gliche Lüden des Ortes und kamen einige Stunden spater wie«'' der zum Zug zurück, bereit, die Reise fortzusetzen. Selbst auf dem mexikanischen Kriegsschauplatz hörten diese Disziplinlofig- (ketten nicht auf. Als einmal Offiziere das Lagerleben zu langweilig fanden, nahmen sie alle Militärautos aus dem Wagen» park und machten damit Fahrten in die Umgebung.
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Mlirnds Ke-ttiltti! gegen den Generalijßmns.
Genf, 14. (WB.) „Genevois" veröffentlicht eine Zu- Schrift des Bureaus der „Times", in dem die Gründe angegeben werden, warum England gegen einen gemeinsamen Generalissimus ist. In der englischen Darstellung heißt es n. a.: . Der Erfolg einer solchen Einrichtung hängt völlig von den Vorteilen ab, die die Heere davontragen, die der Generalissimus. befehligt. Tatsache ist, daß ein Heer eine Niederlage und alle ihre Folgen ertragen kann, wenn es von Miien eigenen Führern befehligt wird, daß es eine Niederlage aber nicht dulden kann, wenn ein Führer anderer Nationalität es befehligt.
Wder der Schnmch und des Stotzes
In der „Jahresbilanz"-Sondernummer des „Simpliziffi- ; ttuis“ stellt Ludwig Thoma zwei Bilder der Schmach und des j Stolzes also gegenüber:
Es hat in diesem Jahre 1917 ein paar Tage gegeben, deren ^ ganze Jämmerlichkeit erst eine spätere Zeit vollauf würdigen wird. Ein Mann, dem Horchen und Jnformiertwerden schlecht bekommen war, der sich im verbündeten und neutralen Ausland mit Hoffnungslosigkeit und Banglichkeit hatte impfen lasten, warf im hysterischen Schreikrampfe allen Glauben und alle Zuversicht der Reichstagskommisnou vor die Füße — und wurde nicht herausgetragen, um mit Kölnischem Master oder Riechsalz zum. Bewußtsein gebracht ZU werden. Die Bätet und Brüder der Helden, die derweil in Flandern das Aergste ertrugen, hielten dem Biberacher Trommelfeuer nicht stand. Es gab ein Schwätzen, Raunen, Tuscheln und dazwischen ein Aufschreien und Kreischen, daß man im ganzen Lande aufhorchte und zornig sich des Schlimmsten — nicht an der Front — hinter dem Rücken der kämpfenden Soldaten versah.
Das gehört auch in die Bilanz des Jahres 1917. Dem unschönen Bilde hallen wir ein anderes gegenüber.
Aus Stegemanns Kriegsgeschichte erfahren wir heute erst, was wir erlebt und doch nicht gesehen haben: wie nahe und wie riesengroß mehr wie einmal im Herbste und Winter 1914 die Gefahr des Unterganges vor uns gestanden ist.
Zwei Männer, denen die Verantwortung für das Leben des deutschen Belkes anvertraut ist, stehen ruhig über den Kartentisch gebückt und verlieren in dem unendlichen Gewirre von Gefahren und Schrecken, bei dem Heranlosen der Sturmflut von feindlichen Millicnenheeren nicht einen Augenblick ihre besonnene Klarheit.
Hoffnungen und Berechnungen schlagen fehl, meisterhaften Plänen stellen sich Widrigkeiten entgegen, was schon gewisser Sieg schien, wird zum Fehlschlag, die beiden Männer rechnen, begegnen Zug mit Eegenzug» setzen auf kühne Pläne noch kühnere, der brutalen Macht der Zahlen setzen sie ihre Genialität und das Vertrauen auf die unüberwindliche Tapferkeit ihrer Heere entgegen, und aus Gefahren, deren Schilderung uns den Herzschlag stocken läßt, aus Not und Leiden führen sie die Deutschen zu strahlenden Siegen.
Wer das heute wieder und doch zum ersten Male recht erlebt, der weiß, daß nichts und niemand uns den Sieg entreißen kann, der weiß, daß unser- Volk unter seinen Führern Hinden- bürg und Ludendorff das Höchste errungen hat. das ihm keine Macht der Erde mehr entreißen wird. Auch nicht die Ohnmacht der Erschrockenen vom Juli 1917. Und der weiß auch, daß Glück und Gedeihen des Vaterlandes bloß auf den Männern beruhen, denen es feine Rettung zehnmal und hundertmal verdankt."
