;fes \}t eine Warnung ftir alle» die glauben, jetzt m dieser Zeit *hci$ schilren ZU wollen."
f Und dafür, datz diese Gesellschaft den preußischen Landtag beherrschen soll, sitzt sich die Ostberbotschaft ein!
Akuskßt NölkMirWastlicher Erkemiinis.
In Frankfurt am Main, der Stadt, wo man sonst in Zahlen doch ziemlich klar zu denken weih, hat Herr Dernburg eine Rede gehalten, die sich betitelte: „Unser Friede". Der Korrespondent des „Berliner Tageblattes" berichtet darüber zwar etwas kurz, aber mit sichtlichem Wohlgefallen Drei Punkte behandelt danach Herr Dernburg: Einmal fragt er. ob Deutschlands Zustand vor dem Kriege so unerträglich war. dah seine annähernde Wiederherstellung ein Unherl sei: zum zweiten erklärt er, alle Ansprüche der Annexionisten auf Kriegsentschädigung durch Landerwerb oder Geld seren Phrase, und drittens betont er. der Heecesetar fei so hoch geworden, daß man unbedingt ab. rüsten müsse.
Auf die Frage des Herrn Dernbmgs mochten wir dahin die Antwort geben: Jawohl, der Zustand Deutschlands vor dem Kriege ist dermaßen unerträglich gewesen, daß wir seine Wiederherstellung unter keinen Umständen wünschen können. Wenn Herr Dernburg von der Krisirnstimmnng infolge der Politik der Entente nichts gehört hat. wenn er nichts davon weiß, dag die deutsche Diplomatie beherrscht war von einer ewigen Angst vor Verwicklungen mit England, dann ist er eben umsonst Staatssekretär gkwesen, dann hat er aber auch nicht das Recht, irgendwie sich als Kenner dieser Verhältnisse hiuzustellcn. Wir müssen heraus aus dieser Angst und hinein in eine Machtstellung. die eine derartige Kriicnstimmuug selbst für Politiker, denen Angst als Ersatz für eine Weltanschauung gilt, verhindert.
Zu 2 möchten wir bemerken, daß Herr Dernburg sich durchaus selbst widerlegt, wenn er. um seine Behauptung zu stützen, damit kämmt, daß z. B. der Wert der Erzbocken von Lougwy und Vriey an einem Vergleichen mit dem rheinisch-westfälische« Kohlenrevier gemessen werden könne, das auf 3606 Millionen Mark geschätzt werde. Da Herrn Dernb.urg als Direktor der Darmstädter Bank einstmals der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks-Gesellschaft nahegcstanden. so ist es nicht verwunderlich, datz er für das Deutsche Reich gerne dasselbe Geschäft wie siir die Darmstädter Bank machen möchte. Wir möchten zudem Herrn Dernburg in aller Bescheidenheit fragen, ob er bereit wäre, das westfalische Kohlenrevier für 3000 Millionen Mark, vielleicht auszahlbar in Kass^nsrhe'nen, herzugeben Den Wert gerade eines Kohlenbeckens nach Mark und Pfennig abzuschützen, ist doch vom nationalökonomi chen Standpunkt — man verzeihe den Anskruck. ein ziemlicher Lnstnn. Was Kohle und Erze für die gesamte Volkswirtschaft bedeuten, hat gerade dieser Krieg erwiesen. Nicht auf den Abschälsungswert kommt er an. sondern darauf, welchen Wert etwa das Kohlenbecken von Longu y- Briey für die gesamt« Volkswirtschaft darsteüt. Herr Dernburg sagt, um einen Vergleich ungefähr zu geben, es ist dasselbe, wenu ich. bet dem heutigen Kartensystem, einem Jungen drei Pfennig für eine Schrippe oder die Cchrirpc selber in die Hand drücke. Vielleicht können wir nun gewissen Volkswirtfchaftlel-n das Märchen von den beiden Brüdern zur Beachtung empfehlen. Der Sack mit dem harten Zeug — es waren nicht eiirinal Kaffen, scheine — hat stch viel weniger als nützlich erwiesen als der Sack mit de« Nüffen. Auf derselben Höhe steht feine Erkenntnis des Wertes unserer früheren Kolonien. Gerade hier aber zeigt sich, dah das Denken in abstrakten Zahlen, das Herrn Dernburg liegt, durchaus nicht den Tatsachen gerecht wird, ja die Dinge einfach «ruf den Kopf stellt. Hat vielleicht Herr Dernburg als Staatssekretär im Kolonialainl niemals etwas gehört von dem Ver. kauf von Samoa um Geldeswert. und wie wenig man nachher in Deutschland von der Richtigkeit dieses Verkaufs an die Amerikaner überzeugt war?
