bigt. tnti» durch englische Fischdampfer nach Kirkwall emgebracht, wo es, um nicht zu sinken, auf Strand gesetzt werden mutzte. Am 26. 10. 1917 erhob der Minister für auswärtige Angelegenheiten der Niederlande Beschwerde des Inhalts, daß alle Verantwortlichkeit für die Schäden auf die englische Regierung falle, ganz abgesehen von der Ursache des Verlustes. Denn es bestehe kein Grund dafür, Schiffe in englische Hofen zu bringen und sie so zu zwingen, das gefährdete Gebiet zu durchfahren. In der Ant. wort vom 16. 11. 1917 sagte Balfour, die englische Regierung hätte erwartet, zu hören, datz die Niederlande einen heftigen Einspruch an die deutsche Regierung gerichtet hätten wegen der offenbar rechtswidrigen ' unmsnfckckichen Handlungsweise der Unterseeboote und datz diese Beschwerde aus. Anlaß der durch solche Handlungsweise verursachten Verluste gegen jene Regierung gerichtet worden wäre Das Recht der Kriegführenden, neutrale Schiffe zu prüfen und zu durchsuchen, kann nicht in Frage gestellt werden. Die Tatsache, datz eine solche Prüfung unter den jetzigen.Verhältnissen nicht auf See stattsinden kann, ist nicht abzuleugnen. Die Rechtmätzigkeit der Verschickung solcher Schiffe in einen Hafen zur Prüfung wurde tatsächlich während der ganzen Dauer des jetzigen Krieges zugestanden. Die Frage, ob die Sendung des Schiffes in einen Hafen notwendig -gewesen wäre, ist bedeutungslos, da das Recht dem kommandierenden Offizier zu dieser Entscheidung zugestanden hat. Der Schaden ist unmittelbar durch rechtswidrige Handlungen deutscher Unterseeboote verursacht Die englische Negierung kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Es ist auch kein Zweifel darüber, daß das deutsche Vorgehen, ein „Sperrgebiet" eirzu richten, in dem neutrale Schiffe ohne Warnung versenkt worden können, im böchffcm Grade rechtswidrig ist. Die englische Regierung traf mit Unbequem!- ' ' L cn für sich selbst Einrichtungen. daß neutrale Schiffe, d 'oder gewisse vernünk- tiae 0) Bedingungen annehmen, an bestimmten Punkten, außerhalb der gefährdeten Gebiete geprüft werden können. Die Schiffe, um die es sich hier bandelt, mach'en aber keinen Versuch, diese Erleichterungen zu erhalten, sondern zogen es vor, die Gefahr auf sich zu nehmen, die eintrttt. falls eine Entscheidung dabtn getroffen wird, daß sie in einem erratischen Hafen geprüft werden muffen. Die Antwort der Niederlande vom 17. 12. bestreitet die Ansicht, da^ die Krieaführenden iin^r irgendwelchen Umständen das Recht hätten, ein neutrales Schiff in einen Haien zu bringen und daß es von diesem nur guter Wille ist. der sich seines Rechts r'cht bedient 'In einer kurzen Antwort vom 31. 1-. sagte Baffour. die von der niederlöndffchen Regierung vorgebrachten Erwägungen trafen nicht die Hauptsache. nämlich daß die niederländische Regierung, obgleich die Schiffe durch eine zugestandenermaßen rechtswidrige Handlung deutscher U-Boote versenkt bego. beschädigt worden leien, ihre Beschwerde an die englische Regierung und nicht an >\c deutsche Regierung richte.
Das Ultimatum an Uumänien.
Pkt^sSm-q. 19. Seit. sWTB Nichtamtlich.) Reuter«!- düng. Erne Zeitung meldet, daß der Befehl der Volksbeauf. tränten, den König von Rumänien zu verhaften, sich bestätige. Der revolutionäre Ausschuß der neunten ruffischen Armee sandte den rumänischen Militärbehörden ein Ultimatum mit zwei Stunden Frist, in dem er freien Durchzug der russischen Truppen durch Josse verlangt. ^
Ans Angst vor dev Wahrheit.
