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Grane Gefahren.

Stonmn ans Der Gegenwart von M. Gontard - Schuck.

2 j 'JiauSbtud verboten.

Merheim bemerkte ihre Entrüstung und raffte sich zn- fammem Er stammelte eine Entschuldigung und verab­schiedete sich ctlvps überstürzt von Lord und Lady Erskinc.

Diese Entdeckung war dock, zu wichtig, um sic einfack? zu übersehen. Er stürzte an den Fernsprecher und rief Wolf- stein, den Agenten der Botschaft, an. Er hatte Glück, Wolf­stein war in erreichbarer Nähe n in knapp zehn Minuten entstieg er einem heransausende

Also hören Sie zu. Wolfstein! sagte Werkheim eilig. Mein Schwiegervater, Lord Douglas, ist hier ini Carlton mit drei Herren und zivar dort in jenem'Zirnmer. Mir liegt nun viel daran, zu wissen, wer die Herren sind, lvann und wo sie sich verabschieden, wohin ' - d von hier begeben und

so weiter.- Möglich auch, daß Sie eai oder das andere Wort aufschnappen, waS uns von Nutzen sein kann. Ick) bleibe hier im Carlton drüben im Wintergarten, bis sie mir Be­richt erstatten, einerlei, wie lange es dauert."

Schön,.Herr Baron! Wird alles besorgt!"

Nun endlich konnte Werklieim zum Wintergarten gehe,). Er traf Helen mit ihrer Gesellschaft beim Aufbruch.

Alle überschütteten ihn mit VoNvürfen über sein langes Fortbleiben. Mit liebenswürdigsten, Lächeln brachte er hundert nichtige Entschuldigungen vor und bat nur immer wieder, sich durch ihn nicht stören zu lassen. Er würde die Herrschaften spater im Theater treffen, erst aber müsse er etwas Ordentliches essen. Er konune sonst um vor Hunger. Helen würdigte ihn kaum eines Blickes. Sie war ernstlich erzürnt. Er war doch wirklich ein rechter Barbar. Kein einziges anerkennendes Wort sagte er ihr, trotz des reizenden Kleides, das sie angelegt hatte. Schmollend ging sie endlich, ohne sich von ihn, zu verabschieden.

Mit einem Seufzer der Erleichterung ließ sich Werk­heim in einen Sessel fallen und während er dem Kellner Auftrag gab, ihm fein Essen zu bringen, beschäftigten sich leine Gedanken unaufhörlich mit den vier Diplomaten dort vorne in dem kleinen Zimmer.

Was er atz, er wußte eg kaum.

England. Rußland und Frankreich da vorne zusammen.

Es war nicht schwer zu erraten, was da verhandelt wurde. Da wollte man wohl wieder einmal in aller Freund- lichkeit dem deutschen Michel das Fell über die Ohren ziehen.

Ingrimmig warf er Messer und Gabel hin.Ter Teufel soll sie holen, alle zusaimuen! Daß sie doch auch nie Ruhe geben können!"

Kann, eine halbe Stunde mochte vergangen sein, als der Kellner ihm die Ncichricht brachte, daß ein Herr ihn zu sprechen wünsche.

»Ich komme sofort!"

Er zahlte und ging.

Schon alles erledigt, Herr Baron!" ries Wolfstein und rieb sich befriedigt die Hände.

Nun?"

Also die vier Herren kamen zusammen heraus, nach- deui zwei Autos gerufen worden waren. Der Herr nnt dem Schnurrbart es war Wisolsky aus Paris verabschiedete sich zuerst und zlvor mit den Worten:Also, meine Herren, morgen bin ich auf dem Wege nach Petersburg. Ich komme mit den weitestgehenden Vollmachten zurück, verlassen Sie sich darauf." Dann rief er dem Führer zu:Viktoriastation!" und fuhr davon. Sir Edward Douglas und die beiden anderen Herren blieben noch einige Minuten stehen. Der * mit dem Spitzbart, das war Voneanip aus Berlin und der andere, das war Prentin, der hiesige russische Botschafter. Der Pförtner rief dann ein Auto für Sir Edward Douglas und als er sich von dem Herrn mit dem Spitzbart, also von Boncainp, verabschiedete, sagte er:Also auf Wiedersehen

am 1. März in Paris." Dann rief er dem Wagenführer Straße und Numnier seines Klubhauses zu."