Heber den dritten Punkt der Ausführungen des Herrn Staatssekretärs a. D. können wir Leicht hinweggehen. Wir kauchen nur auf die Tatsache hinzuweisen. daß vor Kriegsbeginn dieselben Derechnunaen gang und gäbe waren: daß man damals gerade auf Grund der hier von Dernburg als funkelnagelneue Weisheit vergetragenen Sätze der Meinung v ar, ein Krieg könne höchstens hundert Tage dauern, da es kein Volk gäbe, desien Volkswirtschaft länger die Kosten eines modernen Kriege» vertragen könne.
Verschiedenes»
Gin bestohlener Konnnnnalvcrbund. Umfangreiche Butterdiebstähle zum Schaden des Kom- nrunatverbandes Kaiserslautern-Stadt beschäftigten in einer a»sgedehnten Sitzung die hiesige Strafkammer, die insgesamt gegen 14 Personen zu verhandeln hatte. Die Angeklagten standen töte im Dienste der Stadt nd waren bei der Lebensmittelverteilung beschäftigt, teils sind es Kaufleute und Händler, die die gestohlene Butter weiterverkauft haben fallen. Die Aufdeckung der Unterschleife hatte s. Zt. in der ganzen Bevölkerung großes Aufsehen erregt, da die Lebens- mittelverhältnisse der Stadt nicht die besten waren. Die schuldigen Angestellten fingen rmt kleinen Quantitäten an und steigerten diese bis zu Paketen von zehn Pfund und mehr. Ein Teil der Butter wurde von den Angeklagten selbst verbraucht, ein Teil zum Preise von Mark 2,-50 pro Pfund an Händler abgegeben, die ihrerseits unter der Hand das Pfund zu vier und fünf Mark verkauften. In der Verhandlung war der Hauptangeklagte geständig, er gab zu, ettva 5—G Körbe Billter zu je 50 Pfund entwendet zu haben» Die meisten anderen Angeklagten verteidigten sich mit der Erklärung, andere Angestellte hätten es öbenso ge mackst, alle hätten Butter entwendet. Ein Zeuge bekundet, daß ein An- geklagter sich dahin geäußert habe, er verdiene ja mit der vor den Kopf geschlagen zu werden, lvenn er nicht auch so bandeln würde. Auf die Frage des Vorsitzenden, wes- halb man den Betrügereien nicht eher auf die Spur gekom- nren sei. erwiderte der Staütsekretür. daß dies sehr schwierig
dmntt rechnen müsse, daß durch Verteilen,'Eintrocknen usw. ein beträchtlicher Schwund entstehe. Das Gericht sprach fünf Angeklagte frei und verurteilte den Hauptschuldigen zu 2 Jahren Gefängnis, seinen Hauptabnehmer, eine Frau wegen Hehlerei zu einem Jahr Zuchthaus. Die übrigen Angeklagten kamen mit Gefängnisstrafen unter einem Jahr davon.
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Znm <cndlremvf.
^ Wir beten dreimal in des Jahres Kreise Die Hand zum Frieden, zu der Völker Glück Dreimal erklang der Engelbotschaft Weise \ Und dreimal klang ter Hölle Fluch zurück.
Die Flammenschrift erlosch, die an die rveitze Marmorne Wand schrieb, warnend das Geschick Me die. die einst auf Babels stolzer Veste < Belsazar zittern ließ und seine Gäste.
Erzittre. England. Babylon der Meere?
Ersittre Frankreich, deine Spunde nabt.
Schon zieht von Ost*die graue Flut der Heere Zum heißen Sichelfest, zur blnt'gen Mabd.
Die Schwerter blank, geladen die Gewehr«
Und der Geschütze Mund und Eisensaat Wird jetzt in Blitz und Wettern m euch sprechen * - Und euren Trotz zermalmen und zerbrechen.
Gefreiter V., Jnfanterie-Regt. Nr.
Vom Eandtaa.
