futtg, dich ein Referendum eingeholt werden müsse, wozu aber die Schaffung eines Organ» Vorbedingung fei, da» die freie
Abstimmung der Bevölkerung garantieren könne.
Des weiteren stellte sich Staatssekretär von Kühlmann auf den Standpunkt, daß die nach Absonderung strebenden Teile Rußlands nach Abgabe der Willenserklärungen der schon bestehenden Organe jetzt schon berechtigt seien, Verabredungen zu jtreffen, die sie für ihre Zukunft für gut und nützlich halten würden.
Trotzki glaubt in dieser Auffassung eine Untergrabung des Grundsatzes des Selbstbcstimmungsrechtes erblicken zu müssen und warf die Frage auf. warum denn die Organe der fraglichen Völkerschaften dann nicht zu den Verhandlungen in Brest- Lttowsk eingeladen worden seien, wenn sie sogar das Recht haben sollten, über Gebietsteile zu verfügen. An eine solche Teilnabme der Vertreter dieser Völker an den Verhandlungen werde ober natürlich nicht gedacht, weil eben diese Nationen nicht als Subjekte, sondern als Objekte der Verhandlungen betrachtet würden.
erhalten mußte, wurde die Sitzung aufgehoben. Line wem Sitzung zur Fortsetzung der Beratungen ist noch nicht anberaumt
worbe».
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- Verständigung mit der Ukraine.
In Brest'Litowsk ist bei den Auseinandersetzungen mit den ukrainischen Vertretern insofern ein Fortschritt erzielt worden, als die Antwort des Vierbundes auf die erste grund- legende Erklärung der Ukrainer deren in sechs Punkten auf- gezählte Einzelforderungen unerwähnt gelassen hat. Die ukrainischen Vertreter haben sich in ihrer Rückäußerung mit der ihnen gewordenen Antwort zufrieden erklärt, woraus gefolgert werden darf, daß die Frage des allgemeinen Friedens auch im Verhältnis zwischen uns und der Ukraine zunächst ausgeschaltet worden ist. Auch hier steht einstweilen nur die Frage eines Sonderfriedens zur Erörterung, ein Ergebnis, das dem Fortgang der Friedensverhand!ungen nur förderlich sein kann.
Es folgte dann wieder eine Flut von Spitzfindigkeiten und Rechthabereien, deren sich die russischen Unterhändler, namentlich Trotzki, befleißigten. Schließlich erklärte die russische Delegation:
1) Ans der Tatsache der Zugehörigkeit der besetzten Gebiete zum Bereich des früheren russischen Kaiserreichs zieht die russische Negierung keine Beschlüsse, die irgendwelche staatsrechtliche Verpflichtung der Bevölkerung dieser Gebiete im Behältnis zur russischen Republik auferlegen würden. Tie neuen Grenzen des brüderlichen Bundes der Völker, die außerhalb ihres Nahmen bleiben wollen, müssen gebildet werden durch einen freien Entschluß der entsprechenden Völker.
2) Deswegen besteht für die russische Regierung die Grnndanfgabe der jetzt geführten Verlxmdtnng nickt darin, in irgendwe'cher Weise das weitere zwangsweise Verbleiben der genannten Gebiete im Rahmen des russischen Reiches zu verteidigen, sondern in der Richtung seiner wirklichen Freiheit und Selbbestimmung der inneren Stagtseinrichtung und internationalen Lage der genannten Gebiete.
3) Tie so verstandene Aufgabe setzt eine vorhergehende Verständigung Deutschlands und Oesterreick )ln- garns auf der einen und Rußlands auf der anderen Seite voraus.
Als Grundlage des Friedens schlagen die Russen vor. daß Deutschland und Oestereich-Nngarn ausdrücklich darauf verzichten, irgendwelche Teile des besetzten Gebietes ihren Reichen einzuverleiben. Alle Völker hätten ihr Gesch'ck selbst 0 n bestimmen. Die Mittelmächte sollen sich sofort über die Vorschläge erklären.
