Ausgabe 
4.2.1918
 
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in zehn Minuten oi*$et \d, als ob nichts vorgefallen^ wM/ Dann wieder hört man Maschinengewehre hämmern.

Man !iest in der europäischen Presse von derunblutigen Revolution". Du lieber Gott! So mancher Tag hat allein in Petersburg 2000. 3000 Tote gesehen; in Moskau ist es ähnlich, und auf dem Lande herrscht aufgelegte Mordbrennerei und Bauernkrieg. Furchtbar waren die Offiziersmorde. Die Flotte ist infolge der Niedermetzelung der Offiziere nicht mehr mcmo- oerier- und kampffähig. Etwa 600 Marineoffiziere sind um- zobracht worden. Bei der Ermordung von 60 Offizieren in So bastcvol ist es grauenvoll zogegangen. Man hat ihnen die 'Augen ausgestochen, sie ins Wasser geworfen, dann die Unglück­lichen durch Belebungsversuche halbwegs wieder zu Bewußtsein gebracht und sie schließlich aufgehängt.

Irgendwie Recht gibt es für niemand. Aus eigener Kraft sich retten kann die Bevölkerung auch nicht; die Bolfchewiki allein find im Besitz von Waffen, und Maschinengewehren. Die Leute wollen Frieden. Frieden um jeden Preis, damit wieder Ordnung wird. Was er kostet, ist ihnen gleichgültig. Die Eng­länder sollen kommen, sie retten, die Amerikaner, die Franzosen, wer will; nur retten soll man sie. Am liebsten sollen die Deut­schen kommen; sie sind am nächsten, und dort, wohin sie kommen, ist von ihrem Eintreffen an Ordnung.Kommt, kommt! Auf den Knien rutschen wir Euch entgegen!" lleberall hört mau es. Ein Witzblatt bringt das Bild eines Berliner Schutzmannes, der auf einem der Hauptplätze Petersburgs Aufftellung genom­men hat. Darunter stehtUnstre Hoffnung?" Dies ist die Stimmung, wie sie ist. Mit den Bolschewik! will niemand etwas zu tun haben. Sie verfügen nur über die Hefe der Bevölke- .rung. Kein Unteroffizier ist bei ihnen geblieben. Es wäre unter seiner Würde. Kein Beamter arbeitet für sie. Mo sie gezwungen werden, in den Bureaus zu erscheinen, treiben sie passive Resistenz. Im allgemeinen aber stehen die Bureaus leer. Amch in den Ministerien. Wer irgend Luft hat, kann dort ganz nach Belieben ein- und ausgehen. Er sieht lange Fluchten von Bureaus und zum Teil kostbar mcöliert-n Zimmern voll­ständig verwaist. Alle Schränke sind offen, Papiere liegen herum, ganz wie tau Beamten der Kerenfkirepublik. die zuletzt dort hausten, sie zurückgelassen haben. Seither ist nicht mehr gearbei­tet worden. In einem Zimmer findet er ein paar Leute, rau­chend und spuckend, in eifriger ttnterhaltnng. Es ist der Herr Kommissar ron Trotz?is Gnaden mit. feinen Organen. Sie be­raten, was demnächst gesehen soll im Geschäftsgang des Amts. Befehle gibt es nicht; fever tut nur was er für richtig hält. Man begrüßt den AnkömmlingMorgen, Genosse!" Was er will, ist den Leuten gleichgültig. Niemand ftagt danach. Wenn 'er Neigung hat, kann er gleich an Beratung und Exekutive teil- uchmen. . ."

6r,it;nttr»s Sturr.

Berlin, 30. Jan. (WTB.) .Dagens Nyheter" schreibt un­ter dem 28. Januar zum Sturze Brcrtianus: Dieser hinterlistig .berechnende Staatsmann, der durh den Verrat an den bis. herigen Bundesgenossen sein Land in den Krieg mit ihnen stürzte, ist von einer gerechten Rache ereilt worden, indem er als yavplfächlichften Bundesgenossen eine Großmacht erhielt, .deren Politik an Falschheit die seine übertraf. Bewahrheitet sich die Nachricht von feinem Abgang und seiner Ersetzung durch den General, der den Oberbefehl über die rumänischen Truppen fuhrt. so dürfte der Nächstliegende Schluß der sein, daß Rumänien den Krieg fortza.setzen gedenkt und nicht beabsichtigt, an dom Separatfrieden ron Brest-Litowsk teilzus-hmen. Aber jetzt richtet es seine Waffen nicht mehr gegen seine bisherigen Feinde sondern gegen feinen Bundesgenossen Rußland. Lange kann die Lage nicht andauern. Es find die letzten Karten, die im La banpue-Spiel auf den Tisch gelegt werden.