V-rn. 20. Jan. (MTB. Das „V-rner Tagebl." vom 18. Januar bringt aus einem Privakbriefe folgendes zur Angelegenheit Caillaux: „Prioatnachrichten. die ich erhalten habe, laffen den tieferen Grund der Treibereien gegen Caillaux ziemlich scharf erkennen. Die Haupturfache der Angriffe auf den" ehe- mattgen Minister bildet die Furcht vor finanziellen Enthüllungen. die der Mann machen könnte Das ftanzösifche Finanz- gebäude stehe auf sehr schwachen ~ n. Es habe, wie übrigens im Verkehrswesen überhaupt eine heillose Verwirrung mit einer riesigen Verheimlichung der wirklichen Finanzlage Platz gegriffen. Die politischen Vertreter im In- und Auslände halten sich zum Teil einer haarsträubenden Geschäfts- gcbarung schuldig gemacht. Eine engere Partei Beteiligter nun durch Mittel der Berheimljckmng die Verwirrung und den Zusammenckurz zrr verzögern. In dieses ganze System fei »sä ©te ein Blitzstrahl schon die bloße ' cht auf einen Staatsbankerott gefahren. Caillaux sei ctU der Lage die Hauptschuldigen zu nennen. In griHter H uche nun ' die Borsenwell zweffelhaste Papiere aller Art in den dummen neu- tralen Staaten aLzuscheu und sich rasch noch große Kredite zu verswaffen.
Dazu bemerkt die Schriftleitung des Blattes: Schon junast haben wir unser Mißtrauen gegen die Frankreich und Italien W gemafyxenben Kredite ausgesprochen. Die Politiker und VaMeute die uns diese üblen Geschenke bringen, mögen zu- p:ye». wie sie uns vor Schaden bewahren. Sie tragen die Verantwortung dafür, daß immer mehr schweizerisches Kapitol ststaelegt wird. Daß wir von den Franzosen keine russischen Pap^re nehmen werden, ist ja sicher, aber niemand rveiß. wie rer Krieg ausgehen wird, und dann?
ImisMt ütchhrMöpjurchrWku.
»es Sttbwnres" Kt. 520 bringt ein* «*{„* aus den Reujohrstz-trachtungen französischer Poli- tdn d,e \m 191S für jedes J-chi der Entente den sicheren End- fic« w-trs-xen. Ein Vergleich dieser erhebenden Worte mit ten niederdrnckenden Tatsachen dürfte kann, geeignet sein, dar Vetiaoen seiner Lenker und Tröster za stärker!. So schreibt Po.yb- (Re,nach) im „Fip.ro" 19,9: „Wir kämpfen bis zum tu ■(«tmneiwa Sieg. Schon zeigt er sich am Horizont des Iah- res. aar. m»raen bepinnt." Znm Neujahr !9l7 verheisit der- selde Praphei, nnbelehrti „Nur die Gewalt kam, das Naubtie-
”'! b 8^^“ dem Jahre, da- heute estimt Charles Humbert, der inpoischea durch die Skandal- »ssare sein Ansehen eingebüßt hat, verkündet am L Jannar 19!« In seinem „Journal": ,Da, Jahr 191S wird da- prah-
L-nde Jahr fern, da» otn Albdruck bannt, da» Jahr der Er- twitttunö, der Tat, der Befreiung! Es wird so sein, well wir es wollen, weil wir entschlossen sind, es unbedingt dahin zu bringen ... Ja, 1916 wird uns das glückliche Ende des Krieges bringen, aber ein rasches und sieghaftes!" Auch Humbett ist durch diese Blamage nicht vorsichtiger geworden. Das Jahr 1917 begrüßt er unentwegt: „Heil 1917, das unsere Hoffnungen verwirklicht!"?" Gustave Herve nimmt das deutsche Friedensangebot vom Dezember 1916 zum Anlaß, um für das Jahr 1917 in seiner „Victofte" den endgültigen Zusammenbruch Deutschlands zu prophezeienf „Ich sage voraus, das Jahr 1917 wird nicht vorübergehen, ohne daß die Deutschen sich ergeben haben." Aber nicht nur unverantwortliche Journalisten ergehen sich in solchem Vorwitz, sondern das verantwortliche Oberhaupt der Republik, der Präsident Poincare, richtete Neujahr 1916 einen Offenen Brief an alle Offiziere und Soldaten Frankreichs mit der Botschaft: „Dos kommende Jahr wird euch den Triumph bringen, die Niederlage des Feindes zu vollenden, die Freude, an euren Herd heimzukehren, und das Glück, den Sieg bei euren Lieben zu feiern." Von solchen Propheten wird das franzö- sische Volk seit drei Jahren mit Zuversicht und Wahn versorgt. Solche leichtfertige Voraussagen wird man vergebens in ernsten deutschen Kundgebungen suchen, weil man hier bei allem berechtigten Selbstverttauen lieber die Wirklichkeit reden läßt.
