Graue Gefahren.
vornan aus der Gegenwart von M. Goniard - Schuck. SOj Nachdruck verboten
;,2Tnb für unfern geliebten Kaiser?" sagte Kapitänleutnant von Werkheim. „Für unfern Kaiser, der unserer jungen Marine eifrigster Schirmherr und Förderer ist."-
Zwei Tage später.
Der ungewisse Schein eines heraufdämmernden Herbst- morgens liegt über der Nordsee. Noch hängt der Himmel düster M'd unklar über der endlosen Wasserwüfte. Nur im Osten glimmt hier und da ungewiß und rerschwo'".-nen ein heller Strobl. Ein glatte-?, graues Etwas tc-' g
gekräuselten Mögen.
^st cs ein Malfisch, der sich hierher verirrte? Der glatte, graue Leib zeigt fast keinen Ausbau. Eilig durchschneidet es die klararün schillernden Wogen.
Das ist der Seewolf im Panzerkleid. —
Als verfchimmender Streif, wie eine Fata t
B?un zunehmenden Taaesschimmcr die norwegische Kiche.aus dem leichten Dunst
Weiter geht die Fahrt.
Im Kommandoturm scharf am Ausguck steht Alfred von Werl heim. Jeder Nerv ist gespannt, kein Gedanke irrt ab. Er weg--, welche Aufgabe seiner harrt. Er weis; sie ist schwer, aber er wird sie bewältigen oder untergehen.
' '■ i''-^ ^kundungsschiffe halten die Nachricht gebracht
dah eine Anzahl feindlicher Schiffe von der Nordktiste Englands ^er in Bewegung feien. Sollten sie Lust verspüren, durch die Nordsee in die deutsche Bucht zu kommen, so war Herr von Werk, heim nicht a: geneigt, ihnen feinen Morgengruß mit echter deutscher Derbheit darzubrtngen.
Ein flüchtiges Lächeln huschte um die kräftig geschnittenen L^pen. Ah! Man war hinter den Geschmack gekommen! Kamerad Weddigens kühner Streich vor einigen Tagen forderte zur Nacheiferung auf. War es nicht möglich, daß die Sieben der Neun nachmachen konnte?
^ Fif ™ fr *** Scinc einc nnrttcn, grau-weißen Streifen Uber dem Waffcr.
'^lar znm Tauchen!" tönt fest und bestimmt der Befehl.
In kürzester Frist sind alle Deckau fdauten verschwunoen D;e wetterharten Männer in ihren ölgetränkten Kleidern bergen sich behend tm Innern des Rlesenleibes. Sämtliche Oesfnungen sind fest verschlossen. Einige Sekunden nur, und langsam beginnt der graue Leib zu verschwinden. Doch noch geht es nickt ganz in die unendliche Tiefe. Nein, nur bis zum sogenannten Flutstand, bei dem der kleine/feste Kommandoturm noch über die Oberfläche des Wassers hinausragt. —
Ein besonnener Führer wird darauf bedacht sein, das gänzliche Uiftertancken solange wie irgend möglich hinaus- zusckieben. Die Elektromotors unter Wasser laufen bedeutend langsamer als die Dieselmotore, die das Fahrzeug über Wasser treiben. Es ist ratsam, die elektrische Kraft möglichst nur für das eigentliche Gefecht aufzusparen. —
Am Skagerrak ist man vorüber. Der Leuchtturm von Stavanger grüßt gespenstisch aus der Ferne.
H 7 nimmt jetzt scharf westlichen Kurs.
Wie grauweiße Fetzen sagen vereinzelte Nebelsckwaden über das Wasser. Plötzlich weiten sich die Augen des Ko^iiMandanten. Ter Hebel fährt herum und binnen wenigen Minuten ist 17 7 im Schutz der Tiefe.
Jetzt winkt Werkheim Oberleutnant Mittler heran, damit auch er einen Blick ln den geheimnisvollen Spiegel tue
Mit einem Ausruf des Staunens fährt der zurück, denn er erblickt im ersten'Dämmern des jungen Tages ein ganzes feindliches Geschwader.
Wie sorglos schlafende Ungetüme liegen die Schiffe da.
'vM 1 Berkheims Gesicht arbeitet es. So muß dem Jäger im Tscknngel zumute sein, wenn er endlich nach nackte- langen, Marten den Tiger aus dem Dunkel des Waldes heransschleicken sieht. —
Werkheim ^ beherrscht fick. Wo ist die beste Angriffsfläche? Nur einen kann er aufs Korn nehmen, denkt er bei sich. Aber es wird geniigen. die andern zu vertagen. — Aber wenn es dock zwei sein könnten!
Treffer auf fünf bis secks, ja sogar auf acht Kilometer lasten sich erzielen, aber die Wirkung ist unsicher.
Also Ricke und ran an den Feind!
Di? da oben träumten ja noch. Tie dachten nicht an den
FE Sie vermuteten den Mick)-, noch im wurmen Bett mit der Zipfelmütze über den Ohren.
Ahoi! Er wird's euch zeigen. ' ••
Ran an den Feind.
>zetzt ist er nahe genug herangekommen.
„Alle Torpedorohre fertig!" meldet der Draht nach unten.
Hunderte d von Menschenleben sind in seine Hand ae- geben aber kern Schwanken verrät sich in der Hanltz die den ^ebel znrnckwrrft. Hier muß jede Rücksicht schneeigen. Es gilt das Vaterland.
