Ausgabe 
17.1.1918
 
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DieWeidrspofT \mgt. IHt Bosichewtsten werden sich ent. . schließen müssen, in Brest iLitowek sich weniger der Volk»auf. wiegelung als praktischer Arbeit zu widmen. Trotz aller Schutte- rigkeiten darf man die Vorgänge in Brest-Lttowsk mit Ruh« verfolgen, nicht allein wer! die Bolschewisten aus innerpolttt- fchs» Gründen den Frieden wollen, sondern auch well fie den Krieg nicht wieder erneuern können.

Eine neutrale Stimme.

Amsterdam, 16. Jan. Im Gegensatz zu andere« holländi­schen Blättern, die in ihrer mehr oder weniger verkappten Dcutschseindlichkeit Trohkis ganz fanatischen Doktrinarismus feiern, und mit Behagen die Schwierigkeiten ausmalen, die den Diplomaten der Mittelmächte aus der russischen Hartköpfigkeit erwachsen, scheut stch derRieuwe Rotierdamsche Courant" nicht, den Russen die nackte Wahrheit M sagen. Das Blatt stricht von Rußlands Forderungen in bezug auf Polen, die darauf hinausgehen, dag auch die deutschen und österreichischen Teile Polens geräumt werden müßten. damit die Nation über ihr Los durch freie Abstimmung enifchciden könne und bemerkt: Trotzki und die Seinen sind offenbar keine Männer des vermit- telnden Ausgleichs, sie halten an ihren Wünschen mit Hart­näckigkeit stst. Ganz abgesehen davon, ob ihre Wünsche durch Macht gestützt werden oder nicht. Sie sprechen, als ob sie Ver­treter einer siegreichen Nation wären Aber Rußland hat noch nicht gesiegt Was tun sie denn eigentlich auf den Friedens­verbandlungen. Suchen sie vielleicht lediglich eine günstige Ge- legenheit. Weltpropaoanda für den Sozialismus zu machen oder sind sie so dumm, daß sie glauben, fie konnten, obschon ge­schlafen und machtlos, durch Reden d.e Gegner so weit bringen, datz diese bereit sind, sich als die Besiegten zu erklären?

^ie üriegsriele der Entente.

Bern. 14 Fan (WTB 1 Wie derCorriere della Sera" mit- keilt, ist in dem gestrigen vier'tnndloen Ministerrat grundsätzlich vr.7einb.rrt worden, dag Ministerpräsident Orlando. wahrschein­lich noch vor der Kammereröfnnn» ähnlich wie Llond George. Wilson und Pichen eine Rede halten orAc, um den Standpunkt Italiens in der Friedensfrage sestznlegen. Halbamtlich verlau­tet. die Kriegsricke stllten im wesentlichen in unveränderter Fenn bestätigt werden. Der Mlnisterrat soll auch einen vor­zeitigen Zusammentritt der Kammer erörertz jedoch ab"e1ehnt haben, da Orlando bereits für die Teilnahme an dem Pariser Rate verpflichtet sei.

Der römische Berichterstatter der ..Stampa" berichtet, der Hauptzweck des Pariser Rates lei die Abgabe einer ins Einzelne gehenden Erklärung über dir Kriegs,ttele der Entente und die Abfassung eine; gemeinsamen, die gesamten Forderungen ent­haltenden Schri-tstückes. Die italienische Regierung habe einem derartigen Einbeitsfchrlftstück zugestimmt. Auch da,Giorna^e d Italia* bezeichnet ein derartiges Schriftstück als erwünscht und wahrscheinlich. hält es aber für nötig. darauf htnzuweistn, daß die Hauptpunkte des drmokratiühen Frizens dadurch keiner­lei Veränderung erfuhren. An erster Steve blieben die Forde­rungen Frankreichs gegenüber Deutschland und Italiens gegen« tiber Oesterreich bestehen.

Iren bei Wiiksn.