Freiheit die ich meine.
Wir lesen in der „Frankfurter Volksstimme":
Aus Mannheim schreibt man uns: In dem großen „Nibe. lungenfaal" des Rosengarten, wo im Jahre 1916 der Sozialdemokratische Part^tag abgehalten wyrde, hatte auf den gestrigen Sonntag die Vaterlandsprtei zu einer öffentlichen Versammlung eingeladen. Herr Pfarrer T r a u b, der frühere fortschrittliche Lendtagsabgeordnete, sollte über „Deutschlands Schicksalsstunde" sprechen. Der große Saal war überfüllt, gut 5000 Personen waren anwesend; darunter aber mindestens 80 Prozent Arbeiter. Zum Sprechen kam Herr Traub nicht, denn die Mehrheit setzte sofort bei Beginn der Rede mit dem Gesang der Arbeiter-Marseillaise ein; die ungefähr neunhundert bis tausend Vaterlandsparteiler versuchten es mit dem Gesang: „Deutschland, Deutschland über alles", aber machtvoll übertönte das Arbeiterlied den patriotischen Gesang. Volkslieder folgten dem alten Kampflied; besonders stimmungsvoll klang das immersthöne „Sah ein Kn ab ein ^oslein stehn". Wirklich angebracht war auch die Stelle „Hier findest du deine Ruh'". Auf dem Podium stand einsam das „Rös- lein": Herr Pfarrer Traub schrie hie und da in den Saal: „Schämen Cie sich" und rauchte zur Beruhigung seiner Nerven eine Zigarre. Nach fünfviertel Stunden löste Herr Polizei- direktol Gräser die Versammlung auf und die Schutzmannschaft räumte den Saal. — Eine Unverfrorenheit war es jedenfalls von der Leitung der hiesigen Vaterlandspartei, in dem großen Industriezentrum wie Mannheim in solch provozierender Weise eine öffentliche Versammlung für einen MachtAeden zu veranstalten. Der Denkzettel blieb denn euch nicht aus. Die Berliner „Vorgänge" haben sicher ihr gut'Teil dazu beigetragen. Die Leute von der Vaterlandspartei mögen daraus ersehen, daß auch den Arbeitern schließlich einmal der Geduldsfaden reißt?
Und die ..Volksstimme" bringt es fertig, dieses Machwerk ohne Erröten akzudrucken. Lehrreich ist das Eingeständnis, daß es eine Unverfrcrenhett genannt wird, wenn es eine Minderheit wagt, in einer von einer Mehrheit beherrschten (Gemeinde ihre Gedanken nur zum Ausdruck zu bringen. Sa was nennt sich im Znkunftsstaat „Freiheit". Schr erhebend sind auch die gei
zigen Waffen dtß' unter y ta* behaglichen Schmunzeln der „Volksstimme" dok de« „Marmemer' Blopfeifern" zur Anordnung gebracht worden sind. > v
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Die gkjprttigie Tnilib-UkrlaliiinliW.
