Graus Gefahren.
No man aus der Gegenwart von M. Gvntard. Schuck. Sl) Nachdruck verboten.
Jetzt endlich scheinen sie da oben zu erraten, welcher Feind sie bedroht.
Blindlings fegen die Schlisse über das Wasser. Doch sie suchen vergebens den argen Gesellen.
Der läßt sich nicht beirren. Vorsichtig schleicht er sich näher und beobachtet die Vorgänge. Ist es nicht möglich, noch einmal in Schußlinie zu kommen?
Aber da oben haben sie endlich den bösen Feind entdeckt. Wie wahnsinnig überschütten sie den kleinen grauen Zwerg mit ihren Geschossen, zum Glück ohne zu treffen.
Aber jetzt kommen einige Torpedobootszerstörer heran- gedampft und suchen die Fläche ab. Es heißt also, sich zurück- ziehen, will man nicht ein vorzeitiges, unrühmliches Ende finden.
Vergebens suchen die Zerstörer nach dein Feind um ihn zu rammen, er ist verschwunden. —
Doch ist es Täuschung? Kommt nicht dort das verräterische Nohr wieder zum Vorschein?
Eilig schießen sie daranf 51t, um enttäuscht zu sehen, daß sie genarrt sind. —
Weit vom Schilß kommt endlich U 7 wieder nach oben. Mit Wohlbehagen atmet die Mannschaft die kühle Morgenluft ein, als man wieder an der Oberslöche ist. Sie konnten zufrieden sein. Der kühne Husarenritt war glänzend gelungen
Die Augen des Kommandanten blitzten, in dem kräf- tigen Gesicht war keine Spur von Ermüdung.
„So," sagte er befriedigt zu Oberleutnant Mittler, „ich denke, das genügt für und. Eins gesunken und eins lahm geschossen. Dieser neue Denkzettel wird ihnen zeigen, daß ,ihre Seeherrschaft wacklig geworden ist. Sind sie die Herren aus dem Wasser, so können wic's ja unter dem Wasser sein."
Mittler lachte schadenfroh. „Heute nachmittag möckn' ich in London in Morris Wraysons Geheimzimmer sein. Ich glaub', es sind gerade keine Schmeicheleien, die er uns an- hängt."
„Soll uns verdammt wenig swren. Mir käm's mä$ Eauf an, ich machte morgen wieder so 'neu kleinen Aus- flug."
„Ha, ha! Wer weiß, ob er morgen so erfolgreich wäre. Durch Schaden wird man bekanntlich klug. Das Sprichwort kennen die Engländer auch. Besser, wir warten noch einige Tage."
Werkheim stand sinnend neben dem Kommandoturn:. ^ Y. 7 a * emlic ^ beschleunigter Fahrt an der
holländischen Küste entlang heiinwärts fuhr.
An seinem Geiste zogen noch einmal die Ereignisse der letzten Monate vorüber. Wie ein wüster Traum schien es ihm, was er erlebt.
In den ersten Junitagen waren sie in dem kleinen Landhaus an der Düsternbrooker Allee eingezogen, und schon kurze Zeit darauf begannen sich gefährliche Wolken am Politischen Himmel zusammenznballen.
Der Name Serajewo war in aller Munde. Der furcht- bare Fürstenmord, der den eigentlich auslösenden Grund zu dem Kriege gegeben, setzte alle Welt in Aufregung.
Aber obgleich aus dem Innern Rußlands Nachrichten von einer allgemeinen Mobilmachung eintrafen und obgleich auch die Franzosen scbon im Begriff standen, in Belgien ein' Zurücken, hoffte man in Deutschland immer noch, daß sich das Furchtbare abwenden ließe.
Freilich, die Hoffnung schwand von Tag zu Tag mehr. Man wußte in Deutschland, daß nur durch ein Wunder dos Allerschlimmste verhütet werden konnte.
Dieses Wunder herbeizuführen, lag allein bei England.
„Was wird Großbritannien tun?" Das war in diesen schwülen, bangen Julitagen die Frage von Hunderttausenden
Ein Wort' von England, und seine Bundesgenossen steckten das bereits gezogene Schwert wieder in die Scheide.
_ Mit tiefem Grimm dachte Werkheim an jene Tage. Er wllßte jetzt, wie sehr Harthausen recht gehabt, als er über die besseren Beziehungen gelächelt hatte.
England, dieser Schützer der Schwachen, verlangte nichts mehr und nichts weniger, als daß Deutschland ruhig zusehen sollte,^ wie das ftanzösische Heer durch Belgien marschierte, um die Deutschen am Niederrhein zu erdrosseln.
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MrJf* ungMubigem Staunen in den großen Kinderaugen land^kamdw^SwgeSbotschoften der ersten Wachen, und Eng-
J®' 6 WnL * tc - Seien Abend, wenn sie zur Ruhe ging, dachte ste^ Heute Nacht werde!, sie kommen. Heute Nacht wird Dich der Donner der britischen Kanonen aus dem Schlummer wecken! Aber nichts von alledem geschah. Eng- land kam Nlcbt.
Und obgleich sie schon bei dem Gedanken an den Kanonendonner zitterte, war sie doch enttäuscht.