^ Bern. UV Jan (MTV) Die ..Dai'y Mail" meldet aus Wafbinoton vom 10. d M.: Wilson empfing gestern im W-ißen Hause eine aus einer Reihe der angescbe'chre» circ-tf- ^chen Bürger irischer Abkunft bestehende Abordnung, die »ttne Bwnze- statue des großen irischen Reorlntionärs Robert Ewmel über­reichte Phelan, Senator von Kattfornien. der an der Spitze der Abordnung stand, führte in einer kurreu Ansprache aus. daß die Iren das schwere, ihnen von England in der Dergannen- heit zuzefögte Unrecht zu verpesten bereit seien falls man ihnen gcm^ de« erklärten Krkegszielen der Entente Freiheit oder auch Selbstverwaltung gewähre. WiNon nahm die Statue dan­kend enteegen enthielt sich aber jeder Erörterung der irischen Frage. Er machte lediglich eine freundliche und bofinnngsvolle Andeutung darüber, daß der in Dublin tagende irische Rat be­müht sei. die Frage der zukünftigen Regierung erfolgreich zu liftUL

Pie Gefahr für 1918.

In einemDie Gefahr von 1918" übeischr-ebrnen Artikel weist Hcratio Bottomlcy imJohn Bull" ans die drohende Re- volutiou in England infolge Hungersnot hin. Er schreibt: Neulich sprach ich mit Lord Rhondda im Lebensmittel-Ministe­rium. ^Hler," sagte er.wird der Krieg gewonnen werden." Oder verloren werden," erwiderte ich: und wahrhaftig, so ist es. Das Nahrungsmrttelproblem ist die Gefahr von 1918 und was tun wir, um sie zu bekämpfen? Nichts! Ilnd die Ge­fahr ist Revolution. Warum die Worte wägen. Es herrscht eine häßliche Stimmung im Lande uud der Staatsmann, der das nicht weiß, ist ein Narr. Der Boden ist mit weißem Schnee be­deckt: laßt uns Zusehen, daß er nicht rot gefärbt wird. Ich bin kein Angstmeier, aber ich lese die Zeichen und DoibÄeutungen und sehr den allen Demos seine Glieder recken und sich di« Augi'n reiben uud ich möchte ihn im Zaume halten. Ich habe darüber nachgedacht und einen Brief an den Premierminister geschickt, in dem sich folgende Stellen finden:

^Dir Lage ist ernst Das grimmige, hagere Gespenst der Hnngersnot spukt in den Häusern der Armen. Es liegt zwar Leine Gefahr der Hungersnot vor in dem Sinne einer Unzu- :ä«glrchkcrt von Nahrung für alle. Aber es liegt eine Ge- fahr des Hungers mit allen dazu gehörigen Schrecken der Revolution unter den Massen vor, wenn nicht das ganze Problem der Nahrungserzeugung. der Ankaufs und der Skia teilung sofort in wirksamerer Weise ausgenommen wird als bisher.*-

< Zs seinen weiteren Bemerkungen zu dem Brief sagt Bot- homlep «och:Ich schreibe mit einem Gefühl der Derantwor- Oung, denn Ich weiß Dinge, die ich nicht drucken zu lasse» wage. Much Lloyd George weiß fie. Die Linie, die Hunger und Anar- °chie voneinander tsmtX ist dünn und wir kommen ihr jährlich frurttt.* % * \

Trübe AvsWn in Frankreich mb England.

Zu den politischen und militärische« Sorge» Eiland, »nd Frankreichs, die durch die italienischen Niederlagen und den Ab« soll Rußland» veranlaßt sind, tteten immer größere Nahrungs­sorgen. Sie werden nachgerade so drückend, daß »ran trotz aller Zensur zahllose Stimmen i» der Presse findet, die recht trübe in die Zukunft sehen, gleichviel wie der Krieg für die Entente au», geht.

