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Umnmer 18 _ Dienstag, den 22. Januar 1918 11 . Jahrgang.

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702000 Tonnen im Dezember. Uttfiöinng der gesetzgebenden Derjammlung in Unsstand.

Die Trotzki und Geno??en als Gemaltherrscher.

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W. T. K. Großes HottpLqnartier» dsrr

21 . Ionuav. Amtlich. ^

Westlicher Krisgsschauylatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Nordöstlich und östlich von Ppern, sowie an der Front von Lens dis Epehy hielt gesteigerte Artillcrietätigkeit an.

Südlich von Vendhuilles blieben bei Abwehr eines eng­lischen Vorstoße'; Gefangene in unserer Hand.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz In einzelnen Abschnitten in der Champagne und zu beiden Seiten der Maas Kampftätigkeit der Artillerien.

Nordwestlich von Reims und in den Argonnen hatten klei- verc Unternehmungen unserer Mkundunasabteilungen Erfolg.

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sichersten Angriffsmachtmittel den Krieg zu gewinnen, scheint durch die Ereignisse gerechtfertigt.

Uarmonth.

Amsterdam, 21. Jan. Ueber die Beschießung von Parmouth meTbet ein Spezialbericht von Reuter: Der größte Teil der Ein­wohnerschaft lag' bereits im Bett, als die ganze Gegend von einer stark leuchtenden Granate erhellt wurde. Dis Granaten flogen schnell aufeinander und fielen in alle Stadtteile. Mit Sicherheit konnte nicht festgestellt werden, ob die Granaten von einem U-Boot, einem leichten Kreuzer oder einem Zerstörer kamen. Die verwandte Munition war von großem Kaliber, und wenn der Angreifer ein U-Boot war, muß dieses von einem neuen Typ und eine Art Kreuzer gewesen sein. Beim Ueberfall heischte schönes Wetter bei ruhiger See. Es handelt sich offenbar um den vom deutschen Admiral-slab am 16. Januar gemeldeten Streifzug leichter Seesireitkräst-e. bei dem Hafen- anlagen unter wirksames Artilleriefeuer genommen wurden.

In den beiden letzten Tagen wurden 11 feindliche Flug­zeuge und ein Fesselballon abgeschossen.

Oest'.icher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Mazedonische Front.

Zwischen Wardar- und Doiran-Soe lebte das Artillcrie- fcuer zeitweilig auf. In der Struma-Ebene kam es mehrfach zu Vorstldkampfen, die für die ^ lmren erfolgreich verliefen.

Italic!- - . Front.

Keine besonderen Ereignisse.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Abend* ericht.

Berlin, 21. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Bon den Kriegs­schauplätzen nichts Neues.

|J Der österreichische GeneraMnö s ^.-^.'.^-.-^7 me5 cf:- l-

Wien, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver­lautbart:

Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung.

Der Chef h^s Eensralstabcs.

10000 Tonnen versenkt.

Berlin, 20. Jan. (WTB. Amtlich.) Im Südwestteile des Sperrgebietes um England fügten unsere raftkvs tätigen Unter- ^c-Beote dem Gegner einen Verlust von 19 000 Brutto-Regifter- Tonnen Handelsschiffsraum zu. Die Mehrzahl der Schiffe wurde

Acrmelkanal und St. Georgs-Kanal unter stärkster feind­licher Gegenwirkung vernichtet. Unter den Schiffen befanden sich drei größere Dampfer von über 4000 Tonnen, ein Schiff kennte als der englische DampferColmere", der mit Kohlen nach Afrika unterwegs war. festgestellt werden.

Der Chef des Admirolftabs der Marine.

702000 Tonnen Versenkt.

Berlin, 23. Jan. (Amtlich.) Durch fliegerische Maß­nahmen der Mittelmächte sind im Monat Dezember 1917 insgesamt 702,000 Brutto-Negistertonnen des für unsere Feinde ruchbaren Handelsschiffraumes vernichtet worden. Damit erhöhen sich die bisherigen.Erfolge des uneinge­schränkten U Bootkrieges ans

8,W8,000 Brutto Negistertonncn.

D e r E h e f d e § A d m i r a l st a b s d e r M a r i n e.

Kristiania. 20. Jan. (WTB) DasMorgcnbladet" schreibt in einer Kriegsübersicht über den erwarteten deutschen Angriff an der Westfront: Die Möglichkeit» für einen Durch­bruch besteht, aber scheu wenn es den Deutschen gelingt, den Btrbnndetcn einen kräftigen Gegenangriff für längere Zeit unmöglich zu «rachen, batten sie viel erreicht. Inzwischen wirkt ber U-Bootkrieg unaufhörlich weiter. Selbst wenn die Deut­schen den Landangriff ausgeben müßten, könnten sie ihren eben­so gefährlichen wie wirksamen Angriff zur See fortsetzen. Das können die Verbündeten nicht, außer, wenn sie ein Da banque- Cpiel gegen die deutsche Flottenstütze wagen wollen. ' Die Hoff­nung der Deutschen, mit den U-Booten, ihrem kräftigsten und

Die Mirrcn in NnAond.