Da^w.-tadt» 15. Jan. Die. Zweite Ständekammer ist ans nächsten Mittwoch, d-.-n 22 Januar zu ihrer 19 Sitz.mg einberufen. Als erster Punkt der Tagesordnung s. hr die R.-gieririws- rorlage betr den Gesetze atrvurs über die Abänderung und Er- garrzunq des Gesetzes über die Laudt^smahlen. Ferner wird ein Mitolicd siir den aus dem Lauerubuud au sgefchtt denen Ab- (-u "i'teii Wolf-Srodeckcn in den Zweiten Ausschuß ;u wählen sein. Ferrer stehen noch etwa 16 Gegenwände. die jpruch- reif sind, zur Beratung. Bo'-aussichtlich dürr en die Verhandlungen zwei bei drei Tage in Anspruch nehmen.
Der Zweiten Kammer sind ferner außer verschiedenen Aus- fchutzberichtcn verschiedene Drncksirchsn zu gegangen, darunter ein Airtrag Köbler betr. die Kohlenvcrforguna Er foidort dar«n. datz von der Regierung entsprechende Sck.ritte geschehen, damit rm Frühjahr und Sommer Gemeinden wie Behörden und die Kohlenhändler sich in ereigneter Wc-e eindeckon können und mit Hille der Schiffahrt wie der Dahn hinreichende Vorräte erbak- ten. damit Schwierigkeiten, wie sic jetzt vorhanden sind, vermieden werden.
Ein dringlicher Antrag Dorsch ersucht die Negierung um geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der bestehenden Salz- kalamiiät. damit auch die Fleisck^oersergmrg während des Sommers nicht notleldet. Derselbe Abgeordnete ersucht die Regierung um die notwendigen Schritte, damit eb-nfo wie die Militärbehörden auch die übrige Bevölkerung ausreichende Alengen Holz aus den Gemeiudewaldun"en erhalten
Abg Wiegand ersucht die Regierung um kkebernahme der Bürgschaften für zweite Hupstheken damit der Wohnungsbau unterstützt und die zu befürchtende Wchnunusnot nach Möglichkeit unterbunden werde
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AEagequkttunoen. Die Landesversichrrunasavstakt Erotzh. Heffen ersucht uns darauf hinzuweisen, datz die Empfänger einer Jnvaliden-Witwen- oder Mtwerrentr aus der Invalidenversicherung die notwendigen Zulagequiltungen erst in der letzten Woche des Monats Januar, oder aber erst bei Beglaubigung der Renlenguiltunaen am 1. Februar erhalten können. Die Zulagequittungen können in den Landgemeinden nur bei den Grvßh BürgerwListsreien und in den Städten bei den zuständigen Polizeirevieren in Empfang genommen werden. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, datz auch diesinigen Rentenempfänger, welche die Rente von einer anderen Versicherungsanstalt als der Versicherungsanstalt Nr. 2b (Versicherungsanstalt Grotzh. Heffen) beziehen, sich mit den notwendigen Vordrucken Mi versehen haben. In diesen Fällen ist auf der Zulage- quitturrg die Versicherungsanstalt Nr. 25 in dre betreffende Nr. auf der zugehörigen Rentenquittung handschriftlich entsprechend zu ändern.
