Ausgabe 
1.2.1918
 
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U,immer 27

Freitag, -<n 1. Fekrnar 1918

11. Jahrgang.

eue Tageszeitung

Die Vytttima '' ' jeden WerNag. H°s-Im°bts- Beilagen »D.r Ka»,r -un> K-ss-n». ..Ai, S»Um»«d.«. K.,»s-P-.!-- Bei den Poltanstalten oiertettäiiiXidi '>1(1 2.40

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°^°ben. G' lulUinpson Friedberg. Kchr-iNlritunq ^^^ia ^T e ^l^ ^^eabe^J^)e!^^)^^ augT^raqc 12. Fem'precher 48. B-stUieck-Lonto Sir. «zzz. Ami ^ta.Muti a! 'El '

Lustangriff auf Paris.

Angriffe der Iialicner bei Aftago ge?cheitert. Zwei englische Unterseevsoie vernichtet. I90i)0 Tonnen versenkt. Kriegserklärung der Koffchsmiki NN Rumänien.

Sireikünsschreiinngen in Koriin.

Der deutsche GeneraMab meldet:

M. T. K. Trotzes Kaupt^uartLer» den

ZI. JauAav. AEich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die Gefechtstätigkeit blieb auf Artillerie- und Minen- «-srfer-Kämpfe an verschiedenen Stellen der Front beschränkt.

*

2l"i Weihnachtsabend und im Laufe des Januar haben Flieger unserer Gegner trotz unserer Warnung wieder offene deutsche Städte weit außerhalb des Operationsgebietes ange­griffen.

Dank unserer Abwehrmaßnahmen traten nennenswerte Verluste und Schäden nickff ein.

Zur Strafe wurde die Stadt Paris im ersten planmäßigen Luftangriff in der Nacht vom 30. zum 31. Januar mit 14 000 Kilogramm Bomben belegt. \.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Südwestlich von Asiago scheiterte ein italienischer Luftan­griff im Feuer.

Zwischen Asiago und der Brenta blieb die Artillerietatig- kett rege

Die Zahl der von den österreichisch.ungarischen Truppen ?n den letzten Kämpfen gemachten Gefangenen hat sich auf 15 Offi­ziere und 060 Mann erhöht.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Eeneralqnartiermeister: Ludendorff.

Akiend'ericht.

Berlin. 31. Jan. (MTV. Amtlich.) Abends. Auf der Hoch­fläche von Astago sind erneute Angriffs des Feindes gescheitert. Von den anderen.Kriegsschauplätzen nichts Neues.

si Der österreichische GeneraMab \\ = - meldet: - II

SBiCi?, 31. Joil WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lantbart:

Südwestlich von Astago wurde ein feindlicher Vorstoß abge- wiefen. Auf dem Ostteil der Hochfläche von Allago blieb die Gefechtstätigkeit auf lebhafte Artillerie^ämpfe beschränkt Die Zahl der in den letzten Kämpfen eingebrachten Gefangenen er. höhte sich auf 15 Offiziere und 660 Mann.

Der Chef des Generalstabev.

Das türkische Hanptgnartier jj ®==== meldet: r ü

Konstant! nep-l. 29. Ion. (MTB ) Amtlicher Tagesberlch!.

An den Dardanellen ist durch das Gefchützfsuer der Darda- Nellen-Vatterien das engli'che UnterseebootE. 14" bei Kumkale versenkt worden. Sieben Manu wurden gerettet. Einem zwei­ten englischen Unterseeboot,E 82". wurde bei Nagara das Sehrohr abgeschosien Dann wurde ein großer Oelffeck beobach­tet, so daß auch dieses Voot mit ziemlicher Sicherheit als ver­nichtet gelten kann. Durch Maschinengewehrfeuer wurde ein englisches Wasserflugzeug, System Shore, bei Nagara zum Lan­den gezwungen. Die Besatzung wurde gefangen genommen und das Flugzeug unverß.hrt geborgen. An den übrigen Fron- ten ist die Lage unverändert.

Luftangriff auf Da vis.

Die Wirkung in Paris.

P-l-»s, 39. Jan. (Amtlich.) Der Angriff feindlicher Flug- zeuge auf Paris fand in der letzten Nacht statt. Gegen 11 Uhr 30 wurde Alarm geblasen. Bomb-en wurd.-n an verschiedenen Stellen des Pariser Häusermeeres abgeworfen. Man meldet Sachschaden und Todesfälle. Vollständigere Meldungen wer­den veröffentlicht, sobald verbürgte Nachrichten cinlreffen.

Havas meldet? Hm 11 Uhr 35 Minuten nachts griffen die Abwehrgeschütze die feindlichen Flugzeuge in der nördlichen Ge­sund von Paris lräftig an. Um 11 Uhr 55 Minuten wurde ge­

meldet, daß eine Bombe auf ein Haus gefallen fei, das ziemlich ernstlich beschädigt wurde. Zahlreiche Fensterscheiben in den benachbarten Hausern wurden zerbrochen, etwas später wurde ein Abwurf anderer Bomben nicht gemeldet.