In der frairzösischen Zeitung .Sumanite" vom 8. Novem­ber gibt Eompöre-Merel die Ernte de» Jahres 1917 auf 39 Millionen Doppelzentner an, gegen einen Ertrag von 87,83 Millionen Doppelzentnern im Jahre 1913. Dieser Ernte von noch nicht 40 Millionen Doppelzentner steht ein Bedarf von 90 Millionen Doppelzentner gegenüber. Dazu find keinerlei Vor­räte mehr vorhanden. ..Wenn es nickt gelingt, im nächsten Jahre eine größere Ernte zu erzielen, so stehen wir 1918 vor einer furchtbaren Kaloslrophe. einerlei, ob Krieg ist oder nicht." Für die Deckung des Fehlbetrages von annähernd 50 Millionen Doppelzentern ist Frankreich fast ausschließlich ans Amerika an­gewiesen. das natürlich auch noch England und Italien versor­gen soll. In Friedenszeiten deckt Amerika nur etwa 8 vom Hun­dert des Gesamtbsdarfs der Westmächte. während es jetzt 22 vom Hundert liefern soll. Rach amerikanischen Berechnungen wären das 220 Millionen Dushels: dabei hat Amerika nur 88 Mil­lionen Vnshels für die Ausfuhr übrig, und fast ebenso steht es in den übrigen Ausfuhrländern. Das sind in der Tat wenig tröstlich»« Aussichten für Frankreich.

Nicht bester ist England daran. In denTimes" vom 12. November 1917 wird ein Rundschreiben des Landwirtschafts- Ministers an die landwirtschaftlichen .Verbände Englands mit- geteilt. in dem es heißt: ..Eine W'stknappheil an Nahrungs­mitteln bedroht uns nickt nur im nächsten Jahre, sondern auch für 1919 und 1920. Wir können nicht langer erwarten, von außerhalb die Mengen von Fleisch und Brot zu erhalten, an die wir von früher her gewohnt sind. Es ist unbedingt notwendig, daß die Umlegung von Grasland ausgedehnt und schneller ge­fördert werde." Nach anderen Vlätterstimmen wird die Zwongsrattonieru.ng für unvermeidlich gehalten.Es scheint." heißt es im ..Daily Ehronicle" vom 12. November,keine Grenze für das Steigen der Nahrungsmittelvreise zu geben." Und Lord Rhondda fükrte in einer Ansprache an die Vertreter der Nahrungsmittelausschüste. die bei der Organisation der Zwangs- rationirrung in erster Linie beteiligt sein werden, aus. die Ver­hältnisse könnten sich so gestalten, daß man die Ausschüsse 2 bt» Z Jabrr nach dem Kriege nock bribeholten wüste.

Kann einer bei diesen Nachrichten noch an der Wirkung anseres U-Bovtkrieges zweifeln?

Nn'storid.

Finnisch-russische Kämpfe.

Kopenhagen, 15. J<m. (DB.) WieNational Tidende" cms Stsrkholm meldet, kam es gestern in Tornea zu einem Zusammenstoß zwischren russischen Soldaten und finnischen Zollbeamten, die die sofortige Abschaffung des Paßzwanges zum Uebersckmeiten der finnischen Grenze anordneten. Die Soldaten verjagten die Finnen von der Zollwache und droh­ten. eine Mafck-inengewehrkompagnie aufzustellen, falls ein neuer Versuch gemacht werden sollte, den Pastzwang auszu­heben. Die Finnen ihrerseits ersuchten durch Fernsprecher in Aleaborg um Verstärkungen. Im Bezirk Nyland kam es zu bttitiyen Zusammenstößen zwischen der Roten Garde und der Bürgergarde. Die russischen Truppen an der finnischen Grenze führen ein wabl'es Schreckensregiment. Niemand wagt fick mehr aus dem Hause, aus Furcht von Soldaten überfallen zu werden.

Die russischen Truppen sollen bleibe».

Kopenhagen, 15. Jan. (WB.)National Tidende" be­richtet aus Stockholm: Von russischer Seite wurde dem finnischen Senate mitgeteilt. daß die russischen Besatzungen von den finnischen Lotsenposten und Leuchttürmen während des Krieges nicht zurückgezogen würden. In der letzten Zeit wurden Versuche unternommen, Drahtungen auf schwedisch von Schweden nach Finnland zu senden: sie muß­ten den Weg über Petersburg nehmen, und es konnte nicht festgestellt werden, ob bk Drahtungen ihren Bestimmungs­ort erreichten. DasStockholm Dagblad" fordert nun die große nordische Telegraphengesevschast auf. eines ihrer vier Ostfeekabel für den schwedisch-finnischen Verkehr zur Ver­fügung zu stellen.