Hieraus erbat General H o f s m a n n das Wort und führte aus: Ich muß zunächst gegen den Ton dieser Vorschlags protestieren. Die russische Delegation spricht mit uns als ob sie siegreich in unserem Lande ständen und uns Bedingungen diktieren könnten. Ich möchte darauf Hinweisen, daß die Tatsachen entgegengesetzt sind — — Das siegreiche deutsche Heer steht in Ihrem Gebiet! Ich möchte dann feststcllen. daß die russisch? Delegation für die besetzten Gebiete die Anwendung eines Selbllbestim- mungsrechles der Völker in einer Weise und in einem Umfange fordert, wie es ihre eigene Regierung im eigenen Lande nicht anwendet. Ihre Regierung ist begründet lediglich auf der Macht und zwar auf einer Macht, die rücksichtslos und mit Gewalt jeden Andersdenkenden unterdrückt. I:der Andersdenkende wird ein^'ch als Gegenrevolutionär und Bourgeois für vogel- frei Ich will diese meine Ansicht nur an zwei Beispie
len erhär'rn. In der Nacht zum 31. 12. wurde der erste weiß- russische Kongreß in Minsk, der das Selbstbestimmungsrecht des weißrussischen Volkes aeiterd machen wollte, von Maximalsten durch Bajonett und Maschinengewehre auseinandergejagt.
Als die Ukrainer das Selbstbestimmungsrecht gellend machten. stellte die Petersburger Regierung ein Ultimatum und versuchte die Erzwingung ihres Willens mit Waffengewalt durchzusetzen. Soviel aus den mir vorliegenden Funksprüchen hervorgeht. ist der Bürgerkrieg noch im Gange. So stellt sich die Anwendung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker durch die maximalistische Negierung in dcr Praxis. Die deutfche oberste Heeresleitung muß deshalb die Einmischung in die Regelung der Angelegenheiten in dem besetzten Gebiete ablehnen. Für uns baben die Völker in dem besetzten Gebiete ihrem Wunsche der Lostreunung von Rußland bereits klar und unzweideutig Ausdruck gegeben. Don den wichtigsten Beschlüsien der Bevölkerung möchte ich folgendes hervorheben: Am 21. 9 1917 erbat die kurländische Landesversammlung, die sich ausdrücklich als Vertreterin der Eefamtbevölkerung Kurlands bezeichnete, den Schutz des Deutschen Reiche-. Am 11. 12. 1917 proklamierte der litauische Landesrat. der von den Litauern des Zn- und Auslandesels die einzige bevollmächtigte Vertretung des litauischen Volkes anerkannt ist. den Wunsch der Abtrennung von albm staatlichen Verbindungen, die Lisber mit anderen Völkern bestanden haben. Am 27. 12. sprach die Stadtverordnetenversammlung in Riga eine ähnliche Bitte an das Deutsche Reich aus. Diesem Anträge haben pch die Rigaer Kaufmannskammer, de Große Gilde, die Vertreter der Landesbevölkerung, forme 70 Rigaer Vereine anaeschlosien. Schließlich haben im Dezember 1917 auch Vertreter der Ritterschaft und der ländlichen, städtischen und kirchlichen Gemeinden aui Oesel. Dagoe und Moon in verschiedenen Erklärungen sich von ihren Beziehungen losgelöst.
Auch aus verwaltungstechnischen Gründen mutz die deutsche oberste Heeresleitung die Räumung Kurlands. Litauens und Rigas und der Inseln im Rigaischen Meerbusen ablehnen. Alle öckese Gegenden besitzen keine Verwaltungsorgane, keine Organe der Rechtspflege, keine Organe des Rechtsschutzes, keine Eisenbahnen. keine Telegraphen, keine Post. Alles dies ist deutscher Besitz und in deutschem Betriebe. Auch zur Errichtung eines eigenen Volkcsheeres oder einer Miliz sind die Länder aus Mangel an geeigneten Organen in absehbarer Zeit nicht in der Lage.
Nachdem Staatssekretär von Kühlmann der russischen Delegation Verschleppungsversuche in dem Berhandlungsfortgan«
Me „Orrle" in Kerlin.