Ueber den Verlauf der Frankfurter Versammlung lesen wir im „General-Anzeiger":
Die Vaterlandspartei hatte, wie wir schon kurz berichteten, für Montag abend in den Zoologischen Garten eine Versammlung einberufen, in der Pfarrer a. D. Traub über das Thema „Mas unserem Vaterland nottut'b sprechen sollte. Schon lange vor Oeffnung des Saales hatten sich Tausende von Menschen vor dem Zoologischen Garten — offenbar in der Absicht, Opposition zu treiben — airgesammelt. Als um 7 Uhr die Türen geöffnet wurden, war der Saal im Nu überfüllt. Schon vor der festgesetzten Stunde wurden Rufe laut wir „Anfängen! Vorwärts?" Zwischendurch wurde auch gejohlt und gepfiffen. Als um 8 Uhr der Vorsitzende, Pfarrer Kübel, die Versammlung eröffnen wollte und seine Rede mit den Worten begann: „Die Vaterlandspartei . . . wurde er von der Versammlung nieder- geschrien. Es wurde unter Zuhilfenahme von Pfeifen und anderen Instrumenten gepfiffen, gejohlt, ferner wurden Schmährufe auf die Vaterlandspartei laut, so daß der Redner sich nicht verständlich machen konnte. Auch als er ein zweites Mal wieder begann, wurde er niedergefchrien. Von der Galerie wurden sogar Stinkbomben in den Saal geworfen. Das Durcheinander wurde immer wilder, fodaß sich schließlich der anwesende Poli- zeilommissar veranlaßt sah, die Versammlung für geschlossen zu erklären. Darauf wurde von den Anwesenden die^Arbeitermar- seitlaise angcstimmt. (Das zeigt, welcher Richtung diese „Eei- steshetden" angehören. D. Scbriftl.) Es wurden noch fortgesetzt Rufe wie „In den Schützengraben mit der Vaterlandspartei? Schießt sie tot! Raus mit ihnen!" ufw. laut. Schließlich mußte ein starkes Polizeiaufgebot den Saal und die Galerien raumen. Auch noch auf der Straße fetzten sich die Rufe fort. Schließlich verlief sich aber die Menge unter erneutem Absingen der Arbeitermarfeillaife.
Usm Felde
der Ctzre.
Fricdbrrg. Der Bureauvorsteher des Herrn Dr von Helmolt, Unteroffizier H u s e m a n n, z. Zt. in einem Dragoner-Regiment, wurde zum Sergeanten befördert. Wir gratulieren!
Ans der Heimat.
FC. Butzbach, 14. Jan. Die Johanniter-Kirche im nahen Niederweisel, eine der wenigen, noch erhaltenen Doppclkirchen in Deutschlands wurde vor nun 50 Jahren, man schrieb 1868, vom Großherzoglich Hessischen Staat als Eigentum erworben und der hessischen Abteilung des Johanniter-Ordens zur Erhaltung durch Schenkung überwiesen. Dieser hat die Kirche in stilgerechter Weise wieder Herstellen lassen, so daß 1896 durch den Herrcnmeister des JohanniterOrdens ihre Einweihung erfolgte und sie vor dem Untergang geschützt wurde. Die Kirche ging nämlich nach Aufhebung des Johanniter-Ordens 1803 im Jahre 1811 mit dem zugehörigen Gute an den Herrn von Wiesenhütten in Frankfurt am Main über. Sie wurde zu einem Kuhstall hergerichtet und auf das scheußlichste demoliert. So wurden die Pfeiler ohne Rücksichtnahme angehauen, wie es die Einstellung des Viehes erforderte und das gesamte Innere unnachsichtlich dem neuen landwirtschaftlichen Zwecke geopfert. Im Jahre 1864 war die Verwüstung soweit gediehen, da in die Chormauern eine Türöffnung gebrochen, infolge deren das, Gemäuer nachgab und die gesamten Gewölbe einen großen Riß erhielten, daß ihr Abbruch beschlossen wurde. Da schritt der hessische Staat ein, der dies Kleinod schließlich jetzt vor 50 Jahren erwarb und vor dem völligen Untergang bewahrte.
Aus Starkcnburg.
Darmstadt. Wegen Verfehlung gegen die Verordnung betr. die Ablieferung von Speck standen jetzt etwa 20 Landwirte aus der Umgebung vor der Strafkammer. Sie waren wie viele andere wegen de: Nichtablieferung von Speck bei den Hausschlachtungen in Strafen von meist 50 Mark genommen worden. Die Vorerwähnten hatten mit Erfolg Berufung gegen die Strafbefehle eingelegt, denn die Schöffengerichte setzten die Strafen bei Einzelnen bis zu 3 Mark herab. Hiergegen hatte nun die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt und wurden die Strafen nunmehr wieder auf entsprechend höhere Bettäge festgesetzt. Sie haben nunmehr auch die Berufungskosten zu tragen. Wie wir erfahren, sind noch eine ganz bedeutende Menge derartiger Strafbefehle ergangen.
Aus Rheinhessen.
