Mir ewig in die Seele eingsprägt hat. Ich habe danrals nicht geahnt, daß es Mir bestimmt sein sollte, zur Erhaltung dessen, was damals Mein Großvater und Mein seliger Vater erworben und erreicht haben, kämpfen zu müssen.
Es hat unser Herrgott entschieden mit unserem deutschen Volk etwas vor. Deswegen hat er es in die Schule genommen, und ein jeder ernsthaft und klar Denkender unter Euch wird Mir zugebeu, daß es notwendig war. Wir gingen alle falsche Wege. Der Herr hat uns durch diese harte Schule darauf hingewiesen, wo wir hin sollen. Zu gleicher Zeit ist die Welt aber nicht auf dem richtigen Wege gewesen, und wer die Geschichte verfolgt hat, kann beobachten, wie es unser Herrgott mit einem Volk nach dem anderen versucht hat. dieselben auf den richtigen Weg zu bringen Den Völkern ist cs nicht gelungen: Das römische Reich ist versunken, das fränkische zerfiel und das alte deutsche Reich auch. Run hat er uns Aufgaben gestellt. Wir Deutsche, die wir noch Ideale haben, sollen für die Herbeiführung besserer Zeilen wirken. Wir sollen kämpfen für Recht, Treue und Sittlichkeit. Unser Herrgott will den Frieden haben, aber einen solchen, in dem die Welt sich anstrengt, das Rechte und Gütern tun. Mir sollen der Welt den Frieden bringen und wir werden es tun auf jede Art. Gestern ist es in Gütlichem gelungen. Der Feind, der, von unseren Heeren geschlagen, ein- sieht, daß cs nichts mehr nützt, zu fechten urtd der uns die Hand rntgegenhält, der erhält auch unsere Hand. Wir schlagen ein.
Aber der. wer den Frieden nicht haben will, sondern im Gegenteil sein eigenes und unseres Volkes Blut vergießt, der muß dazu gezwungen werden. Das ist jetzt unsere Aufgabe. Dafiir müssen jetzt alle wirken, Männer und Frauen. Mit den Nachbarvölkern wollen wir in Freundschaft leben, aber vorher muß der Sieg der deutschen Waffen anerkannt werden. Unser Volk wird ihn weiter unter unserem großen Hin- denburg erkämpfen. Dann wird der Frieden kommen, ein Frühen, der notwendig ist für eine starke Zukunst des Deutschen Reick-es und der den Gang der Weltgeschichte beeinflus- sen wird. (Bravo und Hurra!) Dazu müssen uns die gewaltigen Mächte des Himmels beistehen. Dazu muß ein Zeder von Euch, vom Schulkinde bis zum Greise nur dem einen Gedanken leben: Sieg und ein deutscher Frieden! Das deutsche Vaterland soll leben Hurra!
Fünf Minuten nach rmöif.
Nachdem es der Regierung und der Bourgeoisie wiederholt warnend angekündigt war, ließen die Scheidemann und Haafs, die Ebert und Ledebour, Braun und Dittmann es zwölf schlagen. Schalteten den Arretierungshebel des Gangwerks aus und steuten sich im stillen auf die voll dröhnenden Töne. Die Enttäuschung kennen wir. Der kreißende Berg gebar ein lächerliches Mausletn, und jetzt, fünf Minuten nach zwölf, mochte Herr Scheidemann vielleicht, es wäre noch einmal zehn Minuten früher. Denn der volle Glockenfchlag der zwölften Stunde ward zum kläglichen Wimmern. Und im Spiel der Scheidemänner fehlt hinfort mehr als nur der letzte Trumpf. Selbst wenn man uns belehren sollte, noch sei es nicht voller Ernst, nur eine Gene, ralprobe gewesen: nach so mißglückter Probe kommt es gar nicht zur Aufführung. Und das ist das erste der Verdienste dieser Geister, die, das Böse wollend. Gutes schafften, daß sie der Welt bewiesen: der Kladderatasch im Innern Deutschlands ist eine ebenso etile Hoftnung wie der Erfolg der Hungerblockade. Zur Maximalisierung fehlen alle Voraussetzungen, sobald wir eine wirkliche Regierung unser eigen nennen.
