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Abtzrwresene französische Angriffe in den Argonneu.
— 32000 Tonnen versenkt. — Tarlons DückLortt.
Der deutsche GeneraUtad /=== meldet: ---—J
W. T. B» Kvotzrs. HanpLqrrartLer. -err 2S. Januar. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Südlich von Ppern war die Kainpftätigkeit der Artillerien am"Tatze und zu einzelnen Nachtstunden lebhaft. Mit kleinen Abteilungen versuchte der EnglänNr vergeblich an mehreren Stetten in Flandern in unsere Kampfzone einzudringen.
An der übrigen Front ist die Gefechstätigkeit gering.
Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und Herzog Albrecht.
In den Argonnen nördlich von Le Four de Paris stießen französische Kompagnien nach tagsüber anhaltender Artillerie-, Wirkung am Abend gegen unsere Stellungen vor. Sie wurden durch Feuer und im Nahkampf abgewiefen.
Auf dem östlichen Maasufer und in der Gegend von Flirey lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf.
Oestlicher Kriegsschauplatz. #
Nichts Neues.
A» der
Mazedonischen vnd Italienischen Front ist die Lage unverändert.
Der Erste Ceneralquartiermeister: Ludendorff.
Abeudbericht.
Berlin, 22. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Ij Der österreichische Generalstab
"—-—— meldet:-■-
Wien, 22. Jan. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbari'
Keine besonderen Ereignisse.'
Der Chef des Cciiecalstabcs.
Der bulgarische Geneealstab meldet: =^====
Sofia, 19. Jan. (WTV.) Generalstabsbericht. Im oberen Skumbitale machten unsere Einheiten erfolgreiche Erkundungen. Line feindliche Gruppe, die sich dem SLumbiufer näherte, wurde durch Feuer zersprengt. Westlich von Prespasse, im Eer na bogen, an der Moglena und an mehreren Punkten zwischen Wardar und Doiransee zeitweilig lebhafteres Artilleriefeuer und kurze Feuerangriffe. Im Vorgelände in Gegend der unteren Struma vertrieben unsere Erkundungsabteilungen mehrere englische Jnfanterieabteilungen. Im Mardartale lebhafte Flieg er tätigkeit.
Dobrudschafront: Massenstillsland.
Sofia, 19. Jan. <WTB) Generalstabsbericht vom 19. Jan. Keine besonderen Ereignisse.
*
Sofia. 20. Jan. (MTV.) Auf Leiden Seiten des Ochrida- Secs etwas lebhaftere Feuertätigkeit. Westlich des Sees führ ten unsere Einheiten erfolgreiche Erkundungsstreifen aus. Im Cernabogcn und östlich von Dobropolje wiederholtes Artitterie- trommelfeuec. Im Süden von Huma drangen unsere Stoß- abteilunoen in die feindlichen Gräben und kehrten mit griechischen Gefangenen zurück. Im Süden dee Velasitza wurden englische Jnfanterieabteilungen, die gegen unsere Vorhuten bei Dolnipoproi und beiderseits des Vutkowo-Sees vorrückten, u.nter unser Artillcriefeuer genommen und zerstreut.
Dobrudschafront: Waffenstillstand. ^ ' J
Das türkische Hauptquartier ^ meldet:
Konstantinopel, 19. Jan. (WTV.) Amtlicher Tagesbericht. An der Palästinafront» nördlich von El Bire, schob sich der Gegner naher an unsere Linien heran und besetzte eine. Höhe südöstlich von Vura. von der unsere Sicherungen zuriickgenominen
worden waren. Ein Angriff unserer Infanterie entriß dem Feinde die Höhe sofort wieder.
Koustantinopel, 20. Jan. (WTB.) Amtlicher Tagesbericht. Keine besonderen Ereignisse.
Zur j;riens?aae.
Berlin, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Am 21. Januar lag in den Argonnen bei Four de Paris von 7 Uhr vormittags ab lebhaftes Feuer auf unseren Stellungen, das sich allmählich zu großer Heftigkeit steigerte und um 4 Uhr nachmittags in kurzes Trommelfeuer ül>erging. Bald darauf brachen mehrere französische Kompagnien zum Angriff vor. In. ihre Linien, die sich nur mit größter Anstrengung und langsam in dem aufge- u eichten Boden Vorarbeiten konnten, schlug unser vernichtendes Artilleriefeuer und Mafchinengewehrfeuer. so daß es dem Gegner nur gelang, an einer einzigen Stelle vorübergehend in unsere Stellung ei- ^bringen aus der er unter erheblichen Ver- . lüsten an Toten und Verwundeten im Nahkam.pf und tot Gegenstoß sofort wieder hinausgeworfen wurde. Ebenso wenig Erfolg hatten in Mazedonien mehrere englische Kompagnien, die gegen Vulkooo Druma vorzugehen versuchten und sich eine blutige Schlappe holten.
