Graue Gefahren.
in kleiner Hitzkopf/
Roman oi?s der Gegenwart von M. Gontard - Schuck.
diachdruck verboten- sagte er zärtlich, „Dir spukt wohs -Gretna Green Im Kopf. Aber etwas Haft Du wenigstens mit Deinen? unbesonnenen Schritt erreicht. Wir müssen )u;i so rasch als möglich unsere Verlobung veröffentlichen. Ob Dein Vater nun lrnll oder nicht, er wird müssen. Ich werde sofort mit ihn? sprechen."
Helen hörte auf zu weinen.
„Und Du meinst, er wird jetzt ja sagen?"
„Er wird müssen! Wenn auch die beiden Herren vor- läufig schweigen, verbürgen kann ich mich nicht für sie. Zuma! Eardington ist ein altes Klatschmaul. Und was es in der Gelen oft bedeutet, wenn Dein unbesonnener Besuch bekannt wirb. 5 kannst Du Dir ungefähr denken."
Helen hoi ' 0 J 3 den Kopf. „Pah! Was wollen sie mir denn tun? Ich mache mir gar keinen Kummer darüber, was inan sagt."
«Und Deine Eltern ? Der Papa?"
Sie lachte schon wieder. „Ach, meinetwegen! Den Kops kann er mir auch nicht abreißen. Und nun ist mir schon alles einerlei, wenn ich nur weiß, daß endlich das Ziel nahe ist."
Der Wagen hiest vor dein Douglasschen Hause. Werkheim half Helen beim Anssteigen und schritt dann mit ihr durch die Tür.
In der Halle blieben sie wie auf Verabredung stehen.
„Liebling, kleiner, süßer! An? liebsten nähme ich Dich erst noch einmal in die Arme." flüsterte er zärtlich. „Aber der Kerl dahinten mit seinem langweiligen Gesicht braucht nicht gerade zrnnsehen. Ob ich Dich dann noch sehe, wenn |i$> bei Deinem Vater gewesen bin, weiß ich nicht."
„Melden Sie Sir Edward Douglas, daß Baron von Werkheim, ihn in einer wichtigen Angelegenheit zu sprechen
glÄns-tze,
den Diener zu.
„So." sagte ffe, als der Mann verschwunden war, „er ist fort, stört Dich also nicht mehr."
In ihren Augen blitzte schon wieder der Sckelm. Werkheim schloß sie hastig in die Arme und küßte sie auf den schwellenden M??nd.
„So, nun geh auf Dein Zimmer! Möglich, daß ich Dich noch sehe." —
Die Unterredung mit Sir Edward Douglas war kurz und hatte die von Werkheim vorausgesagte Wirkung.
Sir Edward Douglas bestimmte die sofortige öffentliche Bekanntgabe der Verlobung seiner Tochter mit dem Militärattache Freiherrn von Werkheim.
Was im Innern dieses Mannes vorging, als er so ganz ohne Widerrede die Bedingungen des verhaßten Gegners annehmen mußte, konnte Werkheim von dem unbewegten Gesicht nickt ablesen. —
Am nächsten Tage nahm Alfred von Werkheim Urlaub um zu seinem Vater zu fahren. Was er mit ihm zu besprechen hatte, ließ sich-nicht in einem Briefe sage??.
Ehe . er abreiste, srchr er noch einmal in Grosvenor Street vor. -
Mit ausgebreiteten Armen kam ihm He*en entgege??. „Alfred. Liebster, bleib nicht zu lange. Ich sterbe vor Sehnsucht, wenn Du mich lange allein läßt."
„Und der Papa?" fragte Werkheim. „Hat er's gnädig gemackt?"
Sie schnitt eine Grimasse.
„Er ist mir noch immer böse. Schadet nichts, er wird auch wieder gut. Ein ganz nettes Donnerwetter war's ja, danke. Aber nun ist es überstanden und ick Hab meinen Willen. Schlimmer war's eigentlich mit der Mama. Sie hat sich noch nicht ber??higt. Es ist ihr unfaßbar, wie ich das habe tun können. Wie eine gnterzogene junge Dame in die Wohnung eines Herrn gehen kann. Ich möchte n??r wissen, was da so Schlimmes dabei sein soll."
Er schloß sie innrg iw die Arme. „Laffel? wir das jetzt," sagte er zärtlich „Später, wenn Tn erst meine kleine, süße Frau bist. sprechen wir ma'. darüber. Jetzt, so kurz vor der Abreise, haben wir Besseres zu lim." —
Das Bessere bestand darin, daß er die roten Lippen küßte und ihr törichte, verliebte Worte in die Ohren flüsterte.
