Gemse Gefahren.
SRoJi.on aus Der ©eQcim'ort von M. Guniarh - Schuck. 21- Flachdruck verboten.
Harlhaufen ging l.'ise durch dis mit einem Vorhang ver- schlossen^ Tür in dos nächste Zinuner, kam aber nach einigen Minuten wieder zurück.
..So, die Luft ist rein. Also, was ist los? Ihr Gesicht sagt mir, das; Sie nicht gemurmen sind, um nur eine Zigarre mit nur zu rauschen."
"Kann ick» mal Ihren Fernsprscker benutzen, Hart- l.ailscn? Mir fallt eben zu meinem Schreck meine Frau wieder eur. Ich hatte ihr versprachen, sic vonr Theater abzn- holern aber das dürfte dann doch zu spät für mich werden."
„Aber selbstverständlich! Das bedarf doch keiner Frage!"
Und dann erzählte Werkheim das Erlebnis der letzten zwei Stunden. —
Ausführlich berichtete er über alles, auch über das, was Wolfstein erlauscht hatte.
Ohne ein Wort zu sagen, hörte Harthausen zu. Auch als Werkheim geendet, schwieg er noch eine geraume Weile.
Wie in tiefem Sinnen versunken, saß er da.
Erwartungsvoll blickte ihm Werkheim in die Augen.
„Sie sagen gar nichts, Horthausen?"
„Ich bin eigentlich gar nicht so sehr überrascht über das, 'was Sie mir da erzählen, lieber Werkheim,? begann Hart- Hausen endlich. „Es bestäti-gt nur meine Beobachtungen. — Wissen Sie. die Liebe in der ätzten Zeit war mir zu groß, um nicht verdächtig zu sein. 'Ne Katze führt immer was in: Schilde, wenn sie die Samtpfötchen spielen läßt. Und dann " er zögerte einen Augenblick, um dann entschlossen forftmahren — „na, kurz und gut, ich habe ganz bestimmte Nachrichten darüber, daß etwas im Werke ist. Wo ich meine Duellen habe, das tut ja nichts zur Sache. Es genügt,' daß ich durch sie die Wahrheit erfahre. Aus dieser Quelle weiß i-ch, daß an: 20. Dezember — also in den diplomatischen
Weihnachtsserien — in Parts eine Zusammenkunft statt- gesunden hat zwischen den Vieren, von denen Sie vorhin sprachen. Ich weiß sogar ziemlich genau, um was es sich handelt. Es bestanden nur noch geringe Meinungsverschiedenheiten. Die zu beheben, sind sie nun wohl hier gewesen. Daß es ihnen gelungen ist, beweisen die Abschiedsworte mit dein Hinweis ans Par:^."
„Und was können wir tun? Sie find bei alledem so ruhig, Harthaufen."
»Ja. was sollen wir denn machen? Verhindern können wir ja doch nichts. Wir können nur aufpassen, damit wir unterrichtet sind, rnn im gegebenen Augenblick nicht unvorbereitet getroffen zu werden."
„Ist es nicht.unsere Pflicht, sofort an maßgebender Stelle darauf aufinerksan: z-u machen?"
„Zwecklos! Wir würden gar nichts erreichen! Gar nichts! Man ist von der Friedensliebe und der Freundschaft Englands im gegenwärtigen Augenblick fester denn je überzeugt. Unsere Vorstellungen würden kaum beachtet werden. Mau würde — vielleicht — eine schüchterne Anfrage wagen. Würde eine mit dem Brustton der Ueberzeugung gegebene Beruhigung erhalten, das wäre alles.
Und das Ergebnis?
Die Herrschaften würden in Zukunft vorsichtiger sein. Nein, nein, wenn man uns glauben soll, dann müssen wir schriftliche, unwiderlegbare Beweise bringen."
„Und meinen Sie, daß Aussicht ist, diese Beweise zu erlangen?"
Harthausen schwieg einen Augenblick. „Ich glaube ja. Wenigstens hoffe rch es."