Jetzt sind sie in guter Schußlinie.
„Los!" Unwillkürlich stößt Werkheim den Befehl vervor, als er den Hebel hernnnvirft. Und „Los!" meldet ™ -'- ra ^ zurück. Glatt fliegt das verderbenbringende Ge- ckoß aus dem Rohr. Wie ein Pfeil eilt der schlanke Silber-
L ®“ wm
Augenblicke höchster Spannung folgen. Das Arme des Kommandanten sangt sich förmlich fest am Sehrohr.
Unten atmet mühsam die Mannschaft in der dicken, von^ -^etrolenmdunsten geschwängerten Luft. Der Schweiß rinn* Die Sauerstoffgeräte arbeiten und der Aetzkalk salkgt d/e ausgesioßene Kohlensäure auf.
Hi?r begreift man die Worte des tavferen Kommundan-
u ""''gesucht gute Mannschaften können wir
brauck-en. Mannschaften, deren glühende Vaterlandsliebe mit ihrem Mnte gleichen Sckntt hält."
Jetzt ein dumpfer Schlag. Ha! EZ ist geschehen, Ter hat gelessen!
Im Spiegel sieht Werkheim den riesigen Panzer lchwanhen kurz darauf rollen dumpfe Alarmschüsse über die morgeustillen Wogen. Das Gewimmel oben ist unbelchreib. Nch. linemand weiß anscheinend, was gescheben ist. Man vermutet eine Mine. Vorsichtig damvft der zunächst liegende Kreuzer heran, um dem verunglückten Gelübrten zu belfen Ta ereil, auch ihn das Geschick. Ein Volltrefler sitzt ibm in der Seitck und zwanzig Sekunden später folgt noch ein «»lag Das . gewaltige Schiff legt schwer über und ver- sckmundot binnen wenigen Minuten in der dunklen Flut. — ftortfofeuna folat
Kclmttntmnchmig.
2n den Geschäften von:
K. Brand, ^ I. E. Michel.
F. Damm Nächst Schade & Füllgrab^
37?. Gerhard. E. Stamm,
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gelangen von Dienstag, den 5. d. Monats ab
Mainzer Handkäfe
znm Verkauf.
Gegen Abschnitt „tf“ der Brotkarte wird 1 Käse znm Preise von 22 Pfennig abgegeben.
Friedberg, den 2. Februar 1918.
Stadt. Lebensmittel-Ausschutz.
_ Langsdorf.
Am Donnerstag, den 7. Februar 1918. nachm. 2V 4 Uhr. NNdet zu ^riedüerg im Turnsaal der Auaustrnerschule (Gym. nasium) eine Bersammtung der Landwirte aus den Landwirtschans- kammerbezirken Vilbel, Frredberg, Vad-Nauheim. Butzbach und aus dem Bezirk Nidda-Echzell, soweit die Gemeinden direkie Eisendahn- oerbindung nach Fried erg haben, mit solgender Tagesordnung statt:
1. Vortrag über:
„Die LMmchW wshttiid tttiü mich Sein Krieg"
von Oekonomierat Or. Hamann-Darmstadt.
2. Aus prache.
Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein
Landwtrlfchastskammer für das Grofzherzoqtum Hessen.
Walter.
Bekanntmachung.
c. Januar 1918 ist eine Bekanntmachung Nr.
Ls.. -o92/l2 17 K. R. A., „betreffend Beschlagnahme und Beftandseihebung von sogenanntem unechten Seegras, auch Alpengras genannt, erlassen worden.
- Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amtsblättern veröffentlicht worden.
_ S ek kkmMiü üüiM lljlrrcfrp.l
Holz Versteigerung^
. öen Februar 1918, vormittags V 2 10 Uhr. werden
im Neo:er Lein laros, Diitrikt Unterwald nfe ■ inert*
70 Eichenstämme 20—36 cm. Durchmesser ^ 26 iuu ß4 eichene Pfosten 2,4 m. lang.
Echei eri Buche 18, E-che 34.
Kn ppel: Buche 10, Eiche 119.
. Neiier: Eiche 19 j A t. und 151 Stammreiser.
Zujainmenk mst am Forsthaus Beinharos. vstenheim, den 2. Februar 1918.
_ _Gräfliche Nentlammer.
BreNlil>Ij-Tkcheii|ttiilig.
«rur* N. Februar 1918, werden versteigert aus den
TUstr» ten Mauersterg und Gebrannter Kopf der Folstwartei Schwik- rcrrshau.en: ’
Scheiter: Buchen I. Kl. = 574 rm, II Kl. = 19 rm. Düppel: Buchen 109 rm. Eiche 3 rm. Knüppelreisig.
8 rm. seifig I. Durch orsiung: Buche u. Eiche --.E rm. Astretsig Buche 738 rm. Stöcke: Buche w) rm, Eiche 13 im.
Mittags 12 Uhr im Nieshchen Saale zu Litzber.. %v oI !, n wird, wolle man sich es vorhcr an-
blau unter,tnchcn-n Stumme n des Brennholz kommen vunf, Au-gewt Das Holz sitzt zum größten Teil an der Mauer,letg -traße. Nähere Auskunft erteilt der Großb. Förster Hartman n zu Cchwickartshausen (Post Orteaberg) Oberhessen. Konradsdocf. den 1. Februar 1913.
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