Die StrerkbeWetzttug.

Letzte Meldungen.

Berlin, 3. Febr. Tie Acht der Streikenden ist attmafi- k'rch im Rückgang begriffe«. In den mittleren und kleineren Getrieben in Groß-Berlin ist der Streik bereits am Samstag nachmittag beendet worden. Es wird damit gerechnet, daß auch in den Großbetrieben emr Montag die Arbeiter wieder in de« Werkstätten erscheine» werden/ Auf Anordnung der Polizeibehörde ist gestern das Charlottenburger Volkshaus geschlossen worden. In diesem befanden sich ähnlich wie im Berliner Gewerkschaftshaus die Büros von Arbeiter- organisationen.

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Wie derTägl. Rdsck,." mitgeteilt wird, soll sich der Abg. Su:iucmann ain Doinrerslag bei den Voltsansammlungen in Moabit befunden haben. (Versteht sich; weit hinten!) Diese Ansammlungen Haber, bekanntlich zu Krawallen geführt.

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Kassel, 2. Febr. Da in einigen Bezirken des 11. Armee- korps, so insbesondere in Gotha imb einigen anderen thüringischen Städten, die Arbeit noch nicht ausgenommen wurde, hat der Kommandierende General eine Verfügung erlassen, daß alle am Streik beteiligten Wehrpflichtigen ein- schließlich der Beurlaubten irzrd Reklamierten, die nicht sofort öle Arbeit wieder aufnehme«, in das Heer eingestellt werden

Die AtthMüg tt» Absmtzirkikil Süftmnnn.

Die Verhaftung des Abg 2>iti«raan erfolgte am Don- «ciftag ln Treptow. Der Verhaftete wurde der Staatsanwalt, schaft vor geführt. Falls diese in dem Tatbestand die Unterlagen stir ein gerichtliches Verfahren gegeben findet, kann der Reichs­tag nach der Verfassung in dieses nicht eingreifen. Er kann weder die Enthaftung des Feftgensmmerum noch die Unter­brechung -des Strafverfahrens für die Dauer seiner Tagungen fordern, da die Verhaftung wegen Verübung eines Verbrechens traf frischer Tat"' erfolgt ist. Das Vergehen Dittmanns ist dop­pelter Art. Einmal hat er a» einer Versammlung teilgenom- men und an sie eine Ansprache gerichtet, di« nicht nur nicht ge­

nehmigt, sondern durch di« Etteikverftigung des Oberkom­mandos ausdrücklich verboten war. Er hat weiterhin in einer Ansprache cm diese Versammlung die Aufforderuirg ge- richtet,den Streik hochzuhalten". Ditimann war nun Mitglied der Streikleitung, die vom Oberkommando aufgelöst worden ist. Wie den übrigen Mitgliedern des Ausschusses, war ihm in Zusammenhang mit der Auflösung ausdrücklich untersagt wor­den. für seine Person irgendwie an der Leitung des Streiks werter teilzunehmen. Dis oben erwähnte Aufforderung an die Treptower Versammlung stellt nach der Auffassung der Polizei­organe, die sich zu silner Verhaftung veranlaßt sahen, ebenfalls einen groben Verstoß gegen eine Verfügung des Oberkomman- des dar.

Bei dieser Gelegenheit erinnern wir daran, daß es der Abg. Dittmann war, der seinerzeit die Rädelsführer der meuternden Manneinanrffchaft empfing und mit ihnen verhandelte.

ste daheim nicht Nachlassen in ihrer Pflicht, euch Munition ui'J Waffen zu liefern, die ihr so bitter nötig habt, merkt es euch, daß diese, die eure Arbeitskameraden fein sollten, euch verrieten in diesen Tagen.