Die Stimmung m der etlichen fronf.
Die Leiden der englischen Mannschaften, die nach ihren blutigen Niederlagen nun schon jahrelang im flandrischen Sunipft liegen, sind unbeschreiblich. Die Gräben selbst befinden sich in änfeerft schlechtem Zustand. Der Vau von Unterständen ist wegen des suinpfigen Grundes nicht möglich Nur kleine Unterschlüpfe konnten angelegt werden, deren Erdwände immer wieder einstürzen. Derbindungs- und Unterstützungsgräben befinden sich völlig unter Wasser. Ablösungen und Essenträger müssen über freies Feld, durch den schlammigen Boden ihre Wege machen; wobei sie im feindlichen Feuer täglich erhebliche Verluste erleiden. Die schlech- ten Stellungsverhältnisse sind Grund für den ungeheuer großen Abgang an Kranken. Vor allem grassiert die Erkrankung an „Grabenfüßen". Auch die Verpflegung hat sich m den letzten Monaten wesentlich verschlechtert. Zucker. Fleisch und Gemüse, Tee und Biskuit sind seltene Genüsse geworden. Da die Wasserversorgung in den vordersten Gräben schlecht organisiert ist. trinken die englischen Soldaten trotz strengsten Verbotes das Wasser aus den Granat- trichtern und waschen sich damit, was wiederum säsivere Erkrankungen zur Folge hat. Infolge dieser Zustände und der .clrweren ^rluste der letzten Monate ist die Kriegsmüdigkeit rm englrschon Heere rmmer starker geworden. Ebenso hat sich das Verhältnis zu den Franzosen dauernd verschlechtert. Niemand hat Lust, sich für Elsaß Lothringen tots'chießen zu lasten. Z»rr Hebrmg der Kriegsstimmung ist das Singen auf den Marschen emgeführt. über das man sich bei den Deutschen stets lustig machte. Zwischen Kanadiern und Australiern entstehen viele Reibrrngen, die oft in Handgranatenkämpfen zu Ende geführt werden.
EkwMgten der Wgrmnl'sien in ssßland.
Der nachstehende Brief eines estländischen Erotzgrund. besitzers. der feit dreißig Jahren mtt feinen Leute» tm denkbar besten Einvernehmen lebt und noch im Sommer 1917 feine Wirtschaft ungestört fortftihren konnte, gibt ein sehr anschauliches Bild von dem Vorgehen der Maximaliften in Estland vnd den Formen, in denen die fttitten Weisungen der derzei. ttgen Regierung in Petersburg in den baltischen Provinzen Lusgcfährt werden:
„Gestern sind wir drei mit Pferden hier angekommen, da es ausgeschlossen war, weiter zu Hause zu bleiben, weil wir die entsetzlichsten Dinge erlebten. Montag abend ver sammelten sich alle Leute und Arbeiter des Gutes im Korridor und der Küche der Arbeiter und setzten ein Protokoll auf über die Wegnahme meines Gutes zum Nutzen des Reiches, wobei mir gestattet fein soll, auf dem Gute zu verbleiben. Sie wählten darauf ein Kemktee von fünf Gliedern, welches das Gut in Verwaltung nehmen sollte. Dieses wurde mir im Kontor vergeiestn. Am anderen Tage bereuten sie schon ihr Vorgehen und wollten mich um Verzeihung bitten. Alands , erschienen die Hauptagitatoren bei mir und verkündeten, daß alles beim Alten bleiben solle, sie wollten nur von seiten des Komitees ein Protokoll auffetzen, um es den Räubern bei ihrem Erscheinen vorzuweisen. Mittwoch früh war alles wieder ruhig und die Leitte gingen an die Arbeit. Da plötzlich gegen Mittag erschienen die Hauptagitatore des Kirchspiels sowie das Gemeindekomitee, der Schmied und der Mezor, von Soldaten begleitet, riefen alle Gutsleute zusammen und «öffneten tm Speisezimmer eine Sitzung, auf dsr beschlossen wurde, mir das Gift wegzunehmeu und mir bis zum 23. August 1918 drei Zimmer im Hause zu überlassen. Die