England, das gewaltige, meerbeherrschends England es kam Nicht. '
„ die Wochen vergingen und England immer
noch nichts Nrchmlrches von sich zu melden hatte, da breitete M) langsam und mählich ein Umschwung in ihr vor. Sie smg an, auf die Taten der deutschen Heere stolz zu werden.
sie jetzt Wohl sagen würde, wenn sie von seiner Fahrt erfuhr? Schade, daß er nicht selbst nach Kiel konnte, um es ihr zu sagen. Möglich ja auch, daß er hrnbeordert wurde. Durch den Kgna! ging es schnell. —
Fortsetzung folgt.
Sekamrtumchrmg
Die Belieferung in
Petroleum
sst eine derart geringe, daß im Monet Februar nur Familien ohne jegliche sonstige Beleuchtung bedacht werden rönnen und kann auch an diese für den ganzen Februar nicht mehr als 1 Liter verabfolgt werden. Die Ausgabe der zum Verkauf erforderlichen Marken geschieht am Tonnerstag den 7. Febr. £918 auf Zimmer Nr. 9 des Stadt- hau'es in den üblichen Eeschä ts- ftunden gegen Vorlage der Lebensmittelkarte.
Hierbei sei noch bemerkt, daß ein Dorsprechen wegen Zuweisung von Petroleum für Flur-, Waschküchen-, Kellerbeleuchtung usw. völlig zwecklos ist, da derartige Anträge nicht berücksichtigt werden können.
Die zur Zeit gültigen Karten verlieren mit dem 7. 2. 18. ihre Gültigkeit.
Friedberg, den 4. Februar 1918. Drr Bürgermeister.
2. V.: Dam m.
Keüamllmachmrg
Ln der Zeit vom 1. Februar bis 15. Februar 1918 wird gebenden Liefen,ngsabichnitt 12 der Sußstofflarien (&lau> und ficgcn den L:e «rungssbjchnitt 3 der Süßstoffkarten „ö" (gelb) coii den Süßstoffabgabestellen Ei'.hitoft abgegeben.
Es gelangt ein Briefchen bezw. eins Schachtel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem Ib.Fcbr. verliert der Abschnitt ,2 bezw. 3 seine Gültigkeit. Nach die'em Zeitpunkt nicht abgerufene Süßfioff- mengcn dürfen von den Aogave- stellen frei verkauft werden.'
Friedbecg, den 2. Februar 1918.
Der Bürgermeister L. V.: Da mm.
Szepter
(n iv gegen Seifen karten erhältlich) wieder cingerrossen.
Philipp Disner,
Friedberg (Hessen),
Alte Bahnh.gsstraßo 13.
Ge chnittenes und gehackies l
Buchen- u. Kiefern-
Drelill-Hoh
\n Waggonladungen und Fuhren «b meinem Lager zu haben.
«. Sravlivrser ^adjfolafr,
Rteder-Wöllstaot, Frrnspr. Hit. i
Kelmurrtmachrmg
Wer den Bezug bestellter Nährmittel.
Die auf unsere Bekanntmachung vom 25. Januar ds Js. bei den Kleinhandslsgeschäften bestellten Mengen
Graupen und Teigrvaren
können von den Bestellern vom 6. Februar ab bezogen werden. Der Bezug kann nur bei den Geschäft erfolgen, bei dem die Vsstelluni angegeben wurde. Dabei ist die Nährmittelkarte mit vorzulegen. Nähr- mittelkarten ohne die betreffenden Marken berechtigen nicht , mehr zum Bezug' einzeln abgetcennte Quittungs- und Vezugsmarken sind wertlos. Es entfallen auf
Nährmittelkarie B (tot) Marke 33
Nährmittelkarte C (blau) Marke 38
je 100 Gramm Graupen zu 7 Pfg. chrmittelkarte B (rot) Marke 34 chrrnittelkarte C (blau) Marke 39
je 100 Gramm Teigwaren zu 12 Pfg.
Mit dem 11. Febr. verlieren die Marken ihre Gültigkeit. Wer die von ihm bestellten Waren bis zu diesem Zeitpunkt nicht bezogen hat, verliert den Anspruch darauf.
. Die Kleinhandelsgeschäste haben die betreffenden Quittungs- und Vezugsmarken abzutrennen und getrennt nach Nummern und Farben bei uns, auf Vestellboge-r avfgekleöt, abzuliefern.
Vis zu dem vorstehenden Zeitpunkt, also dem 11. Febr. von den Bestellern nicht abgenommene Warenmengen sind uns bis zum 12. Februar anzuzeroen. Nichtbeachtung dieser Vorschrift hat den Ausschluß von dem Vertrieb der Nährmittel zur Folge.
Friedberg, den 4. Febnrar 1918.
Stadt. Lebensmittel-Ausschnh. Lanasdorf.
BW2?.:n*=«EE3«T3aZ35B'3I
Der Kriegsaus,chust für Oele und Fette, Berlin schließt
Für Sommerrübsen, Leindotter, Mohn und Senf werden auher den lohnenden Abnahmepreisen Flächenzulaqeu, für Senf außerdem eine Drusch« Prämie, gewährt. Der Bezug von Ammoniak für Anbauer wird vermittelt. 2m Krostherzogtum kann der Anbau von Rübsen, Mohn, Dotter und Senf empfohlen werden.
Näheres durch d. Unterzeichneten Kommissionär des Krssgsausschusses :
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der hessischen landwirtschaftl. Konsumvereine e. G. m. b. H., Darmstadt.
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Affenheim, den 2. Februar 1918.
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Friedberg, den 1. Februar 1918. poriirhrr des Großh VrlsAericht«. 2. d. V.:
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Alle Mitglieder werden hierzu eingeladen.
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