Werkheim erhob sich. Er war noch immer etwas benommen von den auf ihn einstürmende:: Geschehnissen. Ueber Harthaufen war er ganz verwundert. Wie konnte man so ruhig sein, wenn so viel auf den: Spiele stand! Freilich, den: war es nichts Neues. Er war seit Jahren Diplomat. War schon in Non: und Petersburg gewesen. Er dagegen war ein Neuling.
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und Beerdigung unseres lieben Entschlafenen
Landsturmmann
sowie für die trostreichen Worte des Herrn Professor Werner in Friedüerg, für die militärischen Ehren bei der llebersührung in die Heiniat, den Schwestern des Reservelnzaretts Station Blindenanstalt, für die liebcoolte Pfleoe, Herrn Planer Fischer^für die erhebenden Worte am Grabe, dem Krjegerverein und für die Kranzspenden sagen wir unseren tiesst- gesühlien Dank.
Rodheim, den 21. Januar ^918.
3m Namen der trauernd Hinterbliebenen: KätchcR geb. Hemici.
Krkannlinachmig
Nachstehende Aufforderung bringe ich hiermit zur offen l. Kenntnis. Medöeeg.den 21. Januar 19 18 .
Der Bürgermeister.
I. V.: Damm.
Aufforderung.
Alle der Jnvalidenversicher- ckingspflicht unterliegenden Personen, die n:chr in einem ständigen Arbeitsverhältnis zu einem be- stimmten Arbeitgeber stehen, landw.Tanlöhner, Wasch- u. Laufsrauen. Näherinnen und dergl. werden hiermit aufgefordert, sich nächsten
Donnerstao, den 24.Januar 1918, und Freitag, den 25. Januar 1018, in der Zeit von mittags 1 bis 5 Uhr im hiesi"en Rathaus, Zimmer Nr. 7, einzr.fi tde.n zum Zwecke der Vorlage ihrer Quitlungstarte und zur Auslunftserteilung über Ort und Dauer ihrer Befchüitigung. wozu jic nach ü 14G(j der Reichs- verstcherungsordnung durch Geldstrafen bis zum Betrage von je 13V M.angehalten werden können.
Meyer,
Kontrollbeamter der Landesver- ficherv.ngsanstalt Gr. Hessen.
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Bad Nauheim.
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Don fetzt ab wird bei unseren Ankaufslagen' im Croßh. Hoch- banamt, Schützenrain 5 , auch
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angekauft und .zwar für den lohen Einheitspreis von 13 Pfg. für ein Gramm. Der Wert wird wie beim Goldaniauf lo'ort bar ausbezahlt. Jeder Einlieferer erhält dazu ein besonderes Gedenkblatt die eüerne Gedenkmünze kann jedoch nicht gegeben werdcn. Berittberte Gegenstände sind vom Ankauf ausgeschlossen, lönnen aber Tür den „Baterlandsdank" gespendet werden. — Die An aufslage werden besonders bekannt gemacht; der nächste ist Freitaq. den 25. ds. M nachmittags von 3—5 Uhr.
Auch die Ankaufshilfsstellen nehmen Silbersachen zur Weiter- leitunz an uns an.
Friedberg, den 18. Januar 1918.
Gold, und Silberankaufsstelle.
Dr. N i tz e r t. Haag. ,
Kekanntmachnng.
Durch die hiesigen Kleinhändler lassen wir, in der alten Post, Zimmer Nr. 7, nächsten Mittwoch, den 23- o. Mts., nachmittags von 2—3 Uhr
Remy-Reisstärke
üerfaufen,
Für jede Familie werden
100 Gramm jum Preise twn AN. 4.80 abgegeben.
Lebensmittelkarten find vorzulegen.
Von 3 Uhr ab wird der etwaige Restbeftand freihändig abgegeben.
Friedberg, den 21. Januar 1918.
Staat Lebensmittel-Ausschuß. Langsdorf.
Betr.: Den Verlauf von Rindswurst'.
Kekanntmachnng
Ich bringe hierdurch zur össeitt- liche , Kennlnis, daß am nächsten Ätittwoch, den 23. 1. Mts. von vormittags 9—11 Uhr in den Läden, der SchweinemetzHcr dahier
Rindsumrft
zur Ausgabe gelangt.