33000 Tonnen versenkt.
Berlin, 21. Jan. (MTB. Amtlich.) Neue U-Bootersolge auf dem nördlichen Kriegsschauplätze:
22 000 Vruttoregistertonnen.
Unter den versenktn Schiffen, von denen die Mehrzahl tief beladen und bewaffnet war, konnte der bewaffnete französische Dampfer „Magellan" (6265 Tonnen) mit Salpeterladung von Chile nach Frankreich festgestellt werden. Unter den übrigen vernichteten Schissen befanden sich zwei größere englische Dampfer.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
*
Die erheblichen Verluste der französischen. Handelsflotte spielen in den Kammervcrhandlungen häufig eine Nolle. Der Verpflegnngsminister Boret erklärte jüngst, daß die Notwendig keit bestehe, 36,7 Millionen Doppelzentner Getreide einzufüh- ren. Vor dem Kriege brauchte nur in Not- oder Mißerntejahren Brotgetreide eingeführt zu werden. Der ungeheure Unterschied ist hauptsächlich auf Verringerung der Anbaufläche. Mangel an Arbeitskräften und Fehlen von Düngemitteln zu- lückzuführen. Ter Minister erklärte, daß er nicht ohne Besorgnis in die Zuiunst sehe.
Italien vo?r l -Booten blockiert.
„Corriere della Sera" erklärt: Die Behauptung ist unwiderleglich. daß der Italien zur Verfügung stehende Schiffsraum bedrohlich unzulänglich ist. Ein Vergleich unserer Kohlen- und Cetreidebestande mit den insbesondere im Mittelmeer erfolgenden Torpedierungen fällt derart aus. daß jede Polemik verstummt. Die Mittelmächte schließen Italien mit ihren U-Booten ringsherum immer enger ein und rechnen damit, daß wir d§n neuen Kampf bereits in erschöpftem und mutlosem Zustand aufnehmen müssen. Italien lebt unter schlimmen Bedingungen. Orlando und Sonnino müssen mit Offenheit und Bestimmtheit unsere Lage in Paris und London schildern, um dort jegliches Mißverständnis und alle Illusionen zu zerstreuen.
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Die ^eiKnngen der Tauchboote.
Berlin, 21. Jap. (WB.) Das monatliche Versenkungs- ergebnis, mit dem das Jahr 1917 abschließt, ist in mehrfacher Hinsicht besonders bestreb igend. Es stellt sich um etwa 100 000 Vr.-R.°T. höher, als das des Monats November und ubertrifft auch das des September und Oktober noch um rund 30 000 Tonnen.
In folgender Berechnung soll der Versuch gemacht werden, einen zahlenmäßigen Gradmesser für die militärische Leistung unserer U-Boote für die vergangenen 11 Monate zu finden. VoNveg muß ausdrücklich betont werden, daß der Wert der Prozentzahlen nickst in ihrer reinen Höbe, sondern in ihrem Verhältnis zueinander zu suck-en ist. Nehmen wie an, daß ein Drittel des auf England, Frankreich und Italien zusammen fallenden Schiffsraumes, und zwar des gesamten sowohl für die bürgerliche als aitdf) die militärische Versorgung, — für die letztere ist etwa 35 Prozent des Ge- sanltschifssranmes zu rechnen — sich dauernd im Sperrgebiet befindet, eine. Ausnahme, .die gegenüber der Wirklichkeit
zweifellos zu hoch gegriffen ist, so erhält man folgende Pro- zentziffern des Versenkungsergebmsses von dem sich nach vorstehender Annahme im Sperrgebiet befindenden Schiffsraum, wobei die erste Reihe den Schiffsraum im Sperrgebiet 0/2 des englisch-französisch-iLalieniich benutzten Gesamt- schiffsramnes), die zweite die monatliche Dersenkungsziffer, die dritte den Anteil dieser Verfenkungsziffer an dem Sch.ffsraum im Sperrgebiet in Prozeßen darstellt:
Februar 1917
8 217 000
.781 500
9,5
März 1917
8 125 000
885 000
10,9
April 1917
7 968 000
1 091 000
13,7
Mai 1917
7 817 000
869 000
11,1
Juni 1917
7 667 000
1 016 000
13,3
