Ormue Gefahren.
Nomon aus der Gegenwart von M. Gontard - Schuck.
32, Nachdruck uerbolcit.
Ohne die geringste Beschädigung und viel schneller, als er erwartet wurde, kam Kapitä'nleutnant von Werkheim wieder im Heimatshafen an. Das deutsche Volk aber jubelte von neuem.
„Wieder einer'" hieß es. „Unsere Tapferen an der Küste hatten scharfe. Wacht. Hüte Dich, England! Der Pfeil, der Dich in Dein falsches, verräterisches Herz treffen soll, ist geschärft!"
Man atmete auf. Das war es, was uns gefehlt hatte. Diese Männer, die unerschrocken und tapfer dem falschen Freunde endlich die Zähne zeigten. Dem falschen Freunde, der leider allzulange mit Samthandschuhen gestreichelt worden war. —
"Ich bin eigentlich ganz beschämt, daß man gar soviel Aufhebens'von unserer Fahrt macht," sagte Werkheim nach einigen Tagen zu Mittler. „Alle Zeitungen sind voll davon. Es ist doch schließlich alles selbstverständlich. Damals mit l' 9 war es was anderes. Ich kann es verstehen, daß die Aufregung groß war. Es handelte sich um den ersten Vorstoß. Aber jetzt ist's doch schon nichts Neues mehr."
„Die drinnen im Reich würden sich nicht so sehr wundern., wenn sie den Geist unserer Marine besser kennten. Wenn sie wüßten, welch grimmer Haß unsere blauen Kuugens seit Jahren beseelt."
„Sie haben recht! Man kann es merken, wenn es etwas auszuhecken gilt, was gegen die da drüben geht. Da sind sie alle dabei."
„Seit wir es wagen, auch eine Marine haben zu wollen, kann man sich drüben ja nickt genug tun mit Spotten. Waren Sie nickt damals auch dabei, als wir mit den Engländern vor Penang zusammentrafen?"
„Mit der Niobe? Nein, ich war nicht dabei. Aber ich
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weiß, was ©ic meinen. Die gfofee Schlägerei zwischen den Engländern und den Unseren. Ich war nicht draußen da- mals. Ick habe nur davon gehört."
„Na, ich war dabei. Die Engländer haben die Unseren natürlich wieder so lange gehänselt, bis sie dreinschlugen Wir Offiziere hatten mit den englischen Offizieren zusam- nien ein Essen. Na, die Herren Offiziere waren ja im ganzen etwas vorsichtiger, aber an Anspielungen auf unsere "funny little Fleet" fehlte es auch da nicht. Ter Unterschied bestand nur darin, daß wir nicht gleich mit den Fäusten dreinschlugen. Obgleich ich sagen kann, daß ich es nur zu gern getan hätte."
„Ja,. es ist schon so. Die Herren Engländer haben etwas zuviel Selbstbewußtsein und Stolz, und wir etwas zu wenig. Beides ist vom Uebel. Hoffen wir, daß sich das alles nach dem Kriege ausgleicht. Wir wollen schon das Unsere Lun, daß den Herren Vettern das übermäßige Selbstbewußtsein etwas beschnitten wird.". —-
*
Helen und Alfred saßen an einem der nächsten Tage beim Morgenkaffee, als der Bursck)e einen ganzen Stoß Zeitungen hereinbrachte, in denen die Heldentat von U 7 in allen Tonarten gepriesen und besprochen wurde.
Heleu las selten die deutschen Zeitungen, wenn ihr Gatte nicht daheim weilte, und wußte also noch nichts von dem, was vor zwei Tagen geschehen war.
. Nun schob Werkheim ihr einige Blätter zu, deren Leitartikel fett gedruckt und mit Blaustift bezeichnet waren.
Helen las. „O, Fred, das hast Du getan?" Stolz und Freude leuchteten aus ihren Augen.
Dann schien es ihr plötzlich-zum Belliußtsein zu Kimmen, gegen wen sich diese Heldentat gerichtet.
„Eigentlich ist es ja abscheulich von Dir. Hast Du denn ganz vergessen, daß das meine Landsleute waren, die Du da vernichtet hast?"
Verwandten, Freunden und Bekanntenteilen wir mit, daß Gott, unseren lieben guten Gatten, Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel
Herrn Balthasar Hofmann II.
im Atter von 69 Jahren von seinem schworen Leiden erlöst und in ein besseres Jenseits ab- gerusen hat.
Nodheim v. d. Höhe, den 5. Februar 1918.
2m Namen der Hinterbliebenen:
Margarethe Hofmann geb. Selzer . Richard Hofmann, z. Zt. im Lazarett
Emma Hofmann geb. Leonhard
und 2 Enkel.
Die Beerdigung findet Freitag, den 8. Februar, nachmittags 3 Uhr statt.
„Daran habe ich allerdings nicht gedockt," taoie er rrudr mittig spottend. „Hätte ich niir das überlegt, dann hätte ich die Besatzung der Schüfe erst höflich ersucht, ausgutteig-n che ich die Kreuzer versenkte. Ich nehme natürlich an. dach . ne ^andsteilte l oenso anständig gewesen wären und zu. nur gesagt hätten: Sehr freundlich von Ihnen, Herr Kom- Mandant. Von Rechts wegen müßten wir " jetzt die Mündungen unserer schweren Geschütze auf Sie richten und Sw auf den Grund des Meeres befördert-, aber es ist uns bekannt, daß Sie eine Landsmännin von uns zur Frau haben, deshalb tun wir e-3 nicht. — So ungefähr hast Du es Dir gedacht, nicht wahr?"
„Spotte nur! Hast Du schon an Papa gedacht? Hast Du daran gedacht, was er sagen wird, wenn er erfährt, daß gerade Du es warst, der der'englischen Flotte diesen Streich gespielt?"
„Jawohl, au den Papa habe ich gedacht.. Mit dem größten Vergnügen sogar. Bin ich nicht ein gelehriger Schüler Sir Edwards? Wie wich er stolz aus mich feml Kampf bis aufs Messer! Rücksichtslosestes Vorgehen) Je grausamer, desto besser! Das sind nur so einige Schlagworw aus seinen Grundsätzen."
„Papa! Das hätte Pasn gesagt? Das ist nicht wahr! NieinalS! Es ist unmöglich! Papa ist der liebste und beste Mensch. Und wenn er auch manchmal noch so ärgerlich war, er wurde doch bald wieder gut. Und Papa sollte so etwas sagen! Nein, das glaub' ich nicht."
„Du vergißt, Liebling, von wem Tu sprichst. Tn redest von Deinem Vater, ich aber meine Sir Edward Donglas, den Minister, den Feind Deutschlands Das darfst Du nie vergessen. Diese beiden mußt Du immer vorsichtig auseinander halten."
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Friedberg, den 5. Februar 1918.
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Friedberg, den 5. Februar 1918.
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