Lenins SlTaiifijtU,

Kopenhagen, 15. Jan. (WB.) Nach einer Meldung der ..National Tidende" aus Haparanda meldet derDjen", daß Lenin sich zur Zeit iu einem finnischen Sanatorium be­finde. wo er täglich Kuriere und andere Besucher empfange, die ihn über die Lage Petersburgs unterrichteten.

Hc!mirhre»de Regimenter.

Stockholm,^. Jan. (WB.) LautNasch Wjäk" ver­ließen drei russische Arbeiter- und Pionier-Regimenter die Front und kehrten heim, da weitere Anlagen von Be­festigungen nicht mehr nötig seien.

Verhaft««- eines französische» Dipl-maten r» Petersburg.

DerMatia" meldet aus Petersburg: Der zweite Sek­retär der französischen Gesandtschaft und acht französische Staatsbürger sind durch die Regierung der Bolschewik! in einem Petersburger Hotel festgenommen worden. Die An­schuldigung lautet auf militärische Spionage und unerlaubte militärische Nacl/richtenübenmttlung.

Die Verhaftng des rnrnönische» Gesandte«. * f' : '

Kopenhagen, 15. Jan Nach einer russischen Meldung ist die Berhaflnng d^ rumänische Gesandten in Petersburg wegen ferner Umtriebe gegen die BofichewM-Rogierimg er­folgt. Sie ist die erste Folge der Drohung Trotzki s, mit allen Personen, die gegen die Regierung Hetzen, kurzen B,inachen^mtz fc int tzSiZaM«» fWpi Ky dg.

lUmgeu Ententeoertretungen in Petersburg herrscht große Beunnchigung: namentlich in der italienischen und in der französischen Botschaft befürchtet man ein äbnlickvs Vorgeben' wie gegen den rumänischen Gesandten. - ^

Mißglückter Anschlag auf Lenin.

, Petersburg, 16. Jan. (WB.) Meldung der Peters­burger Tel.-Agentur. Als Lenin gesrem eine Abteilung der sozialistischen Noten Garde, die zur Front abging, begleitet hatte und im Automobil zurückkehrte, wurden auf dieses vier Revolverschüsse ohne Erfolg abgefeuert.

Amsterdam, 16. Jan. Nach einer Petersburger Neirter- Meldung verlautet: Nachdem Lenin eine Inspektion der

Noten Garde vorgenommen hatte, fichr er im Kraftwagen zum Smolny-Jnstitttt zurück. Unterwegs wurde plötzlich auf ihn geschossen, die Kugel traf aber sticht ihn, sondern einen CckMieizer Sozialisten, der mit im Wagen saß. Der^ Scftveizer wurde leicht an der Hand r^erletzt.

Schweizer Grenze, 16. Jan. TieNeue Korrespondenz" berichtet aus London.Daily Ebronicle" meldet, Lenin wolle sein Amt uiederlegen und solle durch Trotzki ersetzt werden.

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Die ^eitznttnna Caillanr'

Paris, 15. Jan. (WB.) Meldcmg der Agence Havas. Die Kammer erörterte die Interpellation des sozialistischen Abgeordneten Lawnts über die Maßnahmen, die die Regie­rung zu treffen gedenke, um den Rechtsgrundsätzen in der Angelegenheit der Untersuchung im Falle Eaillaur Ach- tung zu verschaffen. Lafont wies darauf hin, das gewisse Untersuchungen in Italien nicht in Uebereinstimmung mit dem geltenden Recht stattgefunden hätten. Die Forinalität^ ei unbeackstet gelassen worden, nämlich die Anwesenheit des Angeklagten. Dieser könne darum die Echtheit d?s auf­gefunden Schriftstückes bestreiten. Unterstaatssekretär Janace erklärte: Als man vor einigen Tagen von dem Vorhandensein eines dem Angeklagten gehörenden Geld­schrankes erfuhr, bat der Untersuchungsrichter die Behörden um die Ernennung eines Untersuchungsausschusses, der sich an die italienische Regierung zu wenden hätte. Von diesem Auyenbsick an stand den Justizbehörden eines fremden Lan­des die Oeffining des Geldschrankes zu. Dies gesckxch in oller Ordnung und auf loyale Weise. Tie äußerste LinkL erhob Einspruch. Die Mehrheit der «.^anrmer blieb ruhig. Ministerpräsident Elemenceau antwortete von seinem Platze aus. er könne Lafont dasselbe antworten, was Jgnace ihm gesagt habe, daß die französische Justiz nur auf französischem Boden souverän ^ei. Elemenceau sagte weiter: Wir ord­neten einen Ausschuß cm die italienische Regierung ab. Diese ist eine ehrenhafte Regierung und wir haben kein Recht, zu den italienischen Beamten kein Vertrarren zu haben und nicht zu glauben, daß die italienische Regierung nicht nach dem Gesetz verfahren ist. Und wenn sie dies täte, v-ären wir nicht dafür verantwortlich Eine einfache von der Regtenkna angencmimene Tagesordnung wurde mit 309 gegen 105 Stimmen angenommen.