Juli 1917
7 608 000
811000
108
August 1917
7 367 000
808 000
10,9
September 1917
7 200 000
672 000
9,3
Oktober 1917
7 058000
„674 000
9,5
November 1917
6 900 000
607 000
8,3
Dezeluber 1917
6 733 000
702 000
10,4
Eine ähnliche englische Statistik, dies sei hervorgehoben, kommt auf höhere Prozeutzifferu. Der Verlauf der Prozent zahlen und die Höhe des Dezemberergebnisses zeigt, daß trotz der Abnahme des Verkehrs, der erheblichen Verstärkung der Gegenwirkung, der Ungunst der Jahreszeit und der Verringerung der Dächte des Verkehrs infolge Geleitzugsbildung die militärische Leistung, die in der Prozent- zahl der Versenkung zinn Ausdruck kommt, sich nicht vermindert l>at. Eines vor allem noch kann man schließen, daß die nickst ohne Grund mit so viel Lärm in die Oeffentlichken hiuansgetragenen Behauptungen des englischen Ministerpräsidenten Lloyd George, rnan sei der U-Bootgefahr Herr geworden, die Abwehrmaßnahmen hätten nunmehr den erwarteten Erfolg gehabt, die Verluste der deutschen Flotte an U-Booten seien ungeheuerlich gewesen, einfach aus der Luft gegriffen sind, um im eigenen Lande zu beruhigen und in Deutschlaird bei den wenigen, die nickst oder nicht fest an den Enderfolg des U-Bootkrieges glauben, Mutlosigkeit und Zweifel zu erwecken, und den Gedanken der Aufgabe dieses ' gegen England einzig wirksamen Kriegsmittels, den unsere Feinde auch auf dem Wege über das neutrale Ausland zu fördern suchen, in das deutsche Volk hineinzutragen.
Die den Tatsachen so offen widersprechende Ausstreuung englischer Staatsmänner beweist von neuem, wie schwer England die „U-Bootpest" empfindet, und daß die führenden Staatsmänner unserer Gegner diesem Kriegsmittel selbst entscheidenden Wert beilegen.
Untergang S. pf. S. "Freslrm'ck
Die deutsche Meldung.
Berlin. 22. Jan. (WTV. Amtlick.) Am 20. Januar stießen türkische Streitkräfte, und zwar der Panzerkreuzer „Sultan Iavus Selim" (früher „Soeben ), der kleine Kreuzer „Midllli" (früher „Breslau") und Torpedoboote ans" den Dardanellen gegen feindliche S ckkräfte vor, die durch Fliegeraufklärung bei der Insel Jmbros festgestellt wurden. Ein großer und ein kleiner englischer Monitor wurden vernichtet, ein Transport- dampfer von 2000 T. versenkt, mehrere Hulks schwer beschädigt, die englische Signalstation an der Kephalo-Bucht zerstört. Beim Rückmarsch nach den Dardanellen ist der kleine Kreuzer „Mi- dilli" von mehreren Unterwassertreffern von Minen und Unterseebooten ßcfr fett. Der Kreuzer „Sultan Iavus Selim" faß beim Einlaufen innerhalb der Dardanellen an der Enge bei Nagara leicht fett. Er ist jetzt, wie die englische amtliche Meldung behauptet, durch schwere Beschädigungen auf Strand gesetzt.
Die türkische Meldung. v
Konstantinopel, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht:
Dardanellen: In kühnem Angriff stießen gestern der Pan» zcikreuzer „Sultan Iavus Selim" und der kleine Kreuzer „Mi- dilli" sowie Torpedoboote aus den Dardanellen vor, um feind-, liehe Streitkräfte, die bei der Insel Jmbros t festgestellt wor. den waren, zu vernichten. Zwei feindliche Monitors („Raglan* mit -1—5000 Tonnen, bestückt mit zwei 35,6 Zentimeter-Ge. schützen und der Monitor „M. 28", ein Schiff von 500 Tonnen, bestückt mit einem 23,40 Zentimeter Geschütz und einem 15,26 Zentimeter-Geschütz), ein Transportdampfer von 2000 Tonnen, eine Signalftation und zahlreich^' Munitionsdepots wurden vernichtet. Beiderseits herrschte eine rege Fliegertätigkeil. Ein feindliches Flugzcua wurde im Lriftlampfe aLseschoffrn» andere