Die Luftangriffe »ruf London.

London, 30. Jan. Amtlicher Bericht über die Luftangriffe. In der letzten Nacht zwischen 10 Uhr abends und 12 Uhr 30 Minuten morgens sind von feindlichen Flugzeugen mehrere An­griffs auf London unternommen worden. In einem Falle ge. lang es den Anareifern, in die Hauptstadt einzudringen. Die erste feindliche Maschine überffog die Insel Thanet um 9'A Uhr ünb fuhr die Themse-Mündung weiter in der Richtung nach London. Sämtliche Flugzeuge wurden durch Geschützfeuer zur Umkehr gezwungen Ungefähr zur'selben Zeit flogen vier an­dere Angreifer über die Küste von Essex. Auch ihnen gelang es nicht, durch die äußere Verteidigungslinie der Hauptstadt durchzudringen. Inzwischen passierte ein einzelnes Flugzeug, das um 9A Uhr Über die Küste von Essex geflogen war, im Vo­gen Nord- und West-London und warf einige Bomben am süd­westlichen Rande der Stadt ob. Zur gle-chen Zeit ließ eine an­dere feindliche Maschine Bomben am Nordostrande der Stadt fallen, ohne jemanden zu verletzen oder Schaden anzurichten. Andere Flugzeuge, die die Küste von Ke^ * gff C j zwilchen llftr 26 und 10.50 Ubr überflogen hatten wurden auf ihrem Wege nach London an verschiedenen Stellen zur Rückkehr genö­tigt. Der Schlnßangriff. der von drei oder vier Maschinen Zwischen 1m Uhr und Mitternacht über die Ester-Küste hinweg ur^ternomm-n wurde, war ebenfalls ohne Erfolg. An verschie­denen Stellen von Kent und Estex wurden Bomben abgeworfen. aber es lagen noch keine detaillierten Angaben über Menfchen- rcrluste oder Schäden aus diesen Grafschaften vor. In den süd­westlichen Vorstädten von London wurden einige weniqe Per. scnen getroffen. Vermutlich nahmen an den Luftanoriffen un- geffibr ebensoviele Flucneuge wie in der vorherigen Rocht teil nämlich 15. Eine Anzahl unserer Flug?euoe stieg cn-r und es wurden mehrere Gefegte mit feindlichen Flugzeugen gemeldet. Einer unserer Flugzeugff'ibrer griff ein feindliches Flugzeug am nordwestlichen Ronde von London an, was zur Folge batte, daß cs feine Bomben im offenen Gelände fallen ließ und sich davon mack'te Alle unsere Flieder kebrien wohlbehalten zurück.

Rotterdam ?< ^ Neue Reuterberichte aus London schil­dern, wie bei dem Flie^eranoriff our London an» Montag- abend eine Vcmbe in eine Uptergrundbabnsiation einfchlug. in der sich zahlreiche Männer und Frauen zum Schuhe zusammetwefun- den hatten. Noch einer heftigen Explosion, die große Beton- stücke hsrnmschlenderte. brach Fe"er ans. Das ganze Gebäude war bald ein Flamchenmeer. Eine Stichflamme seüte einen Mann in Brand, der als eine brennende Fack"l ins Master ge­wälzt werden mußte, um dte Flammen zu ersticken.

10 000 Tonnen versenkt.

Berlin, 30. Jan (MTV. Amtlich.) Unseren U-Booten fie­len im mittleren und östlichen Mitte^meer kürzlich 19 000 Brutto- registertonnen Handelsschiffsraum zum Opfer. Im befond"ren wurde dadurch der Transportrerkehr nach Italien betroffen. U. a. wurden zwei grabe Dampfer aus einem durch zahlreiche- Bewacher und U-Bcoffäger gesicherten Eeleitzug heraus­geschossen.

Der Chef des Admiral st abs der Marine.

«

Berlin, 30. Ion. (MTB.) Auf den Seeverkehr nach Ita­lien wirkt nustr U-Voatkrleg geradezu verheerend. DemPo- polo Romane" vom 22. Januar zufolge schätzt der italienische F'.nanzminister Rttti den Verlust der italienischen Handels­flotte im Verlaufe dieses Krieges auf 55 v. H. Diese Entwick- l:ing erfüllt uns Deutsche mit umso größerer Genugtuung, als das Vertrauen auf die freie Schiffahrt für Italien die selbst­verständliche Voraussetzung zu seinem Verrat am Dreibunde und zum Anschluß an England bildete. Nun ftoift die Einfuhr von Kohlen. Erzen und Lebensmitteln. Die Eisenbahner und selbst die Kriegsindustrie leiden iwt. Italien ist völlig auf die Gnade Englands angewiesen, das die Front in Denetien als Nebeirkriegsfchanplatz behandelt und nur hilft, wenn Italien sich weiter für die nnelgenirützigen Pläne der Entente opfert.

Slillgelcgte Schiffahrt.