FC. Erbenheim, 9. Jan. Vor einigen Nächten fand man einen 15jähngen Burschen versteckt in einer Scheuer, als er beim Stehlen im Keller überrascht worden war. Bei einer Haussuchung in der Wohnung seiner Eltern wurden Kleie und Säcke an das Tageslicht befördert, die aus den Beständen der Kreisfnttermittelverteilungsstelle hernihrten. Vor etwa acht Tagen war plötzlich der Hund eines hiesigen Land- und Gastwirts verschwunden. Jetzt stellte sich auch Geraus, daß dieser von den: Burschen niedergeknallt, abgezogen und das Fleisch nach Wiesbaden verkauft worden war.
FC. Flomersheim, 10. Jan. In der hiesigen Gegend, wo bekanntlich schr viele Zwiebeln angepflanzt, werden, werden dieselben zurückgehalten. Bei einer Untersuchung im nahen Eppstein wurden 110 Zentner zutage gefördert.
FC. Aus Rheinhesie«, 13. Jan. Am 22. Januar begeht Bürgermeister Elaß tn Lonsheim seinen 80. Geburtstag. Er steht bereits 52 Jahre im Gemelndedienst und hat seit 1887 den hiesigen Bürgermeisterposten inne. Heute noch ist er außerdem Direktor der Spar- und Darlehnskasse und schon eine lange Reihe von Jahren Mitglied der Dekanatssynode und stellvertre- tendes Mitglied der Landessynode. Als eifriger Förderer der
Landwirtschaft hat sich der Jubilar einen Namen gemacht .
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wegen der Einbrüche kn Schloß Wilhelmshöhe, der mit der Verurteilung des^ Schülers Wilke zu 9 Monaten Gefängnis und des An- nqmtatenhändlers Nadel zu 1 V z Jahren Zuchthaus endete,' hat Einblicke in ein Milieu gestattet, das man schon immer- öremlich mißtrauisch ansah und das schon manchem jungen Menschen verhängnisvoll geworden ist. Der Angeklagte' Wilke, der Sohn eines achtbaren Beamten hatte zunächst dis! Oberrealschule besucht und war dann zu einer sogenannten „Presse" übergegangen. Hier hatte er, der aus einfachen Verhältnissen stammte, die Söhne wohlhabender Familien zu Kameraden, die über ziemliche Mittel verfügten und in ihren Lebensgewohnheiten sich als Erwachsene fühlten. So wurden die Geburtstage regelmäßig und ziemlich alkohol- reich gefeiert. Als der Geburtstag des jungen Wilke heran- nahte, lud er die Kameraden, weil er sich doch revanchieren mußte, nach einem Kaffee ein, wo mit Hilfe eines gefälligen Kellners, der dort „anschrieb" eine Zechschuld von 190 Mark, und zwar von zusammen fünf jungen Leuten, gemacht wurde Kurze Zeit darauf wurde Wilke zum Hilfsdienst einge- zogen und der Kellner verlangte nunmehr sein Geld, unter der Drohung, er werde sonst dem Vater mitteilen, was er für ein Söhnchen habe. Unter dem Druck dieser Drohung und ' aus Angst vor dem strengen Vater gewann schließlich bei dem jungen Mcnchen die Idee Oberhand, sich auf jeden Fall Geld zu verschaffen, und der Gedanke verdichtete sich dann schließlich zu den Einbrüchen auf dem kaiserlichen Schloß.
FC. Gelnhausen, 11. Jan. Im nahen Kasiel wurde vor mehreren Wochen am Hellen To.g^ die Gemeindckasse gestohlen. Der Täter ist jctzt in einem zehnjährigen Jungen ermittelt werden.
FC. Aus Kurhessen, 11. Jan. Auf dem Geleise der Kleinbahn Cassel-Naumburg fand man bei Hoof die Leiche eines Urlaubers, der vom Zuge überfahren wurde. Die Leiche war vom Zuge vollständig durchschnitten.
FC. Aus Knrhesien, 13. Jan. Der 17jährige Schmiedelehr- lisg August Schröder aus Königswald im Kreise Rotenburg an der Fulda hotte mit der 30jährrgen Elisabeth H. von da ein Liebesverhältnis unterhalten, das nicht ohne Folge blieb. In-, folgedesfen wollte er das Mädchen umbringen und dann Selbstmord begehen. Einen Strick hatte er bereits dem Mädchen um den Hals gelegt und wenn nicht Hilfe gekommen wäre auf die Rufe, so wäre die Elisabeth ein Opfer des Anschlags geworden. Wegen dieses Mordversuchs wurde der Siebzehnjährige von der Strafkammer Cassel zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.