Das zweite der Verdienste ist die restlose und nicht mehr abzulehnende Aufklärung über die „Mauserung" der Sozialdemokratie Der Beweis, daß vom 4. August 1914 kaum mehr als die Erinnerung übrig blieb. Man wird es mit tiefem Bedauern feststsllen, aber der Tatsache ins Gesicht sehen, daß anscheinend ine Sozialdemokratie kaum noch einen anderen Weg sieht als den, auf den zuerst die späteren Unabhängigen mit der Verweigerung der Kriegskredite traten. Unweigerlich führt die Entwicklung nicht zum Gegenwartsstaate hin, sondern von ihm fort. So groß die parteiegoistischcn Gegensätze zwischen Mehrheits- und U-Sozialisten sind, sie verschwinden gegenüber der gemeinsamen Gegnerschaft zum Eegenwartsstaat, zur bestehenden Gesellschaftsordnung, zu Autorität und einer starken Regierung. Die Stellung der Sozialdemokratie zu Staat und Gesellschaft ist wieder völlig dieselbe wie vor dem Kriege. Auch )ie Mehrheitssozialisten sind kaum noch'für taktische Kompromisse.
Das wüsten wir nun,' und wissen noch mehr. Zum Beispiel, daß Syetx Scheidemann, den man auch in bürgerlichen Kreisen für einen Kopf hielt, und zu dem ein früherer Reichskanzler geradezu emporblickte, erheblich überschätzt wurde. Herr Scheidemann ist nicht so unglaublich klug, daß man ihm die Geschicke einer Nation überlassen müßte. Er ist ein Spieler: zwar ein lange vom Glück begünstigter, aber immerhin ein Spieler. Er setzte alles auf eine Karte und verlor. War es klug, sich in Moabit attrappieren zu lasten? Im Arrgenblick der innerpoltti- schen Machtansprüche die ganze Ohnmacht der Sozialdemokratie zu enthüllen? Die demokratischen Ideen zu kompromittieren?
Statt eurem sicheren moralischen Erfolg eirrer höchst unsicheren Va Va,rque-Kombinutiou uach-ujageu?
ad 1: Die enthüllte Ohnmacht der Sozialdemokratie. Zn doppelter Richtung: nach oben und rrach unten. Der von Herrn von Bethrnann zu äußerer Wohlgenährtheit ausgepäppelten Sozialdemokratie fehlen die Muskeln. Es war eine Arsenkur, der unter veränderten Verhältnissen der rasche Abfall folgt. Der Niesenspuk aus der Bethmannszeit verschwand, als die Regierung ihn mit festem Blick ins Auge faßte. Woraus man nun hoffentlich an den Stellen, die es angeht, die entsprechenden Vorsätze für die weitere Zukunft faßt. Wo blieb alles Macht, bewußtfein, alle Herrlichkeit und Selbständigkeit der Scheide- mönner gegenüber der zur Wahrung der Staatsautorität ent- fchlostenen Regierung? Wie wurden sie schrittweise bescheidener in ihren Forderungen, absteigend bis zu einem rein äußerlichen Achtungserfolg, der ihnen aber auch noch versagt blieb.
Die von der Sozialdemokratie als Erklärung für ihr Verhalten ins Feld geführte Abhängigkeit von den Masten hat doch eines klar bewiesen: die mangelnde Bündnisfähtgkeit der Partei. Wie soll eine dauerhafte, nicht auf bedingungslosem Mitläuferrum beruhende Verbindung mit einer Partei möglich fein, wenn ihre Führung nicht nach vernünftigem Ermessen, sondern unter dem bestimmenden Druck undisziplinierter Masten handeln muß, wenn sie ganz und gar Slimmungspolitik, auf Schlagwortwirkung basiert, treiben und sich zu offenem Bruch programmatischer Vereinbarungen drängen lasten muß. Denn das ist doch eine zu beherzigende Lehre für alle Teilnehmer am November-Pakt, daß die Sozialdemokratie ihn ganz einseitig gebrochen hat, daß sie nicht in der Lage war und sein wollte, seine Jnne- haltung ihrerseits gegenüber den Masten zu verteidigen. Alle Loyalität der Regierung und der übrigen Parteien hilft nichts: die sozialdemokratische Führung muß hinter ihren Masten herlaufen.