Frkcdberg. (Eingesandt.) Zur Neuregelung der Fleischverteilnng wird uns ans Verbraucherkreisen geschrieben' Tin aller Erfahrungssatz lehrt: Wo ev einen nicht juckt, soll man nicht kratzen. In unserer Lebensmittelversorgung handelt man aber nicht danach, fortwährend wird geändert. auch wo es gar nicht notig erscheint. Unsere Fleischverteilung in Friedberg war doch so gut eingerichtet, als man es unter den heutigen Umständen verlangen konnte. Da kam vor etwa vier Wochen plötzlich eine Neuordnung unb nnuum? Damit bet: 'öden Gleichmacherei, die ja überall herrscht, Genüge geschehe. Es sind hier nämlich einige Schweinemetzger. die durch den Mangel an Schlachtfchwenren wenig zu tun haben. Cs wäre ja nun ganz schön, wenn für diese Leute auch gesorgt würde: aber es ist garnicht so schlimm, wie es aussieht. denn die Betreffenden sind gewissermaßen nur Metzger im Rebenbetrieöe und iu der Hauptsache Wirt. Trotzdem sie niemals Rinds- oder Kälbermetzger gewesen sind, wird ihnen jetzt Kalbfleisch zugo. teilt. Der grotze Nachteil für die Verbraucher aber besteht darin, datz vun Familie,;, die schon 20—30 Jahre bei ihrem Metzger Kunden gewesen sind, fürs Kalbfleisch einen neuen Metzger suchen müssen. Um Fleisch zu holen, müssen sie jetzt bei zwei Metzger laufen, doppelt bedrückend in der heutigen Zeit, wo man mit allen möglichen Gängen, um sein bißchen Essen zu bekommen, schon übergenug zu tun hat. Es kommen aber noch mehr Nachteile in Betracht. Gs können UmstSiHe ein treten, z. B. Krankheit. daß der Kunde einmal nur Kalbfleisch haben will. Jetzt geht das nicht mehr, weil der neue Metzger mit de«
Hevesen sei, da marr.bei dem.KEefsch^.^§Wnen^mv-:IkM^
tonnte der Metzger ausheifen, üenu er konnte mit Rinds- unh Kalbfleisch ab- und zugeben Jetzt kommt es vor. daß der neu-i Metzger, dem oft nur 60—35 Pfund zugeieilt werden, Kalbfleischj von minderer Beschaffenheit erhält, die Kundschaft kauft dan»! lauter solches, während der größere Metzger das minder gu^ Fleisch auf das ganze verteilen und durch gu^es ersetzen konnte. So finden wir in der ganzen Verordnung aber auch gar nichts was für den Verbraucher nützlich wäre. Der Verbraucher ha^ nur Nachteile und vermehrte Arbeit dcnnrt. Die Verordnung ist wieder ein Beispiel dafiir. datz der deutsche Michel ein guter; .Kerl ist. der geduldig alles mit sich akckangen läßt.
FC. Düdingeu. 15. Jon. Dem Müller Adam Hcrman« Naumann in Kefenrod wurde das Eiserne Kreuz Erste» Klasse verliehen. '
FC. Schotten. 15. Jan. Die Mühle des Konrad Knätz 12. in Sellnrod und Ne des Ludwig Schnabel in Wohnfeld wurde» wegen lluzuverlässigkeit ihrer Besitzer bis auf weiteres geschlossen.
8r. Hanau. 15. Jan. Der 18 Jahre alte Pulverhllfsarbeitee Heinrich Kaufmann aus Rückingen hate am Bahnhoie ?kie. derredenbach die Pferde eines Postwagens scheu gemacht und di» entstandene Verwirrung dazu benutzt, zwei Postbeutel zu entwenden. Als er kurz darauf am Bahnhofe eine Arbeiterwochenkarte löste und daffir einen 20.Markfchein zum Wechseln ein- zahlte, machte er sich verdächtig Die hiervon benachrichtigte Kriminalpolizei nahm ihn wenige Stunden nach der Tat fast. In einem Postbeutel hatten sich Pakete mit Lebens- und Ge- nntzmittcl befunden, die vcn ihm sofort verzehrt worden tnatcn. Ben Postbeutel mit Briefen hatte er auf einen Baum geworfen, den Geldinhnlt im Betrage von -1000 Mark in dem Keller seiner elterlichen Wohnung versteckt.
FC Frankfurt ctm Main, 15. Jan. Der bekannteste Kinderarzt in Deutschland, Geh. Sanitätsrat Dr. Johann Heinrich N.hn ist im 87. Lebensjahre hier verstorben. Er war am 20. Mai 1881 in Hanau geboren, legte im Jahre 1855 sein Doktorexamen ab. so datz er bereits 1915 sein Kvjährigrs Doktorjnbi. läum feiern konnte und nahm im Jahre 1858 seine Praxis auf. Auch auf schriftstellerischem Gebiete hat stch der Verstorbene do» tätigt.
FC. Frankfurt am Mai», 15. Jan. Einer Frau aus Nen- Jfenburg wurde im Gedränge auf dem hwsigen Hauptbahnhoff die. Handtasche mit mehreren hundert Mark abgeschnitten un^
' geftoblen.
FC. Idstein. 15. Jan. Die Arbeiterin E. Engel aus de» nahen Wallrabenstcin besorgte im Herbst einem französische» s Kriegsgefangenen Frauenkleider und entfloh mit demselben.