Die Neichsfleischkarten sind vorzulegen.
Auf jede Fleischkarte werden 25Erainm Rindswurst zum Preije von 11 Pfennig ausgegeben.
Die vorstehende Verkaufszeit ist genau einzuhalten.
Friedberg, den 22. Januar 1918. Der Bürgermeister.
I. V.: Dam m.
Vullenankauf.
Die Gemeinde Kaichen beabsichtigt einen 16 bis 17 Monate alten zur Zucht tauglichen Butten (Simmentaler Raffe) anzukanfen.
Besitzer solcher Tiere wollen ihre Offerten gefälligst bei Unterzeichneter Stelle einreichen.
Kaichen. den 27. Januar 1918. Großh. Bürgermeisterei Kaichen. 2. V.: Schönroolf, Beig.
Ein zweispänniger vollständiger
Wagen
zu verkaufen.
Zakob Bohrmann,
Södel.
^Warten Sie einen Aug^iblick, lieber WerkyeijN uh komme sofort wieder.'"
Geräuschlos ging er durch die Tür und dürchfchri.! das anstoßende Zinnner.
„Eck ist alles n: Ordnung," sagte er, als er zurückkam. „Wissen Sie, in unserem Beruf kann man gar nicht vorsich- iig genug sein. Jeden Menschen muß man für einen Spitzbuben halten, solange er' einen nicht vom Gegenteil überzeugt Hot. — i
Uebrigens, lieber Werkheim," fuhr er nach einer Pause fort, „ich möchte Ihnen etwas sagen, aber Sie dürfen mir meine Worte nicht übel nehmen. Seien Sie vorsichtig zu Hause.^ Ihre Frau — Sie verstehen mich! Man könnte es ihr nicht einmal verdenken, wenn Sie mitunter ein wenig neugierig wäre. —
Und Ihr Schwiegervater! — Na, ich brauche Ihnen das ja nicht zu sagen. Sie wissen selbst, daß dem alle Mittel recht sind, wenn sie nur zum Ziele führen."
Werkheim war trotz der herzlichen Worte verstimmt.
„Ich wüßte nicht, auf welche Weise meine Frau etwas erfahren könnte, was sie nicht wissen soll. Ich spreckze nie mH ihr von geschäftlichen Dingen und sonst habe ich auch nichts im Hanse, was —"
„Das ist's was ich'sagen wollte. Vorsicht mit schriftlichen Sachen. Kein alter Umschlag ist wertlos. In der Diplomatie läßt sich alles verwerten. Doch nun. kommen 'Sie, ich werde Sie noch ein Stück begleiten. Der Londoner Nebel vermittelt zuweilen ganz wertvolle Bekanntschaften."
Als sich Harthausen von ihm verabschiedet hatte, warf sich Werkheim in ein vorüberfahrendes Nuto^und fuhr nach Hause.
Es ging langsam heute abend. Der, Nebel gestattete kein rasches Fahren, und Werkheim hatte Zeit und Ruhe, die letzten Stunden noch einmal an sich vorüberziehen zu lassen.
Er pries seinen guten Geist, her ihm den Gedanken eingab, niit seiner Entdeckung zu Harthausen zu gehen. Harthausen war jedenfalls der richttge Mann dafür. Er selbst war noch viel zu unerfahren. — (Fortsetzung folgt.)
WMMMdttW üi ElnMlW.
Meiner wetten Kundschaft, sowie den Einwohnern von Friedberg und Umgegend zur Mitteilung, daß ich das seither mit Herrn Ludwig Berg unter der Firma Leißner & Berg bezeichn eie Zirnmer- geschä't allein übernommen habe und es auf eigene Rer.nung unteii meinem Name,: n eitet betreibe und bitte das mir seither geschenkte Vertrauen auch weiter bewahren zu wollen. Es rvird mein eifrigstes Bestreben sein, alle mir übertragenen Arbeiten zur vollen Zufrieden' heit auszuführen.
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