So weit die Kompromittierung der eigenen Partei durch die Scheidemannfche Taktik. Zum zweiten die weitergreifende Bloßstellung allgemein demokratischer Ideen und Schlagworte. „Reife des Volkes", „Mitbestimmungsrecht seiner Zukunft". Sie haben Triumphe gefeiert in diesen Tagen. Das war das reife, zum Mitreden in den subtilsten Fragen der Nationalpolitik berufene Volk, das sich da in schönem, von Schlagworten ausge. lösten Herdentrieb als erbittertster Feind seiner selbst erwies. Das, wenn überhaupt eines, so rau dieses wußte, daß es nicht wisse, was es wolle. Das als Esel im Porzellanladen der auswärtigen Politik zum Ergötzen des Auslandes Scherbenberge produzierte. Die in Vkoabit und Treptow, am Gesundbrunnen uild am Alexanderplatz gröhlende vox populi hat man mit ehrerbietigem Staunen vernommen. Es wäre der Weisheit höchster Schluß, in ihr die Stimme Gottes zu erkennen. Der deuuckra- tische Mastenkult ist wirklich in glänzender Weise gerechtfertigt worden in diesen Tagen. Das goldene Kalb ist gewiß eine ver- ehruugswürdigr Cache: die „schwielige Faust" im Sinne demokratischer Mastenherrschaft kaum minder.
Auch in anderer Richtung nehmen sich im Lichte der letzt- wöchigen Erfahrungen die demokratischen Prinzipien trefflich aus. Das ist das Mehrheitsprinzip als ftmdamentum regno- rum. Es ward greulich darauf gepfiffen. Die ganze Bewegung war nichts als der Versuch, der überwältigenden Mehrheit des Volkes den Millen einer kleinen Minderheit aufzuzwingen, ihr deren Forderungen abzuirotzen, gegen Recht und Verfassung, tm Wege der von wahrhaften Demokraten so perhorrefzierten rohen Gewalt. Die Demokratie ist in der Praxis und Theorie offenbar ebenso verschieden, wie Herrn Trotzkis Selbstbefttvr- mungsrecht der Völker. Sie redet vom „reifen Volk": und das Auge erblickt eine eigenen Wollens bare, einer improvisierten Streikleitung in den hellen Wahnsinn nachtaumelnde Maste. Sie redet von der Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit: was man sieht, ist der Versuch des Janhagels, die Herrschaft der Straße zu etablieren, allen schlechten Instinkten Wogfrei- heit zu schaffen.
Es hätte anders fein können. Wie ftür^de heute die Partei da, hätte sie den Mut gefunden, sich den irregeführten Masten entgegenzustemmsu und sie eines Besteren zu belehren. Sie hätte die moralischen Erfolge des 4. August 1914, ungeschmälert durch alles, was dazwischen lag, mit den politischen derBethmann- und der neuesten Zeit zu einer großen Einheit verschmolzen. Hätte ihre Ansprüche wenigstens äußerlich und an enrem Teil gerechtfertigt und manches grundsätzliche Bedenken gemildert. Unter Herren Scheldemanns glorreicher Führung ging sie den anderen Weg. Blieb im breit ausfahrenden Geleise der rückwärts gerichteten Politik, das die Unabhängigen gebahnt hatten, radierte mit scharfem Messer enrsig schabend das Datum des 4. August aus, zu den alten bequenren subalternen Standpunkten zu Staat und Gesellschaft zurückkehrend.