(fin Sohn frl&wdinl! rrftorbrn.

Schweizer Grenze. 16. Jan. Laut Tessiner Blättern ist in Aresa in der Sckmeiz Hcniptmanu Kurt Freiherr Conrad von Hctzendorff, der Sohn des österreichischen Feldmarschavs. an de» Folgen einer im Krieg zugezogenen Krankheit gcstorbea.

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Berlin, 16. Jan. In dem Vorbericht zu dem vom Finanzustnisier Dr. Hergt heute dem Preußischen Abge- vrdnetenbause vorgelegten Staatshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1918 beißt es:

Der Staatshaushaltsplan schließt in Einnahme und Ausgabe mit 6,546.699,278 Mark ab: Die Schlußlummen erhöhen sich gegen den Haushalt des laufenden Rechnungs- rabres um 1,385,933,557 Mark.

ZoMkinolrralWr CwalWM.

DieVolksstimme" bespricht die Gemeinheiten des Frank­furter Janhagels bei.der Sprengung der Vaterlandsparteioer- farnmlung mit schmunzelndem Behagen. Es heißt u. a.:Ewer unserer Genosien, der sich auf einen Tisch gestellt hatte, um die Versammlvag zu ersuchen, trotz der Erbitterung der Bevöl­kerung. den Redner anzuhöreu, wurde in so brutaler Weise vom Tische heruntergerissen, daß ein derartiger Tumult entstand, daß von der Abhaltung einer Versammlung keine Rede mehr sein konnte. In demselben Artikel war wenige Zeilen vorher zu lesen, datz sich außer den Herren am Vorstandstischder sonstige Anhang der Vaterlandspartei diskret hinter dem Vorhang de» Podiums verborgen hätte." Demnach find es die eigenen Ge­rüsten gewesen, die den Ruhestifter brutal vom Tisch herunter- geristen hatten. Weit« lesen wir:Eine wohl tausendköpfig« Menge zog darauf unt« den RufenNieder mtt d« Vater­landspartei" und A«»hnllchem durch verschiedene Straßen an den Redaktionen der Zeiwngen vorbei, und ließ e» anPfui"«Rufen vor demGeneral-Anzeiger" und denNachrichten" nicht fehlen, um ihren Friedenswillen zu bekunden." Die Schluß, bemerkung dürfte namentlich den Herren von der Reichsregie, rung recht angenehm in den Ohren klinge«:Hätte die sozial, demokratische Partei gestttn abend auch nur den leisesten Ver­such gemacht, die Stimmung d« vielen Tausenden zu Demon- strationszwecken auszunühen, die Stadt Frankfurt hätte etwa» erleben können. So blieb es nur dem Zufall überlasten, daß sich ein Teil d« Versammlung gelchlosten durch die Stadt be­wegte abor es hat den Kriegshetzern ein schönes Beispiel gege­ben, was ihrer in Frankfirrt erwartet, wenn sie ihr trackrige» Handwerk ncch weiter glauben fortsetzen z» können. Es war ^?I,k^kIeine»^enti^(tt). da» sich gestern öffnete, «ber