N-m Felde

der GH re.

Wölfersheim. Unteroffizier Heinrich Jung, Jnf.-Regt. Nr. 168, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klaffe, und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, wurde zum Sergeanten befördert. Herzlichen Glückwunsch.

Utphe Unteroffizier Heinrich Raab wurde znm Ser» geauten befördert. Raab steht seit Ausbruch des Krieges im Felde.

'Zft es nicht Wahnsinn?

Unsere Tapferen an den Fronten stehen im Grauen des Kampfes. Alle Schrecken des furchtbarsten Krieges, den die Welt gesehen, lasten auf ihnen. Aber sie harren aus. Denn sie denken an die Heimat, an Weib und Kind und an die ganze große Hermarmee, die hinter ihnen'steht. Dieses Gedenken wärmt und ermutigt und stählt sie. Darum harren sie aus wie Helden.

Aber sin Teil der Heimarbeiter streikt. Er verläßt dis Fahne, die auch in der Heimat flattert, überall, wo Arbeit für unser Durchhalten geleistet wird Er laßt feine Stellungen, er läßt feine Kameraden draußen, die für das Vaterland, die auch für ihn leiden, bluten und sterben, Neulos im Stich!

Ist es nicht Wahnsinn?

Dreioierkel der Erde, mit den riest-nhaftesten Industrien und Naturschätzen, liefern unseren Feinden Munition. Mann gegen Mann sind unsere Tapferen draußen dem Feinde über, legen, auch einer lleberzahl. Aber wenn sie nicht schließlich trotz alles Heldentuws verbluten fallen, muffen sie Munition und immer wieder Munrtion haken. Munition Kriegsmate­rial jeder Art muffen sie reichlich, womöglich reichlicher haben, als der Feind: Dann haben sie gewonnen? Jeder Posten Munition spart, jeder Mangel kostet teures deutsches Blut! Die HoiMarrnee schasst Munition, und immer leichter wird un­seren Tapfren der Kampf, immer besseren Schutz hat ihr Blut . .

Aber ein Teil der Heimarmee streikt; er laßt die Kamera­den an der Front ohne Hilfe. Ob seine Säumnis Ströme besten deutstchen Blutes kostet, ob er den Fluch derer auf sich ladt, denen der Eisenhage! feindlicher Batterien, die wir mit mehr Mnm- ticn hätten Niederkämpfen können, den Leib zerreißt, das küm­mert ihn nickt!

Ist es nicht Wahnsinn?

In Brest-Litowsk verhandelt für Rußland ein eiskalter Lügner: Herr Trotzt!. Er log, als er behauptete, er wolle den Frieden; denn er meinte die Revolution. Er log, als er er­klärte, er wolle, da die Entente nicht mitmachte, den Sonder­frieden ncht den Mittelmächten; denn er wollte auch den nicht, sondern verschleppte die Verhandlungen, da er auf die Revolu­tion wartete, die die Mittelmächte niederwerfen sollte. Jetzt glaubt er so weit Zn sein, daß er dis Maske abwerfen und öffent» llch erklären kann, er wolle den Sonderfrieden nicht mehr. Und gerade in diesem Augenblick bricht in Groß-Berlin der Streik aus. Deutsche Arbeiter ermutigen Herrn Trotzki in seinem un­ehrlichen, blutigen Spiel. Deutsche Arbeiter helfen so den Volsthemtsten, die durch Rußland in Blut waten. Deutschs Arbeiter helfen so den Krieg verlängern, sein Elend, feine Vlutopfer vermehren!

Deutsche Volksgenossen arbeiten dem Landesfeind, der den Frieden wollen müßte, wenn er Deutschland einig und geschlos. sen sähe, der ober auf den Frieden pfeift, weil er die Revolu­tion in Deutschland zu wittern glaubt, direkt in die Hände; sie loden einen Teil der Blutschuld, die des Ruffen unehrliches Spiel auf oem Gewiffen bat, auf ihre eigenen Schultern; sie stellen sich auf Trotzkis Seite gegen Hindenburg und gegen die Arbeitskamsrade» an den Fronten, gegen das eigene deutsche Vaterland?

Ist es nicht Wahnsinn?-

Eine verlorene Schlacht.