Herr Scheidemann hätte seinen Gegnern gefährlich werden können: er zog es vor, nicht über sich htnauszuwachfen. Indessen: alles ist relatro: und es wäre denkbar, daß er in dem Gremium der Mehrheitspolittker, der Erzberger und Wiemer, immerhin noch als Kopf erschiene. Dann wird man vor der Oeffenilichkeit inlmer wieder die Tatsachen und Erfahrungen der letzten Woche reden lassen müssen, so lange, bis auch dem Begriffsstutzigsten der Unterschied der Situationen fünf Minuten vor und fünf Minuten nach zwölf zu klarem Bewußtsein gekommen ist.
KaudtagseMhwtchi.
Grünberg. Am verflossenen MiÜlvoch fand dahier eine Dertrauensrnännerversanrmlung des Bundes der Landwirte statt. Es wurde beschlossen, die Kandidatur der deutsch-völkischen Partei, die Herrn Reichstagsabg. Prof. Dr. Werner-Butzbach aufgefteKt hat, zu unter- stützen. g
Ans der Heimat.
EV. EvNttg. Mäuueraberrd. In der heute, Montag, stattfindenden Männerversammlung wird von Herrn Pfarrer Zatzmann das Thema „Aberglauben im Kriege" be- handelt. Jeder Evangelische ist willkommen, j
Einschränkung der elektrische» Beleuchtung. Die Direktion der Elektrischen Ueberland - Anlage der Provinz Oberhesten»' Friedberg. teilt mit, daß die an die genannte Ueberland-Anlag»' an geschlossenen Abnehmer keiner Einschränkung im Verbrauch elektrischer Energie unterlieg«, da zur Stromerzeugung i» Wölfersheim Braunkohle» die in genügender Menge vorhanden, benutzt wird, das Werk mithin vom Kohlenmarkte unabhängig ist.
Aus Starkenburg.
FC. Bensheim, 7. Febr. Die Stadtverordneten bewilligte« mit Rücksicht auf die Teuerung, den städtischen Arbeitern, deren Löhne zuletzt am 1. Oktober 1917 neugeregelt wurden, auf dis Dauer der gegenwärtigen Teuerung vonr 1. Januar 1918 ab eine Kriegszulage von 15 Pfennig pro Stunde.
Aus Nhernhesten.
FC. Gnnthersblum, 7. Febr. Bei dem Arzt Dr. Eetius wurde ein nächtlicher Einbruch verübt und eine Menge Kleider und sämtliche Schuhe gestohlen. Ein Arbeiter wurde als der Tal verdächtig inhaftiert.
FC. Worms, 7. Febr. In der letzten Nacht wurde im Stadtteil Neuhausen einem heimkehreirden Manne unweit seiner Wohnung die goldene Taschenuhr durch einen Feldgrauen entrissen.
FO. Aus Rheinhessen, 7. Febr. Der Gemeinderat in Wackernheim hat die vor einigen Tagen stattgehabte öffentliche Verpachtung der hiesigen Gemeindejagd an den auswärtigen Zagdliebhaber Bauunternehmer Struth-Finthen für jährlich 2287 Mark nicht genehmigt, sondern die Jagd zu dem zweitletzten Gebote, 2227 Mark pro Jahr, einer Jagdvereinigung eingesessener Landwirte auf die Dauer von neun Jahren zugeschlagen. Grund: In der letzten Zagdperiode ging sämtliches in der Wackernheimer Jagd erlegtes Wild in die Küchen der reichen Städter, während die Bevölkerung in Wackernheim leer cusging. *
Aus Kurhessen.
FC. Fulda, 7. Febr. In einem Dorfe der Umgegend machte dieser Tage der Orlsdiener bekannt: Von -einer frisch melkende« Kuh darf nur ein Kalb aufgezogen werden.
FC. Gelnhausen, 7. Febr. Die hiesige Goldankaufsstelle einschließlich der Hilfsstellen in Vierstein und Vad-Orb wurde bis zum Januar 1918 von 450 Personen ausgesucht, die Schmuck- gegeustärlde im . Werte von 11154 Mark crblieferten. Von der Diamanten - Regie zum aüftragsweisen Verkauf im neutrale» Auslande übergebene Edelsteine, find bis jetzt für 103 481 Mk. verkauft worden. Weiter find für 2570 Mark Goldmünzen i« Papiergeld umgetauscht.