Soldaten zwangen mich in der gröbsten Weise, dirsses Protokoll zu unterschreiben, sowie sämtliche Einnahmen des Gutes, von Anfang November bis heute, dem Komitee zu übergeben, und am Donnerstag erzwange» sie Herausgabe von 2200 Rubeln, sowie meine Unterschrift, die mich verpflichtest im März den Nest von 2100 Rubeln zu bezahlen. Alles dieses rmchte ich erfüllen, da sie mich sonst nicht htmmsgelassen hättet. Die Soldaten wollten Wachen aufstellen, um ein heimliches ^«.fahren zu verhindern. Sie teilten mit, daß sie sämtliche Güter in der Umgegend übernehmen würden. Hier in der Umgegend ziehen Plünderer umher, die bereits ein- V? 5 dringen wollten. Gestern gelang es den Milizionären und Soldaten, drei von der Bande eiuzufangen. Einer war hier und ist derjenige, der vor zwei Wochen in W. den Baron S. beraubt hast — Wie st»ll das alles enden? Können wir noch auf Rettung hoffen? .. .«
Aus der obigen Darstellung geht hervor, das das un- glückliche Land weniger durch die in Raub, Brandstiftung. Plünderung und Mord bestehenden, nur ftr gewisse« Teilen der
Pioviuz verübten Greueltaten der zügellosen russischen Soldch«' teska, als vielmehr durch das methodische Vorgehen der maxs^ malistischen Zentralregierung in Petersburg zugrunde gerichtet^ wird. Es handelt sich dabei nicht um eine eigentliche Exprr>i^ priation, sondern um der: gewalsamen Raub jeglichen private»^ und kommunalen Eigentums, so daß die Früchte einer jahv-, hundertelangen Kulturarbeit im Handumdrehen vernichtet^ werden. Im übrigen ist auch die landlose estnische Bevölkerung sich anscheinend ganz klar darüber, daß das Vorgehen der Regierung ein verbrecherisches ist Das geschilderte Verhalten des' aus 5 Gliedern bestehenden estnischen Komitees stimmt mit der Nachricht des russischen Blattes „Nasch Wjek" vom 19. Dezember, überein, wonach die Regierung im Dezember genötigt war, die estnischen Agrarkomitees wegen „undemokratischer Gesinnung und Untätigkeit bei der Regelung der Enteign»ng" aufzulöseir,^
Oesterreich-Ungarn.
Eine Regiersugserklärunz an die Arbeiter. ' ;
2Bie«, 21. Jan. (WTB.) Bei einer Beratung einer Abordnung der Arbeiterschaft mit der Regierung im Abgeordnetenhause erklärte Ministerpräsident von Ceidler: Es sei der sehnlichste Wunsch des Kaisers, sobald als möglich den Krieg durch einen ehrenvollen Frieden zri beenden. Sei zurzeit nur ein Sonderfrieden mit Rußland möglich, so falle die Verant- wcrtung dafür auf die Ententemächte, die alle die wiederholten Friedensangebote der Mittelmächte ausgeschlagen hätten. Dessen ungeachtet halte die Regierung an den Zielen eines möglichst baldigen allgemeinen Friedens fefst Internationale Vereinbarungen über Abrüstung und über Schiedsgerichte böten dazu nach ihrer Ueberzeugung die geeignetste Grundlage. Da keine territorialen Erwerbungen auf Rußlands Kosten von der k. u k. Negierung angestrebt würden, würden daran auch die Friedensverhandlungen nicht scheitern. Der Bevölkerung Polens werde es überlassen bleiben, durch Volksabstimmung auf breiter Grundlage ihre staatliche Ordnung zu regeln, am besten durch eine auf breiter Grundlage gewählte konstituierende Versammlung, deren Entscheidung in voller Freiheit und ohne Beeinträchtigung durch die Okkupationsbehörden erfolgen solle. Die Forderung der russischen Regierung nach Räumung der besetzten Gebiete müsse die k. u k. Regierung freilich ablehnen, weil bei der Fortdauer des Ktteges an den anderen Fronten und angesichts der noch nicht