In Regen und Schlamm, in Kälte und Rocht erwarten sie die festgesetzte Strmde des Sturmangriffs. Auf die Minute schweigt das Feuer der Geschütze, die Sturmtrupps verlaffen die schützende Deckung, in genau vorgeschriebenen Bahnen dringen sie vor und wieder setzen auf die Sekunde genau die Geschütze ein und legen einen glühenden Riegel hinter die feindlichen Schützen. Jeder bot seine Aufgabe, jeder kennt seine genau umschriebene Pflicht und tut sie. Wie das Räderwerk einer Maschine greifen die Anordnungen ineinander und keiner ver­sagt, kein Arm feiert,-mag ihm auch Tod und Verderben win­ken. S o schützen Deutschlands Krieger in treuer Pflichterfül­lung die heimische Erde in ftemdem Land, so gewinnen sie die Schlachten, ron denen die Heeresbevickkte uns melden.

Und ihre Brüder daheim, ihnen ist der stolze Lorbeer des Kämpfers versagt. Aber nicht minder wichtige Arbeit haben sie zu tun: sie müssen die Waffen schärfen, sie muffen das Rüstzeug schmieden, sie müssen die Kugeln formen, damit es denen drau­ßen nicht mangelt an der eisernen Nahrung des Krieges. Sie wissen es, jede Säumnis des einzelnen daheim bedeutet das Fehlen eines Rädchens im Uhrwerk da draußen; sie wissen es. jedes Nachlassen der heimischen Arbeit bedeutet das Versagen des notwendigen Schutzes für die Kameraden in der Front; sie wissen es. jeder Massenstreik bedeutet eine verlorene Schlacht.

Sie wissen es und sie taten es doch, in jenen schweren und schnmrzen Tagen des Januar 1918. Merkt es euch wohl, ihr Kämpfer da draußen, ihr in den Grübe« und Sappen, merkt es euch, ihr auf dem Meere und ihr in den Lüften! Während ihr einen schützenden Wall mit euren Leibern um das Vaterland legt und es denen zu Haus ermöglicht» ihrer Beschäftigung rot« im Frieden nachzugehen. während ihr ihnen den doppelten Der. dienst, den fl« erzielen, nichtsneidet^uich nichts erwartet, atz»

Ans der ^cimttf.

B. Eine Sinschrär.rung des Petroleumverbrauchs in näch­ster Zeit ist dringend nötig. Die Zuteilungen von Petroleum für den Monat Februar sind so gering, daß es nicht einmal möglich ist. die. welche ohne andere Beleuchtung sind, in o.usrei- chender Weife zu versorgen. Deshalb versieht es sich auch von selbst, daß die Familien, denen irgend ein anderes Beleuch- tungsmittel zur Verfügung steht, beim Petroleumbezug gänzlich ausznfchciden haben.

FC Friedberg, 1. Febr. Die katholische Pfarrkirche in Holz­hausen blickt in diesem Iabre auf. ihr 200jähriges Bestehen zu- rück, ebenso die Kirche der evangelischen Gemeinde daselbst.

sr. Hanau, 1. Febr. Die chemische Fabrik Leop. Cassella u. Co.. G. m. b H., in Mainkur. hat für die Zwecke der Kriegs. Patenschaft im Stadt- und Landkreise Hanau 10 000 Mark, der Direktor dieser Fabrik, Dr. Meinhard Hoffmann in Mamk'rr 5000 Mark gestiftet.

Aus Starkeuburg.

FO. Dieburg, 31. Jan Im na!)en Münster hat der Gast­wirt Löbig feit einigen Tagen fünf Pfund Spargel gestochen. Sicher eine Seltenheit in der jetzigen Jahreszeit.

> Aus Nheinhcssen.

FC. Mainz, 31. Jan. Zwischen der Wiesbadener Kroneu- brauerei A. G. und der Aktien-Eesellschaft Hofbierbrauerer SchofferhofFrankfurter Bierbrauerei in Mainz-Frankfurt schweben Verhandlungen wegen Herstellung einer Interessen­gemeinschaft. Es soll das Kontingent der Kronenbrauerei Wiesbaden auf die Schöffe:bcf-Gesellfck>ast übertragen werden. Eine Fusion beider Gesellschaften ist nicht beabsichtigt.