; Beide wurden im Badischen festgenommen. Der Franzose kam t ins Gefangenenlager und das Mädchen wurse nunmehr t»
^ Bruchsal zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt.
Aus Starkenburg.
Darisstadt. Einem dreisten Schwinde! ist man bei der hts. sigen Stadtkesse auf die Spur gekommen. Man konnte verschiedene Burschen in siagranti erwüschen. wie sie auf Grund gefälschter Anweisungen höhere Beträge erhoben, als ihnen von Rechtswege» zustande« Sie haben bei der hiesigen Metallsammelstelle kleine Posten Mrtatt abgeliefert und die dafür erhaltenen Anweisungen. die bei der Stadtkasse ausbezahlt werden, in teilweise bedeutend höhere Summe gefälscht. Die Fälschrnigea waren so geschickt ausgeführt, datz die Auszahlung ohne Anstand erfolgte» bis man gelegentlich der Buchungen auf die Spur der Fälschungen kam. Als drei der Fälscher heute früh wieder eine größere Summe in Empfang nehmen wollten, gelang es der rasch herbeigeruf.-ucn Kriminalpolizei drei derselben festzunehmen. Drei wertere, die auf der Stratze warteten, um bei der Verteilung des Raubes teilzunehmen, wurden ebenfalls fest, genommen lind im Laufe des Tages hatte man eine ganze Bande in Sicherheit gebracht, welche das rentable Geschäft seit Weihnachten betreibt und die Stadt anscheinend um mehrerr tausend Mark geschädigt hat Denn von den meisten Schwindlern wird wohl nichts zu haben sein: es sind etwa ein Dutzend meist albeit5-sck>euer Vurichcn im Alter bis zu 19 Jahren von hier, Arheilgen, Griesheim und anderen Orten der Umgebung, welche mehr oder weniger an den Betrügereien teilnahmen. Die Ermittelungen sind noch nicht abgeschlossen. Erleichtert wurde den Burschen der Schwindel jedei.falls auch dadurch, datz das von der Metallannahmestelle ausgefertigte Formular die ausZnzahlende Summe nur iu Z.rhlen und nicht m Brnhstabea enthält, so datz man in die vorp'.'.nktierte Stelle mit Leichtigkeit vor die dort stehenden Zahlen anders Zahlen vorsetzen, also beispielsweise aus 22 leicht 428 fälschen konnte. Anscheinend haben die bei den Schwindeleien mehr oder weniger Beteiligten auch den größten Teil des Metalls gestohlen.
Aus Rbeinbessen.
FC. Alzey. 15. Jam Dte htesige Stadtverwaltung bat die Gründung einer ßemeinnützigen Baugenossenschaft in die Wege geleitet. Die Genossenschaft will Kleinwohnungen erbauen «nd in Verbindung damit billige Möbel für Jungverheiratete be. schaffen. Als Vaugelapde komrnt vorwiegend städtisches in Frage.
FC Aus dem RheingL». 15 Jan. Die Lebensmittel-Tin- kLufsstelle der Nassauilchen Rhernstüdte in Niederlahnstern hat, wie die „Rheinische Vollszeitung" meldet, an eine Firma des Bezirks ein Schreiben gerichtet, in dem sie gewaltige Mengen von Lebensrnitteln zu auherordentlich hohen Preisen anbietet. So u. a. 300 Zentner Viktoria-Erbsen zu 3.45 Mark, 100 Zentner gelbe Erbsen zu 3.10 Mark. 400 Zentner dick- Bohnen z» 3.45 Mark. 400 Zentner Wicken zu 2,70 Mark. 900 Zentner Lupinen zu 1.25 Mark das Pfund, weit- r 60 000 Dosen Lebenvurst. pro Pfund-Dose 8.75 Mark nnd 50 Liter feines Speiseöl für 32,50 Mark pro Liter. Die Zeitung fragt, wie es mög-tch ist, datz erne amtliche Stelle in dieser Weise die amttichen Höchstpreise in umfangreichstem Matze Lbcruhrettet und wie sie zu selch gewaltigen Vorräten kommt, sowie welche anrttiche sichtsb^örde für diese Geschäftsführung verantwortlich ist. {
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: OttL Hirsches, Friedberg-, ftir den Anz igenteil: R. Heyner^ Fri.etzb.erg. Druck und Verlag der „Neuen ' «.ÄMet Al&\