Schön, Wolfstein, das haben Sic gut geinacht! Ich danke Ihnen."

Einen Augenblick noch stand Werkheim sinnend an seinem Platz, dann sprang er in ein in der Nähe haltendes Auto und fuhr nach Portlandsquare. Er mußte mit jeman­den über sein Erlebnis sprechen. Jetzt Helen im Theater abzuholen und ihr Geplauder Uber sich ergehen zu lassen, war ihm unmöglich. Und dann wer konnte wissen, ob nicht Eile geboten war! Was in der Küche heute abend zu­

sammen geh raut worden, das war ganz ' ,\ t - etwas, was Deutschland schwer im Maa< liegen im, -

@3 traf sich gut Doktor .>v -shausim 'och bei seinem Abendessen. Hartha ulen wor w unter all den

Herren der Botschaft. -Er hatte sich j- m eug angeschlossen und deshalb galt sein erster Gedanke >,u wenn einer

hier den Ariadnefaden fand, so war es .ch--n.

. -Hallo, Werkheim, welchen, EpeigM von svestgeschichl- l^cher Bedeutung habe ich denn diesen Besuch zu verdanken? Haben Sie Meinungsverschiedenheiten mit der Frau Ge- mahlin gehabt und sind ausg.rifsen? Oder?"

Er hielt inne. Werkheims Züge, in denen sich noch die Erregung der letzten Stunden cchspiegelte, sagten ihm, daß etwas Besonderes vorgefallen fein mußte.

Na, einerlei was Sie zu mir führt. Sie sind^mir unter allen Umstanden willkommen."

Ich muß mit Ihnen sprechen, Harchausen. Sind wir ungestört?"

Einen Augenblick! Ich stehe sofort zu Ihrer Ber- fügung."

Er klingelte, und als der Diener erschien, sagte er: Bringen Sie eine Flasche Nauentaler 4md zwei Gläser ins Rauchzimmer, dann brauche ich Sie heute abend nicht mehr. Stehen Zigarren und Zigaretten bereit?"

Jawohl, Herr Doktor, es ist alles in Ordnung."

Es ist gut, dann können Sie gehen. '

Kommen Sie, lieber Werkheim, ich freue mich mif- rick)tig. Sie wieder einmal zu einem gemütlichen Plauder- stündcken bei mir zu haben. Seit Sie verheiratet sind, kom­men Ihre alten Freunde zu kurz.

Man kann nicht vorsichtig genug sein," fuhr er leiw fort, als sie sich in den, kleinen, gemütlichen RauckZimmer- ck)en niedergelassen hatten.Ich glaube zwar, der Kerl ist ganz anständig, aber besser ist besser.' Geld ist eine große Macht, sogar das Vaterland verkauft n,an dafür."

»Ja, .Harthausen, daß Vaterland! Wahrscheinlich dreht sich die Geschichte, rrm deretwillen ich zu Ihnen komme, auch um unser Vaterland."

Einen Augenblick noch"

Fortsetzung folak.

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Friedbeeg, den 19. Januar 1918.

Stävt. Lebensrntttel-Ausschus;. Langsdorf.

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Tie abzugebende Menge beträgt für Familien von 1 und2 Personen V 4 Pjd. und kostet 0,05 Mt.

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Die Lebensmittelkarten sind als Ausweis vorzulegen. Riluell lebende israelitische Familien und Haushal­tungen. die geschlachtet haben, oder demnächst schlachten wollen, sind vom Bezug ausgeschlossen.

Das Geld ist abgezählt bereit zu halten.

Friedberg, den 19. Januar 1918.

Stä stischer Lebensmittel-Ausschuß. Langsdorf.

tlekanntmachnng.

Am 20. 1 . 18. ist eine Nachtragsbelanntmachung, betreffend Beschlagnahme und Bestandserhebung von Baumwoll-»Seioen- und Kunstseidentüllen erlassen worden.

Ter Morllaut der Nachtragsbekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.

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