FC. Alzry. 31. Jan. Im 67. Lebensjahre verstarb dahier der ehemalige Beigeordnete Karl Friedrich.

FC. Worms, 31. Jan. Vor kurzem ging auf dem Wege vom Bahnhof Gimmeldingen-Mußbach zur Postagentur Gim­meldingen ein Pofibeutel mit 5000 Mark verloren. Die Hilfs­postbotin Neumann war infolge dieses Verlustes aus der Stelle entlassen worden. Nunmehr wurde festgestellt, daß die Arbei­terin Juliane Seng von dort den Postbeutel gefunden und an sich genommen hat. 3200 Mark wurden noch bei der Seng vor­gefunden.

FC. Worms, 1. Febr. Mittels Einbruchs wurden in der letzten Nacht in einer hiesigen Mililarkontine 2800 (Tiflarettcn, 500 Eigarren, 2 Fluschen Ttzein, Feingebäck und 7 Mark Bar­geld gestohlen.

Ans Kirrhessea.

FC. Gelnhausen, 1. Febr. Bei der in Unterreichenboch statt, gehabten Büraermeisterwahl wurde Bürgermeister Mattstes der bereits 10 Jahre die Gemeindegeschäfte leitet, einstimmig wiedergewahlt.

Ans HessenRassan.

FF. Wiesbaden, 31. Jan. Ein Hilfsdieustpftichtiger von hier, der an der Reoierunoshauptkasse an der Rbeinsiraße Posten gestanden, wurde auf dem Wege ins Wachtloka! vom Schlage tödlich getroffen.

FC. Wiesbaden, 1. Febr. Mehrere Jahre war die Elfe Schngen als Verkäuferin bei dem Juwelier Ernst dahier be­schäftigt. Auch nach ihrer Entlassung wurde sie ab und zu zur Aushilfe herangezoo«^ Während dieser Zeit bot sie einer an­deren Verkäuferin des Geschäfts eine Radel an. von der diele wußte, daß solche das Geschäft führe. Sie stellte fest, daß die"« Art Nadel aber nicht mehr vorhanden, sin Verkauf aber im Ver­kaufsbuch ittcht eingetragen war. Es ergab sich, daß die Söhn­gen die Nadel gestohlen und noch dazu in den Jahren 1911 bis 1916 fortgesetzt das Geschäft an Gold- und Schmuckgegen­ständen im Werte von über 4000 Mark bestohlen hatte. Nicki nur bei hiesigen Althändlern und Privaten hatte sie die ent­wendeten istkrren abgesetzt, sondern die bei Ernst gestohlenen Bijoux teilweise ihm wieder verkauft. Die 21jährige Ange­klagte gab heute vor dem Schöffena-ericht an. die Braut de« Sohnes des Geschäftsinhabers zu fein, weshalb sie stch zur Mit. nähme der Schmucksachen berechtigt geglaubt habe. Wegen Dieb, stahl erhielt sie eine Gefängnisstrafe von drei Monaten und zwei Wochen.

FC. Wiesbaden. 1. Febr. In den Elektronwerken in Gries, heim am Main hatten die dort tätigen Feuerwehrleute Josef Spachtholz und Friedrich Schneider durch Einbruch einen zwöls Meter langen Treibriemen im Werte von 3006 Mark gestohlen und 60 Pfund davon an den dortigen Schuhmacher Taver Lauf verkauft für 15 Mark. Die Sttafkammer verurteilte die Diebe zu je sechs Monaten Gefängnis. Lauf erhielt u>egen Hehlerei vier Monate. Der Heizer und Schlosser Johannes Sums wurde von der Sttafkammer in eine Zuchthausfttafe von zwei Jahren und sechs Monaten genommen, weil er in den hiesigen HotelsBier Jahreszeiten" und ..Quisifana" eine große An­zahl Herren-Anzüge, Wäsche, Pelzwerl und Damenlleider von bedeutendem Werte gestohlen hatte.

Verantwortlich für den poirtischen und lokalen Teil: Otta Hirsche!, Frledberg; fiir den Anzeigenteil: R. H ey n e t g [ Friedberg. Druck und Verlag derNeuen TageSzeittrng" ' x % <A Friedberg i.