Von der Wichtigkeit dieses Beginnens war auch Helen vollkommen überzeugt, ste nestelte sich immer tiefer in die sie umschlingenden Arme. —
IV.
Nun, mein Sohn, welch günsttgem Zufall verdanken wir denn Tein Erscheinen hier in der Heimat?" rief Baron von Werkl)eim erfreut, als Alfred so unerwartet bei ihn? eintrat. „Ist die Herrlichkeit in London schon zu Ende? Kommst Du auf einen andere,? Posten?"
„Im Gegenteil! Ich denke, es soll jetzt erst recht losgehen."
„Na, na! Herr, dunkel ist der Siede Sinn! Was soll erst losgehen?"'
„Wenn Du gehört hast, warun? id? hier bin, dann wirft Du verstehen, wie ich es meine."
„Du machst mich wirklich nengieng!"
Alfred von Werkheim zögerte. Wenn es nur erst gesagt wäre. Wenn nrrr die hellen Augen des Vaters nicht so forschend auf ihm ruhen wollten. —
Aber was nützte das lange Zögern. Gesagt werden mußte es doch. Also heraus damit. —
»Ja. also, Vater — ich habe mich verlobt." Er hielt inne. Die hellen freundlichen Augen hatten plötzlich allen Glanz verloren.
„Verlobt?"
Er fragte nickt mit wem, aber die Augen forderten desto deutlicher A?iskunft.
»Mit Helen Doilglas, Vater! Der Tochter des englischen Ministers."
Fnrttebnna solat.
Bett.: D e Fiel chver orqun? und die Verbrauchsregelung für die Stadt Friedberg.
Ketznnntmachnng
Hierdurch bringe ich zur öffentlichen Kenntnis, daß der Verkauf von Rind- und Kalbfleisch, sowie Wu st jür diese Woche an» Freitag, den 11 . Januar l. Is. von nachmittaag 2—6 Ufjt in den fam lichen hüstgen Metzgeiläden stat! findet.
Schweinefleisch gelangt nicht zur Ausgabe.
, Die vorstehende Verkaufszeit ist genau ein^uhaUe,?.
Fnedberg, den 10 . Januar 1619. Der Bürgermeister.
2. V.: Da inm.
zum Einkochen.
laini MS «ZW.
empfiehlt
W. pan. Kimmch,
Fnedberg, Kaiserstr. 52.
„Mama"
Fi chger cht fzumKalt- und Wa rm- effen), in ? Psd.-Dosen ä Uff. 3.95.
Dr. Engelhardts
MhrpastZte
saus Hüllen fruchten hergsstellt). 'in Toü'il von 4 )0 Gramm Inhalt Mk. 2.69.
Wße Merfppfe
in Dwen von 125 Gramm Snfialt Mt. ä 1.2 *.
Kriegssalat
lose gewogen das V, Pfd. 60 Pfg. empfiehlt
Friedrich Michel
Ich suche
Kelranntmachm-g. Bestellung von Nährmitteln.
Gemäß 8 5 der Bekanmma r)Ulig über die Verbrauchs- regelung der in die öffentliche Bewirtschaftung genommenen 'Nährmittel vom 23. März 1917 wird für die Stadt Friedberg folgendes bestimmt:
Es sollen ausgegeben werden:
I. Für brotgetreideoerforgungsberechtigte Kinder bis zu 12 Jahren (rote Karten)
aufdieMarke 31 der Nährmittelkarte B (rot) Hafe flocken » ,» .. 32 „ », „ B „ Su-pen
II. für die übrige brotgetreidcoersorgungsberechtigte Bevölkerung (blaue Karten)
auf die Marke 35 der Nährmittelkarte C (blau) Grieß .» '» »» 36 „ „ „ C „ Morgentrank
i# >, »» 37 „ „ „ C Suppen
III. Für Selbstversorger lgelbe Karten)
aus die Marke 9 der Nährmittelkarte A (gelb) Suppen.
Wer die auf ihn entfallende Mare — die genaue Menge wird später festgeseßt — zu beziehen wünscht, hat unter Vorlage seiner Karte bei einem hiesigen Kleinhändler bis zum 15. Januar eine Bestellung auszugeben. Dabei ist darauf zu achte??, daß der Kleinhändler nur die betreffende Vestellmarke abtrennt und auf der gleichziffrigen Quitiungs- und Bezugsmarke die Bestellung bestätigt. Wer die vorgesehene Frist für die- Bestellung nicht einhält, verliert den Anspruch auf die ihm zustehende Ware.