D e Auslösung der gesetzgebenden Versammlung.

London, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) «Reuter meldet aus Petersburg vom 19. Januar. In der konstituierenden Ver­sammlung verlas Swerdlow die Erklärung der Arbeiterrechte. Diese verlangt, daß die russische Republik der Sowjets das Privateigentum abschasft und das Eigentum der Arbeiter an ihrer Arbeit und den Arbeit-zwang einführt, daß die Arbeiter bewaffnet und die müßigen Klassen entwaffnet werden, daß eine sozialistische Armee geschaffen und die Anleihen für ungültig erklärt werden. Die Erklärung schließt damit, daß die Macht ausschließlich den Arbeitern und Sowjets gehört. Matrosen mit Gewehren und Bajonett bewaffnet standen in den Gängen und zwei Feldgeschütze waren am Eingang ausgestellt. Die konsti­tuierende Versammlung beschloß mit 273 gegen 140 Stimmen die Beratung der Erklärung der Arbeiterrechte zu vertagen. Daraufhin verließen die Bolschewiki und die linksstehenden Sozialrevolutionäre den Saal. Die zrlrückgebliebenen Sozial­revolutionäre der Rechten nahmen trotz der Drohungen der be­waffneten Matrosen in aller Eile ihre Maßnahmen betreffend den Grund und Boden an, sowie den Vorschlag, an die Krieg­führenden Abordnungen zu schicken, um den Weltfrieden herzu, stellen.

Berlin, 21 Jan. Zur Sprengung der Konstituante durch die Bolschewiki sagt der ..Vorwärts": Damit bat sich ein ge­schichtliches Ereignis vollzogen, dessen schmerzliche Bedeutung nicht vettannt werden wird. Die bolschewistische Regierung hat in der Volksvertretung keine Mehrbeit gefunden und da sie auf die Macht nicht verzichten wollte, hat sie an dem Parla ngnt des revolutionären Rußland nicht anders gehandelt als der Zar an der Duma.

Stockholm» 19. Jan. (WTB.) Nach zuverlässigen Nachrich­ten aus Rußland herrscht in den Gouvernements Nowgorod, Kostroma, Wladimir. Smolensk, Moskau, besonders Ordenburg und Turkestan Hungersnot. Der Volkskommissar in Verpfle­gungsangelegenheiten hat eine Verfügung gegen die Anarchie im Verkehrswesen erlassen. Die Verpflegung der hungernden Provinzen und der Front sei bei den jetzigen Zuständen un­möglich. Die ..Rote Garde" und revolutionäre Freiwillige fol- leir die tzrdnung des Bahnverkehrs wiederherstellen.

Rotterdam, 20. Jan.'Der Korrespondent desDaily Tele­graph" in Petersburg telegraphiert: Er sei der Ansicht, daß die Konstituante bedeutungslos sei. Unter der Negierung der So­zialrevolutionäre würde das Regime vielleicht milder werden. Aber die Sozialrevolutionäre könnten die Verhältnisse des Re­gimes der Bolschewisten nicht zunichte machen, selbst wenn sie es wellten. Die große Masse schwanke augenblicklich. Die Arbei­ter und Soldaten seien heute für. morgen gegen die Volsche- wiki. Die Ernährung würde knapver, Steinkohlen fohlten. Die Schneestürine dauerten fort. Falls Not eintrete, werde die Menge sich gegen jede Macht ohne Unterschied erheben und sie Zerreißen.

Die Straßenkämpse in Petersburg.

Der Pertersburger Korrespondent des'Corriere della Sera" meldet: Zn der Nacht zum Freitag wurden Hunderte von Ver­haftungen vorgenommen. Freitag, vormittags gegen 11 Uhr. begannen in verschiedenen Stadtteilen' Straßenkämpfe mit Ge­wehr- und Maschinengewehrfeuer. Man errichtete Barrikaden. Die Soldaten der Noten Garde und bürgerliche Bewaffnete be­teiligten sich am Kampfe, ebenso wie vor einigen Tagen aus

° Kronstadt mit Schiffen einzeiroffene Matrosen. Anfänglich hatte der Kampf den Charakter eines ungeordneten Zusammen-, stoßes verschiedener Parteigruppen. Es gab bereits eine An» zahl Toter und Verwundeter. Später nahm die Heftigkeit de, Kampfes zu. Die Kolonnen der sozialrevolutionären Arbeiter, die zugunsten der konstituierenden Versammlung demonstrierten, wurden von den Leninisten mit Calvenfeuer aus Gewehre« und Bombenwürfen von den Dächern angegriffen.