Aus dem Haag, 30. Jan. (MTV.) Das Niederländische Korrespondenz-Bureau erfährt, daß die Fahrt nach Skandina­

vien zeitweilig stillgelegt ist-. Die Maßregel soll dvrch dis

Furcht veranlaßt worden sein, daß die deutsche Marine Schiffs mit Ladungen an den niederländischen Ueberseetrust anhält, da das deutsche Prisengericht unlängst die Adresse dieser Gesellschaft für eine nicht genügende Bürgschaft dafür erklärte, detz die Maren nach .den Niederlanden bestimmt seien.

Wirkungen des H-Dooikrieaes.

Bern, 31. Jan. Der Lebensmittelkontrolleuer Lord Rhondd« envahnte in einer Rede in Newport, die deutschen Tauchboots hätten in einer Woche im Dezember drei Millionen Pfund Speck und vier Millionen Pfund Käse versenkt. Zweifellos lege der Tauchboctkrieg England bedeutende Unannehmlichkeiten und Entbehrungen auf Man müsse eben den Gürtel fester schnallen und dem Feind ins Gesicht lacken. Die Versorgung mit Vrct und Weizen sei nicht so befriedigend, da das Lebens- mittelamt wegen der schlechten Ernte in Frankreich und Italien viele amerikanische Sendungen dorthin leiten müßte. Trotzdem bestehe kein Grund zur Besorgnis.

m

Kopenhagen. 30. Jan.Finans Tidende" schreibt im An­schluß an eine Ueberstcht über die U-Bootergebnisse im Jahrs 1817 Es läßt sich nicht b>'streiten, daß der U-Bootkrieg, wenn er auch nicht so schnell gewirft hat, wie die Deutschen es berechnet haben, die Herrschaft Englands zur See untergräbt.

Englische U-Bootmeldnngen.

London, 30. Jan. Der TransportdampferAragon" (9583 Vruttoregfftertonnen Royal Mail) wurde am 30. Dezember im östlichen Teile des Mittelmeerce torpediert und zum Sinken ge­bracht. Ein britischer Torpedojäger wurde, als er damit beschäf­tigt war. die Urberlebenden aufzufischen, ebenfalls torpediert und versenkt, wie bereits tm Bericht vom 7. Januar gemel­det wird. Das Hilfskriegsschiff ..Ormanieh" (4011 Brutto- Registertonnen Khedivial Mail S. S. Co.) ist am 31. Dezember an ungefähr derselben Stelle auf eine Mine gelaufen und ge­sunken. Mil dem DampferAragon" sind vier Schiffsoffiziere, darunter der Kapitän. 15 Mitglieder der Besatzung, zehn Armee- vfsiziere und 581 Personen ums Leben gekommen, mit dem DampferOsmanieh" drei Schiffsoffiziere, darunter der Kapi­tän, 21 Mitglieder der Besatzung, keine Armeeoffiziere. 166 Soldaten und 8 Fliegerinnen. Von diesen beiden Schiffen war in der Unterhaussitzung vom 24. Januar die Rede.

Calais englisch?

Basel, 30. Jan. Der skandinavische Mitarbeiter des All­gemeinen Prestedienstes meldet: Die früher schon ausgestellte Behauptung, daß Frankreich einen Vertrag mit England auf Pachtung von Calais für 99 Jahre abgefchlosten hat, wird nun definitiv bestätigt. Calais ist von England^ auf der Landfeile wie auf der Seeseile außergewöhnlich stark befestigt und damit ganz zum englischen Hafen gemacht worderu

Der Kriegsrnt der Cniente.

Versailles, 30. Jan. (MTB. Nichtamtlich.) Der Kriegsrüß der Alliierten ist heute nachmittag zufammengetreten.

Vor ssrkion'ffri, itn der Welilront?

Matin" undEcho de Paris" melden die Abreise der Kriegsberichterstatter und der neutralen Militärattaches an di« englisch-französische Front.

Knk^rr!!!!!rWgdrrVoI!l!!rmlri orornün" Sn'ril

Be'lin, 30. Jan Folgender russischer Funkfpruch behan­delt den Bruch der Bolschewiki mit der rumänischen Regierung^ Die mit Verbrechen befleckte rumänische Oligarchie hat die Kriegshandlungeir gegen die russische Republik eröffnet. Ge­wohnt ihre Herrschaft auf Armut und Kabale und dem Blute der rumänischen Bauern und Arbeiter zu begründen, hat die ru­mänische Monarchie den Versuch gemacht, sich, ihre Gutsbesitzer uird ihre Bankiers durch die Besetzung Bessarabiens und dessen Umwandlung in einen Prellbock gegen die mächtige Strömung der russischen Revolution zu reiten. Die Verbrechen der rumä­nischen Militär- und Zirilmacht sind unzählig. Die Kommis­sare und Vertreter der russischen revolutionären Truppen wer­den verhaftet und erschollen, die revolutionären Truppen wer­den ausgehungert urrd entwaffnet. Beim Rückmarsch ins Hin-