Berlin. 14 Jan (MTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser empfing gestern vormittag Se K. H. den Kronprinzen, den Reichskanzler Grafen van Hertling und den Generalfeld- i marschall von Hindenburg Ferner harte Se. Majestät den Generalstabsvortraa des Generalfeldmarschalls van Hindenburg j und den Voitrag des Ilnterstaatssekretärs von dein Bussche.
Die Nachrichten über die Vorgänge in Berlin kauten sehr widersprechend. Während gestern die Blätter d"r Linken eine gedrückte Stimmung zur Schau trugen, wittern sie heute Morgenluft. Anlaß dazu gibt folgende Erklärung der „Nordd. Allgemeinen Ztq.:
Der Reichskanzler Gras Sertftng bat in den letzten Tagen mehrfach Seiner Majestät dem Kaiser Vortrag gestalten und zahlreiche Besprechungen gehabt. Eine vertrauensvolle Aussprache bat zwischen dem Kanzler nnd den zurzeit in Berlin anwesenden Heerführern stattgefunden. Die Mitteilungen über einen gest^m einbernfenen Kronrat sind unrichtig. Es liegen keine sachlick'en Differenzen vor. die eine Entscheidung im Kronrat verlangten. Auch sonst aehen täglich unricktine Nachrichten durch einzelne Blätter. So wird gemeldet, daß Staatssekretär v. Kühlmann und der 'Botffs-nffer Graf Bernstorff in Berlin angekommen seien. Beide Angaben sind falsch.
..Das Gebot dcr Stund?.*
Dresden. 14. ^an. In der Eröffnungssitzung der Zweiten Kammer betonte Präsident Vogel, daß b"i den heutien schweren Entscheidungen tu Berlin die Einmütigkeit des deutschen Volkes das Gebot dcr Stunde sei.
Die Lösung scheint sich noch der Richtung zu bewegen, daß die Rerchsleitung. einschließlick- des Reichskanzlers zur Erkenntnis gekommen ist. daß man mit der milden Tonart und dem scrtwährenden Betonen des Friedenswillens nicht weiter kommt. Die Haltung der r"'üsck>en Unterhönd'er in Brest-L'lowsk. die die Sitzungen nur m't Pbrasendreben ausfüllen und dadurch die Verhandlungen zu verzögern streben, htt wohl diesen Kreisen die Augen etwas geöffnet. So schreibt selbst die „Frankfurter Zeitung":
„Es wird immer deutlicher, daß die russischen Unterhändler im Glauben an 'hre Mission die Verhandlungen zu verschleppensuchen. Auch die wirtschaftlichen und handelspolitischen Besprechungen in Petersburg, an denen der auch in Deutschlond bekannt Herr Radek beteiligt ist. kommen nicht vom Fleck. Cs liegt System ln der Art, wie Herr Trotzki von dem Kern der Besprechungen zu allgemeinen Theorien abschweift. Umso notwendiger ist es. daß das Deutsche Reich nicht weiter das Schauspiel innerer Zerrissenheit bietet, wie es während der letzten Wacken der Fall war. und wenn die vertrauensvolle Aussprache das Ergebnis zeitigen würde, daß wieder mehr Beruhigung ein- träle. so müßte das für den. Fortgang der Verhandlungen in Brest-Ll Minsk und für den Frieden ganz allgemein nur von Nutzen sein."
Diese Mahnung möchte die ..Frankfurter Zeitung" zuvörderst ihren eigenen Freunden zukommen lassem die sich neuerdings. so in Mannheim und Frankfurt daraus verlegen, die Versammlung'." der Vaterlandspartei y\i sprengen. Ein Kunststück ist das nicht, denn in den Großstädten lasten sich leicht ein paar Dnbend Rambolde dingen, zumal diese Gesellschaft ja nicht würdig befunden ist, im Heere zu dienen.
Eine sckreckiicke Unwetz'tzrit.