gefestigten Verhältnisse Rußlands, diese Gebiete nick.t ohne Gefährdung der militärischen Interessen geräumt werden könnten, doch werde bei gutem Willen auf beiden Seilen sicherlich ein Kompromiß mit der russischen Re- gierung gesunden werden können. Da die Monarchie bei Lösung aller dieser Fragen sich von keinen eigennützkgen Absichten leiten ließe und bereit sei, den russischen Wünschen so weit entgegen zu kommen als die österreichischen Interessen es gestatte-, ten, hege der Ministerpräsident das vollständige Vertrauen, daß bei ebenso gutem Willen auf der anderen Seite die Verhandlungen an dieser Frage nicht scheitern würden. Die Negierung sei jederzeit berett. die gewählten Vertreter des Vol. kes Über ihre Absichten und über den Gang der Verhandlungen freimütig zu unterrichten und dadurch das notwendige Vertrauen der Bevölkerung zur ouswättigen Politik zu festigen. Zum Schluß wies der MinisterprSsident auf die am Sonnabend veröffentlichte Erklärung des Ministers des Aeußern Grafen Ezernin hin. In längeren Ausführungen legte sodann der Minister Höfer die Meßreaeln dar. die die Regierung zur Verbesserung der Ernnhrungsverhaltnisse getroffen Hatz und teilte mit. die Negierung sei fortgesetzt mit allem Nachdruck und hoffentlich nicht ohne Erfolg am Werke, durch Verhandlungen mtt der ungarischen Regierung und dem Verbündeten die Ernäh- runasverhältnlsse im einverständlichen Zusammenwirken zu verbessern Hierauf machte der Minister des Innern Graf Toggen- bura Mitteilung über die geplante Reform des Gemeindewahlrechts.
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der gestrigen Tagung des preußischen Landtags kcun auch die Polenfrage zur Sprache, wobei der Minister des Innern ganz entschieden hervorhebt, datz von einer Selbstständigkeit der b erden Provinzen Posen und West- Preußen nie und ninrmer die Rede -sein könne. Preußen bleibe ein e i n heit li che r Staat. Als der kons. Abg. Hoesch Fragen der Landwirtschaft besprach und insbesondere die Regelung der handelspolitifch7n Beziehungen nrit Rußland in den Vordergrund stellt, antwortete der LandwirtschaftSminister v. Eisenhart-Rothe: Den bisherigen Leistungen der Landwirtsck)aft kann ich nur Dank und Anerkennung zollen. Im Jahre 1918 wird der Mangel an Nahrungsmitteln wachsen, wenn nicht mit der nötigen Vorsicht vorgegangen wird. Deshalb müssen wir zu außerordentlichen Maßnahmen ^greifen. Es ist meine stete Sorge, die landwirtschaftliclre Produktion zu fördern. Mit dem Antrag auf Vergrößenrng der Kartoffelanbaufläche bin ich einverstanden. Was den Antrag auf Versorgung der Landwirtschaft mit Düngemitteln betrifft, so wird mit allen Mitteln auf Vergrößerung der Produktion von Stickstoff und Phosphor hingearbeitet. Es kann aber nn.r ein Teil davon der Lrmdwirtschast zur Verfügung gestellt werden. Unsere landwirtschaftliche Produktion läßt noch manches zu wünschen iibrig, aber rm garczen werden wir auskommen. Die Aushungerungspläne der Feinde werden ebenso scheitern, wie sie bisher gescheitert sind. Die Landwirte werden alles daran' setzen, um das Volk ausreichend mit Nahrungsmitteln zu' versorgen. Ebenso wie militärisch können wir wirtschasttich die Lage mit Ruhe betrachten. (Beifall.)
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Schieber und Geschobene.
' ^ Daß die russische Telegraphen-Agentur, also daß liAe Organ der derzeitigen Mallsthaber Rußlands, über diel deirtßh-russischen Friedensverhandlungen falsche Nachrichte».