Ans Hessen-Nassau.
FC. Wiesbaden, 13. Jan. Der Magisttat hat dem Antrag der Mehl- und Brotkommission wegen der Wiederanfhebung der Zusammenlegung der Bäckereibetriebe zugesttmmt. Demgemäß dürfen vom 21. Januar ab die mit anderen zusammengelegten Bäckereien dahier wieder ihr Brot selbst backen.
FC. Wiesbaden, 13 Jan. Ein Feldgrauer, der mit dem Urlauberzuge am Vormittag auf dem hiesigen Hauptbahnhof eintraf, hatte für feine Familie aus dem Felde 30 Pfund Schweineschmalz, zwei Schinken, zwei Gänse, mehrere Kilo Speck und Wurst mitgebracht und in einem Rucksack verpackt. Als er hier aussteigen wollte, war der Rucksack mit dem Inhalt spurlos verschwunden. In einem unbewachten Augenblick hatte er einen anderen Liebhaber gefunden.
FC. Bvrnmersbeim, 13. Jan. Die Gemeindevertretung beschloß, nachdem Beschwerde über den Zwang der Abnahme des Kaffee-Ersatzes, die sogenannte Kola-Mischung, geführt wurde, den Verkauf dieses miserablen Getränkes bis auf weiteres ein-
FC. Camp, 13. Jan. Die Ehefrau eines hiesigen Bürgers fand vor einiger Zeit im Hühnerstall einen Hundert-Markschein. Diesen Schein hat die Frau nunmehr einer wohltätigen Stif. tung überwiesen.
FC. Wejlburg, 8 Jan. Die hiesige Königliche Verginspek- ticn blickt in diesen Tagen auf ein 50jähriges Bestehen zurück.
FC. Dillenburg. 9, Jan. In einer gemeinsamen Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten wurde der Senator Dr. Hans Rosenow in Wismar zum Bürgermeister der hiesigen Stadt gewählt. Er wird im Mai d. I. nach der Amtsniederlegung des Bürgermeisters Gierlich das Amt übernehmen.'
FC. Niederlahustcin, 9. Jan. Bei der hiesigen elektrischen Straßenbahn ist eine Erhöhung der Fahrpreise eingetreten nnd kostet jetzt jede Fahrstrecke fünf Pfennig zustellen.
FC. Mörfelden, 9. Jan. In der hiesigen Bahnhofsgüterhalle wurden bedeutende Diebstähle ausgeführt und bettächtliche Mengen an Feldzwieback und Zucker gestohlen.
FC. Herborn. 11. Jan. Wegen Unzuverlässigkeit wurde der Frau Caspari im nahen Oberndorf die Gemeindesammelstelle für Butter, Eier und Speck entzogen.
FC. Aus Nassau, 11 . Jan. In diesem Jahre begehen in der Diözese Limburg ihr goldenes Priesterjubiläum: Domdeka« Prälat Dr. Hilpisch in Limburg. Geistlicher Rat Franz in Hadamar und Pfarrer Dr. Benz in Camp. — In der Diözese Mainz begeht das 50jährige Priesterjubiläum Geistlicher Rat Dr. Velte dortselbst am 6. Juni.
FC. Hahnstätten, 8. Jan. Dem Pfarrer Wilhelm Hanh von hier wurde für seine Tättgkeit als Lazarettpfarrer tn Saar- brücken, Völklingen und Sulzbach das Eiserne Kreuz 2. Klasse am weiß-schwarzen Bande verliehen.
FC. Aus dem Freigericht, 14. Jan. Der Gutsbesitzer nnd Rittmeister Peill auf Hofgut Matfenhaufen stieß auf einer Jagd im Gemeindewald zu Albstadt mit einem Wilderer zusammen- Beiderseits wurden Schüße gewechselt, wobei Peill verwundet wurde. Der Wilderer entkam unerkannt.
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