Die Kleinhandelsgeschäste haben die Vestellmarken aus die in Betracht kommenden VesteUüogen getrennt aufzukleben und an dem, dem Ablauf der Bestellfrist folgenden Werktage, also am 16. Januar an ??ns einzusenoeii. Nichteinhaltung dieser Frist zieht den Ausschluß des betreffenden Klemhandelsgeschäfts von der Beteiligung an de?n Vertrieb der Nährmittel nach sich.
IV. Für Gastwirte haben wir zur Verpflegung auswärtiger Gäste eine kleine Partie Suppen abzugsben und ist die Bestellung hierfür bei uns. bis zum oben genannten Zeitpunkt direkt aufzugeben.
Fnedberg, den 9. Januar 1918.
Städtischer Lebensmittel-Ausschuß.
Langsdorf.
Keüamttmachnug.
2n den hiesten Kolonialwarengeschästen bringen wir von Freitag ab
Obstmarmelade
Preis 80 Pfennig das Pfund
zum Verkauf.
Fnedberg, den 10. Januar 1918.
Siävt. Lebcnsmittel-Attsschtttz.
Langsdorf.
Holzversteigeruug.
Im Slodheimsr Gemeindewald. Distrikt Ketz.rbori?, werten Montag. den 11. Januar l. Is. versteigert:
2 Kiefern-Stämme. 8 —10 in lang. 03) Durchmesser, 1,29 fm Inhalt 19 Fichlen-Stümme. 8 —iz m lärm, 0,35—0,54 Durchm., 15,91 Im Inh. 631 rin Kieiernrnndicheit, 1,50 lang 85 rm Kiefern-Kaüppel 11 rm Fichten Knüppel 71 rm Kie eru-Stöcks 3290 Stück Kiefern-Fetten.
Anfang und Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Waldbahn, oberhalb de. Siaa:sstiaße Friedberg - Homburg Vemetti wird, daß das Stammholz gleichzeitig mit dem anderen Holz zum Ausgebot kommt.
Rodheim v. d. Höhe, au? 8 . Januar 1618.
Trotzh. Burgermsisierei Nodheim v. d. Höhe.
H o f m a n n.
Gr. Post, la Kranftiirme (srtil) GrosrcrPoZkii la. MlirULme große Knlldärme, sowi- Wlids-, Lchweiiik- »nr Sa!bs!»!i>lk«. r^-Wurk!rords!.-^
ZA. W. ^© 11 ,
Friedberg, kaiserstr. 12 , Te!.411L Fachmännische Bedienung.
Stnif= nn) älraßenbeit», Mdr-«. K»tz-Karlä!)ihk 0 , Ztriegel.
Alle Sorte» Siirlle«
im Großen u. Einzelverkauf
Theghiild Stc'mtl
Kürflenfalrrik Frredbsrg, Kaiserstraße 117 j
Achtung!
chtung!
Pollnt Sir IM Geld mdiem l
gejucht!
Redegewandte Herren oder Damen finden durch Verkauf an Landwir e von mehreren in je em Haushalt unentbehrlichen, vom Ktte swirlschafisausschuß ii? Berlin genehmigten, Artikeln leicht lohnende Beschäftigung.
Man bitict sich a>? untenstehende Firma wenden zu wollen.
Philipp Diener,
Bertretringen.
Friedbcr? i. H. (Postfach).
tz aber von guter innerer relchaffenheir. gegei? Kaffe zu kauten.
Offerten unter F. V. Z. 943. sw S'.usois B.'offch Franksurt a.M.
Fischereiverpachtung.
, Donnerstag, dei? 21. l. Mts., nachm. 3 Uhr, soll in der Pippi- schen Gastwirtschaft zu L ingcriheim die leih ällig gewordene Fischerei in der Horloff innerhalb der wemark.)!?ien Ber ladt, UnlerMioders- Echzell, Ee tenau und Bingenhein? in 2 < 5 ! chereide ttken auf wett.'re 12 Jahre verpachiei werden.
». ch achttiehhabcr. deren Befähigung nicht offenkundig ist, wollen pch vocher u^.r solche bei der unter^ichneten Ober,örfierei ous- wc-sen, die aus Wunsch auch nähere Auomnst erteilt.
. Bingenheim, den 8 . Januar 1.48.
Grotzh. Oberjörlterei Bingenheim.
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Adolf Schäfer, Ossenheim.
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für Haus und Küche.
Frau Anna Sempf,
^Aiüinzerrad". Frieddera. am Bahnhof.