Ohne Nachrichten ans Petersburg.

Basel, 21. Jan. DieDaily Mail" meldet auf Um- wegen aus Petersburg: Die staatlichen Telegraphenver* bindungeu der Petersburger Botfck-after wurden am Freitag abgeschnitten, und darum fehlen seit Samstag früh alle eng. lifchen Pressedrahtungen aus Petersburg.

Gewalttaten^der Bolschewisten..

Amsterdam, 18. Jan. (WB.) Verspätet eingetrofsen. DerNußkaja Wjedomosti" entnehmen dieTimes" Vei-^ spiele für die angebliche Gewalttätigkeit, mit der die Bolstl-e. wisten beiden Wahlen für die verfassunggebende Versamm­lung zuwerke gingen. Im Bezirke Kozlow drangen bolsthe- wistische Soldaten in die Dörfer und drohten jeden zu er­morden, der gegen den bolschewistischen Kandidaten stimme.

Der Kampf in Petersburg.

Bern, 21. Jan. (WB.) Der Petersburger Bericht- erstatter desCorriere della Sera" drahtet, daß hundert von Verhaftungen vorgenommen wurden. In verschiedenen Stadtteilen begannen Straßenkümpfe mit Gewehr- und Ma­schinengewehrfeuer. Au mehreren Stellen wurden bereits Barrikaden errichtet. Einige von Kronstadt einget rosse ne Kriegsschiffe griffen in den Kanipf ein.

Amsterdam, 21. Jan. (WB.) LautDaily News" aus Petersburg vom 18. Januar läuft das Gerücht, daß Sawinko Filonenko und Kerenfki, die bisher bei Kaledin waren, nach Petersburg zurückgekehrt ftien. In der ganzen Stadt herrscht eigentümliche Spannung, wie sie auch vor früheren Unruhen wahrnehmbar war.

Flanderns Selbständigkeit.

Brüssel, 20. Jan. (WTP.) Das zentralvlämifche Presse­bureau veröffentlicht folgende Mitteilung des Rates von Flan­dern: 1

Entsprechend dem in seinen ersten Kundgebungen vor Jah­resfrist aufgestellten Ziele hat der Rat von Flandern in feiner allgemeinen Versammlung vom 22. Dezember 1917 feierlich und einstimmig Flanderns volle Selbständigkeit beschlossen. In Verfolg dieser Erklärung legt der Rat von Flandern das ihm von der vlümischen Landestagesordnung von, 4. Februar 1917 übertragene Mandat nieder und wird sich einer Neuwahl unter­ziehen, die dem vlämischen Volk Gelegenheit geben soll, feinen Willen zu dieser Beschlußfassung des Rates kundzugebyn. Dis Kommission der Bevollmächtigten:

Professor Dr. P. Tack, A. Brys, Professor A. T. M. Joircker, Professor K. Heyndrick, Professor P. Dernienve, Professor Dr. I. de Decker, Bor Hees, Dr. Aug. Borns, Professor. S Brulez. ^

Dis {itw letzten Fra«rosen.

Eens. 21. Jan. DerMatin" schreibt zur Lloyd Eeorge- schen Rede: In ftanzösischen Parlamenkskreisen erblickt man in den Lloyd Gcorgcschen Hilferufen nach der Verlängerung der englischen Dienstpflicht bis zum 55. Jahre nur den ersten Vor­läufer einer gleichen Maßnahme für Frankreich. Darauf lie­ßen auch bestimmte Aeußerungen Elemenceaus im Heeresaus­schuß der Kammer vom letzten Mittwoch von einer restlosen An­spannung der zur Verfügung stehenden franzosifchen Mann- schaftkbestände schließen.

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Ein klinW- IjoüiiiiiiiMlfr DiaiwMl.

London, 19. Jan (WTB.) Reutermeldung. Der Note^» Wechsel zwischen der britischen nnd der niederländisthen Regie­rung wegen der Versenkung des holländischen DampfersElve" und der Beschädigung des holländischen DanipfersBermisse* auf der Reise von Westasrika nach Rotterdam durch deutsch< U-Boote wurde heute veröffentlicht. Der DampferBermisse" hatte Rufisque in Westasrika am 2. 5. 1917 verlassen und wurde am 20. 5. durch einen englischen Hilfskreuzer angehalten, der ihm Befehl gab, den Kurs auf Kirlwall zu setzen. Während das Schiff das deutsche Seosperrgebiel kreuzte, wurde es am 23. Mai von einem deutschen Unlerjeebooj angerissen und defchü-

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