FC. Heppenheim a. d. W., 0. Febr. Dem hiesigen Feldschütz Männchen gelang es. zwei Wilddiebe zu ergreifen. Er nah» den Knoppern die Gewehre und drei Hajen ab «
And Hkssen.Nastau.
FC. Wiesbaden, 7. Febr. Weil er unerlaubten Handel mi- Lebensmitteln betrieben hatte, nahnr das Schöffengericht de» Kaufmann I. Eh. Fischer dahier in eine Geldstrafe von ein-» hu j^dert Mark.
FC. Weilburg. 7. Febr. Ein Arbeiter erlitt bei einem Betriebsunfall der Gewerkschaft „Honigborn" derartige Verletzungen. daß er nach Gießen in die Klinik transportiert werde» mußte. Auf dem Transport dahin verstarb er.
FC. Metzlar. 7. Febr. Die diamantene Hochzeit beging beute der Landwirt Wilhelm Rein I. und seine Gattin l« Oberndorf. Der Jubilar steht im 85. seine Gattin im 79. Lebensjahre. Beide sirck> noch so rüstig, daß sie in der Landwirt« schaft eifrig tätig sind.
FC. Montabaur, 7. Febr. Bei der demnächst in den hiesigen Waldungen stattfindende Brennholzversieigerung werden in der Zeit von vormittags 9^ bis 11 Uhr nur Einwohner der hiesige» Stadt zugelastem
FC. Freimersheim, 7. Febr. Die hiesige Jagd wurde van einer hiesigen Jagdgesellschaft zum jährlichen Pachtpreis von 2720 Mark gepachtet. Die seitherige jährliche Pacht betrug 1800 Mark.
FC. Weudelsheim, 7. Febr. Die fünf Brüder Kunz dahier, wurden mit dem Eisernen Kreuz dekoriert.
FC. Aus der Pfalz. 7. Febr. Reichsrat Franz von Buht in Deidesheim hat zur Errichtung der bei der Universität München geplanten Forfchuugsanstcrlt für Schädliugsbekärnpp fung die Summe van 100 000 SRark dem Kulturminlsteriu« überwiesen.
FC. Aus der Pfalz. 5. Febr. Zn diesem Frühjahr kan» Ludwigshafen fein 75jähriges Jubiläum feiern. Zu Anfang des Jahres 1843 genehmigte König Ludwig I. von Bayern, daß „dein bisher unter dem Namen Rheinschanze bekannte» Handels- und Hafenplatz gegenüber von Mannheim und der sich dott bildenden Gemeinde der Name Ludwigshafeu boigslegt werde." Im Jahre 1830 fiaird an diesem Platz nur das Miri^ harrs „Zum Anker", 1840 war die Ansiedlung auf 7 Häuser miß 90 Einwohner angewachfen. 1870 zählte das Gemeinwesen bereits 8000 Einwohner und heute ist Lndwigshafen die größte Stadt der Pfalz.
Mitteilung der Stüdtiicheu BetteidungssteUe.
Die Ausstellung der Bezugscheine für Wolle, Wirk-, Strick» und Schnhwaren, erfolgt jeweils Dienstags, Donnerstags und Samstags. Die Reihenfolge der Namen ist einzuhalten und zwar für
A—E in der Zeit von 8% — 9%
Z-L .> .. .. sv 2 - io$
M-^S .. .. .. „ io- 11%
T-Z „ „ .. „ HVs ab.
Wenn das verehrllche Publikum sich nach der vorsteheerde» Zeit uird Nainenelnteilung richtet, erfolgt schnellste Abfertigung.
Die Annah,ne und Abgabe von getragener Kleidung usw. in der hiesigen behördlichen Altkleiderstelle erfolgt nach wie vor Mittwoch und Samstag nachmittags von 2— 4 /»4 Uhr.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg: für den Anzeigenteil: R, Heyner^ gliedberg. Druck und Verlag der „Neue« Tageszeitung, %• G., griedbera i. H. f~