Amsterdam, 12. Jan. (WTB.) „Nieuws van den Dag" schreibt in einem Leitartikel:
„Kühlmann, in dem wir jetzt den Staatsmann der Mittelmächte sehen, der am aufrichtigsten und ernstesten nach Frieden strebt, hat den von Lloyd George und Wilson hingeworfenen Fehdehandschuh ausgenommen. Es hat in der Tat den Anschein, daß beide Reden nur dazu dienen, nicht rundheraus sagen zu müsten: Wir wollen keinen Frieden. Wir wollen die Kraft der Mittelmächte brechen und darnach unser Gesetz vorschreiben. Wenn die Ententestaatsmänner sich auf Verhandlungen einlas- sei; würden, so würde durch den Druck der schwergeprüften Völker in den Cntenteländern vermutlich unwiderstehlich der Friede gewaltsam herbeigesührl werden. Es ist nicht wahr, daß die Kriegsziele Clemeneeaus Wilsons und Lloyd Georges eigentlich auf dasselbe hinauslaufen. Es ist nach unserer Ueberzeugung eine schreckliche Unwahrheit, daß die Völker der Entente wie ein Mann hinter ihren jetzigen Führern stehen. Welch eine unbeschreibliche Wut muß in den Schützengräben und Wohnungen gegen die Staatsmänner herrschen, die durch ihre sklavischen Organe die Versicherung verbreiten, daß die Völker nichts mehr wünschten, als durchzukämpfen. Wir glauben nichts davon; es kann nicht richtig sein. Aber die Opfer de» Krieges haben keine Macht und keine Sttmme, die durchdringen könnte." . ^ .
- —. " t »'tz..
Zum §mrchbsotkriey.
12. Jan. (WTB.) Der „Ricuwe Courant" schreibt: De» Jahr beginnt für die Entente mit trüben Aussichten. Alle hoffnungsvollen Worte ihrer Staatsmänner können das nicht verbergen. Gibt es eine wtrffame Waffe gegen die U-Boote? Wir merken nichts davon. Schiff nach Schiff sinkt und in England muß man den Leibriemen anziehen. Wenn man bedenkt, was für eine entscheidende Bedeutung der Sendung amerikani. scher Truppen nach Europa von der Entente beigemesten wurde, ist es dcch merkwürdig, daß einige Mitglieder der amerikanischen Negierung Reuter zufolge glauben, daß die Alliierten im Augenblick lieber amerikanische Lebensmittel als amerikanische Truppen haben wollen. Und doch lebt die Hoffnung auf einen entscheidenden Sieg bei den Alliierten ungeschwächt weiter. Man erwartet einen Frieden durch den Sieg, einen Frieden, der wie Ehurchill jetzt wieder sagte, diktiert werden solle. Wilson hat es in feiner letzten Botschaft vermieden, deutlich zu sagen, daß er den Sieg wünscht» Als die Vereinigten Staaten noch neutral waren, hat dcr Präsident in einem Aufruf an die Kriegführenden den Frieden durch Sieg als ein Unglück für die Welt verworfen.
Wachstube Klage».
Berlin, 12. Jan (WTB.) Die englische Schiffahrt klagt in der letzten Zeit in steigendem Matze über die Versenkungen. Dcr Geschäftsführer der London American Maritime Trading Company erklärte kürzlich auf der Generalversammlung der Gesellschaft. daß von den unter seiner Leitung stehenden vierzehn Dampfern nicht ein einziger sei. der nicht mit dem Feinde zu ! tun gehabt hätte. Die Gesellschaft habe eine große Anzahl Schiffe im Lause des Jahres verloren. Auf der Iahresverfamm-- lung der Mitre Shipping Co. erklärte der Vorsitzende, Zweieinhalb Jahre lang seien die Schiffe der Gesellschaft verhältnismäßig frei von Verlusten durch den Feind gewesen. Im Jahre 1917 seien dagegen fünf Dampfer verloren gegangen. Wie man in englischen Marinekreisen über den jetzigen Stand der Unter. feeboot-Gefahr denke, ergibt sich aus einem Artikel des „Nau« tical Magazine" in der Dezembernummer, in welchem gesagt wird, daß ein Schiff unter Umständen beträchtliche Zeit fahren könne, ohne ein Unterseeboot zu sehen, aber schließlich hätten solche Schiffe doch nicht andauernd dieses Glück, „denn die U-Bootsgefahr habe sich kürzlich erheblich verstärkt". Das jetzt angewcn.dete PerifkoMsei kleiner als bisher und weniger zu sehen. Das Ergebnis unserer Versenkungen gibt diesen düsteren Stimmen allerdings recht.
Englische Berkenmdvnge».
Berlin. 13. Jan (WTB Amtlich) Am v Januar h-t englische Groffunkenstatlon Pcldhu folgende Nachricht verbreitet: Eine andere abscheuliche Gewalttat deutscher U-Boote, die wiederum die Unzuverlässigkeit deutscher amtlicher Garantien darlegt. ereignete sich etwa um Mitternacht am Freitag den 4 Januar, als das britische Lazarettschiff „Rewa". von Eibral-' tar heimwärts fahrend mit Verwundeten an Bord, ohne War-, nung torpediert und im Bristol-Kanal versenkt wurde. Alle Verwundeten wurden gerettet, doch werden drei Laskaren vermißt. „Newa" führte alle Lichter und die durch die Haager Konvention geforderten Abzeichnen. Die Admiralität teilt amtlich mit. daß das Schiff nicht tn der sogenannten Sperrzone war und gewesen ist. die in der Bekanntmachung der deutschen Regierung vom 29. Januar 1917 bezeichnet wurde.
Da diese Mitteilung eine amtliche Erklärung der britische» Admiralität enthält, wird von amtlicher deutscher Seite hierzu erklärt. daß das Lazarettfchff. wie inzwischen festgestellt worden ist. nicht von einem deutschen U-Boot torpediert worden tji Vielmehr besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, daß es auf e^ne vor kurzem im Bristol-Kanal von uns gelegte Minensperre gelaufen ist Daß die deutsche Regierung keinerlei Gewahr für die Sicherheit der Schiffahrt gegen Minen innerhalb der Sperrgebiete übernommen hat. dürfte hinlänglich bekannt sein. Der Charakter der englischen Ausstreuungen kennzeichnet sich hiernach von selbst.
Framöstsitze Krunanität.
Berlin, 12. Jack (WB.) Das „Echo de Paris" brachte am 27. Dezember einen Leitauf.satz von Maurice Barr6s. den silbst Clemencean als eine peinlicke Bloßftell'.ng der franzö- siscken Humanität empfinden dürfte. Darin heißt es mit zynischer -Offenheit: „Das Flugzeug bekämpft in erster Linie die Bevölkerung der Städte. Es braucht daher für Tagesangrisse wenige Munition und Bomben kleineren Kalibers mitzunehmen, da die Straßen dann ja ohnehin stark belebt sind, während bei Nacht die Geschosse meist auf freies Pflaster anfschlagen." Das „Ecko de Paris" schließt seinen Artikel mit den Worten: „Mannheim stellt einen
prächtigen Rekord für Staffekflüge auf."
Wilisns dlmkraMtg EMdkiWichtnIr.
Tres factunt collegium, sagt der alte Lateiner — drei Männer machen ein Kollegium aus, eine berateiwe oder beschließende Körperschaft. „Und die erste Violine fangt also an", heißt es in einem scherzhaften Studentenlied. Rach dem Auftakte von Vrest-Lirowsk war es der Franzose Clemencean bezw. sein Ministerpräsident Pichon. die diese Violine spielten. Man kennt die Melodie: Fortsetzung des Krieges bis zum Stege und Herausgabe von Elsaß-Lothringen. Dann fiel der Engländer ein: und Mesopotamien. Arabien und Palästina für uns. Der Dritte im Bunde, der Amerikaner, hat sein Insttumenl etwa» länger und besser gestimmt und übertumpft daber die anderen noch. Die Notenskala ist, zahlenmäßig abgestust, sehr ergiebig ausgefallen, die Melodie wäre also an der Hand de» Texte» nachzuplüfen. Herr Moodrow Wilson hat seine Sache so gut und gründlich gemacht, daß selbst ein Tlemenceau und Lloyd George noch tn Schatten gestellt sind, denn gar niedlich teilt e» die Welt des Vierbunde» auf. macht ebnen Strich darunter, und die neue Welt des ewigen Friedens, in der « Deutschland sogar gestattet, auch noch groß ru sern^ist fertig^^ .. % ^


